Sie ging.
*
Guy See wartete regungslos zwei Minuten. Fünf Minuten. Er wartete eine Stunde. Der Sergeant kam nicht. Da ging ihm das Ltd)t auf, daß er dieser Teufelin zum dritten Male aufgesefsen war. Im Morgengraue». gelang «s chm endlich, sich zu befreien.
^^Meine'Investitionen in dieser Sache haben sich gelohnt. Der Inhalt Ihres Tresors befand sich nämlich schon bei Ihrem Eintritt m meinem Suit-case ' Und sie öffnete das Köfferchen und zeigte Guy Sec den Inhalt: Brillanten, Rauten, Edelsteine und Perlen unermeßlich kostbare Pretiosen, in Banknoten und Wertpapiere gebettet. „Die Hauptsache war mir, den Geschädigten möglichst bald diese Sachen zukommen ru lassen. Einer Ihrer ehemaligen Freunde, der einzige der darum wußte hat uns nämlich auch das Geheimnis Ihres Tresors verraten, das Geheimfach, das mit der verborgenen Feder zu offnen ist. Sie waren Ihrer Sache zu sicher, Guy Sec, das rächt sich — Leben Sie wohl. In zwei Minuten holt Sie der Sergeant. Diese Details kümmern mich weiter nichts."
——-______ _____ , Segner aus.
" Die^Felsenfeste von Peniscola liegt ganz abseits von den ausg Touristenpfaden. Die nächste Stadt ist BenicarloDiewenigenK- von dort nach Peniscola können eigentlich nur zu Fuß zurE ^ 0 den, denn Sümpfe und zum Verhau zusammengewachsen-.fetter Orangenbäumen machen den Weg für Autos und auch s r
Kastenschrank treffe, Sie feine Nummer, kann ich es Ihnen I
mich düpiert. Aber die Verbrecherin, die Sie find, ist mir IN Die traue i gegangen'unge Mädchen trat von einem Fuß auf den andern- „Es ist I Mir wirklich peinlich", flüsterte sie, wie eine Dame der Gesellschaft, die I Man bei einem faux pas überrascht hat. I
fierr Jacques Breton wieherte fast: „Peinlich! Das glaub ich. " I sind zum Küssen, meine Kleine! „Peinlich!" nennen Sie E Sache, die Sie auf ein paar Honigmonde ins graue Haus bringen kann.
'Der weiche Mädchenmund verzog sich zum Weinen. I
er haben Sie keine Angst", fuhr Herr Breton fort, „ich liefere I ein "kleines Mädchen wegen solch einer Dummheit nicht aus. Berlange j blofi daß Sie mir den Schaden an meinem Tresor erjefsen. tn I bar mein Kind —." Er wies mit der Hand auf einen Klubfauteuil beim I
hilsim Ergreifen Sie diese Gelegenheit, vielleicht die letzte, em nützliches I Mitglied der Gesellschaft zu werden." I
Sie junge Dame sah nachdenklich auf ihre Fußspitze. „Ihr Antrag I „TnhHA fierr Breton", sagte sie mit einem eelenvollen Blick I von unten ^S'nnten Sie m?r nicht ein paar Tage Bedenkzeit lassen?"
Bedenkzeit?" — Herr Breton sprang auf und ging erregt auf und I ab Wissen Sie denn nicht, daß ich den nächsten Sergeanten Hera f- I pfeifen kann und daß dann Ihre Bedenkzeit -in wenig langer tau«t als ein paar Tage?" — Er blieb vor ihr stehen, strich sich den Bart und I wurde wieder väterlich. „Nein, mein Kind es bleibt Ihnen keine Wahl. I ghrer Stelle hätte ja freilich nicht so nahe am Schloß zu bohlen begonnen I — Sehen Sie doch einmal her: das hat Sie natürlich ausgehalten, hier I ist ja die Stahlwand viel dicker." «n-
Das junge Mädchen trippelte zu Am hin und ließ sich belehren. Wie rufällia artff sie wieder in den zerstörten Ire or. „Ah, was ist Da». Srie fie mit einem Male leise auf. „Eine Feder, wie? - In der rechten ^De7Äewv riß ihre Hand weg schleuderte sie in dw Mitte des Zimmers und griff an die von ihr bezeichnete Stelle un Schrank.
(^“pradfni^“meikr. Plötzlich waren ihm beide Arme an den Körper gefesselt. Jäh wandte er sich um.
