it wird von der Fülle der
Deran wörtlich: vr. Hans Thyriot. -
ie wie französische gemeint sind, die im !atholizität und des Feudalismus den
Gemeinschaft, die, ist nicht Sparta, Stadt, die, wie
Der Burgberg steht als mächtiges Profil im Blick; auch kann kaum irgendwo das berühmte „Malerische" des Ruinenwesens stärker empfunden werden. Das Grau der Steine, vom Rot der Ziegeldächer und Fugenziegel in einen leisen Brand gesetzt, ____
Blumen zur Hälfte überwuchert. Zwischen den Wolfsmilchstauden schwärmen, von der Ferne her minder lebhaft wahrgenommen, Asphodelos und rote Anemonen.
Peloponnes zum Pfeiler einer heroischen Brücke machen: der Kampfbrücke, die von 1096 bis 1291, durch zwei Jahrhunderte, das großartige Abenteuer der Kreuzzüge erlebt. 1204 erobern Kreuzfahrer Byzanz; der Graf Balduin von Flandern, durch die Ritter zum Kaiser aus- gerusen, gründet gegen die byzantische Monarchie ein „lateinisches Kaisertum, das bis 1261 dauern soll. Man entsinnt sich eines großen Gemäldes des Delacroix im Louvre: es stellt die Einnahme Konstantinopels durch die Kreuzfahrer dar — eben den Augenblick, von dem hier gesprochen wird. Man mag sich endlich daran erinnern, daß der hohenstaufische Friedrich der Zweite, der hintergründigste Mann der deutschen Kaisergeschichte, in Italien geboren, den Schwerpunkt seines Lebens in Sizilien findet. In diesem weitläufigen Zusammenhang einer Versüdlichung deutschen, abendländischen Lebens erhebt sich seit des 13. Jahrhunderts Mitte die außerordentliche Erscheinung, die Mistra heißt: auf ihrer obersten Höhe mit einer Zitadelle gekrönt, die nach Geoffroy de Villehardouin benannt ist —, dem Herren aus der Champagne, der am vierten Kreuzzug teilnimmt und die Geschichte dieser Unternehmung schreibt.
Von einem leidenschaftlich und kühngespannten Dasein, das einmal fünfunddreißigtausend Menschen umschloß, sind phantastische Trümmer übrig, die am echesten wohl an das provenzalische Les Baux gemahnen mögen, an jene seigneuriale Felsenstadt bei Arles. Doch sind einige Kirchen und Klöster lebendig geblieben: die Metropolitnnkirche; Sankt Theodor; das Kloster der Pantanasia, der Allbeherrscherin der Himmelskönigin —, so daß die Vergleichung, in der das Neue nach Menschenweise auf das schon Vertraute zurückgebracht wird, etwa nach Assisi ausgreifen mag, das ähnlich einfach, ähnlich grau, zum Teil auch ähnlich zerfallen am umbrischen Berghang liegt, unter dem Gipfel des Subafio.
Ritter —, womit sowohl deutsch, gemeinschaftlichen Geiste der K-
auch in den humanioren Bereich urakkek griechischer indem sie den Gast ehrt, sich selber ehrt.
Die entscheidende Merkwürdigkeit dieser Gegend sondern die Hinterlassenschaft einer mittelalterlichen unter dem Gesetz einer besonderen Anziehung dieses
„ , „ alten kriegerischen Bodens, gleichsam ein Geschlecht christlicher Spartiaten beherbergt hat — denn so mögen jene Kreuzritter füglich genannt werden, die im 13. Jahrhundert unserer Zeitrechnung über diese Stadt und Landschaft eine ebenso feudale wie frome Tyrannis ausgeübt haben. Militärische Antike und reisiges Mittelalter.
Zwischen dem Altertum und der Paschaherrschaft der Türken, zwischen dem feierlichen byzantinischen Zepter und der westlichen Demokratie eines neueren Griechenland erscheinen auf dem Hügel über Sparta abendländische Ritter, um ihre Herrschaft aufzurichten. „Fränkische"
Druck und Verlag: Brühl',che UniverjitätS.-Luch- und Steindruckerei. R. Lange. Giebel
Lakonien und Sparta.
Ein Reisebild von Wilhelm Hausen st ein.
