„Kadlow Green."
Von Andersen Nexö.
Gott.
Von Lulu von Strauß und T o r n e y.
Der Tag hing grau in Wolken und war doch schwül und schwer, Die blauen Blitze flammten nachts über die Gärten her, Das Korn stand reif im Felde, und goldner war es nie, — Ich bog dem Gott der Liebe mit Zittern meine Knie.
Die Sommernelken blühten und brannten purpurrot, — Die ich mir damals pflückte find nun verdorrt und tot, Der Gott, vor dem ich kniete, er schritt an mir vorbei, Ihm nach durch graue Leere ging meiner Sehnsucht Schrei. — In gelbe Lindmwipfel stößt nun der nasse Wind, Ich gehe stille Wege, die menschenferne sind. Die Stirne, die ich senkte in Tränen und in Traum, Streift wieder eines Gottes dunkler Mantelsaum.
Und zwischen letzten Gaben, die goldner Herbst beschert, Im Dampf gepflügter Scholle, die junger Saat begehrt, Das strenge Haupt erhoben in freier Winde Wehn, Seh' ich mit starken Füßen den Gott der Arbeit gehnl Der du gebietend schreitest durch Sichelklang und Saat, — Sich mühen heißt dir beten, und Andacht ist die Tat!
Im Werke meiner Hände hör' meiner Sehnsucht Schrei: Du Gott, zu dem ich bete, — Herr, geh mir nicht vorbei!
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Die Woche ist herumgegangen mit ihrer einförmigen Tag- und Nachtarbeit. Jeder neue Tag begann mit Abspülen von vorn bis achter, und dann ist Rost abgeklopft, und gemalt, Segelmacherarbeit getan und ein neuer Teppich für den Kajütenboden genäht worden. Der Schweinestall hat neuen Zementboden bekommen, und die Spille find nachgegangen worden. Und an einem sonnigen Tag, während der alte Tramper um Stagen herumfuhr, wurden Bettzeug und Kleider gesonnt und geklopft. Durch das Kattegatt und den Sund war es mit der Arbeitslust nicht weit her; die Besatzung hing über der Reeling und spuckte weit und sehnsüchtig nach Land.
Der Alte aber knisf ein Auge zu und ließ die Leute hangen; zum Kuckuck, sie hatten ja Weib und Kinder drin, die meisten von ihnen. Bei Dragär rief er ein Bumboot an und kriegte etwas dänischen Proviant an Bord; es schmeckte doch immerhin nach daheim.
! Und dann ist der Traum dahin. Der Rauch und die Türme Kopenhagens tauchen achter in die See, Stevns kommt und geht wie eine Nebelbank im Westen — ein Abschiedswinken von Dänemarks Küsten.
Und das Leden geht wieder seinen Gang. Unten in der Maschine sind sie eifrig dabei. Neues zu drehen und zurechtzufeilen für die Löcher, Zeit und Abnutzung nagen in der alten Kiste — während sie „das Spinnrad im Gang halten und aufpassen, daß es nicht heißlaust. Ab und zu spannt der Obermaschinist einen kleinen mystischen Apparat an dte große unaufhörlich arbeitende Maschine und fühlt ihr sozusagen den Puls - um ihre schwachen Stellen herauszukriegen. Er sieht aus wie ein Zauberer und liest seine Diagramme, wie der Arzt ein Krankeniourna! Heft. Deshalb liegt er auch in ständigem Krieg mit dem Kapitän und behauptet, daß das Ganze auf ihm beruht.
Und eines Tages ist's Sonntag — Sonntag in . See freilich, aber trotzdem! In der Kappe zu Steuerbords Back ist der Zimmermann dabei, Bjerregaard die Haare zu scheren; der amerikanische Barthobel geht reihum und an Backbord stehen zwei nackte Heizer und übergießen einander mit Seewasser, um den Kohlenstaub abzuscheuern. Harte Arbeit hat |ie I gezeichnet, eine wunderliche schiefgeschlagene Kraft leuchtet aus ihren mächtigen Rümpfen. Der Lampenmann hat feinen Kanarienvogel au; I dem Ankerspill oben auf dem Back angebracht und unterrichtet ihn m
bcr deutschen Gemeinschaft scheiden mußten, hatte Franz Joseph noch den jubelnden Zuruf der Deutschen im Reiche gehört. Der Berliner Historiker Heinrich v. Sybel gesteht, daß der junge Franz Joseph, als er zu Franksurt der Versammlung deutscher Fürsten vorsaß, dort am Mam mit so rauschender Begeisterung begrüßt worden sei, als wäre Kaiser Barbarossa selbst seiner Gruft im Kysshauser entstiegen und in der alten jyssffc -1» f<i«„ «<« Sch».-- nachfühlbarer Verlust ließ Franz Joseph von seinem Wege nicht Abkommen. Und selbst der Weltkrieg vermochte den Unbeirrbaren m seiner Pflicht und Arbeit nicht zu hemmen. Obwohl ihn, der >m 2^>re 1859 trotz seiner noch unerschütterten Armee, nur deshalb Frieden f^oß, weil ihn das Grauen des Schlachtfeldes von Solferiiw, auf dem er selbst geführt zu diesem Schritte drängte, eine ungeheure Last bedrucken mochte. Und A auch klarer sehend als fast alle seine Ratgeber den fast unabwenb- ba'ren Untergang seines Hauses vor Augen hatte und in dieser letzten Zeit trotz aller Zuversicht und allem Jubel, den er oft noch horte, seine Pflicht nur mehr in dem gleichen Seelenzustande erfüllte wre der Kapitän auf der Brücke eines verlorenen Schiffes.
