Kr ten für traf Sir süß reg Es leid lach bei den sinn Tat Wel Aus Anl< Wes vent hier, Secti ftrut ovosi von nicht Geste kräfii sich i Sind Auch ist, l< fläche
N ans s. Raun Dort minra Myth tänzer das fi ausde (junge S. Oi< künstli vorzüe verhilf Aebtisi
In seums, sich he Bekam Man । bedeute Sorreg überra dannen Mutter Knäble leit be: ist ein sonst n blickend Freude teilnehr Trenzei liche Li bei ihn an, in I Das sch sich frei in den allein i Strohla Unschul! druck g( flangs a kmd m« der star seggios uberirdi Madonn
Qm seltenere (trauen Gesellen mnbring Wunde bildern °.°rdrehj< l'che 6d geben, ,
Dari, entscheide entfaltet
„Ich bringe da etwas ganz Neues, etwas uralt Neues! rief er m brennender Mitteilungsbedürftigkeit. Allein der Freiherr unterbrach ihn im festen Gebieterton des Quartettherren, wahrend er ihm als einem a en Freunde doch zugleich freundlich lächelnd auf die Schulter klopfte. „Auch ick, habe eine Neuigkeit oder vielmehr zwei, eine große und eine kleine, die kleine ist ein Quartett von Haydn, neu für uns; spielen wir dies zuerst, dann werde ich nach dem Finale meine große JleuigJett eröffnen.
Der sonst so schweigsame Gutsoerwalter räusperte sich und stotterte auch etwas von einer Neuigkeit, welche er mitgebracht, und griff nach der hinteren Rocktasch, als ob er sie da herausholen wollte. Allem eiw strafender Blick feines Herrn traf ihn so scharf, daß er verstummte und die Hand ganz langsam und leer aus der Tasche zurückzog. .
Der Graf aber trat kühn gegen die Lichter und hielt eine prächtige Guarneri-Geige in die Höhe. „Welche Anmut der Form! rief er, „die medieeische Venus hat keine reizendere Taille als diese Guarneri! Welly unvergleichlicher Schnitt der F-Löcher! Kein Bildhauer hatte die Schnecke zierlicher winden können! Bor allem aber bewundert diesen edeln, leuchtenden, spiegelklaren, unversehrten echten altitalienischen Oellack! Er ist mir lieber als ein ganzes Gemälde in Oel. Ein Oellack — —
Hier schlug ein Blitz herab, als ob er mitten durchs Schloß gefahren sei, ein kurzer Donner wie ein Kanonenschuß krachte im selben Augenblicke nach, und schwere Steine rasselten vom hohen Giebelfchornstem. — „Gott steh uns bei!" rief der Kammerdiener; — „Jesus, Mana und Joseph!" der Verwalter; — „es hat eingeschlagen!" der Freiherr und sprang hinaus. , ■ , m ,,
„Ein Oellack", fuhr der Graf begeistert fort und faßte den Verwalter, der auch hinaustrachtete, am Rockknopf, „hören Sie, ein Oellack, wie er außerdem gar nicht mehr auf unsere Zeit gekommen ist. Der Teufel $Ola3ei diesen Worten fuhr ein zweiter Blitz hernieder, daß die ganze Stube wie im Feuer aufleuchtete. — „Um Gottes willen, fluchen Sie nur jetzt nicht, fluchen Sie nicht das Schloß in Brand!" flehte der Verwalter. , _
Aber der Graf faßte ihn nur etwas fester, nämlich am ganzen Kragen I und fuhr fort: „Ich sage, der Teufel hole die neuen Geigenmacher, welche mit ihrem niederträchtigen Spirituslack nicht nur ihre eigenen schlechten I Fiedeln verpfuschest, sondern oft genug auch noch die edelsten alten Geigen dazu."
Dann ließ er den Verwalter los und spielte mit keckem Bogen die Tonleiter auf und ab auf der wundervollen Guarneri und prüfte alle Saiten und Lagen," bis endlich der Freiherr zurückkam und meldete, es habe in einen Baum neben dem Schlosse geschlagen, ohne weiteren Schaden. Hierauf aber wandte er sich zum Grafen und fragte ihn trocken, ob denn dieser edelste Oellack etwa auch den Ton der Geige veredle.
„Der Ton", erwiderte jener, „wird dadurch nicht besser und nicht schlechter; aber ein echter italienischer Lack ist eine Augenweide an und für sich, und ohne ihn wäre die schönste Geige ein totes Bild, wie ein Menschengesicht ohne den verklärenden Lichtglanz des Auges."
„Nun gut", sprach der Freiherr, „so wollen wir nachher diesen in Del leuchtenden Seelenblick deiner Guarneri bewundern, vorerst aber greifen wir zu unseren altgewohnten Instrumenten und zum Quartett" und er begann das a zu streichen, und dies war das Signal, daß jedes Gespräch verstummen solle. Der Graf biß sich in die Lippen und stimmte die dargereichte Stainer-Geige so heftig, als wolle er alle vier Saiten durch und durch spielen, und das Quartett begann.
