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j nqer Mann, während er sich scheinbar interessiert über den Tisch beugte, it einem Griff dem Fürsten die Brieftasche aus der Tasche zog.
Ich legte sofort die Karten hin und ging auf den jungen Mann zu.
Vr sah mich erstaunt an.
.Ich habe es gesehen", slüsterte ich.
Was?" fragte der junge Mann.
Ich zuckte die Achsel. Wenn er es nicht anders wollte ...
Meine Herrschaften", rief ich, .dieser Taschendieb hier" — und ich iq'tc aus den jungen Mann — chat dem Fürsten Nerwa die Brieftasche e ftobten. Bitte rufen Sie die Polizei."
Die Polizei war sofort da. Die Beamten untersuchten den jungen Kann. Aber sie fanden keine Brieftasche. Mich ober trafen mißtrauische ^Wollen Sie sich bitte legitimieren?" sagte einer der Beamten.
Ich griff in mein Jackett und zog ... die Brieftasche des Fürsten ' crroa hervor."
Donnerwetteri" rief Petersen. „Und dann?
"Dann" fuhr Makwatt fort} „wurde ich verhaftet und eingesperrt. Imd ich würde noch heute int Gefängnis sitzen, wenn nicht" — Makwatt
1 itl;,tc _ „wenn nicht die Banknoten des Fürsten falsch und der Fürst . crroa selbst ein Herr Pichula aus Posemuckel gewesen wäre." —
,91a ja", sagte Petersen, „mit einer Briestasche habe ich auch einmal ihr"traurige Dinge erlebt. Das war damals, als ..."
.Also was denn?" ermunterte Pünjch.
Mein Freund Scherimann", erzählte Petersen, „kam eines Tages in i ildsr Hast zu mir. .Denk' dir", sagte er, .gerade will ich dir die hundert Stark wiederbringen, die du mir geliehen hast, da entdecke ich, daß ich i »eine Brieftasche verloren habe.'
.Das ist sehr schlimm', zuckte ich die Achsel, .aber —
,Du hast mir doch", unterbrach Scherimann, .vor em paar Monaten le'Adresse von dem Hellseher gegeben." -
Aha" triumphierte ich, .damals hast du mich ausgelacht, und jetzr
.Ich habe den Zettel stundenlang gesucht", murmelte Scherimann, .aber it) kann ihn nicht finden." .
Na" sagte ich und setzte meinen Hut auf, .bann gehen wir also zu- fmmen zu Monsieur Girod, dem Hellseher. Du wirst staunen, mein lieber!1 . .
Und wir gingen zu Monsieur Girod.
.Eine Brieftasche?" fragte der und rieb sich die Stirn. .War sie hell-
i reib? Mit einem roten Knopf in der Mitte?"
.Jawohl", sagte Scherimann und riß die Augen auf.
.Die Brieftasche", fuhr Monsieur Girod mit fester Stimme fort, .beludet sich in dem Hause Parkstrahe 54, erste Etage tmts
Scherimann sprang auf, drückte dem Hellseher ein Gelbstuck in bie land, und dann fuhren wir zur Parkstraße. .Dr. Finck, stand auf de reiben Türschild, .Rechtsanwalt". . „ . „ .,
Dr Finck war selbst da. .Sie kommen wegen der Brieftasche? fragte i- .Gewiß, ich habe sie gefunden. Welche Farbe, wenn ich fragen darf, । 'hellgelb' sagte Scherimann, .mit einem roten Knopf in der Mitte.
.Und der'Jnhalt?" fragte der Rechtsanwalt weiter
.Hundert Mark in Zwanzigmarkscheinen, murmelte Schenmann Dr. Finck zog die Augenbrauen hoch. .Geld, schüttelte er den Kops,
Selb habe ich nicht in der Tasche gefunden. , „„(.„horrirht wie
Scherimann wurde blaß. .Die Tasche ist 6a, rief er, ""beh s > -
c nun einmal ist, .und das Geld ist fort? Da hat sich wohl d 'Ä«gÄ !L--ch n. »*«"•* «- —r
Srlt'tmlrm'i-'n i)il!krT,fm>ot'n wir uns vor bem Haul- wieder. Der Rechtsanwalt hatte uns auf die Straße gefetzt.
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pg er fünf Zwanzigmarkscheine hervor. -Donnerwclite , sudte das Geld an, .da habe ich es also doch nicht in bie Brieftasche iefUnb dann haben wir — anders konnte es ja nicht sein — das Geld ^W'Jagk Makwatt, „die Geschichte habe ich nicht ganz nerftanbem krstens: Wie konnte der Hellseher so genau wissen daß die Brieftasche ^arkstraße 54, erste Etage links, war? Und »mei^ns. Woher muß 1-cchtsanwalt, daß Sie vorher bei dem Hellseher während der
Gan, recht" feuhte Petersen. „Das habe ich auch erst wayreno oer Gerichtsverhandlung erfahren, in der wir wegen Be c' ‘-1™^ Rechts- «inck verurteilt wurden. In der hellgelbenBrieftasche h Adresse
toroalt nichts weiter gefunden als einen kleinen Z nber5 jun?
: imb einer Fernsprechnummer. Er hat dann - was !°ll -r anders tun. < *- die Fernsprechnummer angerufen siud den Fund
„Und auf bem Zettel —?" fragte Makwatt. 2£breffe
„Auf bem Zettel", senkte Petersenben Kopf , ßat naturh* me
I (eftanben, bie Scherimann sich bamaks notiert hatte.