Gytheion, die kleine Hafenstadt, die Sparta mit dem Meer verbindet, liegt den Ankömmlingen als halbe Arena von gefälligem Ansehen licht über Gewässern, die in der Frühe des Tages friedlich glänzen — nach einer Nacht, die um Kap Matapan herum nicht unbewegt gewesen ist. Die Kinder scheinen fröhlich. Zum ersten Male begegnet uns das nationale Kostüm der Männer: das vielfach ge- fältete weiße Knieröckchen der Landleute. Es trägt eine illustrative Note herein, die heiter ist, ohne im mindesten komisch zu fein. Die Polizei ist wie in Katakolon sorgfältig angezogen; der Staat stellt sich dar.
Ins innere Lakonien führt die abenteuerlichste Straße (abenteuerlich mit der ungeahnten Wüstheit ihres Zustandes über weite Strecken) durch Burgland. Der Weg ist von großem blutroten Mohn gesäumt. Zur Linken und zur Rechten ist viel frisches Grün; zwischen Olivenfeldern Im Sommer oder gar im Herbst würde das Grüne und Blumige in branstiges Braun verschoben sein. Aus dem Erdboden scheinen rostige Roten und kupferne jetzt bloß hin und wieder hervor. In Abständen erheben sich vollkommene Eichen; sie sind die männlichen Kronen einer männlich emporsteigenden Natur. Daß die Landschaft reich sei an Feldertrag, laßt sich trotz den Oliven und Weinstöcken, trotz dem Korn nicht eben behaupten. Für den gebirgigen Peloponnes ist dieser Boden wohl nicht unergiebig; ein Bild südlichen Ueberflusses ist er keineswegs. Bicle Reiter und Reiterinnen auf Eseln. Die Frauen sitzen seitlich- wie von einem hohen Stuhl lassen sie die beiden Beine herunter hängen, werden kleine Pferdchen geritten, die mit einem hölzernen Dachsattel ausgerüstet sind.
. ®!?. ^"st ist frisch und fest. Wir nehmen die Einfahrt über eine 3lem irb weit herausgewundene Paßstraße. Lakonien ist binnenländisch; eu iü nicht maritim. Die Einsicht scheint uns wichtig: daß Lakonien, baß Snarta in einem sehr kontinentalen Stil ausgesondert ist; daß die Strenge hoher Berge, die Landschaft und Stadt umgeben, das lakonische f Emsetzen und es schon darum, von vornherein, zu einem allzu ?*•*" Selbstbewußtsein zu bestimmen scheinen Auch leuchtet
b ? 5 die verhältnismäßige Härte der Landschaft, einer großen Land- Y^L ,cb °^°lst den strengen verpflichtenden Charakter spar- bestimmt batein9' bQS d'lä'pl'näre Wesen dieses besonderen Lebens mit- Sparta vermag abzuschrecken wie die Oede gewisser £nt ^al4sJr»mn-^aKte- 2as Museum ist ganz und gar uninter- ftähtifrh- rnf e 's der Orangenhain, der das Museum als eine Müh n^ t nh T Derb,.rflt; d'e Bäume haben Frucht, während sie Atm-.'Sr/ n wenig pedantisch gesetzt. Dennoch bezaubert ihre bienhp'n ?n " verwundert uns nicht, daß ein junger Spartaner, lüstet CrtnnnxrbJ. m,t vollendeter Höflichkeit den Hut
V ^nso verbindlich wie distanziert, die Worte der Gast- ein m'Am- '"Ä Ä b=3 Griechischste von ganz Sparta ec ,1U= wohl angekommen zu sein". Er sagt
natM" c;lirX ""«n'<1.?i'r unten eben, wenn nicht die
da w- m-llersabAn^"^ehesten Französisch hört). Mädchen werfen und, r- ,, Erfahren, Rosen in den Waaen nach* es ist mobl eine nnner- Ln,m VbCx d°ch eine menschliche Geste, und als'Gepflogenheit ^die jedem -nemden dargebracht werden mag, schließt sie endlich Sparta
versäumten, mid baß Ich die Frau nun mtt meinem Wagen im ihren Bestimmungsort fuhr. v
Es war eine sternenklare Sommernacht, ganz mild und roartp, und ich kann mich nicht besinnen, jemals eine schönere Fahrt gemacht zu haben. Wir brauchten fast sechs Stunden für eine Strecke von knapp zweihundert Kilometer, und als wir dann in einem kleinen, verschlafenen Nest Halt machten und in irgendeinem „Schwarzen Adler" ein nicht endenwollendes Frühstück einnahmen, da wußte ich, daß dieses kleine, rotblonde Persönchen das Entzückendste war, was ich je getroffen, und wert, für immer und ewig festgehalten zu werden ..."
„Und ist es dir gelungen, sie auch tatsächlich festzuhalten?" fragt der Doktor und in feiner Stimme ist etwas, was mehr ist, als nur bloße Neugier.
