die Woche > freiwillig aeld'st dich Siebzehnl . Du wirst Karl. Ein
t dir?" ). Auf die rzählte er, riet, ob er t Schmutz,
schlagen!" r vor dem
ranken zu Manschet- bin devon ist, schad'st i. Du hast schon viel nix enaus lann mein ie denkst!"
h. Was er Entschluß ankomme,
Oadegegen tzen!" ohn stand, e ba. Der
rtteb seine t, daß der ) schnauzi- nen guten 5 net aus . Er folgt n. Wann's
t bitterem hatte aus den Wind sie gerecht sich selbst -r Konfir« jekornrnen. r Sprache ft!" drang er. „Wie Das gab Sie hatte iroieg. Die ieß,' ihren Later und d als die er unver< den. Was gerungen nrl gegen Milde und
tu vorbei, kann ich's u möchtet gar arg,
ts an der
hielt stch Blick, di- uert mich mgab ihn
sie ihn in : Lazarett eregiment
Lebewohl. ! Fenster, e Gassen, nbarte sie rmmt net
Iiehen.
SietzenerZamilieMMer
Nummer
________Unterhaltungsbeilage zum Gießener Anzeiger
Jahrgang 1930 Montag, den 24. November
I Fkommen — und er könne wohl sagen, daß es am
I bi ’h3en Niederrhein kaum eine bessere Malerwerkstatt gäbe
„ .Lud wie ba beim Feierabend in der Nürnberger Schänke die Motor. I gefeUen ein Langes und Breites diskutierten über Lueas den Maler ile;®Äa "s? ÄXÄSÄ-ai s™ srs taUtefSi
wie^wir^beulKfflbsn3 e.!n. Ansehen zu geben, aus seinem Wittenberg' w e cor 100 Uhr™"h^Uf?en' em Kulturzentrum zu machen. Etwa so,' .1U0 fahren der stammverwandte Karl August aus feiner ReN- ben3 Weimar einen Musensitz machte. Nur daß man nicht die Dickten I ^erbetrief wo hatte es sie damals in deutschen Landen auck aeaeben __
I m?" 9r^n6TO ,er im ®e'ft des neuen Humanismus eine Universität'
berief ?f,Är ^Llanchthon, Bugenhagen u. a. jenen M a r t i n L u t h e r arickots™€me" glanzvollen Hof hermachen, wozu alles erst I muffen nnnChh Sä)^er unb Kirchen gebaut und ausgestattet werden
"fUßten. Und da gelang es eines Tages — wie und auf wessen Rat weck I maler lenen s gelb von 100 Gulden ats Hof-
ma er jenen Lucas Cranach zu bekommen, der nicht eine arübleriscke L°tur war wie der hochverehrte Albrecht Dürer, auch nich?wie E I andere, jener Mathias Grünewald, von einem furiosen Dämon hpfpffpn I o ffPITT rtpfl'hirff Clt, . einen umgänglichen °Menschen°"hatte^zu
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~n. 7-urnier geritten hatte oder wenn die beiden unzertrennlichen Brüder Johann der Beständige von der Jagd heimkamen, dann hatte l.d) 5 b^eben hatte, schon ausgezeichnet, und man brauchte mfsk #c ^orte zu machen. Wahrlich, man hätte keinen besseren Griff tun können. So sparte man nicht an Aufträgen, auch nicht an Fu<
! 9Cns, °be£ '.Verehrungen", wie man damals9 so achtungsvoll sagte I ^°?xbretr$a^rt nad) feiner Berufung verlieh ihm der Kurfürst der feÄtnAUnl mLr 'n Freundschaft wandelte, den Adel und als Wappen die Schlange mit den Fledermausflügeln.
