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6 Die Sonne brannte, der Staub brannte, der Staub wirbelte auf, kam daz Trier denn nach nicht?! Margret's Magen knurrte, ihre Füße fingen an zu schmerzen, — ob's nicht besser war, die Schuhe anzuziehen? Aber nein, bie muhten blank bleiben; nur tapfer weiter! Endlos dehnte sich di« Straße, ewig wechselten ein Apfelbaum — ein Birnbaum — hier unb da ein Steinhaufen und ein Meilenzeiger, — oh, wie lange das dauerte!
Weit voran waren schon die Wallfahrer, Margret humpelte müde hinterdrein; gern hätte sie auf dem Stein am Wege ausgeruht, aber da verlor sie den Zug aus den Augen, das durfte nicht fein. So zog sie nur ein Stück Brot aus dem Bündel und einen Happen Ziegenkäse; im Weiterschreiten biß sie mit den gesunden Zähnen hinein. —
Die Sonne neigte sich zur Rüste, der Abend umwob mit duftigem Schleier Fluß und Tal; nur oben die Gipfel der Berge fchimmerten noch in goldenem Licht und am Himmel umsäumten sich kleine Wolkenkissen mit zartem Rosenrot. Margret's klare Augen blickten müde, langsamer hob sich ihr Fuß. Ach, wer doch ruhen könnte, wie die Vögel, die eben ins Nest schlüpften — da, horch! — surrte nicht ein Ton durch die Luft, tief unb klangvoll, und nun noch einer und noch einer, und trug der Wind nicht andere Stimmen herzu, die fielen ein, seiner und dünner, und umrankten mit zartem Gebimmel den einzigen großen Ton? Die Glocken von Trier!
Das müde Kind faltete die Hände, dann eilte es freudig weiter — nun noch um die Biegung der Straße, — da lag das großmächtige Trier, beglänzt vom Abendstrahl, mit seinen grauen Dächern und Türmen, jenseits der Brücke, die sich in steinernem Bogen über den Fluß schwang.
Und über die Brücke schob und drängte es. Fußgänger, vereinzelt und zusammengeschart, strebten eilig hinüber, Wagen rasselten in langen Reihen, Fahnen wehten; das war ein Wandern, ein Treiben hinein in die begnadigte Stadt, daß dem einsamen Mädchen das Herz stockte. Nein, da ging sie noch nicht hinein, da blieb sie di« Nacht doch lieber hier, diesseits der Mosel, wo nicht so viele Häuser standen.
Ein einzelnes Wirtshaus lag am Weg, da wollte sie einkehren. Ihre Hand tastete nach den wenigen Groschen im Sack, sie hatte ja Geld, sie konnte zahlen; und nun schritt sie näher herzu auf dem kleinen Psad, der seitab zu der Herberge führte. Fast wäre sie wieder umgekehrt, ein wüstes Stimmengewirr tönte ihr entgegen; aus den offenen Fenstern schallte Gesang, Gejohl« und Gelächter. Im Hof stand eine Wagenburg ausgefahren, Aufwärter und Mägde eilten geschäftig hin und her. Schüchtern trat sie in die Tür, niemand kümmert« sich um sie; sie legte ihr Bündel auf das noch unbesetzte Eckchen einer Bank und klemmte sich daneben, die Hand fest auf ihre Habseligkeiten gelegt. Es schwindelte ihr. Was war das für ein Lärmen und Geschrei! Da war kein Plätzchen unbesetzt, jeder trieb, was er wollte; hier spielten ihrer drei Karten, hier zankten zwei und drohten sich mit den Fäusten, hier saßen ein paar und beteten ihren Rosenkranz, dort hatte sich schon einer auf die Streu geworfen und schnarchte laut, da in der Ecke saß di« hübsche Person im roten Unterrock, der Margret auf der Straße begegnet war, und schäkerte mit ein paar Burschen.
Ob sie bie mal fragte? Die schien doch recht freundlich. Errötend trat sie näher: „Maacht Ihr aach naoch Trier zorn heiligen Rock?"
„Ei jao!"
„Bleiwt Ihr de Nacht hei? Ech mochten aach gaor e su gären dao bleiroen" — sie zog ihre Groschen aus der Tasche — „dao, zaohlen kann ech — äroer allein graulen ech e fu!"
Die Angeredete hatte erst ruhig zugehört, nun stieß sie einen ihrer Begleiter in die Seite, zwinkerte dem andren zu, und alle drei brachen in ein nicht endenwollendes Gelächter aus.
„Sau kannst jao bei mir bleiroen", rief der eine Bursche und zwirbelte den Schnurrbart unternehmend in die Höh, „dann es ’t dir net graulich!"