„Nein", sagt Horn und eisiger Hohn klingt plötzlich aus seinen Worten. „Das ist mir leider nicht gelungen. Obwohl ich das allergrößte Interesse daran hatte, und —“ eine kleine, zögernde Pause, „und die Polizei ein nicht minder großes —"
„Die Polizei ...?“ Drei Köpfe wenden sich ihm ruckartig zu.
„Jawohl, die Polizei. Denn als ich am nächsten Tage nach Hause kam, sand ich, daß meine Abwesenheit zu einem raffinierten Einbruch benutzt worden war . . ."
Auf ein kleines Bild Dürers.
Von Karl Bröger.
Eine kleine enge Welt
schuf die träumend sichre Hand: Häuser, Bäume, schmales Feld, ein Paar, das sich an Händen hält, drüber blau der Himmelsrand.
Sinnend stehe ich daneben.
Leichte Farben, schmaler Bogen können uns noch Kunde geben, aber Stein und Holz und Leben sind in Sand und Wind verflogen.
Es erweist sich, daß eingemauerter Ziegel, ornamental gefügt, mit grauem Haustein kunstreich wechselt. Die Kirchen gehorchen durchaus dem byzantinischen Schema von Kuppel und Viereck; dem Schema, in dem die romanische Form sich auf eine unverkennbare Weise zu orienta- lisieren beginnt. Die Fresken drinnen, zwischen wenigen Säulen der quadratisch kurzen Kirchen byzantisch in die Höhe gestreckt, sind provinziell, aber des Ausdrucks voll. Griechische Nonnen, bei denen wir unsere Bilderkarten kaufen, bewirten uns mit Gläschen einer guten, wohl von ihnen selbst destillierten Anisette. Sie sind sehr leise, sehr verbindlich und voller Abstand von der Welt, die wir mitbringen.
Es verlockt, den steilen Weg zur Zitadelle im Schweiß des An- gesichts zurückzulegen. Vom Schloß des Villehardouin wird die ganze Regio", um Sparta am vollkommensten überblickt.
Im Tai drunten wechselt die frischgrüne Flur mit hellroter Erde, d'e offen liegt. Den Rand der Niederung säumt der klasslchse EuroMs, in dem vor Zelten die jungen Spartiaten gebadet, an dessen Ufern sie sich den Schilf für ihre derben Betten geschnitten haben. Der. Fluß ist ein lichtgraues Band, langhin erstreckt, dann abgebogen, dann vom Land überschnitten. Hinter ihm erhebt sich Gebirge. Unter der dichterischen Stunbe bes Mittags scheint es in bas Lila, Rosa, Horizontblou ber fernen Lüfte hingegeben aufzugehen. Zuweilen schimmert ein Schnee- fleck auf wie eine Apfelblüte. Fast ringsum schließen sich um bie in reinlichen Orbnungen gesetzten Obstbäume bes Talgrundes die Gebirge- kabl, lichtgrau, mit Buschwerk dunkelgrün gefleckt, zur Linken d'ori und mäßig hoch; gewaltig hoch nach der Art der Alpen im Bereich lerrIv|en?en.Ta,yet,?!; ®er Kamm isti noch mit Massen Schnee bedeckt. Durch eine -^vlsckstucht, deren Hänge Oliven und Zypreffen ^ogen. stürzt an den Wänden des Taygetons ein Bergbach nieder; es laßt sich vorstellen, rote das Leben ber Ausgesetzten,' bie nicht stark genug befunben waren, zu Spartanern heranzuwachsen, in diesen Abgründen, auf diesen wüsten Höhen verloren ging, wenn es nicht in den untergeordneten Lebenskreis der Periöken, der Hintersassen, ausgenommen wurde. ' " ' ’
Zuweilen meint man, hingetragen vielleicht von der Erinnerung an bas emporgebaute Assisi, wie es von ber Rocca hinabblickt erblickt wird tn einer umbrischen Landschaft zu stehen, die zwar um einige Grade wilder geworden wäre, aber die nämliche roeitqreifenbe Größe einePnrnThi(* e,aT ' ®nbI,d’ “4' glaubt man auch hier bi-- Heimlichkeit e nes nordischen Tons zu gewahren. Der Taygetos befißt Züge von ber elementaren Stemrotlbnis des Karwendelgebirqes, und in dieser Begeq- duna" vollzieht sich eine fast erschreckend unmittelbare
»uhiung nordlandischer Gemüter mit der Landschaft von Lakonien.


