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hindöst. Dtep hystkalische Trägheit äußert sich in ganz entsprechender Weise, wie das erste und dritte der erwähnten Beispiele zeigen: unser eigener Körper wehrt sich dagegen, beim Anfahren der Straßenbahn dem sich in Bewegung setzenden Wagen zu folgen und plötzlich aus dem bisherigen Ruhestand herausgerissen zu werden, genau so wie der Wagen, den ich in Belegung bringen will, meinem Bemühen, ihn aus dem Zustand der Ruhe in den der Bewegung zu versetzen, entschieden Widerstand leistet. Sie beiden Falle 2 und 4 aber liegen, so scheint es wenigstens, völlig anders: hier ist jebesmal ein Körper in Bewegung; statt aber froh zu fein, daß er zur Ruhe kommen kann, sucht er seine Bewegung vielmehr fortzusetzen! lind doch läuft es, wenn man fich die Sache ein wenig über» legt, auf dasselbe hinaus wie dort. Der Körper will in Bewegung blei» be n, d, h. nachdem er einmal in Bewegung ist — zur Herbeiführung dieses Zustandes mitzuwirken, würde er sich nie ein fallen lassen im Segenteil — soll es schon dabei bleiben, nur keine Aenderung! Genau so hat es der in Ruhe befindliche Körper lediglich darauf abgesehen den einmal vorliegenden Zustand bestehen zu lassen. Die Trägheit im physikalischen Sinn ist also nichts anderes als das Bestreben eines jeden Körpers, feinen Bewegungszustand beizubehalten und jedem Versuch seiner Aenderung mit entsprechendem Widerstand zu begegnen.
Eme Straßenbahn» oder Eisenbahnfahrt ist eine wahre Fundgrube zum Studium solcher und ähnlicher physikalischer Erscheinungen. Wir sitzen behaglich im Abteil des gerade recht langsam, weil bergauf fahrenden Zuges und plötzlich, obgleich doch hier keine Rede ist von „Anfahren" wirft es uns wieder mit Macht nach rückwärts. Warum denn jetzt? Die Strecke ist neuerdings auf ebenes Gelände getreten und da fetzt die Loko- motive ihren Ehrgeiz darein, möglichst rasch in volle Fahrt zu kommen. Also? Run, die Steigerung der Geschwindigkeit paßt unserem Körper wieder einmal nicht, natürlich nicht, wie wir jetzt rasch folgern, denn sie bedeutet ja auch nichts anderes als eine Aenderung des bisherigen Be- wegungszustandes, der Körper will in der alten Geschwindigkeit ver- Ijarren, roill Zurückbleiben. Die Folge: wir werden im Sinne der Fahrt nach rückwärts geschleudert. Das umgekehrt kennen wir eigentlich schon. Wenn scharf gebremst wird, sucht unser Körper in der bisherigen schnelleren Bewegung zu. bleiben, d. h. er wird im Sinne der Fahrt nach vor- ^s.gelchleuderi Keineswegs ist es hierzu nötig, daß der Wagen tatsächlich zum Stillstand kommt, jede Verringerung der Geschwindigkeit die ja eben eine Aenderung des bisherigen Bewegungszustandes darstellt' genügt, jene Erscheinung hervorzurufen.
Wenn wir aber meinen, daß es sich nur immer darum handelt, nach ?vra^F,t5 ober rürfroärts geschleudert zu werden, so kann uns auch hier lebe Eisenbahnfahrt in oft recht unliebsamer Weise eines besseren belehren. 3n eine interessante Reiselektüre vertieft lehnen wir in der Fensterecke unseres Abteils; plötzlich bekommen wir einen derartig heftigen Stoß zur Seite, daß wir es nur unter Aufbietung aller Kräfte verhindern können unserem Nachbarn mit dem Kopf auf den Schoß zu fliegen Was ist denn nun wieder geschehen? Höchst einfach: der Zug hat eine scharfe Kurve durchfahren, und auch das stößt auf die heftigste Abneigung unseres Körpers. Nach dem, was wir von der Trägheit hörten, muß es ja auch p fern; denn überlaßt man einen in Bewegung befindlichen Körper sich selbst, dann denkt er nicht daran, ohne Grund eine krummlinige Bahn ju verfolgen, er läuft oder fliegt hübsch geradeaus. Jedes Bestreben, ihn aus seiner gradlinigen Bahn herauszulocken, stellt einen Versuch dar, ihm einen neuen Bewegungszustand aufzuzwingen, und dem widersetzt er sich, ef. null seine Ruhe haben, Ruhe im physikalischen Sinn verstanden, d. h. mso nicht unter allen Umständen Bewegungslosigkeit, sondern Verharren >m gerade vorhandenen Bewegungszustand.
