Ausgabe 
22.10.1934
 
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Unterhaltungsbeilage zum Gießener Anzeiger

ahrgang 19iH Montag, den 22. Gltober Nummer 82

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n die Affäre gedacht?"

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le 17 oder 18 Jahre. Als ich inich In mein Mädchen I 26 Jahre, und wir find noch immer bri|ammen. Aber

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Zimmer Er öffnete den dem Schreibtifch an.

|o, Onkel Lorenz wie hell ans.Da hätten mir Ja, Lnzius ist bet mir.

"Ä iben Sie, genau wie ich, im Mahn, den Täter zu kennen, nicht wieder

(Fortsetzung.)

Brendel geleitete schlief,lich Wtngart zur lür.Aus morgen!"

Aus morgen, Herr Brendel."

Kein Wort war von Mita gefallen. So ist das mit der Liebe, dachte

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Welcher andere hasst, wovon reden «le. l h [.ur» btn oSpäter, Brendel, später" Und der Assessor lies d°v°n.^ h elt den tsut noch in der Hand und vergass es, Ifon auu I 11 Autotarisland M Unten lies Luziu- über den ^«hrdamin zu 7luto,nsg,nn°. P°d) einem fallen, klaren Rechner loh Fr nn (,e*

>id Brendel Und er zündele sich eine neue 3 fl miederaesunden. Ibroerle dieses Problem nicht. Die Perlen waren wiederge,uno

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mir iioi .

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Er trat wieder in das Zimmer, öffnete ein Fenster, den dicken Bauch rauszulassen, und meinte dann zu Luzius:Nun erzählen Sie. .fyiben ic etwas Neues erfahren über den Diebstahl bei meinem Onkel? Oder iie ich, im W»h

trfolaeit Sie, kann man es erfahren?" Sie natürlich." Luzius schritt durch das tunb schon, da schlug das Telephon aus

Brendel nahm es ab und meldete sich. | das möglich? Wahrhaftig?", und er 'lächle 6Ib eine schone Geschichte angezeltelt, was! ., lall ich es ihm gleich sagen? Eint", und er tat den Hörer eine Weile |>,Sie, Luzius, die Perlenketie hat sich wieder angefunden. Meine ante hatte sie verlegt, genau gesagt: vom Tisch herabgerissen. Der schmuck sand sich nun beim Bett, zur Hülste vorn Etsbärsell verdeckt, las sagen Sie zu dem Spuk!?"

Luzius stand erschüttert.Das ist nicht wahr', sagte er heiser , Brendel betrachtete ihnAber gewiss, ich ersahre diese Tatsache neben, mein Datei spricht sie durch, um uns beide zu beruhigen.

Luzius schüttelte den Kops.Das will Ich sehen", sagte er ent­

lassen, ,das kann nirht stimmen! Da muss ein neuer uusasillcher Irrtum vorliegen." Er merkte wohl, das, er unbegreislich blieb, so

tat er an den Tisch, nahm Brendel den Hörer aus der Hand

i.Ute dars ich?" und redete den Konsul am andern Ende des

rahtes an:Hier ist Luzius. Herr Konsul, ich kann Ihnen am

-leplfon nicht viel sagen. Nur dies: da stimmt etwas nicht. Eie (Innern sich, wie genau wir allesamt das Zimmer durchsucht hoben, ie Perlen wären unter gar keinen Umständen verborgen geblieben.

Der Konsul lächle.Aber lieber Luzius, nun sind die Perlen doch i! Was ist gegen solchen Beweis zu sagen!"

Luzius nickte, sicher bestätigte er sich selber etwas.Herr Konsul , b b er wieder an,halten Sie mich nid>l für einen Wlrrkop , aber litte gestatten Sie mir, Sie noch in dieser Biertelstunde auszusuchin. I Seinen Sie mir das Perlenkollier." mMMar

Der Konsul schwieg perplex. Dann rettete er sich " ein dar n Kommen Sie meinetwegen her, Sie ungläubiger Thomas. Ich N fl kn sagen, da» Ist starker Tabak, aber ich will Sie gern erwarten luilb Ihnen die Perlen unter die staunenden Augen halten.

Danke, Herr Konsul, ich komme." Luzius hängte ab

Brendel trat aus ihn zuLuzius, ich verstehe manches; aber dieser Geisel scheint mir ein leichter Irrsinn." n, , »eher

Luziu» nickte.Genau das wurde Ich zu Ihnen '" lh »rcnbel, läge der Fall umgekehrt Aber glauben Sie mir ich war nie |o klar im Kops wie in dieser Stunde. Ich mag verwirrt erschei |hin, aber Ich bin nur erregt. Aber das wird sich un'ü ; ,

l)'iben es mit einem falten, gewitzten Rechner zu tu 5 ) /.

ei den Gegner in mir findet, der Ihm gewachsen Ist. Er nahm leinen und lief zur Tür. , ,, nn »Hier die

Brendel lief neben ihm her. Diese Erregung steckte an/Iber Werten sind ja wieder da! Die Geschichte doch h r aus! ,So hofft der andere, Brendel. In Wirklichkeit fangt Die ue sichte fetzt an!"

I w , IS gehört hier ja gar nicht her. |2 in flrr irnl mlnhor in hn a yimmdr Kl

Luzius holte tief AtemBrendel", sagte er ernst, ich tuen Spur, die eigentlich eine alte Ist. Ich kam her, um Ihnen zu lagen, bis, Wlngart Reußuer nicht der Dieb sein kann. Ich wollte dos klar- rllcn, es musste ja ein Mißverständnis sein."