Er wollte Margret umfassen, sie stieß ihn zurück, faßte blitzgeschwind ihr Bündel und war zur Tür hinaus, so flink wie ein Eidechschen. Wie gepeitscht rannte fie von dannen; erst, als sie eine weite Strecke fort war unb der Lärm des Wirtshauses längst verklungen, hielt sie hvchatmend inne. —
Was nun? Zurück ins Wirtshaus zu den vielen Menschen, in den barm, das Geschrei? Nein, o nein! Weit lieber hier draußen unter Gottes tretcm Himmel, wo die Sterne glei freundlichen Augen herunterglitzerten und bie Grillen im Grase traulich zirpten. Da stand hinter den Büschen «ne niedrige Strohhütte, die gehörte wohl dem Obstpächter,der von hier "us [eine Bäume bewachte. Ob jemand drinen war? Vorsichtig guckte Margret hinein, die Hütte war leer und halb verfallen; mit einem Seufzer ^"Erleichterung kroch sie unter das niedrige Dach. Sie langte ihr letztes tutt Brot vor, und als das verzehrt war, schob sie ihr Bündel als ri Ucter' 'hr Kleid über dem Kopf zusammen und schlief ein. — strahlend und golden stand die Sonne schon am Himmel, als Margret 5 tiefem Schlaf erwachte. Verwirrt schaute sie um sich; wie ein Traum bni s &er gestrige Tag, unb sie selbst kam sich anders vor, wunder- & to ,, und unbekannt. Ja, da lag das großmächtige Trier, da war
--loset, da bas Wirtshaus, aus dem fie geflohen, — und sie selbst? onip । AXlr. doch die Margret, die zum heiligen Rock roanbette! Nun opfiiiu, .*'9 schlüpfte sie hinunter zur Mosel hinter bas dichte Weiden- utih m nie!T,nt'fr sah sie; sie streifte das Kleid ab, badete Gesicht, Hals iw«„S--Jn frischen Flut und lieh di« klaren Weilchen über ihre $jQrj»uße rieseln. Ihre langen Zöpfe flocht fie auf unb strählt« sie mit laapn• ’ he hübsch glatt unb gedrechselt hinter den rosigen Ohren ono»’n„nUn1..not^ den silbernen Pseil hindurch, Schuh und Strümpfe
° 7?."' köstliche Schürze vorgebunden — fertig war fit — [thQui 'e Straße entlang zogen die Scharen von Wandrern; mancher uni) len t^k Ilia hinter dem jungen Bauernmädchen drein, das schmuck «itmo™ ■ ri frommen Glauben in den Augen, dem heiligen Rock kte nn*1*?’ t®nr gestern schon Gedränge auf der Brücke, fo roar’s
N tausendmal mehr. Wie ein Ameisenhaufen kribbelte und roib
bette es, bie Lust erzitterte von dem eintönigen Gemurmel: „Heiliger Rock bitt für uns." Ein« Prozession nach der anderen schob sich über die uralten Steinbogen.
„Heiliger Rock bitt für uns", „heiliger Rock bitt für uns!" — Es summt roje ein Bienenschwarm, es wälzt sich durch di« engen Gassen, die in festlichem Schmuck glänzen. Da ist kein Haus, kein Häuschen, och noch niedrig, in dessen Fenstern nicht bunte Teppiche hängen, Fähnchen wehen, Heiligenbilder hinter brennenden Kerzen prangen, andächtige und neugierige Zuschauer sich drängen. Je näher dem Dom, desto größer das Getriebe! Ein ohrenbetäubender Lärm, ein sinnverwirrendes Durcheinander; und durch das Chaos von Farben und Tönen, Staub, Dunst, Betrug und Wahrheit, Glauben und Unglauben, zieht sich wie ein leitender Faden das eintönige Murmeln der Prozessionen, bas dumpfe Läuten der Glocken.
Margret war schier betäubt. In einem Bäckerladen hatte sie eine Semmel verzehrt, die freundliche Frau sie zurechtgewiesen; nun stand sie verloren auf der Gasse, ihr Bündel fest unter den Arm gepreßt.
(Schluß folgt.)
Fahrt nach Trier.
Zum deukschen Delphi.
Von Dr. H. IReumeiftcr.
Es gibt feine Stadt in Deutschland, ja, diesseits der Alpen, die auf so altem Kulturboden steht wie die kleine Stadt Trier. Wer aber weih etwas von ihr? Bestenfalls erinnert man sich der Porta Nigra, jenes riesigen alten Römertores, das mit seiner dunklen Masse wesensfremd unb im Grund unverständlich in unsere Zeit hineinragt. Und doch ruht auch heute noch die südliche der beiden Moselbrücken auf römischen Pfeilern, ragt heute noch, imposant in ihrer kühlen rhythmischen Gliederung, die römische Basilika in voller Höhe über die Stadt, stehen noch heute die großen schönen Ruinen der Kaiserthermen — durch ihre Bogen schimmert von fern bie golbene Mosellandschaft, unverändert, ewig. Und wo man in dem alten Boden den Spaten in die Erde stößt, melden sich die römischen Reste: Paläste mit prächtigen Mosaikfußböden, Villen, Theater, Bäder, Tempel, — man weiß heute genau, wie die alte Römerstadt aussah, die etwa die ersten vier Jahrhunderte n. Ehr. hier herrschte, die der repräsentative Mittelpunkt der ganzen germanischen Besitzungen Roms war und zeitweise größer und bedeutender als Rom selbst gewesen sein soll.
