Ausgabe 
30.5.1930
 
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rejfierbar. Der größte Teil der Bevölkerung dort versteht weder zu lesen noch zu schreiben, Bücher und Zeitungen findet man nur bei den wenigen Notablen, aber im übrigen braust das Weltgeschehen dort unbeachtet vor­bei und die Fragen der großen Politik berühren niemand.

Äus den sich eng in die Höhe türmenden weihen Häusern ragt die alte Napstburg hoch in den blauen Himmel. Jeder Stein erzählt dort seine Geschichte von Blut und Pracht, aber die Bewohner kümmern sich nicht darum. Sie schauen alle auf das Mittelmeer hinaus, von dem sie leben und dessen Odem sie umweht, und auf ihre Fischerboote, die auf die sandige Landzunge aufgereiht worden sind. Bei starkem Ostwinde über« chwcmmt das Meer den Landweg, und Peuiseola ist bann in eine ganz unzugängliche Insel verwandelt. Embleme und alte Inschriften, die heute kaum mehr entziffert werden können, mahnen an die Vergänglichkeit alles Geschehens und daran, daß alles vergessen wird.

Pcniscola ist zu einem Traumland der Geschichte geworden, wie denn alles in Spanien eine Vergangenheit hat, die nicht nur Jahrhunderte, Ioniern Jahrtausende zählt. An den Küsten Galiziens stehen die Wacht­türme der Phönizier. Die Ruinen von Emerita Augusta erzählen Wun­derdinge aus der Römerzeit. Der Aquädukt in Segovia erregt das Staunen der modernen Architekten. Die Ouaderseiten, so wie sie vor zwei Jahrtausenden ohne Mörtel ineinander gefügt und zu kühnen Bogen ver­einigt wurden, haben Zeit und Wetterstürmen Trotz geboten. Spanien Ut das Land der Gegensätze. Neben dem Luxus und Fortschritt der großen Städte, neben den prächtigen Autostraßen, gibt es Gegenden, die kaum entdeckt sind, und die in einem Traumdasein dahinleben. Die Frage blcibt offen, ob die Bewohner jener Landstrecken glücklicher sein werden, Mim man sie zum modernen Kulturdasein erweckt haben wird? Spanien wird noch lange eine Welt für sich bleiben.

Phantasien eines alten Astronomen.

Von Graf Carl von K l i n ck o w st r o e in.

Die alten populären Skribenten, die für die weitere Verbreitung der wissenschaftlichen Erkenntnisse der lateinisch schreibenden Herren Ge­lehrten sorgten, haben ihrer eigenen Phantasie ost viel mehr die Zügel schießen lassen, als es heute ein populärwissenschaftlicher Schriftsteller wagen dürfte. Derartige Schriften sind daher ost recht lustig zu lesen, und die Argumente, die da ernsthast erörtert werden, lassen kein hohes Bildungsniveau bei dem Lesepublikum voraussetzen, für das sie bestimmt waren.

Ein solches merkwürdiges Büchlein, das zu den Curwsis meiner Bibliothek zählt, hat den schönen TitelReise in Gedancken durch die eröffneten allgemeinen Himmelskugeln ..." und ist ju Rudolstadt im Jahre 1739 erschienen. Der Verfasser hat sich nicht genannt, läßt seinen Namen aber aus einem dem Titel beigefügten Spruch erraten:KinderI man nennet sich zur Vermeidung eitler Ehre nicht gerne." Er heißt nämlich Eberhard Ehr. Kindermann, war seines Zeichens sächsischer Hosastronom und schrieb fünf Jahre später eine phan­tastische SchriftDie geschwinde Reise auf dem Lufft-Schiff nach der oberen Welt". Zu den Leuchten der Wissenschaft kann Kindermann, nach [einen hinterlassenen Veröffentlichungen zu schließen, nicht gehört haben. Nichtsdestoweniger tut er in seiner erwähnten populär-astronomischen Schrift sehr gelehrt und bittet im Vorwort den geneigten Leser, seine unvorgreislichen Gedanken" ohne Aergernis zu lesen.

In seinem Buch behandelt Kindermann in einzelnen Kapiteln die Gönne, den Mond, die Planeten, zu denen er auch den Hundsstern (Sirius) rechnet, die Kometen usw. Die Sonne erscheint ihm alsmit viel iausendmahl tausend seuerspeyenden Gedürgen über und über be­säet" und daher unbewohnbar. Auch für Geister kann sie keine Stätte bieten, denn reine Geister halten sich nicht in einemmaterialistischen Feuer" auf; undsollten sich die Unreinen da aufhalten, so müßte es ja die Hölle feyn, die Sonn aber ist vergänglich und die Hölle nicht, ergo kann sie die Hölle nicht seyn, und noch viel weniger eine Wohnung derer Geister".