Das Mädchen hatte die paar unbeobachteten Sekunden dazu benutzt, aus der Außenseite ihres Ulsters ein Lasso zu ziehen und hochzuschwrngen. Blitzschnell hatte sie es Herrn Breton über Kopf und Scfjultern geworfen. Und diese kunstvoll geknüpfte Lederschlinge hat die Eigenschaft, sichJo feit zusammenzuziehen, daß ein Kind sich ihrer gegenüber einem Mustang bedienen kann? Bevor sich der Mann noch zur Wehr setzen Konnte, schlang sie ihm eine zweite Schlinge um die Beine, und nun umwickelte das Gir den Gefesselten wie eine Wurst, einen Sack, und so Hel er auch hm.
Im Namen des Gesetzes erkläre ich Sie für verhaftet, Guy Sec , jagte würdevoll die junge Dame, „Sie find mir zum zweiten Male m di $0Kanaü77zifcf)te der Gefesselte. . . ,
"Mein Name ist Yvonne Printemps", fuhr die junge Dame unbeirrt fort" Kommissärin der Pariser Kriminalpolizei. Die erste weibliche Vertreterin dieses Fachs. Mein Gewerbe bringt es mit sich, daß meine Be- rühmtheit wenig bekannt ist. Ich bin stolz daß es mir gelungen ift, des berüchtigten Einbrecherkönigs Guy Sec habhaft zu werden, der seit Jahren ^von fast sämtlichen europäischen Polizcibchorden gesucht wird.
„Man hat mich verraten!" keuchte der Gefesselte m blinder Wut und ^^Gewch^Guy Sec, das hat man", lächelte die kleine Yvonne, „die Freunde Ihrer Anfängerjahre, die Sie als Arrivierter um ihren Anteil betrogen, haben sich gerächt. Gerächt hat sich aber auch Ihre Unverfrorenheit, den ehrbaren Detektiv zu spielen. Ausgerechnet.
Guy Sec biß keuchend in den Teppich.
An mir ist es jetzt, den Sergeanten heraufzuschicken , lächelte Yvonne Printemps, nahm wieder ihre beiden Köfferchen auf und empfahl sich- An der Türe wandte fie sich nochmals um, als ob ihr plötzlich noch
Seine Glieder waren aber noch zerschunden, als er zwei Tage darauf in Marseille saß und ein Glas Absinth um das andere trank; auf den Tod dieser Gladys Benguett oder Yvonne Printemps, die em noch ge- riebenerer Gauner war als er selbst. .
(Autorisierte Uebersetzung von Fritz K o s e l k a.)
Abseits in Spanien.
Bon E. v. Ungern = Sternberg.
Berge und Wolken sind grau wie Asche. In dem blassen Himmel brennen hohe, warme Sterne, Sterne, die an etwas wahnen, was man nicht mit Worten auszudrücken vermag. Schon bei Fontalda, nur eine Eisenbahnstunde von Madrid entfernt, scheint es, als ob Zyklopen sich mit gigantischen Sternen beworfen hätten, finster und schroff türmen sich die Felsen des Guadarrama auf, auf denen weder Gras noch Straucher wachsen. Versteckt hinter steiler Kuppe, die nur auf Maultierpfaden erreicht werden kann, blinken die Lichter eines Dorfes, das nur selten von einem Fremden betreten wird. Es fehlt auch das Verständnis dafür, was der Europäer anderer Länder an Bequemlichkeiten zu forbern gerooljnt ist In den grauen Steinhütten leben harte und abergläubische Leute die sich wenig um bas Weltgeschehen ba braußen kümmern. Verrußte Kohler, benen alle Wünsche fremb sind, umstehen in der kalten Nacht den Meiler und seltsame Sagen von Hexen und Heiligen, von Wundern und Sput werden geglaubt. Die Frauen drehen zu Hause beim Schein einer Kien- fackel die Spindel, stehen am frühen Morgen um den Brunnen und bestellen dann das Stück Garten, das mühsam dem undankbaren Boden abgerungen worden ist oder kümmern sich um die Ziegen, Die ihren ^^Der^Restende, der im hellerleuchteten Schlafwagen das Guadarrama- qebirge durchkreuzt, um dann bei Avila nach Zweistündiger Fahrt aus die kastilische Hochebene hinauszurollen, sieht nichts von der abseits liegenden spanischen Welt. Sie bleibt ihm fremd und unverständlich. Cr weiß auch nicht, daß noch weiter ab, südöstlich von Salamanca in Der wilden Gebirgswelt an der portugiesischen Grenze, em Gebiet liegt, in ! dem die Zeitenuhr durch sieben Jahrhunder e stehen geblieben war und das erst vor kurzer Zeit vom König Don Alsonso XIII. entdeckt und dem Verkehr erschlossen worden ist. Dort lag das Land der „Hurdanos, zu dem keine Wege führten. Dort in einsamen Tälern auf eine Flache von etwa 500 Quadratkilometer lebten 5000 Menschen unter Bedingungen, wie fie vielleicht unter Isabella der Katholischen üblich waren, die aber sicher nicht ins zwanzigste Jahrhundert paßten. Das Gebiet wäre nod länger unentdeckt geblieben, wenn nicht Don Alsonso zufällig 1922 auf I einer Jagdpartie, teils auf einem Maultier, teils zu Fuß, m jene ver- I borgene Welt eingedrungen und mit den Hurdanos in Berührung ge- I kommen wäre. Auf seinen Befehl hin wurde eine Gebirgsstraße angelegt, I wurden Schulen und Hospitäler gegründet, und nun begab sich der König, I begleitet vom Kardinalprimas von Spanien und von einem großen I Gefolge zu seinen Untertanen, um fie aus ihrem Dornröschenschlaf zu I wecken und der Kultur der Gegenwart anzuschliehen.
