Ausgabe 
26.5.1930
 
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im allgemeinen die Wellen von Weniger als 100 Meter Lange zu ver­stehen. Di« von einer Lichtquelle ausgehenden Strahlen verbreiten sich gleichfalls nach allen Richtungen, in ähnlicher Weise, wie sich die elek­trischen Wellen vom Sendedraht aus verbreiten. Stellt man aber hinter das Licht einen Hohlspiegel, so werden sie zusammengerafft und in Form eines Lichtbündels, eines einzigen dicken Strahls, in einer bestimmten Richtung hinausgeworfen. Genau so die kurzen elektrischen Wellen. Auch für sic gibt es eine Art von Hohlspiegel, der es ermöglicht, sie zusammen­zufassen und in Form eines einzigen Strahls nach einer bestimmten Rich- nmg zu senden. Von dieser Möglichkeit wird bereits Gebrauch gemacht. Zunächst wiederum auf den Gebieten der Telegraphie und Telephome, in erster Linie beim überseeischen Verkehr.

. Freilich erscheint es auch hier nicht ausgeschlossen, daß sich jemand mit einem Empfänger in den Lauf des Strahlenbündels stellt und sich etwas abzapft. Beim telegraphischen und beim Fernsprechverkehr läßt sich dem durch Chiffrierung entgegenarbeiten. Es sind neuerdings sogar Ein­richtungen gebaut worden, dte das ins Mikrophon gesprochene Wort derart verzerren, daß es imvMtandlich wird. Am Empfangsort wird es selbsttätig wieder in die richtige Sprache nmgesetzt. Wie man freilich bei einer dereinstigen Kraftübertragung von der Verwendung kurzer Wellen, falls diese überhaupt in technischem Maßstab möglich sein sollte, vorgehen mühte, um eine unbefugte Entnahme von Energie zu verhüten, läßt sich heute noch nicht sagen.

Jedenfalls aber bieten die kurzen Wellen den Vorteil, daß sie ge­richtet werden können und den weiteren, daß sie in reichlicher Menge Sc Verfügung stehen. Bei den langen muß man nämlich stets erhebliche vischcnräume lassen, damit keine gegenseitigen Störungen eintreten. Dadurch wird die Zahl her ausnutzbaren Wellenlängen beschrankt. Bei den kurzen können die Zwischenräume äußerst klein genommen werden, sd daß man also auf zahlreichen dicht aneinanderliegenden Wellen gleichzeitig arbeiten kann, ohne Störungen befürchten zu müssen. Damit sind neue Möglichkeiten für eine ausgedehntere Anwendung drahtloser Wirkungen geschaffen, von Wirkungen, die außerhalb des Gebietes der Telegraphie und der Telephonie liegen. In diesem Sinne sind die nachstehend beschrie­benen Neuerungen zu verstehen. Es muß bei ihrer Beurteilung immer bedacht werden, daß es sich erst um einen Anfang handelt und daß die weitere Durchbildung, Vervollkommnung und schließlich die allgemeine Anwendung vielleicht in erster Linie durch Benutzung kurzer Wellen begünstigt werden wird.

Einen bemerkenswerten Versuch der mechanischen Ausnützung draht­loser Energie stellt das Oeffnen von Garagentüren dar. Der Autofahrer, der in bie Garage einfahren wollte, mußte bisher immer erst absteigen, die Türe öffnen, hierauf wieder auffteigen, einfahren, wieder absteigen, sie schließen. Bei der neuen Vorrichtung genügt ein Druck auf einen im Auto angebrachten Knopf und die Türen fliegen auf. hinter ihnen ist eine Antenne angebracht, die die vom Wagen kommenden elektrischen Wellen aufnimmt und sie einem Empfänger zuleitet. Nach entsprechender Berstürkung wirken sie auf einen Schalter. Dieser schaltet einen Elektromotor ein, der die Türen öffnet. Im Innern des Autos befin­det sich der schon erwähnte Knopf. Ein Druck auf ihn genügt, um einen Sender in Tätigkeit zu setzen, der Wellen von bestimmter Länge aussendet. Der Empfänger in der Garage ist ein für allemal auf diese Wellenlänge eingestellt, spricht also immer an. Nach der Einfahrt kann durch einen Druck auf einen andern Knopf die Tür wieder geschlossen werden. Ebenso öffnet sie sich durch Betätigung eines Knopfes bei der Ausfahrt und schließt sich nach einem weiteren Druck, sobald der Wagen draußen ist. Wie gesagt ein Anfang, der sehr vielseitiger Ausbildung fähig ist.

