Ausgabe 
25.7.1930
 
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Jahrgang Mo

Sreitag, den 25. Juli

Nummer 57

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I £S Bachstelzenpaar das fein Nest oben auf dem Stamm der Weide Es ZMsB-LWP.enA

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I f Und die vertrockneten Muskeln gaben dem Körper keine Rundunn len ZZe'vdterrfte Arrn bestand vielmehr nur aus ein pa7r fchmL mZ Z f'r.m ^^unzelter, harter, rindenähnlicher Haut überzogen

I Jx)aren- Er trug einen alten, eng anliegenden, schwarzen Mantel (Fr braungebrannt von der Sonne und schwarz vom Schmutz Nur sein ktaar aSS&ES*"?Ä« j»ää L ÄffiÄig

iSer $orfrat5fnmm^S1mSf-kner Jum Zlusse und dem Riedgras" £UKit?nmb k9tC s^Wr'rz7-ffferch^7n'dkaukKL And

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Bun setzte der Sturm wieder ein, und das Wurzelfäserchen flattert«

I n"l?£r5' Uw sind die Feuerwolken, die Sodom verheerten? Wann äff' nest du des Himmels Schleusen, die die Arche zum Berge Ararat erhoben? Ker? O Zr erZpft lmb bi« Schale deiner Gnade

leer O Herr wann kommst du aus deinem sich spaltenden Himmel?"

I x D°r Hatto, dem Eremiten, tauchten die Fiebervisionen vom Tnm» &es Jüngsten Gerichtes auf. Der Boden erbebte, der Himmel glllhK Unter lchwarze Wolken fliehender Vögel, über den

ZZ Z Z Z-Z Schar flüchtender Tiere. Doch während seine ^?ele von diesen Flebervistonen erfüllt war, begannen seine Augen dem deinen Bogel zu folgen, die blitzschnell hin und her flogen und fügten Der9nu0ten ^e'nen Piepsen ein neues Hälmchen in das Nest raj^r? Alte ließ es sich nicht einfallen, sich zu rühren. Er hatte das Al beten 9mnn'fnbCnn£rn3e6 ^°9 stillstehend mit emporgestreckten Händen z i beten, um so unfern Herrn zu zwingen, ihn zu erhören Je matter e'r-rn °rp«:r ZZbe0 lebendiger wurden die Gesichte, die fein Hirn nmwpTZ*" sm rtfrk16 Stauern der Städte zusammenbrechen und die Woh­nungen der Menschen emsturzen. Schreiende, entsetzte Volkshausen eilten an ihm vorbei, und ihnen nach jagten die Engel der Rache und der Ver- Nichtung, hohe silbergepanzerte Gestalten mit strengem, schönen Antlitz &SXÄ. - »w ** 8«». Ä

Mit ihrem steifen Riedgras, und an diesem Flußufer mit seinem Schilf und seinen Binsen war kein Mangel an Baustoff. Sie fanden weder Zeit zur Mittagsrast noch zur Vesperruhe. Glühend vor Eifer und Vew gnugen flogen ste hin und her, und «he der Abend anbrach, waren sie schon beim Dachfirst angelangt. b 1

Aber ehe der Abend anbrach, hatten sich die Blicke des Eremiten mehr und mehr auf sie geheftet. Er folgte ihnen auf ihrer Fahrt, er schalt sie aus, wenn sie sich dumm anstellten, er ärgerte sich, wenn der Wind ihnen

Gedicht der Ernte.

Von Johannes Heinrich B r a a ch.