Aber eben diese Pflicht, die er fast noch als Kind als einzigen Zweck feines Daseins erkannte, erfüllte er unverdroffen und unbeirrbar bis zuletzt. Dazu in einem Maße wie kaum je em Herrscher. Ächtund- leckiia Jahre lang — er regierte länger als je ein Surft —- ist er dieser Pflicht nachgegangen; Tag für Tag dieser fast sieben Jahrzehnte mit der vierten Morgenstunde sich erhebend. Seit jenem 2. Dezenter 1848 in Olmütz, da er nach der Thronentsagung seines geistesschwachen Oheims Ferdinand und seines die eigene Unzulänglichkeit erkennenden Vaters, als Achtzehnjähriger Kaiser geworden war, die Bürde seiner Sendung erkennend, ausgerufen hat „leb’ wohl meine Jugend , bis zum letzten Tage seines Lebens. Denn noch in den Abendstunden des 21. Novembers 1916 saß der Uralte in den Fieberschauern ferner Todeskrank- heit arbeitend an seinem Schreibtische in Schönbrunn, bis sein sterbendes Haupt auf die Akten niedersank, und die Aerzte ihn nun da sein Wille gebrochen war, endlich auf sein Lager betten durften. Vier Stunden vor seinem Tode! , „ . ...
MU dieser ungeheuren Arbeitsleistung, die er nur selten durch seine geliebten Jagden unterbrach, hat er seinen Staat aus einer Zeit, m der eben die ersten Eisenbahnen sichren, in der in Ungarn noch das mittelalterliche Latein Amts- und Gerichtssprache war, in der noch der Bauer fronte, in unsere Welt gesührt. Und dies nur durch feine eigene Kraft. Denn wirklich große Ratgeber find ihm auf,zivilem und politischem Gebiete nicht zur Seite gestanden. Und auf feinen großen Marschall Conrad von Hötzendorff, der auch ein Staatsmann von ungewöhnlichen Ausmaßen war, hat er, allzu loyal die Befugnisse seiner Würdenträger wahrend, nur in militärischen Dingen gehört. Immer mußte Franz ' Joseph, wie schon Bismarck ihm n'achrühmt, trotz seiner vielen Minister schließlich immer selbst entscheiden. .
Und doch ist selbst dieser Fanatismus der Psiicht und Arbeit, wiewohl ein wichtiger Zug, so doch nicht das Wesentliche an der Erscheinung Franz Josephs. Er teilt diesen Arbeitsfleiß mit fast allen Herrschern seines Hauses. Das Wesentliche an seiner Gestalt ist etwas anderes.
Es wurde von ihm gesagt, er wäre der letzte Grandseigneur gewesen. Doch Franz Joseph war mehr. Er war der letzte wirkliche Herrscher. Er hat elbft einmal geäußert, daß er der letzte Monarch alter Schule sei. Doch da irrte er. Denn es gibt kein Königtum alter
oder neuer Schule. ., , ..
Es ist die Einrichtung des Königtums, gleichgültig, ob uns dies genehm ist oder nicht, ebenso ein in die uns unbegreifliche Weltordnung eingefügtes und unabänderliches Gesetz wie etwa dies, daß allen intellektuellen Alfanzereien zum Trotz der Beruf der Frau vor allem der der Mutter ist. Darum wird auch keine noch so gescheite Beweisführung dieses wahre Königtum jemals wirklich aus der Welt schaffen. Auch wenn der bevorstehende Sturm der Weltwende, von dem wir bisher nur eine steife Brise verspürten, auch noch die übrigen Kronen auf den großen Kehrichthaufen jinferer Welt weht. . . . t ....