Mit gleichartiger Logik erklärt Kindermann die Geheimnisse der an­deren Himmelskörper. Der Mond erscheint ihm weit schöner als unsere sündige Erde.So ist auch wahrscheinlich, daß die Kreaturen (dort) herr­licher seyn können. Je schöner der Körper, je schöner müssen auch die auf ihm lebenden Wesen seyn." Aber weiter: sind die Mondbewohner schön,so haben sie auch mehr Erkenntniß von ihrem Schöpfer, als wir nach dem Fall (Sündenfall) haben, haben sie nun eine höhere Erkenntniß von Gott, so haben sie auch mehr Weisheit als wir haben; haben sie denn mehr Weisheit als wir, so loden sie auch Gott den Allmächtigen weit kräftiger als wir".

Kindermann weiß dann noch allerhand Merkwürdiges von denLu- nariten" zu erzählen, so daß z. B. ihre Pupillen viel enger sein müssen als die unsrigen, wegen der größeren Helle, hingegen müsse die Retina ihrer Augen erheblich größer sein. Er weiß von ihren prächtigen Städten, ihrem Ackerbau usw. und beschreibt dann kurz ein Luftschiff, mit dem man zum enbc gelangen könne: eine Barke aus Holz mit Segel und Rudern, die mittelst luftleer gemachter Kupserhohlkugeln in die Höhe gehoben wer­den soll. Diesen Gedanken hat unser gelehrter Astronom dem Jesuiten Francesco de Lana (1670) entlehnt, ohne ihn zu nennen.

Wir wollen die nächsten Stationen überspringen und uns gleich dem ®61 s zuwenden, dem Kindermann die doppelte Erdgröhe Auschreibt. am Gegensatz zum lieblichen Mond ist Kindermann auf den Mars schlecht 3u sprechen, wahrscheinlich wegen derrecht merklichen dunklen Flecken , me man auf ihm beobachten könne. Er stellt dann die überraschende Frage, ob gute Astronomen auf dem Mars anzunehmen feien. Die Frage verneint:daran ist zu zweifeln, wegen ihrer Nächte grausamen Finsternissen, wie künstlich mühten ihre Ferngläser beschossen seyn, an «m pechschwarzen Himmel etwas zu bemerken". An anderer Stelle rA.» er' m.an könne vom Mars aus nur ganz wenige Sterne sehen, niIr.er, vergißt zu begründen, warum die Marsbewohner die Sternenwelt »,!? °benfo gut sollen sehen können wie wir. Die Sonne scheint ihnen r halb so hell und nur halb so warm, als bei uns.Dennoch kann

dieser Unterschied ihnen nicht beschwerlich fallen; warum? Sie wissen es nicht besser."

Dann beruft sich Herr Kindermann auf einen nicht genannten eng­lischen Autor von offenbar gleicher Qualität, dem er beizupflichten ge­neigt ist. Nach diesem gelehrten Forscher ist der Mars eine noch schlim­mere Sündenkugel als die Erde. Er hat nämlich herausgefunden, daß auch die Bewohner des Mars den Ackerpflug im Schweiße ihres An­gesichts treiben, in Sorge und Kummer pflügen und säen müssen, daß sie unter furchtbarer Wetterunbill und riesigen Ueberschwemmungen zu leiden haben und daher auch sicherlich viele Grenzstreitigkeiten usw. haben müssen. Sie müssen noch gröber gesündigt haben als wir Irdischen, denn Gott hat sie des Nachts keines milden Mondscheins für wert be­funden (die Marsmonde waren damals noch nicht entdeckt) ... Ihre Tage sind Dämmerung, und von der furchtbaren Finsternis ihrer langen Nächte könne man sich keinen Begriff machen. Und da sie fo große Sünder find, fo werden sie sich beneiden, schlagen, verraten, wie wir hier. Fluchen und Lästern wird gewiß alsdann nicht entfernt feyn. Also ist es mehr als zu wahrscheinlich, daß sie eine große Menge Rechtsgelehrten unumgänglich haben müssen, die ihnen aus ihrer Verwirrung helfen sollen. Von Methe- maticis, und sonderlich Astronomis wird nichts zu finden feyn, weil ihnen der Himmel nicht den geringsten Anlaß dazu geben kann". Kindermann weih dann noch allerhand von den Kriegen der unglücklichen Marsiten zu berichten, von den reißenden Tieren, die in den finsteren Wäldern und Gebirgen den Menschen auflauern usw. Obwohl er kein Wort von der Astrologie sagt, so ist er doch augenscheinlich von den gleichen Vor­stellungen beherrscht, die den Mars für den Astrologen zu einem un­heilvollen Gestirn haben werden lassen.

