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Unterhaltungsbeilage zum Gießener Anzeiger
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Jahrgang 1950 Montag, den 18. August Nummer 65
Leitspruch.
Von Hugo Salus.
Wenn wir das Leben zu ernst genommen, Daß uns in Tränen die Augen geschwommen, Oder wenn wir, wie Jünglinge lieben, Unbehagen zu Schmerz übertrieben, Sprach die Mutter mit ruhigem Klang, Daß jedes Wort uns zu Herzen drang: „Hast du kein Leid, so mach' dir kein Leid, Dazu hast du noch später Zeit!"
Später bann hat es in unserem Leben Oft recht schwere Tage gegeben. Daß wir litten und schier verzagten; Da geschah's, daß wir immer uns fragten. Ob wohl jetzt schon die Zeit mag fein?
Mutter, wo bist du? Sie sprach in uns: Stein! Hast du kein Leid, so mach' dir kein Leid, Dazu hast du noch später Zeit!
Und so hab' ich viel traurige Stunden, Hab' fast das Leben schon überwunden. Mutters Sprüchlein, du treuer Begleiter, Dich geb’ ich heute voll Zuversicht weiter, Hoffentlich klingst du mit Mutters Ton. Präg' bir's fest ein, bann hilft's dir, mein Sohn: Hast du kein Leid, so mach' dir kein Leid. Dazu hast du noch später Zeit!
Kranz Joseph.
Zum 100. ©eburfsfag des „letzten Herrschers" am 18. August.
Von Alfons Freiherrn von Czibulka.
Es ist nicht leicht, einer Welt, die sich dem Gelbe unb dem Pseudofortschritt verschrieben hat, deren Bürgerideal im Besitze eines Autos gipfelt, einer Zeit, die Männer, bei denen der Bizeps oder sonst ein Muskel zufällig ausgebildeter ist als bas Gehirn, mit Gold überschüttet, indes sie schöpferische Menschen verhungern läßt, ein Bild dieses Herrschers zu vermitteln, der das vollkommene Gegenteil von dem war, was die heutige Anschauung einen modernen Menschen nennt. Wie sollte eine Zeit, an deren trüben Oberfläche auch nicht der kleinste Sonnenblitz jener Sehens« aussassung zu sehen ist, deren Wert sich nicht in Perzenten unb Dividenden ausdrücken läßt, eine Gestalt begreifen, die das Leben nicht als den Rummelplatz ihres Vergnügens anjah, sondern als leibvolles Bemühen um die Lösung einer Ausgabe begriff, die uns von einer höheren Weltordnung vorgezeichnet ist. Wem, wie den meisten heutigen Menschen, das Gefühl und der Sinn für alle Tätigkeit fehlt, deren Vorteil sich materiell nicht errechnen läßt, der kann auch bas Abstrakte, Mystische, das immer das Wesen eines wahren Königtums bilden wird, nicht erfassen.
Darum hat man auch das Urteil über Kaiser Franz Joseph von Oesterreich auf eine leicht faßbare Formel gebracht unb gesagt, daß die Gestalt dieses Kaisers unvergessen nur durch die unwahrscheinliche Dauer seiner Herrschaft unb merkwürdig nur durch das Ergreifende feines persönlichen Schicksals war. Es hat sich daher um ihn schon zu seinen Lebzeiten die Legende gebildet, daß nur Alter unb Tragik ihn mit jenem wunderbaren Nimbus umgaben, dem sich auch Hasser unb Spötter oder dem Königtum sernstehende ober gar feindlich gesinnte Menschen nicht zu entziehen vermochten. Nun ließe sich dagegen einwenden, daß schon über den zweiundzwanzigjährigen Franz Joseph preußische Staatsmänner, die chm nach der Demütigung von Olmütz nicht zugetan sein konnten, sagten, es wäre in seiner Erscheinung etwas, das mehr sei als Würde.
Aber diesem Etwas seines Wesens, diesem ungemeinen Zauber, der wn diesem nach außen zumeist falt und unpersönlich erscheinenden Granne ausging, nachzuforschen, hat sich noch keiner der Biographen N«nz Josephs wirklich bemüht. Sie begnügten sich bisher, den tragischen Ablauf seines Lebens zu erzählen unb von seinen Regierungshand- ungen mehr oder weniger wohlwollend zu berichten, um dann schließ- H 8U der beruhigenden Feststellung zu gelangen, daß Franz Joseph
nicht zu den Großen unter den Herrschern, auch nicht feines Hauses, gezählt werden kann.
