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Einladung auf Weihnachten.
Von Friedrich Rückert.
Jeder kann sich die Weit betrachten Zur Lenzfeier aus seine Weise, Aber das Winterfest Weihnachten Ist gemacht für Familienkreife.
Da nun solch einen Kreis du missest, Sei geladen in meinen frommen, Daß du unter den Kindern wissest, Wozu Christ in die Welt gekommen.
Laß dich nicht reu’n die wenigen Meilen, Durch Windweben ein rüstiger Schreiter;
Um die festliche Lust zu teilen. Reist man im kaltem Schweden noch weiter.
Wenig fördert beim spärlichen Lichte Jetzt die Arbeit, die volles fodert. Bring, wie du pflegst, uns eine Geschichte, Daß der Kamin uns Heller lodert.
Komm aus der Still', um im Saus und Brause Mich zu trösten von all' den Buben, Die mir der Winter hält in der Klause, Daß eng werden die weiten Stuben.
Teile des häuslichen Glücks Genüsse, Sieh, vom geputzten Zweige der Tannen Wie sie schlagen die goldnen Nüsse;
Wenn du genug hast, gehst du von bannen.
Aber ich muh, in Fesseln geschlagen, Des erlösenden Frühlings warten. Um mit gutem Gewissen zu jagen: Marsch nun, Buben, und lärmt im GartenI
Auf der Flucht.
Eine Weihnachtserinnerung von Edwin Erich Dwinger.
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Es war am Heiligen Abend, erzählte mein Kamerad. Es war in Tula, |tter Stadt im Süden Rußlands, die durch itjr Silber berühmt ist. Mir waren seit dreißig Tagen auf der Flucht. Der Zugverkehr war Mungslos zerrüttet. Hier und dort tagen auf freier Strecke umgestürzte
ge, aus deren Trümmern sich Wölfe die Gebeine zerrten, Es fuhr wüst nur ein Zug im Tag und jemand wußte, ob jemals noch ein lüchster kommen würde, denn überall war Kampf: Kosakenhetmans Mn Machnoleute und Bolschewiken gegen Weißgardisten.
Wir fuhren auf der Fahrt nach Tula auf dem Trittbrett — a<f)t3el)n Sunden lang bei dreißig Grad Kälte. Unsere Leiber zerstach der Wind- to wie mit Nadeln, unsere Hände, die sich um das Gestänge des afgangs klammerten, erstarken langsam. Endlich erglänzten in der Firne Bahnhofslampen. Wir streckten uns und stampften mit den Bei- nn, um uns zum Gehen zu bereiten. „Tula ... Tula!" schrie man tm Naggon. Der Zug hielt kaum, als fünfzig schwerbewaffnete Matrosen
in die Wagen sprangen, jeden mit aufgehobenen Pistolen kontrollierten. I: wir von hier aus einen andern Zug benutzen mußten, um weiter liilicher zu kommen, drängten wir uns durch die braunen Massen dem N hngebäude zu. Der Leutnant Gerhart ging voraus, ich schleppte mich ihn mühsam nach.
Der Wartesaal fürs Volk war leer und kalt, der Wartesaal Wien Klasse aber bis an die Türen vollgestopft. Nur nut Gluck Mühe kamen wir hinein, fingen wir uns zwei Platze m der ücahe Bifetts. Es war erdrückend heiß. Drei Rotgardisten schlugen mit
Ifelben die wundervoll geschnitzten Platten der Wcmdbekleidung von Minern, schoben sie mit spöttischem Gelächter in den großen Ösen ta-bengrauen Seidenkacheln. Die hohen Wände waren überall ^Nach einnMe stand ich auf, um T-e zu holen, Mützen Morgen tote unser Zug nach Süden kommen, wir hatten also fast zehn Stunden, » uns zu erholen. So rauchten wir denn eine Zigarette nach der itiern, sprachen jedoch säst nichts dabei — es konnte immer fein, daß irtenbein Spion schon auf uns lauerte.