Dieser letzte Fall ist besonders interessant; er zeigt, daß jeder Körper sich dagegen sträubt, eine krummlinige Bewegung auszuführen, dies nur geäinungen tut. Von sich aus hat der Körper unbedingt das Bestreben, NI“ gerade weiterzubewegen, d. h., wenn wir uns die krummlinige •oapn der Einfachheit halber als einen Kreis vorstellen, er hat das streben, nicht einen bestimmten Abstand vom Mittelpunkt des Kreises Mzuhalten, wie es ja sein müßte, wenn er sich auf der Kreislinie hielte, sondern diesen Abstand fortgefetzt zu vergrößern. Es muß eine Kraft vorhanden sein, die ihn daran hindert, ihn also im Sinne der Krüm- •nung nach innen zieht, während er selbst infolge feiner Trägheit — denn on ihr liegt es, wie nach allem vorhergegangenen klar ist — sich fo vemmmt, als wäre eine Kraft vorhanden, die ihn nach außen zieht, ihn veranlaßt, dem Mittelpunkt des Kreises zu entfliehen. Diese Kraft führt „"tter ouch den Namen „Fliehkraft" (in bezug auf den Krümmungsmittel- puntt) oder, wie man sie früher nannte, „Zentrifugalkraft", was ja mit u .. Bildung genau dasselbe besagt. Wir erkennen also hier,
»atz die berühmte (und berüchtigte) Zentrifugalkraft aufs engste mit der g/;!8yeit zusammenhängt. Beileibe dürfen wir sie nicht einfach mit der innKV 1 ,'oentiftzieren. Denn die Trägheit ist überhaupt keine Kraft, f?' n eme Eigenschaft. Sie stellt aber die unmittelbare Veranlassung fnrm iv r ens 6er Fliehkraft dar, sie ist nur eine andere Aeußerungs- ' „ o'estr allen Körpern innewohnenden Neigung, besser gesagt Abnei- pin("; 8<9e.n Bewegungsänderungen nämlich. Es läßt sich nun auch leicht eri.’fn' daß die Fliehkraft um so größer fein muß, je schärfer die
11 n9 ist; denn um so heftiger ist dann die dem Körper auf» biernn Abweichung von der ursprünglichen Richtung. Man kann bn6 u? e'n® levr eindringliche Vorstellung gewinnen, wenn man bedenkt, lQuf<>nEtm9 t'^er Geschwindigkeit ein kleiner Kreisumfang schneller durch- mu6 als ein großer, was nichts anderes heißt, als daß-der iur ihr •• „per im ersten Fall, bei schärferer Krümmung, eine volle, 'anbpn™|,ri!n9 Richtung zurückkehrende Drehung bzw. Richtungs- nur in l9 JnI.,.?ur3erer Zeit durchzumachen hat. Und denselben Einfluß, wie tnnhr • stärkerem Grade, übt die Bewegungsgeschwindigkeit selbst aus, erprobt n ^der als Kind, zum mindesten unbewußt, am eigenen Leibe Irincn a ; Schwingt man einen an einer Schnur befestigten Stein um start hi«0*’ j. ° bekommt man mit größter Deutlichkeit zu spüren, wie Wan hi« rarL. ziehende, die Schnur straffende Kraft wächst, wenn
Geschwindigkeit steigert. Durch den Einfluß der Geschwindigkeit
wirkt sich die Fliehkraft zuweilen mit vernichtender Gewalt aus, wenn Ke Umlaufgeschwindigkeit einer Maschine infolge eines Fehlers weit über b?5 storgesehene Maß steigt, die Maschine, wie der Techniker sagt, „durchgeht , und z. B. ein umlaufendes schweres Schwungrad den nach außen drängenden gewaltigen Kräften nicht mehr standhält, sondern aus- einandersliegt geradezu explodiert. Es ist durch solche zum Glück sehr seltenen Vorfälle schon schweres Unheil angerichtet worden.
Wenn sich bei einer Zirkusvorführung, wie dies wohl schon jeder zu beobachten Gelegenheit hatte, ein schnell in der Manege herumlaufendes Pferd stark nach innen neigt, so tut es damit nichts anderes, als sich ganz instinktiv gegen die Zentrifugalkraft wehren, die feinen Körper nach außen zu drangen, d. h. umzustürzen sucht. Wir selbst machen es, wenn mir im Sport oder Spiel schnell lausend eine scharfe Krümmung beschreiben, unwillkürlich genau jo. Aber es gibt auch leblose Körper, die von berufsroegen schnelle Bewegungen auszuführen haben, wobei es ohne mehr oder weniger scharfe Krümmungen niemals abgeht, vor allem die Eisenbahn. Wie begegnet man hier der Gefahr des Umtippens? Nun, es mirb schon manchem Leser beim Kreuzen einer Eisenbahnstrecke an einer Siuroe, besonders deutlich, wenn die Strecke zweigleisig ist, ausgefallen fein, daß die beiden Geleise nicht in einer (wagrechten) Ebene liegen wie auf geraden Strecken, sondern „überhöht", d. h. fo ausgeführt sind, daß die im Sinne der Krümmung äußere Schiene höher angeordnet ist. Erfolg: Der Zug wird gezwungen, sich beim Durchfahren der Kurve den^Fall ’nnen 3U legen wie jenes Zirkuspferd im entjpredjen»
Wir sehen, die Trägheit ist eine uns auf Schritt und Tritt begegnende, allentkplben in der Natur wiederkehrende Eigenschaft. Wir sehen aber auch, daß überall, wo sie sich zeigt, sofort Bestrebungen auf dem Plan erichemen, die es meist verhüten, daß die Trägheit sich in schädlicher Weise auswirken kann. Wir dürfen also aus ihrer Allgegenwart beileibe nid)t den Schluß ziehen — und damit lassen wir uns nun doch eine “eine moralisierende Entgleisung zuschulden kommen — daß es keinen Zweck hatte, der Trägheit oder sagen wir gleich Faulheit entgegenzuarbeiten; es ist und bleibt des Menschen Los, im schweiße seines Angesichtes fein Brot zu essen, und damit auch den in ihm stets lebendigen Regungen der Trägheit durch Taten, durch Handlungen ein Paroli zu bieten.
