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pamyazauber und Iaad nach Fleisch.
Bon E. v. Ungern-Sternberg.
In Fray Bentos in Uruguay, in Santa Elena am Paranastrom und in manchen anderen Orten in den endlosen Flächen Südamerikas werden alljährlich Hunderttausende, ja Millionen von Rindern geschlachtet und ihr Fleisch sorgsam in Konservenbüchsen verpackt zum Verbrauch nach Europa verschafft. Trotz allen Hygienemaßnahmen riecht es um diese Massenschlächtereien nach Blut und Verwesung, auf den Kanälen und Tümpeln schwimmen ekelerregende Reste von Tierleichen, von denen sich Würmer, Vögel und Nachtschleicher nähren. Myriaden von giftigen Riesenmücken umsurren die Totenhäuser der Rinder, über denen trotz des lachenden Himmels und der grünen Bäume der Umgebung etwas Schauriges zu lasten scheint. Da stehen die großen Schuppen und Einzäunungen für das angetriebene Vieh, aus denen das Brüllen der verängstigten Herden klingt. Eine Sonderstellung nehmen die hochgeschätzten „Traidores", d. h. Verräterstiere, ein, deren Aufgabe darin besteht, ihre törichten Gefährten unter das Schlachtbeil zu führen. 2lls ob sie wüßten, was ihnen bevor- steht, lassen sich die Ochsen ungeachtet aller Stachel und allen Schreiens nicht auf das Senkbrett treiben, vor dem sich die Tore öffnen, hinter dem die Hinrichtung fast automatisch durch Maschinenbetrieb erfolgt. Da hilft denn der Derräterstier. Er stellt sieh vor das Schlachtvieh und geht selbstbewußt durch das verhängnisvolle Tor. Da die Rinder Herdentiere sind, folgen sie willig, aber stöhnend bricht schon der zweite unter dem Todes- ichlag zusammen. Es gibt unter Ochsen keine Moral und auch keine lieber» legung, und so können denn die „Traidores" ihren abscheulichen 'Verrat immer von neuem mit Erfolg wiederholen.
Viehzucht bildet den Hauptreichtum vieler südamerikanischer Staaten. In den Pampas weiden zahllose Herden in fast wildem Zustande, die der Aufsicht von Gauchos, der Cowboy Südamerikas, anvertraut sind. Es find nun über hundert Jahre her, als die Gauchos R o f a s zu den höchsten Höhen der Macht emporhoben und ihn zum unumschränkten Diktator von Buenos 2lires machten. Die Schreckensherrschaft von Rosas dauerte lange, Mastenhinrichtungen von unerhörter Grausamkeit fanden statt und führten endlich zur Einmischung fremder Mächte. Heute beschränkt sich das Reich der Gauchos nur auf die Pampas, und auch dort sind sie nicht die Herren, sondern stehen im Dienst der reichen Hacienderos, deren Herden sie hüten und küren.
Jenseits des Aequators fällt der Januar und Februar in die heißeste Jahreszeit. Dann gleiten die Sonnenstrahlen gerade wie glühende Pfeile auf die ausgedörrte Pampa, und wenn heute auch Eisenbahnen und Autostraßen jene gewaltige Ebene kreuzen, fo gibt es doch Gegenden genug, die abgelegen von jedem Verkehr sind und in denen noch der Reiter wie tn früheren Epochen der Herrscher ist. Der Gaucho trabt nicht, die Pferde in den Pampas kennen kaum diese Gangart. Wenn sie nicht Paßgänger sind, so bewegen sie sich in langsamem, weichen Galopp vorwärts und scheinen niemals zu ermüden. Nur hier und da sind auf der gelben Steppe Wegspuren sichtbar. Links und rechts vom Reiter pflegen weiß gebleichte Gerippe von gefallenen Rindern zu liegen. Der Himmel ist in dieser Jahreszeit eintönig weißblau wie geschmolzenes Metall. Vor der leichten Brise, die von irgendwoher aus einem Glutherde zu kommen scheint, wirbeln gelbe Staubwolken, die die Erde wie mit einem häßlichen Schleier bedecken.
