ist ein solches Glück der

e Ton- 'fahren, e zwei imerlich : wächst «groben uns oft hn aus- erkommt

und Wunder birgt. Abenteuerliche Geschichten und sagen wissen vo^n Schiffen, die sich im Algenschling verstrickten und von tausend schleimigen Armen in den Abgrund gezogen wurden. Andere haben zwischen den einzelnen Tangkolonien die Wasser überraschend klar und glashell gefun­den und in riesigen unterseeischen Farnwäldern und Rankengestrüppen Tiere von absonderlichen Formen und leuchtenden Farben schwimmen gesehen. Em zappelndes Gewimmel greifender Fangarme, tastender Fühl- horner und wedelnder Flossen soll plötzlich von seltsamen Stielaugen wie mit Scheinwerfern rot, grün und gelb bestrahlt worden sein. Im nächsten Augenblick habe der dunkle Auswurf tintensischartiger Schwimmer das Wasser verfinstert und alles unsichtbar gemacht.

Zu den Geheimnissen der Sargassosee gehört der Laich des Flußaals. Roch nie sind die in Tiefen von etwa tausend Metern abgesetzten Eier gefunden worden. Die weidenblattähnlichen, wasserhellen Aallarven, die ihnen entschlüpfen, verbringen ihr erstes Lebensjahr in der Tiefe. Sie ."ad werden immer mehr lanzettlich. Im zweiten Jahr WhtmiÄ 6 -k5 m^nt'me er kleine Fischchen, die zu Milliarden und Abermilliarden ihre Geburtsstatte verlassen und nach Osten weiterziehen. Manchmal kommen sie auf dieser ersten Wanderung bis zu den Azoren. Aber es geht weiter. In den letzten Frühlings- und ersten Sommer- monaten gelangen die einem unwiderstehlichen Wandertrieb verfallenen durchsichtigenGlasaale" in die Nord- und Ostsee

Hinauf in die Flüsse...

. Aufhaltsam wälzen sich Wogen von Aalmassen den Küsten zu. An den Mündungen der Ströme sammeln sie sich zu Riesenscharen. Dann I beg'nnen sie in viele Millionen zählenden Zügen den Rhein und die Wcser. die Elbe und Oder und andere Flüsse aufwärts zu schwimmen. rlneJ>l?>9c<ran9te Anzahl von Flschleibern, ein Strom von Aalen bricht ßch Bahn durch einen Strom der Wasser. Es stört sie nicht, daß jede Welle gegen sie ist daß Wirbel und Strudel sie in ihren Taumel reißen, und Sandbanke ihnen Riegel in den Weg schieben. Mögen tausende erschöpft versinken, oder liegen bleiben, unbekümmert bleibt ihre Hart- nacklgkeit, mit der sie fanatisch Vorwärtsstoßen. Mögen großmäulige Raubfische in di« Flanken der Kolonnen einbrechen, die gerissenen Lücken Räubers °^°rt mieber mie die Wasser hinter der Schwanzflosse des

An den Mündungen der Nebenflüsse schwenken Schoren und Rudel ab und verteilen sich mehr und mehr bis in die letzten Abzweigungen von Bachen Weihern und Teichen. Dabei arbeiten sich die klebrigen Körper nut Erfolg an den Wanden der Schleusen und Wehre hoch, schlüpfen durch Leitungsröhren und wandern sogar streckenweise über glitschiges Sumpf­land, wenn es fein muß. ri

-- ,^°rnschneilen überwinden sie mühelos, und selbst den Rheinfall bei Schaffhausen furchten die im Wanderrausch bis in die ersten Nebenflüsse des Rheins hinaufziehenden Scharen nicht, wenn auch dieses Hindernis töte alle, vielen den Tod bringen wird. '

Erst am Ziel, wo die Iungaale wieder Nahrung zu sich nehmen macht ihr Wachstum Fortschritte und gibt ihnen allmählich die Gestalt der Eltern. Im Grundschlamm der Flüsse und Bäche führen sie von nun an ein lichtscheues Rauberleben, ganz auf Fressen und Schlaf eingestellt Trotzdem erreichen sie erst in 5 bis 9 Jahren ihre Normalgröße, die beim Aalmannchen etwa 40 Zentimeter beträgt, beim Aalweibchen das Zwei- bis Dreifache. Unterschiedlicher noch ist das Körpergewicht der Tiere da es erstere nur bis zu einen Viertelpfund bringen, letztere 10 bis 12 Pfund schwer werden.

So oft es auch Frühling wurde, und wieviel Lebewesen um sie herum auch Freite und Hochzeit hielten, nie dachten die Aale in ihrem Schlem­merdafein an den eigentlichen Zweck aller Kreatur: an die Fortpflanzung.