Und Cranach, dessen Kllnstlerschaft nicht umsonst weithin gerühmt wurde, den die besten Kunstkenner der Zeit: der Kaiser Max imi- l'nn oder der Kardinal Albrecht von Brandenbura mit Uck^n"qv"f^-dachten, fühlte sich sehr wohl in der Stellung eines kurfürst- hdien Malbeamten Seinem ganzen Wesen nach war er doch von ganz anderem Schlag als jene anderen, „Modernen", der Dürer der Holbein und wie sie weiter hießen. Meisterhafte Kerle. Die waren da unten in 4ta ten und hatten ein ganz neuartiges Kunstwesen mit heimgebracht.
$<.Urcr'»W 0ru^te er f,rf> nb, um hinter die Geheimnisse bet Schönheit zu kommen. Wie ein Gelehrter fast quälte er sich, Gesetze und Regeln zu finden. Weim es stimmte, was Erasmus mal gesagt hatte, so ha e er sogar ein Buch über die Messung geschrieben. Welsche Art- nie hatte es so was gegeben unter den deutschen Malern. Man hielt sich an da-, wies der Meister in der Werkstatt machte und einem zeigte Und nach dieser altbewährten Art wollte er, Cranach, es auch halten, freilich, dazu mußte man nicht nur die neuen Ideen haben. Das würde er wokst auch noch zuwege bringen; als er von seiner Reise nach den Niederlanden zuruckkam, wo er in Mecheln den Kaiser und seinen achtjährigen Sohn, den Karl, hatte malen dürfen, hatte er ja auch ein paar Bilder in der rtrt gemacht. Die konnten sich gewiß auch sehen lassen! Aber kam es bc.n"f° auf dieses Neumodische an? Nicht viel mehr auf das, was einer uurtlici? konnte. Und er wollte es noch mit jedem aufnehmen. So richtete Cranach ganz im alten Stil eine Werkstatt ein mit vielen Gesellen bie er abrichtete, ganz in seiner Art zu arbeiten. Da würbe ausgeführt was an Aufträgen herankam. Beileibe nicht nur Altartafeln unb Bild- niffe, audj aHes, was sonst verlangt wurde: Anstreicherarbeiten für die r ™r' Schabracken für die Turniere, Fahnen, Wappen, Häuseranstriche usw. Was keineswegs so etwas Ungewöhnliches war. Ganz im Gegenteil. Ungewöhnlich für die damalige Zeit war das andere, jenes differenzierte Künstlertum, das von Italien her die neuartige Idee aufgriff ein persönliches Schöpfertum zu manifestieren. Vordem, das ganze Mittelalter hindurch war man in die Malerwerkstatt gegangen, ein Bild oder auch Gemaltes zu bestellen, wie man etwa, feinem Gusto entsprechend sich ein schönes Reitzeug fertigen ließ. In Leyden waren ja noch im 17.Jahr-
Verwandelte Wiese.
Von Peter Bauer.
Sie wuchs der kahlen Erde wie ein Fell rar dichtem Haar. Stand hoch im Sommergras Getigert und getupft mit Blumen hell, In die geschmiegt man Weg unb Welt vergaß. Der blaue Himmel sank auf Stirn unb Munb. Z" Ohr unb Atem strömten Duft und Klang. .,'ud spurte durch die Halme wie ein Hund Unb kleine Falter spielten Husch unb Fang.
3u jäh entzaubernd brach im Schwung der Faust Die Sense ein, zerriß Idyll und Traum.
Wpr6^oPPrn?((ie6en^rLn k°in Glück mehr haust. Die Klage lautete tm Weidenbaum.
Nachts wölkten Nebel schwer wie rauchend Gas. Die kurzen Tage schenkten kargen Schein.
Jetzt liegt die Wiese wie im Sarg von Glas Und sieben Raben hocken stumm allein.
Lucas Cranach.
Bürgermeister, Apotheker, Glaubensstreiler unb deutscher Maler.