So um die Zeit, da Sommerwinde dürre Graser wiegen fXZie6® ^ren tief 3U 2Me,t b-egen, ba »auerrt sich vor ihre Scheunen setzen und Sicheln dengeln, Sensen wetzen da erste Eisen in gesäte Wälder klingen, vom Sterben klagen und vom Leben fingen ba..erste Schnitter sich ans Ernten machen spur ich das alte Bauernblut in mir erwachen. Unt» mit den Rücken, die sich an die Erde drücken, W "h "'sh beugen und fühl ich mich bücken, sch ,,..®ld^er ~ wiege scharfe Schneiden in der Hand ?, de 7 rsermesst-n in die goldn« Wand (Zm'x 7" s^i-ein, stech mich an Disteln wund

Ick raffeZmk? ben Tag mit eingestaubtem Mund.

5. Z ^?kme halte mit den Schnittern Schritt und trage ihrer schweren Arbeit Mühsal mit. Des körperlichen Werkes bin ich glutbegossen StreUt mit 5a^rn' Stroh u!!d Sprossen, b"?!5"7^.Brot im weiten Anger steht und Reife durch der Halme Wimpel weht 'e ktust am emsigen Sichregen, Schaffen, So um ®e83eitmn ®arnme(n' Ernten, Raffen.

da altes Bauernblut in mir erwacht empfinde ich die ungeheure Macht ".ilen Menschen eignen Erdverbundenheit und der die Crnter segnenden Glückseligkeit. So um die Zeit

hrfno(<U139er#d,miirflen nufgesperrten Scheunentür bringt es ertennenb auf mich ein, bricht's froh berfür ba& lebe Tat unb die Erfolge, die uns werden

es benn Denker, Dreher oder Knecht von Pferden - K°rn mit ssonnenglut erfüllt, gepeitscht von Wind

So um'die Zett" ^ngeschlosK sind.

Die Legende vom Vogelnest.

Von Selma ß a g e r (ö f.

Copyright 1930 by I. L. A., Wien.

der Eremit, stand in der Einöde und betete zu Gott Es stürmt-

Doch er strick sick nkckt^- 7 3-nnen einer alten Ruine umflattern. Bart in 1- , (nvt das Haar aus den Augen, noch steckte er den E° n naufgana"st Lt7"7" Z Gebet erhoben Lit

empor ebJmn u ? lerne knochigen behaarten Arme zum Himmel 2 ' er L 3nnmmKstoLe hein®nm Zweige ausstreckt, und so erbitten 3 Abend stehenbleiben. Er hatte etwas Großes zu °rfchrenZatt°e"E7Zt von der Arglist und Bosheit der Welt Qualen 777 ® ^atte selbst verfolgt unb gequält, unb Verfolgung unb konnte Darum 7oa7r'^ Zuteil geworden inehr als sein Her/ertragen «m mutufpr ö'uuus auf die große Heide, grub sich eine Höhle

Thron Wr fänbeZ^ WWTinnn' dessen Gebete an Gottes baswoße fflÄ1?*' f nm Mußgestabe vor seiner Höhle und betete «Äfüb«® Er betete zu Gott, den Tag des Jüngsten blasenden Cnael Z ^'ubrechen zu lassen. Er rief die posaunen- follten Er bek Z Herrschaft der Sünde verkünden

3U ertränfen k m rbes Blutmecres, um die Ungerechtigkeit

hausen erfülie<£r F C 6er Pest, auf daß sie die Kirchhöfe mit ßeichen- oben'am^ffZ,,'?" ZI die öde Heide. Aber eine kleine Strecke weiter einem motzen 7 e"ud eine alte Weide mit kurzem Stamm, der oben zu g'iine Q "'n OS.chen Knollen anschwoll, aus dem neue, frisch- nern beg hnrZDOtZd,jen' 3ei)en Herbst wurden ihr von den Bewoh- 3cben Fricklik ZI Flachlandes diese frischen Jahresschößlinge geraubt. fiürmHApn Z tr'.e9, der Baum neue geschmeidige Zweige, und an den choar und s»r,Jen Z man f'e um den Saum flattern und wehen, so wie

und Bart um Hatto, den Eremiten, flatterten. I

® refjcner ifantil ienblätter

Unterhaltungsbeilage zum Gießener Anzeiger