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Abwand- Zeitalter jeorie ist Epochen chelan- wenigen

>at. Diese e begreif- jer hoch- gefüijrt inftkr zu >es letzten reggio. Zahrzehnie fruchtbar ist geniale Reiz ihrer r insofern stlichkeiten, n viel al­len feinet geworden i eigentlich >ffe Raft rstreckt fich langet« > doch oer- in feiner iffance, die : man nur -erentwillen

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dargestellt, wie ihn gerade der Adler aufgegriffen und hochgehoben bat daß der zurückgeblieben« Hund ihm nur ein unnützes Sellen nachschicken' f°nn. Auf dem zweiten Bilde der Wiener Galerie empfindet Jo die Gegenwart Jupiters in der Wolke, aus der undeutlich ein dunkles Gesicht In der Schilderung weiblicher Hingabe fand des Künstlers weichliche Mentalität auch in dem Berliner Bild« der Leda einen befon= öeren Ruhm. Keinem ist es wie ihm geglückt, sämtliche Vorgänge sinnlich MrMf« C1Vnb FF' Niedrige fernzuhalten. In diesen Bildern ist höchstes aber gehaltvollstes Raffinement des Inhalts wie der Ausführung

Selbstverständlich wurde die starke Reiztendenz von Correggios Kunst ein bestimmender Antrieb für die empfindsame Barockmalerei, vor allem 6rf>ur! Fr Caracci, und seine raumillusionistischen ^nden nach seinem Tode noch allgemeiner Beachtung und iT^t^rT^rt Ait> iflninKfnnrt fit*« S«a r4. _ _____, . y c # ° .

i der folgenden

In den verschwiegensten Gemächern des geräumigen Parmaser Mu- eums, wenn man sämtliche merkwürdige Ahnen des Hauses Farnex über !»» ergehen lassen und mit den unbekanntesten Barockmeistern Bekanntschaft gemacht hat, findet man Correggios große Leinwandbilder. Mn erkennt di« Madonna mit dem heiligen Hieronymus, deren gleich behütendes,Gegenstück sich zusammen mit dem frühesten Madonnenalter 9.92?\m Dresden befindet, und auch dieMadonna della Scodella" M1* durch mehr als ihre Neuheit. Der Reiz von Correggios Ma- Sonnendarstellungen liegt zunächst in den intimen Beziehungen zwischen

-Unb Unendlich behutsam hält Maria stets das blonde lockige ^^'"-'Nthrem Blick und dem Lächeln ihres Mundes liegt alle Süßig- L""r^tt°rliebe.^Auch das Kind erstrahlt in leiser Zufriedenheit, es ionft nnrhTm M t'k k Zusammengehörigkeit, auch bei den Heiligen, die Hnhen ra r ®lbc herantreten, daß man die Aufforderung der heraus-

@ef$a(teP- »um Kinde hinzuschauen, nur als den Ausfluß einer l degreifen kann, die auch andere an ihrem Übergroßen Entzücken £±Cnfi ta -Hn AlF Ergebenheit der Heiligen weiß gar keine ?fen /"F Vorkommen im Gefühl der Hingabe an die gött- bei auf. Keine Hoffart oder anspruchsvolle Heiligkeit gibt es

J u"d doch gehören sie mit allen Fasern einer unirdischen Welt Iöqs'VäL1m tLtd)ts Duses antrifft, außer vielleicht ein wenig Koketterie, litfi frpi°nsTO Madonnenbild des Correggios ist aber auch chavon fast gänz- in hinn k°gt nicht zuviel, wenn man dieAnbetung des Kindes" Mein HI i,',en das schönste Anbetungsbild Überhaupt bezeichnet. Ganz @t oMnI!,,Un9e butter kniet mit erhobenen Händen vor dem kleinen ^das^reine Fleisch des Neugeborenen leuchtet. Die dmckFbF-F Hilflosigkeit des Kindleins ist unerreicht rührend zum Aus- Wna59äkk,^txble Fröhlichkeit, das Wunderbare des ganzen Vor- tinbnÄ Himmel auf die Erde. Und wirklich sieht kein Christ- ber fSr D®1P H'mmel gefallen aus als dieses vor der Mauerecke mit kqqios fGn?QU e 1nbr ber einsamen Landschaft. In keinem Bilde Cor- Mrirdü» n9»" v°uch seine liebsten Farben, reines Rot und Blau, so 'Mon o finh f yA 9ennen Tonen der Umgebung, und die Hände der

Im M r durchsichtig.

Mtenero & m öon Parma kann man auch eine entgegengesetzte, aber I Rcmen b--! xmJnon-!L. beobachten: das herzzerreißende 'Wehklagen der ®ef«Hen 's ^enhe des Herrn und die wilde Mordgier der tierischen I ^brinaen tiu F* Placidus und die hl. Flavia auf freiem Felde ! Wundeeion""F^uet"ng des jungen Klerikers, dem schon eine tiefe bilder» h.ne; sm A r ebenso hingebend wie auf den Anbetungs- I Mrchten Oinä?9 Fiuiien am Kinde. Dagegen wissen die fürchterlich ! Ii(f)e Echanei- aIIen Reizen geschmückten Jungfrau um fämb-

geben, tB0 tirf.enichtung. Correggio will gerade den Augenblick

Darin bin n? losreißt.

