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Mit einer durchschnittlichen Jahresproduktion von 52 Millionen Hektolitern vor dem Kriege brachte Italien in manchen Jahren mehr Wein hervor als Frankreich unter dem Einfluß ungünstiger Witterungsoerhält- niffe. Zu verachten sind gewiß auch die besseren italienischen Weine nicht, und der schon von Horaz so gerühmte Falerner, der schäumende Asti der Chianti, ganz besonders aber der auf der Asche des Besuves wachsende Lacrimae Christi sind herrliche feurige Weine. Dasselbe kann man auch von manchen Gewächsen der Pyrenäischen Halbinsel sagen, vor allem von dem nach seinem Aussuhrhafen l'eres benannten Sherry, dem nach seinem Umschlagort Oporto als Portwein bezeichneten Rebensaft und auch dem in alle Welt verschickten Malaga.
Einschließlich der ihm gehörenden Inselgruppe der rebenbekränzten Balearen erzeugt Spanien jährlich durchschnittlich 21 Millionen Hektoliter Wein, der leider zu oft verschnitten und verfälscht wird. Die Weinernte der sranzösischen Kolonie Algier beträgt heute schon 8,6 Millionen Hektoliter, und ebenso haben sich einige Gegenden des benachbarten Tunis als für die Rebenkultur sehr geeignet erwiesen. Nachdem ein Deutscher ihm vor zweihundert Jahren den richtigen Weg gewiesen, ist auch im Kapland der Weinbau so ergiebig geworden, daß ein Hektar Rebengelände durchschnittlich 170 Hektoliter von dem feurigen Kapwein hervorbringt, während man bei uns mit einer Ernte von 35 Hektoliter auf dem Hektar schon recht zufrieden ist. In dem Nilland hat die Rebenkultur nach dreitausendjährigem Bestehen unter den Ptolemäern ein Ende genommen.
Auch in China ist sie bei einem Alter von angeblich vier Jahrtausenden zweimal von der Regierung unterdrückt worden, doch scheint sie dort wieder auszukommen. Edles, den Bordeauxweinen ähnelndes Gewächs zeitigen auch die Berge von Kaschmir am Südabhang des Himalaya. Ausgegangen ist der Weinbau Asiens und überhaupt der ganzen Welt aller Wahrscheinlichkeit nach von Mesopotamien, dem Lande der Noah-Sage, für deren großes Alter schon der Umstand spricht, daß sie Vater Noah als den Ahnherrn der Semiten, Hamiten und Japhetiten hinstellt. Bezeichnend ist, daß die biblische Sage der persischen von Sck)ah Dschemschid und der schönen ©ulnare, der Rosenwange, die sich als erste mit Wein berauschte, so überraschend ähnelt. Ist doch nach Hafis und Mirza Schafsy Persien das Paradies der Rebe und der Rose, und der Wein der Rosenstadt Schiras darin einzig, daß er keinen Katzenjammer verursacht, lieber Syrien, Palästina und Kleinasien gelangte die Rebenkultur nach Aegypten und nach den griechischen Inseln und von diesen nach dem europäischen Festland. Ueberatt, wohin später der alkoholfeindliche Islam kam, wurde kein Weinbau geduldet. Heute aber liefern Palästina und Syrien wieder vortreffliche Weine, und die Türkei bringt mit der schon im Altertum gerühmten Insel Cypern jährlich wieder ebensoviel Wein hervor wie Griechenland (1% Millionen Hektoliter).
Große Abweichungen zeigt die Qualität der deutschen Weine. Hier Johannisberger, Hochheimer, Steinwein, Markgräfler, Liebfrauenmilch als hochfeine Gewächse, dort Grüneberger, Bomster und Konsorten. Man hört sagen, nur der Satan könne den Schlesiern und Sachsen eingegeben haben, Wein zu bauen. Man vergißt aber, daß die Rebenkultur aus dem Mittelalter herrührt, wo es wegen der schlechten Verkehrsverhältnisse geraten schien, sich überall den für das Meßopfer des christlichen Gottesdienstes benötigten Wein durch Eigenbau zu verschaffen. Solchen Spuren begegnen wir auch in Norddeutschland bis nach Schleswig-Holstein und Ostpreußen hin, selbst in England. Der Potsdamer Rote und einige andere norddeutsche „Rachenputzer" verdanken allerdings ihr zeitweises Auftauchen übel angebrachter landesväterlicher Fürsorge.