Der erste Satz — in E-Dur — hob ganz gemächlich an, steigerte sich aber bald zu einem überraschend schwierigen Tongewebe. Das war dem Grasen ganz recht; denn er spielte leicht und keck, fast wie ein Virtuose. Der Freiherr dagegen, bei welchem die Musik so überwiegend inwendig saß, spielte schwach und war im Zählen noch schwächer. Nun verließ er sich gewöhnlich daraus, daß ihm der Guts- und Quartettnachbar zur rechten Zeit einljelfe, vorzähle und sonst einen kleinen musikalischen Rippenstoß gebe. Allein die Hilfe blieb diesmal aus. Der Graf war ganz versunken in seine erste Stimme und ließ den armen Bratschisten hilflos suchend umherirren, bis er im nächsten Wirtshause, das heißt beim nächsten Halt, mit den anderen wieder zusammentraf. Der Freiherr merkte wohl, daß dies die Buße für den Oellack fein solle, und fand seinen Freund, der auch als Mensch ganz besonders durch Lack und Schnitt glänzte, diesmal unangenehmer als je zuvor. Es dünkte ihm impertinent, daß ein Graf so fertig geige, als ob er ein Musikant fei, und über diesem Gedanken verlor er völlig den Boden und „schwamm" und konnte kein Ufer gewinnen. So fing man denn den Allegrosatz vier- bis fünfmal wieder von vorn an und schlug sich zuletzt auch mühsam bis zum Ende durch; allein die Aufgabe war und blieb zu schwer, und man kam zu keinem reinen Genuß des Ganzen.
Obgleich nun aber der Freiherr das Spiel zumeist verdorben hatte, ahnte und erriet er doch am tiefsten die verlorenen Schönheiten des Werkes, und da er sie auf feiner Bratsche nicht hatte klar machen können, so begann er, während man eine Weile verschnaufte, dieselben um so beredter mit Worten zu erklären. Das ärgerte nun wieder den Grafen, der so gut zu geigen, aber nicht halb so gut über das Gegeigte zu reden verstand, und er wandte sich deshalb, derweil sein Freund ästhetisierte, an den Verwalter und fragte nach seiner Neuigkeit in der hinteren Rocktasche.,
Der Freiherr schaute auf fein Notenblatt und sprach, halb in sick) hinein, halb für die anderen: „Der Anfang ist ganz schlicht, ruhig, bescheiden; das hat Haydn oft; man erwartet ein sinnig gemütliches Stück--"
„Karlsruhe, den 30. April", las der Graf mit halber Stimme in einem Zeitungsblatte, welches der Verwalter aus seiner hinteren Rocktasche gezogen. — „Der Rastatter Kongreß hat ein schreckliches Ende genommen. Da der Erzherzog Karl die Franzosen in den letzten Wochen über den Rhein zurückgeworfen hatte, so rüsteten sich die französischen Gesandten zur Abreise. Allein —*
„Allein gefesselt von den einfachsten Melodien", fuhr der Freiherr fort, „von den unscheinbarsten Themen, aus denen sonst kein Mensch etwas
Gescheites machen könnte, werden wir mit jedem Takte durch neue Ton- aebilde überrascht —" _ •
, Kaum sind sie vorgestern abend um 10 Uhr zum Tore hmausgefahren, so wird ihr Wagen von Szekler Husaren angefallen, und tue zwei Minister Robertjot und Bonnier werden mit Säbelhieben jämmerlich erschlagen —" _ „ , j,
„Recht heiter beginnt der Satz, zu tief bewegendem Ernste aber wachst er empor im zweiten Teile —" „ ..
„Der dritte, Debry, wird schwer verwundet tn den Chausseegraben geworfen —"
„Denn das ist die wunderbare Art dieses Mannes, daß er uns oft da am innigsten rührt, wo er scherzt und lächelt —"
„Indem er sich aber tot stellt, begnügen sich die Szekler,- ihn aus» zuplündern und liegen zu lassen —"
Und indem er schwermutsvoll klagende Weisen anstlmmt, überkommt uns eine fülle Seligkeit, ein heiterer, heiliger Friede —"
(Fortsetzung folgt.)
Correggio.
Von Wilhelm B o e ck.
Es gibt eine Auffassung, nach der das große Zeitalter der Renaissance eigentlich erst im 19. Jahrhundert zu Ende geführt worden sei, nach der die Kunstäußerungen des Barock, des Rokoko, des Klassizismus und des „monumentalen" Stils im 19. Jahrhundert sämtlich nur als Abwandlungen der Prinzipien zu betrachten seien, die im klassischen Seitalter der italienischen Kunst ausgestellt worden sind. An dieser Theorie ist gewiß das eine richtig, daß die Wertmaßstäbe in diesen langen Epochen immer von den unantastbaren großen Meistern Raffael, Michelangelo, Tizian hergenommen wurden und man sich erst seit wenigen Jahrzehnten von diesen akademischen Vorbildern sreigemacht hat. Diese Selbständigkeit der Gegenwart ist etwas sehr schönes, nur hat sie begreiflicherweise zu manchen Ungerechtigkeiten gegenüber den früher hoch- geschätzten, heute als entbehrlich gekennzeichneten Vorbildern geführt. Unter dieser Geringschätzung hat auch ganz besonders ein Künstler zn leiden, der sich im Rokoko, aber auch gerade in der Spätzeit des letzten Jahrhunderts hervorragender Beliebtheit erfreute, nämlich Correggio. Man vergißt bann, daß der Meister die Kunst Europas um Jahrzehnte vorgetrieben hat und ihr Gebiete eröffnet hat, die heute noch fruchtbar sind. Man bringt sich vor allem selbst um den Genuß, eine höchst geniale und eigenartige Persönlichkeit kennenzulernen und etwas vorn Reiz ihm Werke ins eigene Leben hinüberzunehmen.