Hingegen ist der Saturn für Kindermann derallerhöchste und allerschönste Planet".Weiter können wir nun nicht, denn die Kugeln über dem Saturn sehen auch die Saturniten selbsten nur als ein Pünktgen ..Er vermutet also offenbar außerhalb der Saturnbahn noch Wandelsterne. Dach müsse hier alle astronomische Mehkunst schweigen und verstummen. Den Saturn schätzt unser gelehrter Astronom tausend­mal größer als die Erdkugel. Er hat fünf Monde, der Ring besteht aus einer kreisenden Perlenschnur von Mondkugeln, die sich nur optisch als ununterbrochener Ring darstellt. Wie mag der Herr Hofastronom auf diese ausgefallene Idee geraten fein? Der Saturnring wurde als solcher zuerst 1655 von Ehr. Huygens erkannt, nachdem man diehenkelfärmigey Ansätze" bis dahin nicht hatte deuten können. 1675 entdeckte Cassini, daß es sich um zwei konzentrische Ringe handelt. Davon spricht Kinder­mann aber nicht. Die Folge des von ihm supponierten Ueberslusses an Satelliten ist, daß auf dem Saturn niemals und nirgends Nacht herrscht, wobei aber wiederum der Verfasser zu erläutern vergißt, woher die Monde ihr so starkes Licht beziehen. Dementsprechend wird der Saturn als ein Paradies geschildert. Ja, Kindermann wird hier geradezu schwär­merisch und ahmt Athanasius Kirchers ekstatische Weltraumreise (1656) nach: er schildert begeistert ein mit den herrlichsten Blumen bewachsenes Tal, in welchem tausend Saturniten betend auf den Knien liegen und in hebräischer Sprache Gott den Schöpfer loben. Die Saturnbewohner erscheinen ihm als Engel, denn sie kennen die Sünde nicht.

Von den Kometen weih der phantasievolle Kindermann endlich etwas Vernünftiges zu sagen: daß sie nämlich nichts Böses bedeuten. Da man ihre Bahnen und damit ihre periodische Wiederkehr berechnen könne, so könne man sie nicht als Zeichen von Gottes Zorn ausfassen. Freilich ist das, was er über die Natur der Kometen und ihrer Schweife sagt, wieder Heller Unsinn: der Schweif besteht aus Luft und Staub und entzündet sich in Sonnennähe. Dieser Moment bedeutet bann für den Kometen und seine Bewohner denjüngsten Tag".

Im Schlußkapitel interpretiert Kindermann mehr Exeget als Astronom dasEnde der Welt", den jüngsten Tag, das Welt­gericht Gottes. Wann dieser Zeitpunkt eintreten wird, ist dem Menschen zu wissen nicht gegeben. Auch Kindermann weiß es nicht. Er meint nur, daß die Erde dann ein Komet mit einem großen brennenden Schweif sein werde.

Oie schwarze Spinne.

Erzählung von Jeremias Gotthelf.

(Fortsetzung.)

Diese Gedanken wurden allmählich laut und begannen sich zu mischen cis verständliche Worte in das Schmerzensgestöhn der Leidenden. Man fragte näher nach dem Grünen, grollte, daß man ihm nicht besser Rede gestanden; genommen hätte er niemand, und je weniger man ihn fürchte, um so weniger tue er den Menschen. Dem ganzen Tale hätten sie viel­leicht helfen können, wenn sie das Herz am rechten Orte gehabt hätten. Da begannen die Männer sich zu entschuldigen. Sie sagten nicht, daß es sich mit dem Teufel nicht fpaßen lasse, daß, wer ihm ein Ohr leihe, bald den ganzen Kopf ihm geben müsse, sondern sie redeten von des Grünen schrecklicher Gestalt, seinem Flammenbarte, der feurigen Feder auf feinem Hute einem Schloßturme gleich, und dem schrecklichen Schwefelgeruch, den sie nicht hätten ertragen mögen. Christines Mann aber, der gewöhnt wor­den war, daß sein Wort erst durch die Zustimmung feiner Frau Kraft erhielt, sagte, sie sollten nur seine Frau fragen, die könne ihnen sagen, ob es jemand hätte aushalten mögen, und daß die ein kuraschiertes Weib fei wüßten alle. Da sahen alle nach Christine sich um, aber keiner sah sie. Es hatte jeder nur an seine Rettung gedacht und an andere nicht, und wie jetzt jeder am Trockenen saß, so meinte er, die anderen säßen ebenso. Jetzt erst fiel allen bei, daß sie Christine feit jenem schrecklichen Augenblick nicht mehr gesehen, und ins Haus war nicht gekommen. Da begann der Mann zu jammern und alle anderen mit ihm, denn es ward ihnen allen, als ob Christine allein zu Helsen wüßte. Plötzlich ging die Tür auf und Christine stand mitten unter ihnen, ihre Haare trieften, rot waren ihre Wangen, und ihre Augen brannten noch dunkler als sonst in unheim­lichem Feuer. Eine Teilnahme, deren Christine sonst nicht gewohnt mar, empfing sie, und jeder wollte ihr erzählen, was man gedacht und gesagt.