Die schwarze Spinne.
Erzählung von Jeremias Gotthelf.
(Schluß.)
Er aber betete Tag und Nacht zu Gott, daß er das Uebel wende, aber es ward schrecklicher von Tag zu Tag. Er ward es inne, daß er gut wachen müsse, was er gefehlt, daß er sich selbst zum Opfer geben müsse, daß an ihm liege die Tat, die feine Ahnfrau getan. Er betete-zu Gottz bis ihm so recht feurig int Herzen i>er Entschluß emporwuchs, die Tak- schaft zu retten, das Übel zu sühnen, und zum Entschluß kam der standhafte Mut, der nicht wankt, immer bereit ist zur gleichen Tat, am Morgen wie am Abend.
Da zog er herab mit seinen Kindern aus dem neuen Haus ins alte Haus, schnitt zum Loch einen neuen Zapfen, ließ ihn weihen mit heiligem Wasser und heiligen Sprüchen, legte zum Zapfen den Hammer, setzte zu den Betten der Kinder sich und harrte der Spinne.
Da saß er, betete und wachte und rang mit dem schwarzen Schlaf, festen Mutes und wankte nicht; aber die Spinne kam nicht, ob sie sonst allenthalben war; denn immer größer war der Sterbet, immer wilder die Wut der Ueberlebenben.
Mitten in diesen Schrecken sollte ein wildes Weib ein Kind gebären. Da kam den Leuten die alte Angst, ungetauft möchte die Spinne das Kindlein holen, das Pfand ihrer alten Pacht. Das Weib geberbete sich wie unsinnig, hatte kein Gottvertrauen, desto mehr Haß und Rache im Herzen.
Man wußte, wie die Alten gegen den Grünen sich geschützt vor Zeiten, wenn ein Kind geboren werden sollte, wie der Priester der Schild war, den sie zwischen sich und den ewigen Feind gestellt. Man wollte auch nach dem Priester senden, aber wer sollte der Bote sein? Die unbegrabenen Toten, welche die Spinne bei den Leichenzügen ersaßt, sperrten die Wege, und würde wohl ein Bote über die wilden Höhen der Spinne, die alles zu wissen schien, entgehen können, wenn er den Priester holen wollte? Es zagten alle. Da dachte endlich der Mann des Weibes, wenn die Spinne ihn haben wolle, so könne sie ihn daheim fassen wie auf dem Wege; wenn ihm der Tod bestimmt sei, so entrinne er ihm hier nicht und dort nicht.
Er machte sich auf den Weg, aber Stunde um Stunde rann vorüber, kein Bote kam wieder. Wut und Jammer wurde immer entsetzlicher, die Geburt rückte immer näher. Da riß das Weib in der Wut der Verzweiflung vom Lager sich auf, stürzte hin nach Christens Haus, dem tausendfach Verwünschten, der betend bei seinen Kindern saß, des Kampfes mit der Spinne gewärtig. Weither schon tönte ihr Geschrei, ihre Verwünschungen donnerten an Christens Tür, lange, ehe sie dieselbe aufriß und den Donner in die Stube ihm brachte. Ms sie herinstürzte so schreck» lichen Angesichtes, da fuhr er auf, er wußte erst nicht, war es Christine in ihrer ursprünglichen Gestalt. Aber unter der Tür hemmte der Schmerz ihren Lauf, an den Türpfosten wand sie sich, die Flut ihrer Verwünschungen ausgießend über den armen Christen. Er sollte der Bote sein, wenn er nicht verflucht fein wolle mit Kind und Kindeskindern in Zeit und Ewigkeit. Da Überwallte der Schmerz ihr Fluchen, und ein Söhnlein war geboren vom wilden Weibe auf Christens schwelle, und alle, die ihr gefolgt waren, stoben ins Weite, des Schrecklichsten gewärtig. Das unschuldige Kindlein hielt Christen in den Armen; stechend und wild, giftig starrten aus des Weibes verzerrten Zügen dessen Augen ihn an, und es ward ihm immer mehr, als trete die Spinne aus ihnen heraus, als fei sie es selbst. Da kam eine Kraft Gottes in ihn, und ein über-


