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Ein Vergnügen eigner Art Ist und bleibt die Wasserfahrt.
Lesen und beherzigen ist eines, wir besteigen einen nicht angeschlof- senen Kahn, rudern aus das andere Ufer, bedanken uns bei dem gastlichen Boot, pflückten — ohne Erlaubnis — einige Birnen, legten uns auf den Rücken, deckten uns mit dem Bauche zu und fchliefen, wie man nur mit siebzehn Jahren schlafen kann.
Kohlröserln, zum erstenmal gepflückt auf einem windigen Jtzch, chabichtschreie in der Luft, Pfeifer der Murmeltiere — o dieser zarte, milde Duft, der alles Glück des Sommers in sich schließt, die ersten Schreie der Gipseldohlen und unten, tief unten ziehen die kleinen Straßen durch das Land, schleicht unendlich langsam ein Zug mit einer Rauchsahne dahin, blinkt ein Fluß, liegt der Flickenteppich von Feldern, Wiesen und Wäldern.
Klirren im Gestein. Horch! Das sind Gemsen. Wo denn? Ja, wo denn? Dort drüben stehen und äugen und sichern sie und ziehen langsam höher hinan. Aus den Latschen düstet das Harz, der Schnee kühl den Puls — ja und da stehen wir drei dumme Jungen, ausgerüstet mit einem Wäschestrick, überhören die Warnungen der Bergführer und mollen gerade durch die Wand da hinauf. Diesmal wurde Dummheit und Uebermut nicht bestraft - hört ihr, dort tief unten rauscht die
am breitesten waren, durchschwommen hatte — immer mit einem Auge nach den in den Badeanstalten Zurückbleibenden schielend, ob diese auch merkten, welch verfluchter Kerl ich war —, da war dann aus einmal das ohnehin schon so knappe Geld zu Ende und die reuemütige Heimkehr schien an der Zeit. Im Laufschritt also ein Seeuser entlang, aber da pfiff schon das Ziiglein, die Berge wiederholten höhnisch den lang- gezogenen Pfiss und da stand ich mit dem Fahrgeld, von dem sich nichts mehr herunterbeißen lieh und konnte bis morgen warten. Aber immer gibt es etwas, was den Kummer tröstet und hier war es eine Tafel mit einem Berschen von Busch:
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kielobenschwimmende Boot tauchen, damit die guten Leute am User glauben sollen, diese lieben Jungen feien alle,amt ersoffen ...
Jünglingssommer mit erster, scheuer Siebe voll Angst und Bangen, Sartbänte mit eingeschnittenen Herzen und Schulhefte mit den ersten edichten — dann die ersten Bergfahrten, der erste Anblick eines funkelnd weihen Schneefeldes gegen den von Bläue bebenden Himmel über den grellen Zacken des Kalkgesteins — ja, und dann sind wir einmal ein wenig von daheim durchgebrannt, weil wir es nicht mehr aushalten konnetn, daß allmorgendlich die liebe Frau Konsul den Arm aus dem Schal wickelte und von der Terrasse der Pension bei Sonnenschein und Nebel auf das Gebirge zeigte und ihren Gemahl fragte: „Liebes, siehst du die Scheichenspitze?" Dann sind wir, nur mit einer Schwimmhose und einer Zahnbürste bewaffnet, und mit unwahrscheinlich wenig Geld, davongeschlichen und quer durch das Salzkammergut gezogen und hatten dabei als rauher Jüngling das Gefühl, als wären wir ganz unvermittelt auf den Mond geraten. Da gab es auf einmal Bürschchen in unserem j Alter, aber es waren geschniegelte und gebügelte Bürschchen mit weihen Schuhen, den Tennisschläger unter dem Arm, geschleckte Knaben, die es verstanden, mit Mädchen zu scherzen und zu plaudern — da flanierten sie so auf der Strandpromenade auf und ab, als könnte das ihr ganzes Leben lang fo weitergehen, und zogen sich dabei meine abgrundtiefe indianische Verachtung zu. Nachdem ich aber alle Seen dort, wo sie
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^°Mer einmal gehen wir mit bem Xanbel Sirnonlehner, vulgo Per- lehner Schafe suchen, die sich in den Wäldern verstiegen haben. Wer teigen aus Leitern aus Lärchenbäumen die steilen Wände hman, wir
^Vorher aber^noch die ersten Manöver, da die Brust so voll von Glück war, daß man ganz vorschriftswidrig, allein auf Patromlle vor Sreube über das schöne Leben, das hohe Korn und die Lerchen oben imBlau, zu brüllen begann, weil es einem sonst das Herz abgebrudt qatte. Und immer im tiefen Flug um die Beine des Pferdes, die Schwalben als Bereiter ja da muß man - zur gröhten Verwunderung des D.enst- »ferbes, biefem bie Arme um den fchaurnbeflockten Hals schlingen und «hm einen Kuß auf die weichen Nüstern geben.