. Plötzlich wurde die Tür zurückgestoßen —zwanzig Matrosen lärmten nben Saal, suchten vergeblich einen freien Platz. „Ww — alles voll^
„Platz für den Kommandanten!" schrie -in großer Blonder.trat mit ütem Sprung zum Nachbartisch, hob seine mächtige Naganpistole, knallte i» uns eisig an — wir fühlten beide, daß wir an diesem Ort nicht lange »»Elen durften.
Da trat der Kommandant herein. .. 9, uns
Ich zog die pelzige Kosakenmütze nach tiefer g „ r
, f°arte aus gesenkten Lidern zu ihm hinüber: (gellcht. Hwei
Runter, schwarzer Mann mit einem ausfällig f .
«ch-re Revolver staken in seinem Gürtel, etn breitrSabel frnifl an I :"em Koppel, zwei Patronengute schlangen sich kreuzw der Dust. Er ging mit weiten, weichen Schritten und nben ftmejlernen
Merklich federnd - niemand hielt seinen Augen stand, er schritt ourcg
leere Gassen, wohin er sich auch munden mochte und seine sieghafte Gestalt wurde im Augenblick ihres Erscheinens zum großen Mittelpunkt.
Stumm trat er an den freien Tisch und setzte sich. Ein Adjutant brachte ihm Tee, ein zweiter legte ihm Gebäck dazu, ein dritter tat ihm Zucker ins Glas. Er dankte keinem.
„Habt ihr den Deserteur gerichtet?" fragte er plötzlich. Er hatte eine warme, schwingende Stimme. Ich verstand jedes Wort.
„Soeben, Kommandant!" sagte der Blonde und lachte schoppernd.
„Die Ordonnanzen dann ..." Er warf den Kopf zurück, sah kurz umher — und traf auf meinen Blick
Ich bebte auf ... Er sah mich lange an. Im ersten Atem war sein Blick stählern wie ein Messer, hart wie bas geschliffene Auge eines Vogels. Mit einem Male aber hob er an zu schimmern unb sich mit einem matten, samtenen Schleier zu bedecken — ganz weich unb gütig, fühlte ich, ganz weich unb gütig ...
Die Ordonnanzen traten an ben Tisch, empfingen schneidenbe Befehle, schwirrten an die Tür zurück. In allen Zwischenzeiten aber sah er zu mir hin.
Da stand ich, äußerlich sehr lässig, auf. „Der Kommandant hat uns erkannt!" flüsterte ich dem Leutnant zu, lachte jedoch dabei wie über einen Scherz. „Es ist Gefahr im Anzug — komme in kurzem unaufäUig nach — zum Wasserturm!" Er wurde blaß. Ich ging hinaus Ein Ruf jetzt! dachte ich — und alles ist zu Ende. Mein Herzschlag setzte aus sechs, sieben Schritte, immer näher kam die große Tür — dann hielt ich ihren Griff, öffnete sie ... Niemand hatte mich zurückgerufen, niemand mich aufgehalten.
Draußen war tiefe Nacht. Mich packte jene klirrende Kälte, die durch die besten Pelze geht. „Zu Hause brennt man jetzt den Weihnachtsbaum!" dachte ich bitter. „Dort ist es nicht so kalt unb einsam wie in diesem Lande ..." Niemand war ringsherum zu sehen, hier und dort schwelte eine trübe Lampe, auf der Kohlenstelle keuchten zwei Maschinen. Ich schritt mit stampfenden Schritten dem Wasserturm zu.
Ich hatte ihn jedoch noch nicht erreicht, als hinter meinem Rücken ein weiter, rascher, federnder Schritt erklang. „Das ist des Leutnants Schritt nicht!" durchfuhr es mich. Ich wandte mich mit Mühe um
Es war der Kommandant!
Er sprach kein Wort, sah mich nur an. Sah tief und warm in meinen starren Blick — und lächelte. „Sie sind ein deutscher Offizier, mein Freund!" sagte er dann in deutscher Sprache.
Ich schüttelte den Kopf, machte eine hilflose Gebärde des Nichtverstehens. „Ne ponimaju .. sagte ich.