Die Mittagshitze zwingt zur Siesta. Irgendwo im Schatten eines Eukalyptusbaumes oder einer Mauer wird ein Feuer aus Reisig und Halmen entzündet und in den Feldkesteln Wasser gekocht. Sobald es siedet, wird die Bombilla bereitgehalten und das siedende Wasser über den Mate gegossen, ohne den kein Südamerikaner auskommen kann. Das bittere, gewürzige Getränk, das aus dem Rohr der Bombilla eingesogen wird, erfrischt, und der schwarze, in Rollen gepreßte Tabak, der geschabt und in trockene Maisblätter gewickelt als Zigarette geraucht wird, mundet bann doppelt so gut. Da der Wert eines einzelnen Rindes gering ist, so geschieht es, daß irgendein junges Tier getötet, die besten Rückenstücke herausgeschnitten und am Spieß über dem Feuer gebraten und gleich während der Siesta verzehrt werden: der Rest bleibt dann am Lagerplatz liegen, dazu wird Zuckerrohrschnaps oder der schöne Landwein getrunken. Dann besteigen die Gauchos wieder ihre Pferde, drücken den weichen Filzhut tief in die Augen, werfen den Poncho flott über die Schultern. An den Füßen klirren lange Sporen und meistens hängt am Sattelknopf das Gewehr, der unvenneidliche Lasso und die Bolas, mit dem sie den störrischsten Stier einzufangen und zu Fall zu bringen verstehen. Es ist ihre Pflicht, die Rinder zu brennen, d. h. sie einzufangen und ihnen mit einem glühenden Eifen die Marke des Besitzers in die Flanke oder ins Schulterblatt zu drücken. Es ist eine wilde, gefährliche Jagd. Mitten unter den brüllenden und wütenden Tieren reitet der Gaucho mit dem über dem Kopf geschwungenen Lasso, der, wenn er geworfen wird, niemals fehl- gcht und dessen Schlinge das Rind zu Boden zerrt. Dann wird ihm auch sofort mit dem rotglühenden Eisen das Besitzerzeichen eingebrannt. Es riecht nach verbrannten Haaren und Fleisch. Stöhnend erhebt sich der Stier und flüchtet vor seinen Peinigern. Die gemarterten Kälber und Kühe heulen und klagen, aber der Gaucho fährt unbekümmert in feiner grausamen Arbeit fort.
Wenn es geregnet hat, verwandelt sich die Pampa in ein blühendes Grasmeer. Dann werden die Herden fett und ihr Fleisch ist doppelt begehrt. Die Aufkäufer und Treiber kommen nun auf die Estancias, man begegnet Herden von zehn- und zwanzigtausend Köpfen, die den weiten Weg zu den Schlachthäusern getrieben werden und deren Fleisch in den Kühlräumen der Dampfer oder in Konservenbückfen eingepökelt den fernen Europäern als Nahrung dienen soll. Die Gauchos, die diese Riesen- Herden begleiten, haben es nicht leicht. Bald versucht ein Stier auszubrechen, bald fällt eine Kuh, aber sie kennen ihr Handwerk, und fast immer gelingt es ihnen, die Tiere mit nur geringen Verlusten dem SckHpchtbeil ouszuliesern.
Dann ist in den kleinen Pampastädten die Zeit der Feste gekommen. Am Tage brennt die Sonne zu Hertz und die kleinen Steinhäuser mit den
bunten Jalousien drohen Feuer zu -fangen. Deshalb kommen Ms zum späten Nachmittag, wenn der erste kühlere Lufthauch zu wehen beginnt, nur wenige Gauchos auf die Straße. Ab und zu geht nur ein schwarzäugiges Mädchen mit Blumen im Haar wiegenden Schrittes vorüber, oder es zeigt sich ein berittener Bettler in malerischen Lumpen, der zu faul ist, von feinem Pferde zu steigen und der an einem langen Stock ein Gefäß in die Fenster reicht. Die Posada ist überfüllt. Die Gauchos haben ihren Poncho auf dem Boden ausgebreitet und lehnen den Kopf auf ihren Sattel. Erst wenn eine schrille Glocke zum Ave Maria ruft, erwachen sie aus ihrem Halbschlummer, rauchen, trinken Mate und Wein und unterhalten sich über Politik und Frauen. Dann werden Karten hervorgeholt und das Hazardfpiel beginnt. Wehe dem Landfremden, der am Spiel teilnimmt, er verliert sicher, und sollte er gegen das Falschspiel protestieren, fo sitzen die scharfe Mancheta und der Revolver nur allzu lose.
Auch Wettrennen werden veranstaltet, während die zusammengetrie- benen Rinder im „Corral" brüllen und unruhig stampfen. Jnzwifchen senkt sich eine durchsichtige Dämmerung über die Pampa, hinter der sich prunkhaft wie brillantene Ampeln die Sterne entzünden. Am Abend ist Tanz. Bunte Lampions glühen. Einige Gauchos klimpern auf der Guitarre und stimmen, ehe sie zum Tanz übergehen, wehmutstrunkene Lieder an. Dann fetzen fast ohne Uebergang tobende Banjos mit klappernder Begleitung ein. Die Paare verlieren sich im jchwarzen Schatten der Gärten, in denen Nachtblumen wunderbare Düfte ausströmen. Fledermäuse huschen lautlos und sinnlos um die Lampen, und nur aus der Ferne tönt das aufreizende Weinen der Guitarren. Die Gauchos werden vom Wein, von der 'Musik und vom schwülen Hauch der Nacht erhitzt, und manches Messer wird in der Schneide gelockert, aber schon ganz früh, ehe sich noch die Sonne über den Horizont erhoben hat, müssen sie ihren Ritt fortsetzen, die Herden zur Tränke führen und einen neuen Abschnitt auf dem Wege zum Schlachthof zurücklegen. Sie haben keine Zeit, die Jagd nach dem Fleische zu unterbrechen und sich dem Pampazauber hinzugeben.
