Lachte wurde von G^echt zu Geschlecht bewahrt. In den fünfer ~ ' ______ iL. hör 'Tftühto her auf ashiiinTltSÜo5e

anders, als die Künstler ihn sahen. Sein ft*

wäqelchen kamen und die Uniform sahen, dachten sie s war der Gendarm und machten risch kehrt. Die Bäckerslore fuhr behaglich den Weg erabber und trag in der Mühl de erst ihr Mehl!

"(Ein Gewitter muß den Hund verschmeißen!" schimpste der Sand- ^an$er Speckmichel bollerte:Dem Neunoos sollt man Butter auf den Rücken schmieren mit einem Eichenknüppel und recht dick!

Selbdritt schafften sie die Säcke in die Mühle. Die Neumullern, eine große, kräftig gebaute Frau, stand an der Waage. Das Gewicht der Frucht wurde festgestellt, worauf der Sandhannes und der Speck­michel ihr Mehl erhielten. Von Mahlscheinen, wie das Gesetz sie ver­langte, war keine Rede. ..

Hast du dann schon ein' Gaul?" richtete der Sandhannes an die Neümüllerin das Wort.

Ree", entgegnete sie.

Ich weiß dir ein'!" Ein' jungen Wallach und gut gehafert.

"Was soll er dann kosten?"

Achttausig Mark!"

''Wann^du^kein'^ alten Kloben willst, mußt du soviel herausrücken. Du 'hast's doch wahrhaftig net nötig, daß du die Bohnen aufpetzst.

In Geschüftssachen nehm ich's genau!' sprach die Reumullerin spitz" und schritt an den Männern vorbei ihrer Stube zu.

2.

Mehr denn hundert Jahre war die Neumühle Eigentum der Familie Schüttler. 1813 hatte der Neumüller Konrad Sdjüttler mit seinen beiden Füchsen den Feldmarschall Blücher, der von Fulda kam, in die Kreis­stadt gefahren Das Wirtschaftsbuch, worin er darüber Aufzeichnungen liaui geiuyien. u» i homahrt 5tn den funfmaer

^"uebri?ens' war es damals für einen von der jungen Generation nicht mehr leicht, den schon etwas resignierten Kämpen für sich zu wter essstren- zumal er der modernen Kunst wenig Sugetan war, und Worte des Spottes und der Ironie hatte, wie er selbst sie emst gegen seine Vorgänger verspritzte.

Arno Holz sah sich anders, ais uie nu;>|u« u/ll |UV.... .

querster naturalistischer Sinn wußte sich mit der mehr auf ..

auf Nachahmung eingestellten Kunst nicht anzufreunden. ch den Dichter durch einige graphische Vorstudien, 'N denen er s ch sich erfreut, wiederzuerkennen vermemte zutraulicher Sest'mmt hast, -3 ich mit meiner Büste. Später schlossen sich noch 12 radierte Matter, T die Monumental-Ausgabe seiner gesammelten Werke an, die dan

Jahren war ein Schüttler Besitzer der Mühle, der auf ochöcknlUSVMe Weise allerlei Krankheiten heilte. Rings ®6 dell Dörfern, ja weither strömten die Bauern herb^ß Ds» Gehandelte er ohne Entgelt. Dem Heilkundigen waren Mes Nachts in seinem Garten sechs ,unge Dvst- bäuiH» ^-famltten worden. Da hob er die Erde heraus, 'N der sich die »ußspuren des Bösewichts abgedrückt hatten und schob die Schollen mit den Fluchworten in seinen Backofen: »Wie ihr hier verborg: so soll d Wul verdorren, der me ne Baum verfinzelt hat! -dur selven eu r ue braA der Kühbauer Schmelzer in der Wassergasse, der Mit dem Muller

Erst Daniel Schüttler, der Vater des jetzigen Besitzers, ein kluger, reg- r ' , «J-nn frfiaffte Wandel. Er sorgte für einen gut geschotterten

zu versehen. _____________

Wann man's recht betracht', ist's doch so: die Guten müssen dran i dau'ben, die Nixnutzer kommen devon."

Und bei all dem Ungerück fischen die Reichen vorn.

'Und ihre Buben haben sie bei den Munitionskolonnen.