Wiewohl nun ein Werturteil über ihn heute noch verfrüht ist und schon deshalb gar nicht endgültig sein kann, weil die Akten über die letzten zwei Jahrzehnte seiner Regierung noch nicht eingesehen werden dürfen, so muß doch zugegeben werden, daß Franz Josephs Regierung keineswegs frei von schweren Fehlern war und im Endergebnis unglücklich gewesen ist. Was vorweg zu sagen, mir am Herzen liegt. Damit der Verdacht nicht entstehe, daß einer, der in dem Heere dieses Kaisers geritten unb vor nun zwanzig Jahren an einem 18. August, an Franz Josephs Geburtstage, der der Armee die jungen Offiziere gab, in der von Maria Theresia gegründeten Militärakademie zu Wiener-Neustadt über der gesenkten Fahne die Klinge mit denen seiner Kameraden kreuzte und den uralten Schwur der Mannestreue sprach „treu bis in den Tod", nun in verfehltem Byzantinismus die Gestalt dieses Herrschers mit dem Feuergolde der Schmeichelei aufzufrischen versuche. Was auch unnötig wäre. Weil das Bild eines Herrschers, dessen makellosen Charakter selbst seine erbittersten Feinde rühmen, und der seine Reiche aus dem Sumpfe geistloser Reaktion unb der Vernichtung einer Revolution auf die Höhe eines so gewaltigen unb vor allem kulturell bedeutsamen Großstaates führte, wie es das Oesterreich-Ungarn 'Franz Josephs trotz allem war, der Glanzlichter und des Firnisses der Schmeichelei nicht bedarf.
Auch ist für das Urteil über Franz Josephs Glück oder Unglück seiner Regierung, wie das bereits angebeutet wurde, nicht so wichtig. Ja, er teilt geradezu mit Fürsten, die größer waren als er, das Schicksal, daß alle seine Bemühungen am Ende vergebens blieben. Wahrhaften Herrschern aber hat weder wahrhafte Geschichte, noch gesundes Volks- empfinden das Endergebnis ihrer Herrschaft jemals kleinlich nachgerechnet. Sonst blieben so viele große Herrscher klein. Von dem Staufer Friedrich II. über Kaiser Max, über Karl V., dem Roi Soleil, Friedrich den Großen, den überschätzten Joseph bis zu Napoleon waren es so oft immer gerade die gewaltigsten Könige, die zu Ende ihrer Herrschaft fast alles Geschaffene wieder vernichtet sahen. Womit nun nicht gesagt sein soll, daß unglückliche Regierung das Kriterium für Herrschergröße sei.
Es will damit nur darauf hingewiesen sein, daß das Endergebnis seiner Herrschaft auch am Bilde Franz Josephs nichts ändert. So wenig wie das die Schicksalsschläge vermochten, die ihn trafen. Es hat ihm das Zerbrechen feiner Ehe — den Grund für das Zerwürfnis vermag niemand zu nennen — das einzige, allzu kurze Glück feines glücklosen Lebens zerschlagen. Es hat ihn das Ende seines phantasiebegabten, geistvollen und tatenfrohen Bruders Max, der vor dem Exekutionspeiefon halbindianischer Soldaten starb, tief erschüttert. Der Tod seines vielleicht genialen Sohnes, dessen freiwilliges Sterben Sensationslüsternen heute noch Stoff zu geschmacklosem Klatsch gibt unb die Ermordung seiner immer noch geliebten Gefährtin haben ihn gebrochen. Die Katastrophe von Sarajewo, die ihm auch den zweiten Thronfolger nahm und wie wohl ahnte, Reich und Haus zertrümmerte, hat den Greis furchtbar getroffen.
Aber an dem Bemühen um feine als einzigen Lebenssinn erkannte kaiserliche Sendung konnte alles dieses nichts ändern. Es haben diese unaufhörlichen Unglücksfälle ihn verschlossener, unpersönlicher und noch ernster gemacht. Aber feine Kraft zu brechen, ihn von seinem Wege abzubringen, vermochten sie nicht.
So wenig wie dies die politischen Katastrophen, die ihn trafen, vermochten. Und sie waren doch schwer genug. Denn so sehr auch fein von ihm verjüngtes Oesterreich unter feiner Herrschaft zu bedeutender Macht und zu einem letzten Glanze aufstieg, so war doch seine fast siebzigjährige Regierung, mit Ausnahme der dann doch noch folgenschweren Erwerbung Bosniens und der Herzegowina voll Verluste. Nachdem, er die reiche Lombardei durch Napoleon III., dem gleichen Mann, der ihm den Bruder nahm, verloren hatte, wurde ihm trotz der Siege feiner Heere unb Schiffe im Silben auch noch der letzte Rest deutscher Kaiserherrlichkeit — Venedig entwunden. Unb auch die letzte deutsche Stellung seines Hauses sah er entgleiten. Um so schmerzlicher mußte ihm das sein, als er sich zeit seines Lebens ganz als der Erbe jener Kaiser suhlte, die seit Karl dem Großen über die Deutschen geherrscht. Denn daß die deutschen Reichkleinodien, wie noch heute in seiner Schatzkammer ruhten, war ihm mehr als eine stolze Erinnerung. Lange Zeit hat sein Bemühen der immer wieder versuchten Einigung der Deutschen gegolten. In anderem Gewände wollte er jene weitläufige Monarchie auferstehen lassen, die einst in glücklicheren Tagen von der Nordsee bis an den Unterlauf der Donau, von der Ostsee bis ans Mittelmeer gereicht hatte. Jenes heilige römische Reich deutscher Nation also wollte er sortsetzen, das, Verwirklichung des größten abendländischen Gedankens, allem engstirnigem Spott zum Trotz doch allen wahren deutschen Wesens Ursprung und Heimat war. Wenige Jahre, bevor feine Staaten aus