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. Eandigen Rechnungen bitten? te„ murmelte Punsch, der
{ , Die drei Herren sahen sich an. „vW enouiv' > h ■■
| jinnti«, „in den nächsten Tagen eine größere! /{^nb Makwatt. Dann „Ich auch", sagten, wie tn einem Atem, Beter! »loben entlang.
I Mutten fie aus bem Fenster. Die BlaUier gelten den Boben^enuan^ i 'er Wind fegte um bie Bäume. Em Regensch p kaukasischen
B lugte Petersen, und in seiner Stimme lag bie Melancholie oer rau h | steppe, „es ist Herbst."
Der Tambour.
Von Eduard M ö r i k e.
Wenn meine Mutter hexen könnt', Da müßt' sie mit dem Regiment Nach Frankreich, überall mit hin, Und wär' die Marketenderin. Im Lager wohl um Mitternacht, Wenn niemand auf ist als die Wacht Und alles schnarchet, Roh und Mann, Vor meiner Trommel säh ich dann: Die Trommel müht' eine Schüssel sein, Ein warmes Sauerkraut darein, Die Schlegel Messer und Gabel, Eine lange Wurst mein Sabel; Mein Tschako wär' ein Humpen gut, Den füll’ ich mit Burgunderblut. Und weil es mir am Lichte fehlt, Da scheint der Mond in mein Gezeit; Scheint er auch auf Franzö'sch herein. Mir fällt doch meine Liebste ein: Ach weh! jetzt hat der Spaß ein End'; — Wenn nur meine Mutter hexen könnt'!
Krawall.
Von Ludwig Thoma.
(Schluß.)
Er hat aber den Kopf schnell zurückgezogen, denn wie ihn herunter! ein paar gesehen haben, pfeifen fie durch die Finger und brüllen hinauf, ein Wort gröber wie das andere.
D du Herrgottssakrament, tu deinen Gipskopf hinein, ober es geht bir schlecht!" _ t
Enblich kommt ber Polizeibiener Kraus hinter ber Kirche herum, ben Helm auf, ben Säbel umgeschnallt, unb blaß wie ber leibhaftige Tob.
Er hat später oft erzählt, baß er Reu unb Leib gemacht hat, bevor er in ben Haufen hinein ist.
Er kann sich zuerst nicht verftänblich machen; aber nach unb nach zieht sich ein Kreis um ihn, und ein Bursche steigt aus bas nächste Bier- saß unb schreit: ....
„Ruhe! Seib ruhig eine kleine Weile, jetzt müssens wir Horen, wie lang wir noch bayrisch bleiben."
Meine Herren!" sagt ber Polizeibiener Kraus, „machen Sie boch keine folchene Ruhestörung! Ich muß Sie aufmerksam machen, baß es verboten ist." „ t m r, m. , .
„Steht bas im preußischen G'setz?" fragt ber Bursche vom Bierfaß
herunter. „ , . ,
Unb in bem Augenblick geht ber Lärm auf ein neues an. Wie auf Kommanbo fingen alle zu gleicher Zeit:
„Schenkt's mir amal was boarisch ein!
Boarisch woll'n wir luftig fein,
Schenkt's mir amal was boarisch ein, Boarisch woll'n wir sein!"
Den Kraus packen brei ober vier und schieben ihn voran, und gleich schieben noch ein paar mit, und vor er richtig umschaut, fliegt der Polizeidiener in den Hausgang vom Rappenbräu hinein, und vom Hausgang in die Gaststube unb von ber Gaststube in bie Küche.
Hedt's ihn gut auf!" schreit einer zu ben Weibsbilbern hin, „benn wenn er nochmal raustommt, könnt's leicht (ein, daß er zerbrochen wird." , , , . m, ,
Der Kraus hat nicht daran gedacht, noch einmal auf den Platz zu
gehen, denn er hatte seine Pflicht schon erfüllt und betrachtete sich für kampfunfähig und gefangen.
Bis jetzt war eigentlich nichts geschehen; aber in bem Augenblick, wo es acht Uhr schlug, ging es wie auf Befehl über bas Rathaus her.
Auf bie Stunbe war bie Versammlung angesetzt, unb die Burschen haben geglaubt, daß fie jetzt die preußischen Offiziere erwischen konnten.
Natürlich war überhaupt keiner in Diirnbuch, aber cs war allgemein gesagt in der ganzen Gegend.
Also die Kannibalen stürzen über die Stiege hinaus und nehmen den Gemeinbeschreiber bei ber Gurgel.
„Wo sinb die Preußen?"
„Heraus damit!"
„Es sind keine Preußen da! Tut mir nichts, ich hab Weib und Kind!"
„Kerl, wenn wir sie finden, bist du auch hin!"
Die Haufen verteilen sich und suchen das ganze Haus ab, treten Türen ein, reißen Schränke aus, werfen die Akten herum, zerschlagen ine Fenster, johlen und brüllen.
Jetzt hätte die Bürgergarde einschreiten müssen.
Der Messerschmied Simon, der als Leutnant dabei war, hat sich ein Herz gefaßt unb ist aus seinem Hause heraus unb zum Buchbrucker Schmitt in bie Kirchgasse gelaufen.
Denn ber Schmitt war Kommanbeur, unb alles mußte auf feinen Befehl geschehen. m
Revolution! Revolution!" schreit ber Simon unb reifet an ber Glocke. Die" Türe wirb vorsichtig aufgemacht, unb ber Schmitt, Gott hab ihn