Das wahre Königtum wird wiederkommen, wie das im Auf und I den ersten Tonen. , . , . , . mif
Ab der Geschichte immer gewesen ist. Und wenn es tausend Jahre währt. Auf der obersten Brücke geht der Alte auf und ab »ud plaudert m Weil immer nur ein™ unb nicht die Vielheit führen kann. seinen Tauben; zwischendurch summt er die Melodie zu: ,,E- ist tz-r -h
Freilich muß es, soll diese Wiederkehr ein Segen sein, ein wahres I zu fahren, wenn die Matrosen rudern . Sonntags übernimmt er se Königtum sein. Nur bei einem solchen hat dieses Amt Sinn und Würde, beide Wachen, damit die Steuermänner frei find.
H EG solcher wahrer König ist noch Franz Joseph gewesen über den Auf der untersten Brücke sitzt der alte Bootsmann Blom und pr°p lchon in früher Zeit das Urteil fiel, daß an ihm alles echt fei. Er I riert das Skelett einer Kobraschlange, wahrend er mir babei einen S I kannte keine Pose. Er trug seine Krone nicht als Schmuckstück. Alles I jn der Weltweisheit erteilt. in
Gemachte, alle großen Worte, jeber Pathos war ihm zuwiber. Inmitten „Seeleute", sagt er, wahrenb er ben fttettierten Schlangenkop eines märchenhaften, aus spanischen unb theresianischen Ueberheferungen allen Winkeln blank w e Elfenbein putzt, "Seeleute gibt s nicht geworbenen Hofes blieb er vollkommen schlicht unb anspruchslos. Nie viele! Ich bin halb junsunbbrelßig Jahre gefahren unb bab 31 1 m wagten sich Protektion unb Günstlingswirtschaft in feine Nähe. Kriecherei I Zeit ja ein paar Stück gekannt, aber die meisten von ihnen sino erreichte bei ihm nichts. Er besaß, wie er bas als junger Ofsizier unter Fablow Green gegangen — unb kommen nie mehr wieoer. Rabetzky, später bei Attentatsversuchen unb bei Solferino bewiesen, ben I „Was Fablow Green ist? Ja, sehen Sie, das ist ja ein bißchen |gj Mut des Soldaten. Dazu die noch höhere Tapferkeit, den moralischen I zu erklären. Aber was Sonntag ist, weiß man; der ist da, um Mut der Verantwortung. Einer seiner frühen Ratgeber hat über den I den Weg zum Paradiese zu bereiten. Na, und wie feiern mir1ce jungen Kaiser gesagt „er ist ein furchtloser Bursche". Sonntag?! — Fadlow Green das ist so eine Sorte Weibechatz
Franz Joseph sonnte sich nicht in seinem kaiserlichen Glanze. Und großen Tiefseefische, denk ich mir — bei: Dr: hat gI
doch war er, ohne auch nur mit einer Geste dazu beizutragen, immer j in öer ®fbel befommen.Jtfber bas tft iraenbnoo H
vollkommen Kaiser; auch seinen höchsten Ratgebern gegenüber. Immer I — beshcllb kann es usto boch g h s - schuhen ft# haben es die Habsburger in diesen ganz von ihnen geschaffenen Län- I man sich ja mit seinen ®uf L -^'nuijenleben'? Da rädert dem, denen sie ihre Prägung fast bis ins Landschaftliche gaben und jene Aber der Seemann was kenn der Wohl und Famil enieven eigentümliche, nirgends im Abendlande in dieser Dichte vorhandene er sich vielleicht ab für ^rauundKinderund dch _ W ®o(,
Kultur, verstanden, sich die begeisterte Hingabe ihrer Mitarbeiter zu fremd; heute haben seine Madels noch kurze Rocke das n &
sichern. Aber vielleicht keiner fo sehr wie Franz Joseph. Und er hat selbst I wenn er sie sieht, erscheinen sie mit einem ch tz sondern
unter Hingabe seines eigenen Wohlergehens seinen Völkern die Treue mann soll derartiges sein lassen, er hat doch kein H -> er nicht
gehalten. sich ein Ende abbeißen, wo tn der Welt er kann Und wenn
Cs hätte das Geschlecht Habsburg, dessen Herrschersendung im großen I mehr tonn, dann ist ja wie gesagt, Fadlow ^een ®a- . grfauff#! wohl dahin ist, vielleicht größer und glanzvoller zu Ende gehen können. I „Da hat man sich über zwanzig Jahre lang mit• > J, wer if1
Aber nicht mit mehr Würde. herumgebalgt. Zerbrechlich .st er wie eme Sardinenbuchse uno
' —________ I es wohl, der ihn in Gang halt? So manchmal sagt aucy