Schcm seit längerer Zeit benutzt man die elektrischen Wellen, um den auf See befindlichen sich der Küste nähernden schiffen ihren Stand­ort kundzugeben. Das Schiff, das im Nebel nicht weiß, wo es ist, peilt zwei drahtlose Sender an. Die Richtung, wo diese liegen, läßt sich mit Hilfe der Peilantenne, einer drehbaren Rahmenantenne leicht finden. Eine Unterstützung dieses Verfahrens bildet ein neues, durch das es dem Schiff ermöglicht wird, auf einfache Weife feine Entfernung von der Küste zu ermitteln. Es ist vor kurzem auf dem Cumbrae-Leuchtturm in her Nähe von Glasgow eingerichtet worden. Hier tritt bei Nebel neben dem Lichtstrahl noch eine Sirene in Tätigkeit. Sie ist bei dichter Ver­nebelung auf weitere Entfernung hörbar, als man den Lichtstrahl zu bemerken vermag. Vernimmt man sie, so weih man noch nicht, wie weit man von der Küste weg ist. Deshalb wurde st« mit einem Rundfunk- stader verbunden. Beide arbeiten in folgender Weise miteinander. Die Sirene ertönt. In dem Augenblick wo sie schweigt, beginnt der Sender leine Tätigkeit. Er zählt eins, zwei, drei und so weiter. Die Pause je zwei Zahlen entspricht genau der Zeit, die der Schall braucht, um eine Seemeile zurückzulegen. Aus dem Schiff befindet sich ein Empfänger, durch wn die Zahlen abgehört werden. Die elektrischen Wellen legen 300 000 Kilometer in der Sekunde zurück. Sie erreichen also das Schiff in dem gleichen Augenblick, in dem sie ausgesandt werben. Deshalb vernimmt man auf dem Schiff die Zahlen genau so schnell, wie wenn man sich auf wm Leuchtturm selbst befände. Der Schall der Sirene breitet sich lang- lotner aus. Er legt in der Sekunde im Mittel, also bet gewöhnlicher Tem- etwa 335 Meter zurück. Vernimmt der Beobachter auf dem Schiff also die Zahlzwei" zugleich mit dem Verstummen der Sirene, r er, baß er sich zwei Meilen von der Küste entfernt befindet, bei Nmern Meilen, und so weiter, Auch hier eine ausbaufähige

Q niefjr trifft das Merkmal der Ausbaufähigkeit bei einer eigen- rif e'tk^crir*n^un!> kurzer Wellen zu, die man kürzlich ans einem ame-

,?fmcyen Flugplatz erprobt hat. Hier schickte man einen gerichteten, nach Win r ? gebogenen Wellenstrahl in die Höhe. Der Flieger kreist um den fein «: er dieses sieben Meter breite Wellenband findet, das ihm

ihn,^Pfanger a n zeigt. Dann bleibt er in ihm. Jedes Ab weichen wird er n»« r durch den Empfänger kundqeqeben. Auf diese Weise gleitet einer Straße, gebildet durch bie elektrische kurze

' 'Mer aus den Flugplatz, und zwar aus die richtige Stelle nieder, x* v 4--

Oie schwarze Spinne.

Erzählung von Jeremias G o 11 h e l f.

(Fortfetzung.)

Da machte der Grüne ein gar mitleidiges Gesicht, hob drohend die lange, magere, schwarze Hand gegen das Schloß empor und vermaß sich zu schwerer Rache gegen solche Tyrannei. Ihnen aber wolle er helfen. Sein Gespann, wie keines sei im Lande, solle vorn Kirchstalden weg, dies­seits Sumiswald, ihnen alle Buchen, soviele sie dorthin zu bringen ver­möchten, auf Bärhegen führen, ihnen zu lieb, den Rittern zum Trotz und um geringen Lohn.

Da horchten hochauf die armen Männer bei diesem unerwarteten An­erbieten. Konnten sie um den Lohn einig werden, so waren sie gerettet, denn bis an den Kirchstalden konnten sie die Buchen führen, ohne daß ihre Landarbeit darüber versäumt und sie zugrunde gingen. Darum sagte der Alte: >So sag an, was du verlangst, auf daß wir mit dir des Handels einig werden mögen!1 Da machte der Grüne ein pfiffig Gesicht; es kni­sterte in seinem Bärtchen, und wie Schlangenaugen funkelten sie seine Augen an, und ein greulich Lachen stand in beiden Mundwinkeln, als er ihn voneinander tat und sagte: ,Wie ich gesagt, ich begehre nicht viel, nicht mehr als ein ungetauftes Kind/

Das Wort zuckte durch die Männer wie ein Blitz, eine Decke fiel es von ihren Augen, und wie Spreu im Wirbelwinde stoben sie ausein­ander.

Da lachte hellauf der Grüne, bah bie Fische im Bache sich bargen, bie Vögel das Dickicht suchten, und grausig schwankte die Feder am Hute, und auf und nieder ging das Bärtchen.

,Besinnet euch, ober suchet bei euren Weibern Rat, in der dritten Nacht findet ihr hier mich wieder!1 so rief er den Fliehenden mit scharf tönender Stimme nach, daß die Worte in ihren Ohren hängen blieben, wie Pfeile mit Widerhaken hängen bleiben im Fleische.