Dann aber die große Sommerschlacht von Lublm bis Lenberg in »leier grenzenlos weiten Landschast, roo man sich "Es eher unter den Sternbildern des Himmels zurechtsindet als auf den Wegem d e sich in den großen Wäldern verlieren, wahrend draußen, am Himmelsrand
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Dach führt: von dort kann man durch die vor Hitze «'"ernde Lustz weit hinaus, bis zur Wolga sehen. lieber bie Sacher her kommt we.he^ Taubenflug und verliert sich, eine fröhliche sh frauriQ
Blauen. Ein Leierkasten tönt herauf. Heimweh und Gluck machen traurig !Un\iebe9n ^roir' hier den Schleier rasch wieder zu und zeigen wir ein »nbÄiSSee, e?n Boot und in dem Boot da liegen w imb hören bie leichten Wellen an bcn Kiel plätschern und hatten dw Augen geschlossen. Da rauscht es über uns, w'r bl cken au Wildenten find es, Deren Flügelschlag unser Herz mit ber ® IW ws -Berga fl llichen rührt. Oben am Himmel aber stehen wie eine Wa g 8 fchweren Schalen eine kleine rötliche Sonne und em blasser M , -würde die Zeit ausgewogen am längsten Tage °es Jahres
Eine Wasserschlacht können wir «ufspritzen sehen, zwei S g woole tauschen hart nebeneinander her, ein Mädchen ^ll 8 Verteidiger haben sie schon bei den Händen gesaßt, aber ihr heldenhafter Verteidiger
steigen auf Leitern aus Lärchenbäumen die steuer•», um locken: „Huzala, Huzala", dann trete ich aus em Schneebrett der Fuß rutscht ab, in sausender Fahrt geht es hinunter. Irgendwie bekami die Hand doch einen Latschenzweig zu fassen, nun liegt man da, zerschunden llnbttlufUbem Heimweg zittern noch ein wenig die Knie und die Mutter weint, wie sie ihren Jungen so zugerichtet sieht: „Ich seh schon, dch werden sie noch einmal auf einer Bahre nach Hause bringen. Nun, sch bin auf einer Bahre nach Haufe gekommen, aber das war ein wenig
hält bie Zappelnbe noch bei den Füßen fest, er geht lieber mit seinem Boot unter und reiht uns mit, als daß er feine Herzdame aufgegeben hätte. Geschrei, Lachen, Spritzen — das Mädchen wird zu einem solchen Verteidiger beglückwünscht.
Die Tische der Felder sind schon abgedeckt, das Abendrot des Jahres, die rötlich blühende Heide und die rotwangigen Aepfel leuchten auf und unter den Giebeln der Stadeln und Häuser hängt vor dem bräunlichen Holz, Kolben an Kolben, der golden prunkende Mais. Nun heben wir noch einmal den Arm und teilen wieder den Schleier. (Bereinigt von Dünsten, mit weiter Sicht, in klarem Licht liegen das Land, die Seen, das Meer, die Berge und die Wiesen vor uns. Gegenwärtig ist ber Sommer noch, wir können uns noch diesen oder jenen Tag pflücken, können in der Sonne liegen oder aus dem Schatten in das Bunte, Helle hinausblicken, wir können für den Winter ernten und für fpätere Tage, deren Zukunft ungewiß und deren Geschenke vielleicht herb und bitter fein werden.
©er Apfel in Geschichte, Sage und Bolksbrauch.
Von Kurt Warnecke.
Um den Apfel Lnd feit uralten Zeiten Sagen und Mythen gesponnen. In allen ^Paradiesen, die der menschliche Glaube an ein goldenes Zeitalter vor den Ansang der Geschichte stellt, leuchten als schönste Zierde rotwangige Aepfel; nicht nur der biblische Sündenfall ist für alle Ewigkeit mit der Vorstellung an diese Frucht verknüpft, sondern auch in anderen Schöpfungsgeschichten ist der Apfel von himmlischem Glanz umstrahlt und hat eine tiefe Bedeutung im geheimnisvollen Geschehen dieser uralten Mythen. Diese Verwendung des Apfels als eines Symbols im religiösen Mythos der Völker deutet darauf hin, daß er in den verschiedensten Kutturbereichen der Erde als eine geschätzte und verehrte Frucht zu finden war. Beim ersten Aufdämmern der Kultur ist der Apfel schon eine bodenständige Frucht, und so erklärt es sich auch, daß andere Obstarten, die später eingeführt wurden, in ihrer Benennung nach diesem Obst einen Glanz von seiner Hochschätzung mitgeteilt bekamen.