Von Paul W e st h e i m.
hnrMSmhfi November im Verlag Hermann Recken- dorf G.m.b.H Vertin SW 48, erschienenen Buch „Helden und Abenteurer (45 Essays über bedeutende Künstler von Brueqhel bis Dix) von Paul Westheim. 99
In Nürnberg in der Schänke, wenn die Malergesellen, die Steinfetz- oder he°"mpu'lIfen den Bildgießerwerkstätten des Adam Krafft oder des Veit Stoß zum Trunk beisammensaßen, erzählte bald der bald jener von den fahrenden Gesellen, die in der Herberge vorsprachen von einem Städtchen fern im Norden oder Osten, hart an der Grenze des ro°s 65 neuerdings gute Arbeit für Malersleute geben foßte Wittenberg oder so sollte der Ort heißen, von dem kaum je ein Christenmensch noch gehört. Irgendwo oberhalb der böhmischen Wälder mußte er liegen. Ein armseliges Städtchen, nicht zu vergleichen mit Auqs- hnr9rtob6r r0 "' ment ?.öer Mecheln und natürlich nicht mit dem wunderbar großartigen Venedig, wo einmal hinzukommen die Sehnsucht aller Maler war. Ader der neue Kurfürst von Sachsen, ein gottesfürchtiger m‘fXnCr(Vld) nr*rS?eflbJ,,n3 ""legte, schien ein Herz für die Kunst ju haben. Em festes Schloß mit trutzigem Turm hatte er sich aufbauen Mfcn bas prächtig ausgeftattet werden sollte. Auch eine Kirche, für bie man Reliquien in allen Lauben gesammelt hatte. Einer behauptete, man i yaÄe e®,fertiggebrarf?t, nach diesem Wittenberg nicht weniger als 5000 °'H?r Reliquien zu schaffen, und Meister Möller, seines Zeichens Gold- schmied, habe mit einem Gesellen kunstreiche Schreine dafür die Menge hergestellt. Und bann kam, verspätet, weil es wieder viel Arbeit an der -brutferpreffe gegeben hatte, wo alle bie Stiche abzuziehen waren bie ber Fuhrknecht nach ber Frankfurter Mesfe mitführen sollte, einer der Ge- jeuen Durers und meinte, bas könne wohl seine Richtigkeit haben. Ihm |ei zu Ohren gekommen, baß vor seiner Zeit Meister Albrecht selbst einmal da oben m Sachsen gewesen unb Bildnisse gemacht habe für diesen .fürsten, ber mit dem Brandenburger, dem Kardinal, von dem man I e>" Konterfei gefertigt habe, befreundet und beim Kaiser Maximilian hochgeschätzt sei. Das sei aber schon lange her, und was der Meister da gemalt habe, wisse er nicht. Er habe ihn aber öfters reden hören von einem Italiener, den er da in Wittenberg getroffen habe, einem gewissen Jacobo, aaeobo de Barbari ober so, der ein gar kluger Mann mit großem erstand gewesen sein soll und der den Meister unterwiesen habe I mit allerlei Geheimnissen über die Proportion und die Schönheit, wie sie !>e jenseits der Alpen in Gebrauch Hütten. Neuerdings, das habe er von I ßem Rat Peutinger gehört, der wegen der Arbeit eines Gebetbuches des Matfers Max häufig in die Werkstatt komme, solle Kurfürst Friedrich emen neuen Hofmaler haben, einen Maler Lucas aus Cranach ooer Eronach im Bambergfchen. Und bann nimmt ein anberer, schon I "ueeer Gesell bas Wort, haut mit bem zinnernen Humpen auf ben Tisch 't )?9 ' ®a' dieser Lucas, das müsse ein verteufelter Kerl sein. Der sei I «er schnellste Maler im ganzen römischen Reich deutscher Nation. Der ringe es fertig, auf ber Jagd den Hirschen im Sprung auf sein Täfel- zu reißen, und so genau, daß jedermann baß erstaune. Und bann öaijite man sich von biefenr? Cranach bie mertroürbigften Sachen. In ...en habe er Trauben so getreu an bie Wanb gemalt, daß eine Elster I g ommen wäre und banach gepickt habe. Unb roieber einer wollte roiffen, I [,.r5er lener Cranach bas benn habe. Sein Lebtag habe er nichts von Iß Mm Maler gehört, auch in all ben Werkstätten nicht, in die er auf I