Maß und zitternd an der Seele und an allen Gliedern stäubten die Männer nach Hause; keiner sah nach dem anderen sich um, keiner hätte den Dals gedreht, nicht um alle Güter der Welt. Als so verstört die Män­ner dahergeftoben kamen, wie Tauben vom Bogel gejagt zum Tauben­schlag, da drang mit ihnen der Schrecken in alle Häuser, und alle, bebten vor der Kunde, welche den Männern die Glieder also durcheinander warf.

In zitternder Neugierde schlichen die Weiber den Männern nach, bis sie dieselben an den Orten hatten, wo man im füllen ein vertraut Wort wden konnte. Da mußte jeder Mann seinem Weibe erzählen, was sie un Schloß vernommen, das hörten sie mit Wut und Fluch; sie muhten erzählen, wer ihnen begegnet, was er ihnen angetragen. Da ergriff namen­lose Angst die Weiber, ein Wehgeschrei ertönte über Berg und Tal, einer jeden ward, als hätte ihr eigen Kind der Ruchlose begehrt. Ein einziges Weib schrie nicht den anderen gleich. Das war ein grausam handlich Weib, eine Lindauerin soll es gewesen fein, und hier auf dem Hofe hat es gewohnt. Es hatte wilde, schwarze Augen und fürchtete sich nicht viel vor Gott und Menschen. Böse war es schon geworden, daß die Männer dem Ritter nicht rundweg das Begehren abgeschlagen; wenn es dabei gewesen, es hätte ihm es sagen wollen, sagte es. Als sie vom Grünen hörte und seinem Anträge, und wie die Männer davongestoben, da ward sie erst recht böse und schalt die Männer über ihre Feigheit, und daß sie dem

Sie wüßten nicht, wie das vollbringen in dieser Frist mit ihrem ab gekarrten Vieh, und wenn sie es vollbrächten, was hülfe es ihnen? An­pflanzen könnten sie nicht und müßten nachher Hungers sterben, im Fall die harte Arbeit sie nicht schon tötete. Diese Botschaft dürfte sie nicht heim- tragen, möchten nicht zum alten Elend noch den neuen Jammer schütten. Grünen nicht kecker ins Gesicht gesehen, vielleicht hätte er mit einem anderen Lohne sich auch begnügt, und da die Arbeit für das Schloß fei, mürbe es ihren Seelen nichts schaden, wenn der Teufel sie mache. Sie ergrimmte in der Seele, daß sie nicht dabei gewesen, und wäre es nur, damit sie einmal den Teufel gesehen und auch wüßte, was er für ein Aussehen hätte. Darum meinte dieses Weib nicht, sondern redete in seinem Grimme harte Worte gegen den eigenen Mann und gegen alle anderen Männer.

Des folgenden Tages, als in stilles Gewimmer das Wehgeschrei ver­glommen war, saßen die Männer zusammen, suchten Rat und fanden keinen. Anfangs war die Rede von neuem Bitten bei dem Ritter, aber niemand wollte bitten gehen, keinen schien Leib und Leben feil. Einer wollte Weiber und Kinder schicken mit Geheul und Jammer, der aber verstummete schnell, als die Weiber zu reden begannen; denn schon da­mals waren die Weiber in der Nähe, wenn die Männer im Rate saßen. Sie wußten keinen Rat, als in Gottes Namen Gehorsam zu versuchen, sie wollten Messen lesen lassen, um Gottes Beistand zu gewinnen, wollten Nachbarn um nächtliche geheime Hilfe ansprechen, denn eine offenbare hätten ihnen ihre Herren nicht erlaubt, wollten sich teilen, die Hälfte sollte bei den Buchen schaffen, die andere Hälfte Haber säen und des Viehes warten. Sie hofften, auf diese Weise und mit Gottes Hilfe täglich wenig­stens drei Buchen auf Bärhegen hinauf zu schaffen; vom Grünen redete niemand; ob niemand an ihn dachte, ist nicht verzeichnet worden.

Sie teilten sich ein, rüsteten bie Werkzeuge, und als der erste Mattag über seine Schwelle kam, sammelten sich die Männer am Münneberg und begannen mit gefaßtem Mute bie Arbeit. In weitem Ringe mußten die Buchen umgraben, sorgfältig die Wurzeln geschont, sorgfältig die Bäume, damit sie sich nicht verletzen, zur Erde gelassen werden. Noch war der Morgen nicht hoch am Himmel, als drei zur Abfahrt bereit lagen, denn immer drei sollten geführt werden, damit man auf dem schweren Weg mit Hand und Vieh sich gegenfeitig helfen könne. Wer schon stand die Sonne im Mittag, und noch waren sie mit den drei Buchen nicht zum Walde hinaus, schon stand sie hinter den Bergen, und noch waren die Züge nicht über Sumiswald hinaus; erst der neue Morgen fand sie am Fuße des Berges, auf dem das Schloß stand, und die Buchen sollten ge­pflanzt werden. Es war, als ob ein eigener Unstern Macht hätte über sie. Ein Mißgeschick nach dem anderen traf sie: die Geschirre zerrissen, die