I Kalte Stürme fegen noch im Mai über die einsamen Berge von I Leon und Kastilien, "aber am Bachrande blühen schon wilde Narzissen, I nnd in den Gärten knospen Rosen. Neben der Eisenbahnlinie und den I schönen Autostraßen, die als Fremdkörper durch jene Gebiete fuhren, I liegen Landstrecken, die niemals von Fremden besucht werden, und de I deshalb für jeden Nichtspanier Neuland sind. Die ausgetretene Reist I route führt über die Pyrenäen nach San Sebastian, weiter >m Schnell- I 3uge nach Madrid und Barcelona, nach Cordova, Granada, Algecno ff sie bietet dem Besucher des Herrlichen so viel, daß nur wemgt es für notwendig erachten, von der vorgezeichneten Straße abzuweichen und sich ins abseitige Spanien zu verirren. Man kann auch ke. n Touristen anraten, sich in jene Einsamkeiten zu begeben, es fei denn, | daß er die Landessprache und Sitten kennt, und dem Bannen der - I schichte nachhorchen will. Es gibt dort keine Hotels, und das Leben in dei7primitiven Posadas, in denen sich die Esel- und Maultiertreiber M I t-n den Zeiten Don Quichotes versammeln, ist nicht nach jedermanns G- I schmack Im großen Ofen unter dem Rauchfang schmoren stark mit K I jauch und Safran gewürzte Gerichte. Der rote Landwern wird aus lang 1 hpffiaen Flaschen nicht getrunken, sondern in kunstvollem Bogen IN d
Hak gegossen und dazu Schnitten von schneeweißem Weizenbrot verzehrt I Die meisten Menschen sind schweigsam und müde vom Marsch
steinige Landstraße/ erst wenn der Aguardinte ausgetischt wird, losen J die Zungen der Besucher mehr, aber der Spanier ist auch dann en ha» « und betrinkt sich nicht. Er rückt an das Herdfeuer und spricht über M, was ihn bewegt, Kirchturminteressen und Alltagsleidenschaften Die M
- I chen sitzen am Boden und lauschen und warten auf das Gluck, das M I zu ihnen kommt, denn die Gäste in der Posada sind Zugvogel, d I arid wieder gehen Auf der kastili chen Hochebene vergeht ein Tag wie 1 andere ohne^Ueberraschungen und Aufregungen, und wenn irge«« den größeren Dörfern beim Alkalden oder beim Doktor die Radwwm zu tönen beginnen, so glauben die alten Frauen noch immer
den Ufern des Minho, in den Pyrenäen und fogar ant Öen Ufe Mittelmeeres gibt es so abseits gelegene Strecken m Spanien basj * der Mitwelt vergessen zu sein schemem Wer erinnert. sich Peniscola, in dem der spanische Papst BendlktXIIsiahrelangge von dort dem Konzil von Konstanz, Kaiser Sigismund und Dem von Aragon und Kastilien Trotz bot? Umgeben von mW" »1' (#s und Prälaten und von einer kleinen Kriegsschar unter dem «efty 1 Ressen Don Rodrigo von Luna, ließ er Krieg und Sturm u gehen und sprach das Anathema über seine G'
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