Die vorige Woch haben die Soldaten beim Speckmichel visitiert. Liner ging in den Hühnerstall und sippst' Eier. Das wurd dem Speck­michel gemeld't. He lacht und spricht: ,Der Lands mag die Eier be­halten!' Auf dem Hof stand ein Wagen Mist. Dadrunter war die Frucht 9crft(?(f elf/' u

Der Speckmichel ist mit allen Hund' gehetzt."

He ist mit der Neumüllern versippt."

Die is net besser."

Die braucht net zu grapschen, der wird s gebracht.

Gut dast die Säck net schwätzen können. m t

"Sie'hat sich in allerlei Schleifen gehängt, verlehnt Geld und macht Geschäfte wie der Isaak." .

Daß ihr der Gaul gefallen ist, war ein harter Schlag.

".Die zipfelt's dreidoppelt wieder heraus."

Am Fordern, denkt sie, ist noch keins zugrund gangen. .

Der Ohrlitz, der alt Schilcher, spricht: ,Wer alleweil net em wink Epitzbub ist, der kann net als ehrlicher Mann bestehn!

Die ernsten Mienen der Männer hellten sich auf, und sie konnten ^Das Dorf mg in. schwarze Schatten gehüllt. Hinter der Wolfshöhe stieg der Mond empor und schickte sein blasses Licht herab.

Der Speckmichel und der Sandhannes hatten sich vor ihre Spitz- bubenwäqelchen gespannt, die mit Säcken von Weizen beladen waren. Sie fuhren den Mönchwieserweg entlang. Die Spitzbubenwagelchen spiel­ten eßt eine große Rolle. Was den Bauern an Getreide von Amts wegen zugemejsen war, reichte für ihren Bedarf nicht aus. Darum griffen sie zu unerlaubten Mitteln. Frucht wurde heimlich auf der Tenne geklöppelt oder, wenn der Wiegemeister einmal den Blick verwandte, von der Dreschmaschine weg beiseitegeschafst. Das !o öusammengebrachte Getreide wurde nächtlicherweise auf Handwagen tn die Muhle gefahren. Die Neumüllerin, die Gefahr lief, bestraft zu werden, glaubte sic^schad- lo« halten zu müssen. Sie gab an Gemahlenem nur das halb» Zwickst des zugeführten Getreides heraus. Das Mehl^ das ,0 gewann, ver­kaufte sie zu wucherhaft hohen Preisen Bauern, die keine Frucht zogen, oder an Städter. _

Wie geht's Lipps?" fragte der Sandhannes, ein Fünfziger

mit fcto'^ooqener Nase und lang herabwallendem grauen Bart

Der Speckmichel, ein kleiner Mann, fett une eine Otter, "ersetz e.

Er ist von der Batterie fortkommen. Sie haben ihn bei ine Feld- tiirh' kommandiert. Da hat er nix auszustehn. s

So, so", machte der Sandhannes und fugte hinzu:Wann werden wir"dann Frieden kriegen?"

Der Speckmichel zog die Brauen hoch.

Das ttebt im Strandel. Hält ich mein Jung net daruh, meinet« wegen könnt der Krieg noch ein paar Jahr dauern. Wir Bauern können alleweil gut Häuseln. Im Frieden, schätz ich, wird s uns kratzig gehn.

2Das6mag^e?n.e21ber dernachert hört die Dienstleutnot auf. Du hältst wieder emal Glück, daß du den Knecht in Albach austripfchen tatst.

He mäht leicht und seine Eens glimmert. . ,

Das hörte man gern. Da fällt mir em, Donnerstag war ich n Oppenrod. Und da begegnet mir die Schusterklar. Sie spricht, du sollst auf ihr Kcsthrinche obacht geben."

Der Speckmichel zuckte die Achseln. ...

So ein jung Ding ist bös hüten. Ich hab ausspekustert, daß sie sich mit dem Knecht eingelassen hat. Und bin murremausstill. Mach ich Spektakel, kündigt he mir, und ich sitz im Sc.>amassel!

Dadrauf darfst du's^nef ankommen lassen."