Was die Rebenkultur der Neuen Welt angeht, so war es ein Deutscher, Tyrker, der bei der ersten Entdeckung von Amerika durch die Normannen 1003 an ihrer atlantischen Küste (in den späteren Neuenglandstaaten) wildwachsende Weintrauben sand. Man nannte das entdeckte Land, wo noch heute hier und da die Fuchsrebe wildwachsend gefunden wird, deshalb auch Binsland (d. i. Weinland). Heute ist Kalifornien mit einer Ernte von mehr als 1,6 Millionen Hektolitern das Weinland von Nordamerika. Das von Südamerika ist Chile, dessen Weine mit Recht gerühmt werden. Auch die östliche Neue Welt, Australien, bietet namentlich in der gebirgigen Küstenregion von Victoria und Südaustralien der Rebenkultur ein vielversprechendes Feld. Das hat die aus Schlesien ausgewanderte Familie Seppelt gezeigt, die in Australien durch den Weinbau sehr reich geworden ist und die in der Kolonie „Seppeltssield" die größte Weinkelterei der Welt besitzen soll.
Wie bewegt sich unsere Erde?
Bon Universitätsprofessor Dr. Adolf Marcuse.
Im großen und ganzen handelt es sich um vier verschiedene Bewegungsformen unseres Planeten, nämlich um die tägliche Drehung der Erde oder die Rotation, um die jährliche Bahnbewegung der Erde ober die Revolution um die Sonne, um die translatorische Bewegung der Erde mitsamt dem ganzen Sonnensystem im Weltenraume, um die periodische Schwankung der Erdachse im Erdkörper, wodurch die Lage der geographischen Pole sich verändert.
Die Beweise für die Drehung oder Rotation der Erde sind durchschlagend und zahlreich. Bei dieser Umdrehung unseres Planeten um seine Achse bewegt sich ein Oberflächenpunkt am Aequator, wo das Maximum der Rotationsgeschwindigkeit stattfindet, mit einer Geschwindigkeit von 456 m in der Sekunde. Vergleicht man diese Geschwindigkeit mit anderen näherstehenden, etwa mit des schnellsten Eisenbahnzuges, die ungefähr 30 m in der Sekunde beträgt, oder mit der Geschwindigkeit der gewaltigsten Orkane, die etwa 50 m in der Sekunde erreichen, so kommt war, zu dem Ergebnis, daß ein Oberslächenpunkt am Aequator sich mit zehirmak größerer Geschwindigkeit fortbemegt als die Luftteilchen beim stärksten Orkan. Ferner nimmt die Rotationsgeschwindigkeit vorn Aequa- wr nach beiden Polen hin ab: an den Polen ist sie Null, weil dort die -swtaiion ruht. In Berlin z. B. auf dem 52%. Breitenparallel beträgt tu nur noch 284 m in der Sekunde, und 100 km nördlich und südlich
davon haben mir je 6 m Unterschied in der Drehungsgeschwindigkeit. Mm hat es daher bei der Erdrotation nicht nur mit einer gewaltigen Drehungsgeschwindigkeit zu tun, sondern, was vielleicht noch wichtiger ist, mit großen Geschwindigkeitsunterschieden auf der Erde. Diese letzteren bedeuten schon an sich ansehnliche Windbewegungen und spielen in der Meteorologie eine große Rolle, wenn die Luftschichten in verschiedenen Zonen der Erde betrachtet werden. Die Drehung der Erde um ihre Achse hat aber auch wegen ihrer großen Gleichförmigkeit und hohen Beständigkeit unermeßliche Bedeutung, da sie als natürliche Normaluhr als Grundlage unseres ganzen Zeitdienstes und zur Kontrolle unserer feinsten Uhren dient. Ist nun die Erdrotation wirklich ganz unveränderlich? Theoretische Betrachtungen sprechen zunächst gegen eine vollkommene Beständigkeit dieses feinsten Zeitmaßes. Reibungen der Flutwellen, Ablagerungen unzähliger, auf die Erde fallender Meteor- maffen könnten die Notation unseres Planeten verlangsamen. Dagegen scheint der allmähliche Wärmeverlust der Erde und ihre dadurch bedingte Zusammenschrumpsung die Umdrehung des Crdkörpers zu beschleunigen. Aber in der Praxis liegt bisher kein Anhalt dafür vor, daß die Umdrehungszeit der Erde sich in den letzten Jahrhunderten auch nur um */ioo Zeitsekunde geändert hat.
Was nun die Bewegung unserer Erde um die Sonne oder ihre Revolution betrifft, so haben schon Kopernikus, Kepler und Newton diese mathematisch genau festgestellt, nachdem auch bereits der altgriechische Philosoph A r i st a r ch von Samos diese jährliche Erdbewegung um die Sonne erkannt hatte. Einen schönen Beweis für diese Erdbewegung bieten die scheinbaren jährlichen Ortsveränderungen von uns näheren Fixsternen, in denen sich die Jahresbewegung der Erde um die Sonne oder die Fortbewegung des irdischen Beobachters auf der gewaltigen Bahnstrecke von etwa 300 Mill, km um die Sonne perfpek- tivifch widerspiegelt. Feinste Messungen von Sternörtern in den letzten Jahrzehnten haben bisher ungefähr 100 Fixsterne erkennen lassen, bei denen eine äußerst kleine scheinbare jährliche Bewegung sich zeigt. Besonders deutlich tritt diese sog. jährliche Parallaxe in Betrage von etwa B/io Bogensekunden bei dem hellsten Stern des südlichen Himmels in der Konstellation des „Centaurus" auf, der unserer Erde mit am nächsten steht und dessen Licht nur ungefähr 4 Jahre gebraucht, um zu uns zu gelangen, während andere Sterne Tausende von Lichtjahren von der Erd« abstehen.