Man kann den Apfel in diesem Sinne einen Urvater unter den Früchten dieser Wett nennen. Die Pfirsiche erhielten im alten Rom den Namen persische Aepfel, die Zitronen hießen medische Aepfel, die Apri- kojen armenische, die Granaten punifche, die Quitten cydonische. In den Gärten des Alkinoos, die von Homer geschildert werden, finden wir neben balsamischen Birnen und süßen Feigen die rotgesprenkelten Aepfel, und der alte Saertes pflegte in feinem Garten sruchtschwere Apfelbäume. So geht man nicht fehl, wenn man annimmt, daß auch die Veredelung und Hochzüchtung verschiedener Apselarten schon lange bekannt war, denn auch bei den. Römern werden bereits über achtzig verschiedene Apfelsorten erwähnt und in ihren Vorzügen beschrieben. Von diesen alt= 'römischen Apfelsorten waren die beliebtesten die attischen Aepfel, bie noch im heutigen Italien diese Namen tragen und mit unseren „Rosenäpfeln" verwandt sind, daneben die petisischen Aepfel, eine kleinere Sorte, die matianischen Aepfel, eine der ältesten und vorzüglichsten Arten. Unsere Kalville hatte den Namen epirotischer Apfel; außerdem gab es noch eine Menge anderer Sorten, die kestifchen, skandinavischen, tihurtinischen, polisischen, syrischen, die Mehläpfel, die Mostäpfel und viele andere mehr.
Auch den Germanen war zweifellos der Apfel bekannt, lange bevor die Römer die eigentliche Odstkuttur brachten. Die „poma agrestia", die von Taeitus erwähnt werden, dürfen durchaus nicht als wildwachsende Aepfel angesehen werden; die Deutschen hatten damals den Apfel, der iljnen‘in ihrem Lande ja als ursprüngliche Frucht entgegentrat, schon gezüchtet und genießbar gemacht. In den ersten christlichen Jahrhunderten entfaltete sich dann in deutschen Landen eine reiche Apfelkultur, und zweifellos ist der Apfel seit dieser Zeit das Lieblingsobst unserer Vorfahren gewesen. Karl der Große erwähnt in seinem berühmten „Capi- tulare" eine ganze Anzahl von Apfelbäumen verschiedenster Art und befiehlt ihre sorgfältige Zucht und Veredelung. Unter den Obstsorten, die ihm alljährlich zugeschickt werden mußten, gab es Apfelsorten, die schon einen bestimmten Namen trugen, wie die Gomaringer, Geroldinger, Krevedeller, und die herben Speyeräpsel. Die Klöster wandten sich mit besonderer Vorliebe der Apfelzucht zu, und in neuerer Zeit haben bann die verschiedenen Länder sich gegenseitig mit den erlesensten Schöpfungen ihrer Apselzucht beschenkt. So erhielten die Franzosen den Borsdorfer Apfel aus Deutschland; der Kalvilleapfel, der heute als die Krone der sranzösischen Aepfel gilt, wurde 1688 aus Dänemark nach Frankreich gebracht; aus Frankreich stammen die graue und die weiße Renette, der Kaiserapfel, der Sternapsel und Gisapfel und aus England die sogenannte englische Renette, der Quitten- und der Prinzenapfel. Aus Holland tarnen der Zimmtapfel, der Orangeapfel und der Schwanenapfel.
Die Verehrung für den Apfel im germanifchen Kulturkreis geht auf die Sage von Iduna zurück, die Göttin der Jugend, die den Göttern Aepfel darbot, durch die sie ewige Jugend erlangen sollten. Es wird erzählt, daß der Apselbaum Idunas in einem unversieglichen Jungbrunnen wurzelte, daß das Gefäß, in dem Iduna die Aepfel ausbe- wahrte, niemals leer ward und daß diese unerschöpfliche Frucht auch jedem der von ihr essen dürste, ein ewiges Leben verleihen sollte. Auch die im Kampfe gefallenen Helden in Walhalla erhielten durch den Genuß der Aepfel der Iduna eine unzerstörbare Kraft, um bei ber (Bötterbämmerung, jener gewaltigen Schlacht ber Götter mit Dämonen und Riesen, mit unvergänglicher Jugendkraft ausgerüstet zu sein. In vielen Märchen ist ein Abglanz dieser alten Sage zu entdecken; so ist von goldenen Aepfeln bie Rebe, bie in einem tiefen Brunnen liegen und dem Wasser, das den Brunnen erfüllt, Zauberkraft verleihen.
Vor allem ist der Apfel auch ein Sinnbild ber Siebe. Das Stand - bilb der Göttin Freya in Magdeburg soll in der linken Hand drei goldene Aepfel gehabt haben, unb ein nordisches Märchen weih von einer 1 Königstochter auf einem Glasberg zu erzählen, die drei Aepfel in ihren