„Kommen Sie", sagte er da, schritt fünfzig Schritte weiter in den Schatten, bis uns kein Mensch mehr gewahren konnte. „Ich habe Sie im Saal gesehen", hob er an. „Auch Ihren Kameraden. Sie sind auf der Flucht und warten auf den Zug nach Süden. Gut ... Ich wollte Ihnen nur dies sagen: Es geht kein Zug mehr nach dem Süden. Ein weißer General hat unsere Bahn gesprengt und wird in den nächsten Tagen auf Tula marschieren. Sie können nicht mehr fort ..."
Ich schwieg — nur meine Kehle ächzte.
„Ich mochte Ihnen helfen, Kamerad!" sagte er plötzlich.
„Ich bin kein Deutscher!" stieß ich auf Russisch aus.
„Sehen Sie her", sagte er da und öffnete sein schwarzes Matrosen- hemd, „sehen Sie her . ." Zwei Hände voller Perlenketten, an starken Schnüren aufgezogene Ringe, Armbänder und Medaillons, mit Brillanten besetzte Orden — das flimmerte auf feiner nackten Brust.
„Es ist der ganze Schmuck des Hauses Beljajeff, mein Freund!" sagte er langsam. „Ich nahm ihn an mich, als die Roten kamen und unser Schloß erstürmten. Und da ich nicht mehr aus dem Lande konnte, floh ich nur bis Kronstadt, machte mich dort durch einen Streich zum Kommandanten, erreichte es, daß ich als Truppenführer fast jeden Monat an einen südlicheren Platz besohlen wurde. Mein Regiment vergöttert mich, ich führe sie von Sieg zu Sieg, von Beute zu Beute — im stillen aber immer näher jener Grenze zu, die mir wie Ihnen eines Nachts die Freiheit wiederbringen soll ..."
Er schwieg und wartete. Ich sah ihn saugend an.
„Mein Name ich Ilja Ritter von Beljajeff", sagte er schwer.
Ich hob den Kopf, als ob ich träumte. Nein, es ist eine Falle! dachte ich immer noch, hob abwehrend die Hände.
„Ach, glauben Sie mir noch nicht?" fragte er endlich. Seine weiche Stimme hatte jählings einen wilden, schmerzlichen Unterton. „Ich kann nicht mehr tun, Freund, als mich so in Ihre Hände geben — wie ich es tat!"
„3a ...", flüsterte ich hilflos — in deutscher Sprache.
„Endlich!" rief er da. „Ach, endlich ... Oh, ich liebe Deutschlands" fuhr er fort, lächelte mich weich unb bankbar an. „Ich liebe Deutschland ja, liebe vor allem — diesen Abend! O, ich war lange dort und feierte ihn oft, den hellen Baum! Und als ich Sie am Tische sah, griff mich die Sehnsucht danach übermächtig ... und ... und ..."
„Es war das deutsche Auge, was mich rief!" fetzte er hinzu.
Ich griff nach feinen Händen, gab sie nicht mehr frei. ,Lch danke Ihnen!" sagte ich erstickt.
„Nun aber sagen Sie", fuhr er gestrafft fort, „haben Sie noch genügend Geld?"
Ich sah auf meine Füße. „Nein, fast nichts mehr ..."
„Ich bitte, Freund", sagte er rasch unb griff in feine Tasche und brückte mir ein Päckchen in bie Hände. „Vielleicht", setzte er mit bitterem Unterklang hinzu, „kann ich es einst in Deutschland wieder brauchen ..."
„Ach, sagen Sie nur dieses ...“, rief ich überwältigt. „Ich ... fremb ... nie ... nie gesehen ..."
„Ich sah Ihr Auge!" sagte er still. „Unb ba es seit Monaten das einzige — menschliche Auge unter Tieren war, darum ... Doch auch", fuhr er versonnen fort, „weil meine Hände so voll Blut geworden sind, daß sie zuweilen laut unb schrill nach Güte schreien ... Unb heute abenb ..."
Da fiel am Bahngebäube ein Schuß. Zwei weitere folgten in gleichem Abstanb. „Äommanbant!" schrie ein wilde Stimme.