Noch ein anderer sehr anschaulicher und interessanter Beweis für die jährliche Erdbewegung sei erwähnt, der durch die Sternschnuppen geliefert wird. Die Geschwindigkeit, mit der diese kleinsten Weltkörper, die Auflösungsprodukte von Kometen sind, in die Erdatmosphäre eindringen und daselbst durch Reibung sich entzünden, setzen sich zusammen aus den Eigengeschwindigkeiten der Meteore und aus der Erdbewegung um die Sonne. Letztere beträgt 30 km in der Sekunde, und die Sternschnuppen bewegen sich mit Geschwindigkeiten von 20 bis 80 km in der Sekunde. Wenn nun diese Sternschnuppen hinter der Erde Herkommen, so bringen sie mit der Differenz zwischen ihrer eigenen und der Erdgeschwindigkeit in die Atmosphäre ein. Wenn sie aber der Erde entgegenkommen, so summieren sich diese beiden Geschwindigkeiten; bei seitlichem Eindringen treten naturgemäß Zwischenwerte für diese Geschwindigkeit auf. Aus den Richtungen, in denen jene kleinsten Weltkörper, besonders im August und September, also zur Zeit der bedeutendsten Meteorschwärme, in die Erdatmosphäre einbringen, kann man mit Hilfe von Geschwindigkeit und Richtung der Erdbewegung im Raume die wahren Bahnen jener Meteore herleiten. So fand man, daß große Scharen von Meteorkörpern in den Bahnen bekannter Kometen einherwandeln. Umgekehrt liefern gerade diese Uebereinstim- mungen den Beweis für die Richtigkeit der Erdbewegung um die Sonne.
Die translatorische Bewegung der Erde im Weltenraume mitsamt dem ganzen Sonnensystem vollzieht sich mit einer Geschwindigkeit von etwa 19 km in der Sekunde, und zwar in Richtung nach dem Stern- bilde des „Herkules", wie aus spektroskopischen Messungen mit Sicherheit gesunden wurde. Diese Vorwärtsbewegung, die der irdische Beobachter mitmach!, eröffnet eine interessante Perspektive für die ferne Zukunft. Wenn nämlich die Erde nach Hundertiausenden von Jahren an eine ganz andere Stelle des Weltenraumes gekommen fein wird, bann kann bas Wort „Siehe, bie Sternbiiber ber alten Aegypter, sie leuchten auch uns", nicht mehr gelten. Die feit Jahrtausenden uns bekannten Konstellationen werden sich alsdann perspektivisch verschoben haben und in anderen Gruppierungen am nächtlichen Firmament leuchten.
Die periodische Schwankung der Erdachse im Erdkörper, wodurch bie Lage ber geographischen Pole auf ber Erdoberfläche sich verschiebt, bildet eine der interessantesten Grenzfragen zwischen Astronomie und Erdvermessung. Ihre Lösung ist in aller Strenge eigentlich erst im 20. Jahrhundert gelungen. Es handelt sich hierbei aber nur um ganz kleine, höchstens bis zu 20 m hin- und hergehende Ausschläge ber Erdachse auf ber Erboberfläche. In bemfelben Sinne unb Beträge änbert sich dann auch die Lage der geographischen Pole auf der (Erbe, ohne daß dadurch etwa irgendwelche klimatischen Aenderungen verursacht werden können. Wodurch werden nun solche kleinen periodischen Schwankungen der Erdachse im Erdkörper veranlaßt? Es kann als sicher angenommen werden, daß wechselnde Belastungen des Crdkörpers bedingt durch meteorologische unb hydrologische Vorgänge in ber gasförmigen unb flüssigen Hülle ber Erde diese Bewegungen ber Erbachse mit sich bringen. Allein bie durch barometrische Maxirna unb Minima bedingte, mit den Jahreszeiten wechselnde Luftdruckverteilung über den Kontinenten und Meeren der Erde, reicht unter Berücksichtigung des wechselnden Luftgewichts völlig aus, um die Schwankungen der Erdachse im Erdkörper zu erklären. Eine zweite Frage ist bie, ob man diese Lagenänderungen etwa voraus berechnen kann ober ob sie fortlaufenb experimentell bestimmt werden müssen. Das letztere ist ber Fall; unb zu biefem Zweck besteht auch schon seit etwa 20 Jahren ein internationaler Erdachsendienst in Ver- binbung mit ber Internationalen Erdmessung, durch den die Bahn der Erdpole fortlaufend bestimmt wird.