Ein schlichtes Herz.
Erzählung von Gustave F l a u b e r t. (Fortsetzung.!
Das Gehöft hatte den Charakter des Alters. Die Balken der Decke waren wurmstichig, die Mauern rauchgeschwärzt und die Fußböden grau von Staub. Ein Gestell aus Eichenholz trug allerlei Gegenstände, Krüge, Schüsseln, Zinnteller, Wolfsfallen und Lämmerglocken: eine mächtige Klistierspritze brachte die Kinder zum Lachen. Auf den drei Höfen war kein einziger Baum, der nicht Edelpilze an seinem Fuß oder einen Mistel- busch in seinem Geäst gehabt hätte. Der Wind hatte mehrere heruntergeworfen. Sie waren am Stamme wieder in die Höhe gewachsen, und alle bogen sich unter der Last ihrer Frücht«. Die Strohdächer, welche braunem Sammet ähnlich und von ungleicher Dicke waren, konnten den heftigsten Stürmen trotzen. Der Schuppen jedoch war eingefallen. Frau Aubain versprach, dieserhalb Anordnungen zu treffen, und befahl, die Tiere wieder aufzuschirren.
Man brauchte noch eine halbe" Stunde, ehe man Trouville erreichte. Die kleine Karawane stieg ab, um die Stores zu überschreiten; es waren felsige Klippen, welche über die Schiffe unten herüberragten; drei Minuten fpäter kehrte man am Ende des Hafendammes in den Hof des Goldenen Lammes bei der Muter David ein.
Virginie fühlte sich schon nach den erften Tagen infolge des Luftwechsels und der Wirkung der Bäder weniger schwach. Sie nahm sie in Ermangelung eines Badeanzuges im Hemde, und ihre Wärterin kleidete sie in einer Zollbaracke, welche den Badegästen für diesen Zweck zur Verfügung stand, wieder an.
Nachmittags zog man mit dem Esel in der Richtung nach Henneque- ville über die Roches-Noires hinaus. Der Pfad stieg anfangs zwischen hügeligem Land wie auf dem Rasen eines Parkes an und erreichte dann eine Hochebene, wo Weideplätze mit bestellten Aeckern abwechsetten. 21m Rande des Weges erhoben sich in dem Dornengestrüpp Stechpalmen, und hie und da starrten die eckigen Zweige eines großen abgestorbenen Baumes schwarz in die blaue Luft.
Fast immer machte man auf einer Wiese Rast, die Deauville zur Linken, Le Havre zur Rechten und gegenüber das freie Meer hatte. Es glänzte in der Sonne sanft und glatt wie «in Spiegel, so daß man kaum seine Brandung hörte, versteckte Sperlinge piepten, und der unendliche Himmel wölbte sich über alledem. Frau Aubain saß mit ihrer Näharbeit im Gras, Virginie flocht Binsen, Felicitas pflückte Lavendel, und Paul, der sich immer langweilte, wollte aufbrechen.
Zu anderen Malen, wenn sie im Boot über die Toucques gefahren waren, suchten sie Muscheln. Die Ebbe ließ Seeigel, Seepferdchen und Seesterne auf dem Sande zurück, und die Kinder liefen umher, um die Schaumflocken zu fangen, die der Wind heranbttes. Die schläfrigen Wogen rollten, wenn sie auf dem Sande umstürzten, weit den Strand cnüang; er erstreckte sich bis ins Unabsehbare, zum Lande hin aber begrenzten ihn die Dünen, die ihn vom Marais, einer großen, hippodromförmigen Ebene, trennten. Wenn sie über sie zurückkehrten, wuchs Trouville drüben auf dem Ab hange der Hügelkette bei jedem Schritt und schien mit seinen ungleichen Häusern wie in fröhlichem Durcheinander ausgestreut.
An den Tagen, an denen es zu heiß war, gingen sie nicht aus ihrem Zimmer. Die blendende Helligkeit draußen drängte Lichtstreifen durch die Ritzen der Läden. Im ganzen Dorfe kein Geräusch. Unten auf dem Bürgersteige niemand. Diese Stille erhöhte die Ruhe der Dinge. Im Fernen klopften Hämmer gegen Schiffs wände, und ein schwerer Wind trug Teer- geruch heran.
Das Hauptvergnügen bildete die Rückkehr der Fischerbarken. Sobald ie die Bojen passiert hatten/fingen sie an zu kreuzen. Ihre Segel senkten sich bis auf zwei Drittel der Maste, und mit geblähtem Focksegel glitten sie durch das Schaukeln der Wellen bis in die Mitte des Hafens, wo mit einem Schlage der Anker fiel. Darauf legte sich das Boot an den Hafendamm. Die Matrosen warfen zappelnde Fische über den Rand, eine Kar-