»»lscheidendsn einzigartiges Vermögen des Meisters, gerade die I ^fallet es nm !"-,"ke von Handlungen anschaulick) zu machen, und er I freiesten in seinen mythologischen Bildern. Ganymed wird *

3n den Gewölbemalereien des kleinen quadratischen Saals im Kon- vent von 8. Uaolo zu Parma scheint alles nur Heiterkeit zu fein, die fich hier, durch keine religiösen Fesseln gehalten, munter äußern kann Die Decke des Raumes ,st als grüne Laube gemalt, die von einem Gerüste tattioer Rippen durchzogen wird und aus der zwischen den Rippen ovale Durchblicke ausgeschnitten sind. Hinter diesen sieht man Gruvven I t i ,

von ie zwei Putten in verschiedenster Beschäftigung, und zwar sitzende L,eveNs- UNS LiebeSfahlt VeS KlußsalS.

nicht in den Deffnungen wie in Rahmen eingegrenzt. Man sieht ihre I tRon Seter «nn»,

Gestalten niemals ganz und scheint nur ein zufälliges Bild von ihren I ^ekr -8aucr-

{räftigen lockeren Körpern zu erhalten. Und da sie nirgends stillestehen I Im Schlamm der Sargassosee...

ffinhrnrf n^minnln bewegen, kann man momentan den I Zwischen den Berrnudasinseln und Antillen im westlichsten Teil d-s

LfniS' x nul b,e Hinterbeine auf die Mal- treibende Beerentang, Sargasso, der diesem OzeanaebietdenNamenaab

Sm" I MÜLL 4»*»

D°rt steht in jedem Felde mit einem warmen Grau plastisch gemalt, ein mnuaturhast zartes, elfenhaft unwirkliches Figürchen aus der griechischen Mythologie,, auch ohne Farbe von einer greifbaren sinnlichen Anmut; tanjerjfd) .reizende Wesen, an denen kein Haar verzeichnet ist. Was mag das für eine Aebtifftn gewesen sein, die sich ihren Speisesaal so freudig ImMnnT -Ft F-aUt2 roare aus seinen natürlichen Bedin­gungen noch viel dunkler als die Kuppel im Dome und die verwandte in stinstl^m'i. ,^" btn- wenn nicht in jüngster Zeit eine raffinierte künstliche Beleuchtung eingerichtet worden wäre, die dem an dieser Stelle nSlCF konservierten malerischen Schmuck zu zauberhafter Wirkung A btss 3 bm Punkte haben wir es heute sogar besser als die

Kranze ballen und nach oben streben, zappeln mit ihren elegant geform­ten Waden auf eine andere Weise in der Luft herum. Jede einzelne Figur könnte man aus ihrer Wolke sorgsam herausschälen und würde finden daß nichts an ihr vergessen sei. Und wiederum find alle diese Glieder nickt Einzelwesen zugehörig, sondern Eigentum eines gewaltigen Taulend- süßlers, der es versteht, in der Luft zu schwimmen. Das Licht ist Cor­reggios Hauptmtttel, um das Auseinanderliegende gemeinsam zu macken Es formt d.e kräftigen Muskeln fahrt an Fesseln und Fersen her^ stteichett lecht über die empftndlichen Fußsohlen. Außer Beinen gibt es haupt- sochl'ch klugen, die famnietschnmrz aus den zarten Gesichtern locken und bei aller Oberflächlichkeit und Gefallsucht traurig machen

Correggio gehört auch zu den Künstlern, die ihre eigene Seele aus den Augen ihrer Geschöpfe sprechen lassen, und den gewissen feinen Trüb- ... . ______ _____

sinn, den wir an seinen Menschen gewahren, hat er offenbar auck in ber I 'furtungen fanden nach seinem Tode noch allgemeiner Tat besessen. Nach alten Nachrichten soll zu seinem Charakter ein düsterer I h rFn xbl! ^nb,°9e Jür bie gosamte Plafondmalerei Weltschmerz gehört haben. War denn die Fröhlichkeit seiner Bilder nur ^ohrhunderte. Was bei dem Meister noch gebändigt und in jeder Einzel-

Ausdruck sehnsüchtiger Hoffnung und entsprang nicht einer elementaren «n"nd Gedanken durchzogen war, zerfuhr in der Nachahmung

Anlage? Wer kann unterscheiden, wo unsere Sehnsucht sich von unserem Upb c?beit,ln nichtssagender Süßlichkeit. Das sollte

Wesen trennt? 7,7 1 m I aber nur ein Beweis für tue überragende Größe Correggios fein daß

" mcht zu imitieren und anzuempsinden ist. Seine Kunst ist der 'Au°- druck seelischer Werte, die wir sonst nirgends in der Kunstgeschichte ver- mlnAr-'nbcn® Jft:reln notwendiger Bestandteil im Gesamtbilde des menschlichen Kunstschaffens.