Lang« hat man geglaubt, daß Trier, eine Schöpfung des Augustus, auf jungfräulichem Boden errichtet worden fei, daß keine Siedlung einheimischer Völker hier bestanden habe, — wie man überhaupt das einheimische Element, auch der späteren Zeit, die imposanten Reste der mittelalterlichen Bischofsstadt, der heiteren barocken Bürgerstadt, lange über den fremdartigen und lauten Resten der Römer fast vergaß. Daß neben dem römischen Element — auch zur Zeit seiner unumschränktesten Herrschaft — immer doch auch das einheimische und, wie sich zeigen wird, alteingesessene Volk der Treuerer sein eigenes Leben führte, seine eigene selbständig« Kultur bewahrte, das ergaben erst die seit einigen Jahren im Gang befindlichen Grabungen von Prof. Siegfried L o e s ch k e (Trier), die ein ganz großes germanisches Nationalheiligtum zu Tage förderten, und di« — noch nicht abgeschlossen — die interessantesten Aufschlüsse gerade über bie vorrömische Geschichte Triers versprechen.
Man weiß, daß das offizielle Heiligtum der Römer, wo die kapitolinisch« Dreiheit Jupiter, Juno, Minerva verehrt wurde, sich mitten im Weichbild der Stadt befand. Ein Tempelbezirk von diesen Ausmaßen, wie ihn Professor Löeschke im A11bachtale bei Trier entdeckte, — einer flachen Talmulde, die sich zuerst außerhalb, später an der Peripherie der römischen Stadtmauer befand — konnte nur di« Bestimmung haben, alle jene Kulte und ihre Sultftätten aufzunehmen, die von Rom zwar geduldet, aber nicht offiziell anerkannt waren. Daß dies vorzüglich die Kulte der Einheimischen gewesen fein werden, diese Annahme ist naheliegend und durch das Ergebnis der Grabung bereits voll bestätigt. Bereits heut« sind etwa 40 Tempel unb Kapellen, größeren unb kleineren Ausmaßes entdeckt worden; sie stammen zwar vorwiegend aus der Zeit der Römer Herrschaft, zeigen aber in ihrem Grundriß nicht den üblichen griechisch-italienischen Tempeltyp (der sich nur einmal findet), sondern verschiedene runde und rechteckige Formen, teils mit einem Säulenumgang oder einem Vorbau, die offensichtlich als traditionell- einheimische Typen anzusprechen sind. Zahlreiche und die verschiedenartigsten Götterbilder bevölkerten einst diesen ausgedehnten Bezirk; auch sie sind vielfach offenbar einheimisch-germanischer Herkunft, fo vor allem bie Naturgottheiten: ein ftiergeftaltiger Wafsergott, die bärengeftaltige Göttin Artio, die Pferdegöttin Epena und eine Unzahl von Mutter- und Fruchtbarkeitsgöttinnen, die unter dem Namen Ritona oder Aveia verehrt wurden. Von ihnen allen fanden sich große, häufig vorzüglich erhaltene Bildwerke; manche lagen noch inmitten ihrer Kapelle, wie sie bei dem Zerstörungsroerk der Christen im vierten Jahrhundert gestürzt worden waren.
Auch die Bilder römischer Götter (Diana, Merkur) unb eine besondere Art germanisierter römischer Gottheiten sanden sich — Apollo als Waldgott, ein reitender Jupiter als Wettergott (riesige Reste beweisen, daß er auf hohen Sockeln als Kolofsalstatue im Tempelbezirk thronte); selbst dem Etruskergott Vertumnus war ein Altar geweiht, der beweist, daß diesem noch in historischer Zeit Menschenopfer dargebracht wurden. Eine besondere Stellung unter diesen Götterbildern nimmt bas prachtvolle Relief, die Felsgeburt des Mithras darstellend, ein: es wurde in dem weitläufigen Tempel des Mithras, dem Milhräum gefunden; der Mithras- k i, l t war, wie auch dieser Fund beweist, unter den römischen Soldaten sehr verbreitet, seine Rolle bei der Ausgestaltung des Christentums, das ft.-,,,,.,w-— fv) Mthraskulles völlig miteinschmolz, ist bekannt.