Brendel neigte den Kops.Ich habe das schon bald aus Wlnaarts Heben gemerkt, als ich ihn im House hier hotte. Aber welche Spur

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Schluß. Wichtiger war, wieviel man morgen für die Briefmarken an- legen thußte

Während fo Luzius Im Auto zum Konsul Finkenden lauste, log Brendel aus der Chaiselongue. Sollte er warten, würde Luziu» wieder zurückkommen? Eine Welle noch beschloß er auszublelben Er konnte mit der nusgestreckten Hand gerade den Grammophonschalter erreichen und stellte dos Werk an. Um elf Uhr ging er zn Bett. Luziu» war nicht mehr gekommen.Vermutlich hat er die Perlenkette mit eigenen Augen g, sehen und ist beschämt ebenfalls unter die Steppdecke gekrochen. Gute Rocht, Luziu», kühler, klarer Rechner!", und Brendel schlief mit einem spöttischen Lächeln ein.

Die Gonguhr In der Holle schlug einmal lang. Luziu» sah aus da» Zisserblatt. Holbzehu Uhr. Die treppe herab kam der Konsul; hinter ihm tauchte seine Gattin aus.

Der Konsul schüttelte Luziu» die Hand.Sie hoben einen Borwand gesucht, hierherzukommen. Was gibt e», Herr Assessor?" Und ehe nod; Luziu» antworten konnte, ries Fron Olga:Bringen SieJlodjrldjl von Mila? Rein? Dao ist unerhört! Da» Mädchen Ist om Nachmittag au» dem Hause gegangen und noch nicht wieder zurück!"

Der Konsul nickte.Wir sind ein bißchen beunruhigt", sagte er.Eo war sonst md)l Mito» Art, un» ohne eine Nachricht zu lassen, wenn sie bei einer Freundin zum Abend blieb."

Luziu» ließ den Kops sinken. And) do» nod)! Entiveder holte Brendel, dem al» Ressen de» Hause» dieser Austrag dock) In erster Linie gegolten hatte, die Benachrichtigung der Eltern vergessen, ober er war zu feige bazu gewesen Aber ba» durste man wohl nicht annehmen. Er hotte e» über die Mlngortaffäre einfach vergessen. So holte Luziu» lies Lust und sagte:Herr Konsul, gnädige Fran, eo liegt ein bedauerliche» Vergessen vor, Sie hätten e» längst erfahren sollen: Fräulein Mila Ist heule nad)« mittag nach Berlin gefahren,"

Der Konsul schnappte nach Lust, wie ein Karpfen aus dem Trockenen. Sollten Sie UN» do» bestellen?"Rein, Brendel."

Wie kam mein Resse Ewald zu diesem Wissen?"

Wir trafen Fräulein Mita auf dem Bahnsteig." Und Luziu» begann zu erzählen Er redete lange; er wollte diesem überraschten Ellernpaar Zeit lassen, fid) zu (offen. Al» er fertig war, hotte der Konsul einen roten stopf, und Frau Olga weinte. Merkwürdigerweise fdinltt keiner der beiden die Geldfrage an, und fo konnte Luztu» den Anteil Wlngart Reußner» an der Geschichte vorläufig verschweigen Unb noch eine» gestand er nicht, wenigsten» in dieser Stunde wagte «r fid) nicht damit heran»: daß er Mita einen Empfehlung»- und Elnführungebrlef an (eine Schwester Bern mitgegeben hotte.

Die Szene erfuhr genau In dieser Minute eine Steigerung, denn eine Hausangestellte kam und brachte ein Telegramm. Sie gab eo In der Verwirrung dem Assessor. Der sah eo an.Aus Berlin. Konsul Finken» bei)." Er reichte es weiter.

Der Konsul riß es auf. Seine Züge entspannten sich ein wenig.Na", sagte er,ein bißchen spät! Mita depeschiert. Sie wohnt wenigsten» bei Ihrem Fräulein Schwester. Dao ist ein schwacher Trost." Frau Olga seuszle hörbar unb erleichtert.Woher kennen (Id) die Mädchen übri­gens?" Der Konsul gab bas Blatt seiner Frau unb schaute Luziu» srogend ine Gesicht.

Luzius sagte leld)tbln ble reine Wahrheit:Sie werden fid) brieflich kennengelernt haben, Herr Konsul."

Der Kouful nickte. Frau Olga trat zu IhmDieses Mädchen, wenn eo nicht so eine Keckheit wäre, müßte man lochen." Ihr Satz war ver- fchlungen, aber sie hielt sich nicht bei Erläuterungen auf.Mita tele­graphiert hier einen förmlichen Bries. Wir möchten Ihrem Glück nicht im Wege flehen Herbftmeisterln der Tenniogilde fein, sei Ihr keine Befriedi­gung. Sie versuche durch Ihr Fräulein Schwester den Weg zum Film zu gehen."

Wie bitte, gnädige Frau?'

Wahrhaftig, solche Sätze hat sie depeschiert!" Frau Olga vermochte schon wieder zu lächeln. Mita war ja weder verunglückt nad) entführt. Sie rvar ja einfach zu einer Freundin nad) Berlin gereist War da» so entsetzlich? C» war keck, rücksichtslos, sellistsicher; aber schließlich die Tochter lebte, unb da» blieb die Hauptsache. «Sie hatten nur diese» eine ft'inb. Frau Olga war schon bereit, die eigenmächtige Cnlsernung zu verzeihen.