Correggios Bilder sind dauernde Ueberraschungen, nicht nur insofern er durch kühne Erfindungen jedem Werk eine ober mehrere Köstlichkeiten, die man noch nicht gesehen, auf den Weg gegeben hat, sondern viel allgemeiner durch seine Entdeckergabe, die ihn den Bildelementen seiner eignen Zeit solche zugesellen läßt, die erst lange nach ihm Stil geworden finb. — Der Meister ist 1489 in Correggio geboren und hieß eigentlich Antonio Allegri. Er war also ungefähr ein Zeitgenosse Raffaels, und wie dieser starb auch er früh. Sein Schassen erstreckt sich nicht über große zeitliche Entfernungen, wie das bei Michelangelo und Tizian, dem neunundneunzigjährigen, der Fall ist. Und doch vereinigt auch er die Ausdrucksweisen mehrerer Generationen in sein« Kunst. So finden sich neben Eigentümlichkeiten der Frührenaissance, di! noch um Abgewogenheit ringt, bei ihm Bewegungsmotive, die man nur als barock bezeichnen kann, und eine weiche Grazie, um derentwillen ihn das Rokoko als Ahnherrn verehrte.
Man weiß von feinem Leben sehr wenig und seine künstlerische Ausbildung kann gleichfalls nur aus [einen Frühwerken erschlossen werden, die man in beträchtlicher Zahl, aber ohne ihre Reihenfolge sicher besim- men zu können, zusammengestellt hat. Von M a n t e g n a, dem großen problematischen Grübler Oberitaliens scheint er ausgegangen zu fein, w seltsam genug nehmen sich dessen ernste Gestalten in Correggios fchon von allem Anfang mehr zum Lieblichen neigenden Bildern aus. Es W sich psychologisch mit dem weichlichen Charakter seiner Formgebung wH vereinigen, daß der Jüngling sich seinem Vorbild so eng anpaßte, daher ganze Figuren wörtlich übernahm und nur gewissermaßen ihre Oder- fläche persönlich umformte. Das Merkwürdige ist gerade, daß er WS dieser ausgesprochenen Hingabe an Fremdes von Anfang an eine (m individuelle Natur zeigte. Deren eigentliches, heiter empfindsames W fand aber zuträglichere Nahrung bei den führenden Meistern von c ’ logna und Ferrara, bei denen er sicherlich auch gelernt hat. Eine rege- rechte längere Schule scheint er aber nicht durchgemacht zu haben, vu roar offenbar auch eine innere Unmöglichkeit für ihn, denn MeM seiner Art können nur in einer gewissen Abgeschiedenheit Grcßeswm - da ihre Lehrer ihnen das Selbstbewuhtsein nehmen und die Nahe « Mitstrebenden sie ebenso entmutigt. Dieses Asyl für fein Schaffen M Correggio in Parma, wo er bis zum Ende seines Lebens unbeniW, aber mit Aufträgen wohlversorgt seine Tage zubrachte. ,
Die Werke Correggios sind in Parma das große Erlebnis, wenn i auch zum Teil — die Fresken nämlich — sehr schlecht erhalten sind. J fühlt sich so in seine luftige Welt hinein, daß man den Emst M - Schwere nicht findet, um die archaischen Bauten in der Nachbars - besonders das ehrwürdige Baptisterium, zu würdigen, ßieber Jteigi'' hinter einer Laterne her die stockdunkle, steinerne Wendeltreppe z Kuppel der Kathedrale hinauf und stößt sich ein paarmal den WL j um die von unten zu bewegten Massen verschwimmenden Gestauen^» in Auge betrachten zu können und um mit den verwegen univu« Englein Zwiesprache zu halten. Der bröckelige Zustand der Fresken ip'^ daß die Illusion, als schwebe der ganze Wolkenapparat frei >m sich nicht einstellen will. Dafür sind aber die unendlichen Emz n noch ein sehr hoher Genuß. Das Bild in der Kuppel selbst, 6(r Himmelfahrt Mariä zum eigentlichen Gegenstand 'hat, bestehl " Hauptsache aus Beinen und mutet in dieser Beziehung wow modern an. Die Kunst beginnt aber erst bei der unerschöpflichen tion: Alle Engel, die zwischen den Wolken drinstecken, sich mit >h I