^Meiner1 BAeibtheit fiel dem Speckmichel das Ziehen des Wägel- ^^^,Tu^sacht", sprach er zum Sandhannes,ich will ein wink schnaufen!"

gerade in Vorbereitung war. .. »nrita

9 Es war nicht leicht, für diesen merkwürdigen, mit einem SncK behafteten Dichterkopf die künstlerischen Ausdrucksrnsttel zu faft

war ein unermüdliches Modell; em halbes Jahr lang war , nunen, täglich beisammen, um unsere Blatter für die Ausgabe S ! zubringen. Mit der ihm eigenen fuggeftioen Ueberzeugungsgabe^ mochte er mich immer wieder an die höchst undankbare ptot|C fesseln, zwölf charakteristische Darstellungen von ihm m die Kupfe v

3U BabeTlernte ich den Herrn der Stübbenburg buchstäblich von alle» Seiten kennen. Ich traf ihn schlafend, schreibend, sich rasierend oder^ & Mittagessen, und in fast allen Situationen entstanden Zeichnunge war nicht leicht, ihn, der sich gern etwas idealer sah als er

Er hielt an.

Der Sandhannes tat ein Gleiches und fragte:

Wie ist's mit deiner Scheck?" , ..

Der Viehdoktor war da", antwortete der Speckmichel.Der hat ihr was eingeschütt', aber sie würgt noch." . , ,,.

©ein Wunder, daß das Vieh bei dem miserablen Futter teufelhaftig wird. Letzt hat der Ortsdiener ausgeschellt, der Kommunalverband gab ein neues Futtermittel ab. Milchfutter heißen sie s. Diesen ^Nachmittag bin ich deswegen beim Burgemeister gewesen. He trag em Kopf rote ein Kapaun und sagt: .Kauf dir ein Sack, häng ihn m der Kuch auf und melk ihn. Dernachert hast du Milch!' Betrug, nix als Betrug!

Der Speckmichel spuckte aus.

Man muh die Betrüger wieder betrügen!

Sie drosterten weiter und näherten sich der Muhle, deren Klippern und Stampfen vernehmbar war. An der Einfahrt empfing sie der alte Ohrlitz. Der hatte früher selbst eine Mühle besessen, die er verkaufte, nachdem er mit seinen Kindern in Streit geraten war. Jahrlang lebte er als Rentner. Bei Ausbruch des Krieges stellte er sich dem Neu- müller zur Verfügung, dessen Knecht einberufen worden war. Er war mit allen Salben geschmiert. r,

Gu'n Abend beisammen", rief er. s ist schwäch. Gelle? Gest Nacht hält' ihr was erleben können. Wir saßen und aßen, aus Dem Ort ließ sich keins blicken. Auf einmal rückt die Bäckerslohre an. Ein Wink später ihr Mann. Der haft' ein' Militärmantel um und em Helm auf dem Kopf. ,Wo hast du die Uniform her?' fragte ich ihn. ,Von einem Landstürmer', sagt er und lacht dreckig. ,Was sollen dann die Fastnachtspossen?' pfiff ich ihn an. .Das kannst du dir an den fünf Fingern abrechnen', fragt er. ,Wer zuerst kommt, mahlt 3uerft! He haft seine Frau in die Mühl geschickt und haft sich qpf den Mönch« roieferroeg gestellt. Wie die Leut aus dem Dorf mit ihrem Spitzbuben-

Oie (Stübbenburg.

(Erinnerungen an Arno Holz.

Von K. Harald I! «nsta;^

In feinem vexstMbten, "sagenhaften Dachatelier in der Stübbenstraße zu Schöneberg lernte ich Arno Holz kennen. Ein lunger Anhänger d Dichters hatte ihn zu gewinnen vermocht, sich von mir mobellteren z lassen. Auf einen Sonderling corbereit^, erstieg ich etwas schuchtern dic zahllosen Stiegen zurRitterburg", wi? Holz seine abgelegene 2(rbeit ftätte bezeichnete. Eine mächtige Stimme veranlaßt mich, emzutreten. Ich sah mich in einem eigenartigen Kaum, halb Atelier, Wohnung. Wenia vaßte das laute Organ zu dem ziemlich kleinen Mann, dem ich gegenuberstanb. In einer abgetragenen Hausjacke, m' ' e| ®(1 mcifter als einem Dichter gleichend, saß er m dieser absurden Bude, Du ihn bereits ein halbes Menschenalter beherbergte. Dicker Agarrenrauch stand im Raum Der Ausblick durch die Fenster war ziemlich durstig entimXSr ©taub lagerte über allen Dingen feit amen 8* Hausung. An den Wänden zerfetzte Tapeten. Mit Stolz w es mich Der Dichter später auf die schöne goldgelbe Patina em?- unbedeutenden G ps- reliefs hin, das durch den Qualm seiner ungezahlten starken Änporten im Lauf der Jahrzehnte einen, wie er sagte, unbezahlbaren Ueverz g

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