Ausgabe 
17.3.1930
 
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nisch - Dussel!' i, wußte 'Wipfeln n Son- blauen jawohl, itmenbig lorallen- die hei-

Müller Buchung er zwar, ad beim nbildun- lnd doch icn, und Sinnes- hmungs- ime Zeit

i leidlich -horchen.

Südsee-1* and sehr i, saßen nnüdlich n Rede- Bumeilen engurren >e Laute, eter Lori uf einer ühstückie, >u singen in einem es dem inwirbliz ter Piep- ch der vue beim e in den »aren...| auf, suhl das Lied tte, reckte ;! Dam prungene der Pol- rller!" >as Hirn, ien unter e, wie er ene Onlel eim beim! ien? W ischeu dir ndes von gant 0»l er Mann -. ihn eines verschon-1 die geleh- hatte dm ) daß W 3 und N

alle Fallr^ rum oh« stlos|rt- ihm nut nen Atol- »gar, ob« ieren, M

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SietzenerKnnjlienbMer

Unterhaltungsbeilage zum Sietzener Anzeiger

Jahrgang 1950

Montag, den §7. Marz

Summer 22

x 1,1 uujecii uno fiumren, wen

m^rh^e»re 1111 5ra$finS über Eisland neu erstrahlt, zurück. Mit wPenden Augen. Sie haben dem weißen Tod ins Antlitz gesehen. So

Ruf.

Bon Leo Sternberg.

Ich denke meine Gedanken in die Nacht, wie Wolken unterm Mond ins Weite fliegen Gedanken der Liebe, habt ihr keine Macht, über die kalte Welt zu siegen?

Ich höre, wie Ströme durchs dunkle Erdenrund feindlich herwirbelnd eurem Flug begegnen, Wälder zersplittern. Berge bis zum Grund erzittern und Sterne niederregnen.

Bis blutend auch der letzte Stern uns fällt und Flammen des Abgrunds aus der Erde schlagen Dennoch, du Herz am andern Ende der Welt, hilf mir die leeren Himmel tragen!

Eisland.

Roman einer Expedition.

in Ä eichen das Ziel 'W Sehnsucht, den Pol. Sie legen sie ^Hulle eine Abschrift ihrer Erlebnine nieder und vergraben Wi- non» smd stolz aus ihre Kraft, ihre Ausdauer und ihr Glück. Trinrn k 611 ' ®le haben den Polbesiegt-. Und als Zeichen des

emAten sie einen Fahnenmast. Ein buntes, farbiges Tuch Nn aan^^'v^-Llagge ihres Vaterlandes Norwegen oder An,erika.

»I ganzes Bolk erhalt Anteil au ihrem Ruhm.

feit nnhJ?-0^ unendlichen Stille schläft mit offenen Augen die Ewiq- au=t«hn mTfert Ör-1 ?feinen Menschen hinüber, die pekzvermumnit toemanhTfnnh'r0, L° umhertummeln, als hätten sie das

kur alle Zecken IN Besitz genommen, die ihm heimatliche U^°'lechnund in die weiße Fläche der Karte eintragen.

weben' hsirfJ a" verschwinden wieder und kommen nicht zurück. Schnee- schlüat fie m t $lI9c um die knarrende Fahnenstange oder der Sturm grnt unh @em cul3'ge^ Pran keusch lag nieder, zerbricht ihr Riick- a ^fetzt Kreuz oder Sterne auf dem leuchtenden Tuche.

stille wieder. Und die Ewigkeit schläft weiter.

Nüa-'ln ernes Tages ein seltsamer Bogel mit metallenen

ohne Ende^»k-«a^"- ^°r ' ®eirn Schrei ist ein tiefer, brummender Ton ^urBurirhr'n*^ 'pkogelr sich silbern im Metall seines Rumpfes, lieber die Tiefe hinweg zieht er feine Bahn. Kälte der Eis- mit. Wii> ein iugt sein geflügelter Schatten unter ihm

aber er ckük-i ^-^>er ferner geduckten Beute umkreist er den Pol, Weil bur*tLÄ hernieder. Auch ihn belauert der Tod. Ein stählerner unb*b «*

Wie die^Mb^»-^V«chten das Ziel! Wir, fliegende Menschen.

nach Süden' -Hundeschlitten muß auch der stählerne Bogel

wird er ftiiaefmiih^' Me»-er Grönland oder Alaska auf dem Heimfluge i zu begreifen Läftmos vor ihren Hütten starren ihm nach, ohne steuert und e'in^ fliegendes Schiff, das hinüber-

lchen. Zurück i>feih?^n9 versucht. Die Flaggen wechseln und die Men-

-buruck bleibt ferner, solange fein Herz noch schlägt. Es ist schon

S de"r sna <.VOn taU! n ^breichern eines unsichtbaren Orchesters aeivielt Polfahrer und Walfischfanger, die im Packeis^niFen

fiXn'r' b's(f5hm°5' die Eingeborenen von Etah, kennen dftsen unheim^ nh»ns~m' dergroßen Stille. Sie können ihn euch nicht beschreiben nein aber sie verges en ihn nie. Es ist Musik die wie einai vvr den Augen tauft, ttaumhaft undunbegrriftich

Kffinaä<----- "«u«cn o-unvesllmrlen uoer verharschten I FlüaeFn Bersteck, flattert auf mit rauschenden

^,nee nordwärts, immer nordwärts, geraten in Stürme erfrieren' od->r fret[ber der weißen -scheibe der Tiefe, die ihre

überwintern in Schneelöchern und Mchtwenn tte C inner . Lbaf7^ M» |teU-ert S*rf Süden. Ein dunkles Soiwensck.-,k>» M«.. U,K,U1 we v.rmnern, triebhaft, an Moosgrün und braune Erde, treibt sie unter dem

niederen Himmel dahin. Fern, südwärts liegt Grönland mit seinen --chlupswinkeln zwischen unersteigbaren Felsen, wo die Eiderenten über- ! FJi.1'-r? ra2 vnd Eulen nisten. Der Salzruch des offenen Meeres lockt^uber Hunderte von Meilen. Und der Geruch von Fischen

Sie schwimmt aus dem schellenden Ton der Stille dahin mit reatofen iftugclu und vorgestrecktem scharfen Schnabel. Am Saum der weiten übe^ffchen" Wchk^.^^ blC PW,!J ""den, loht ein schmale^ Streifen 'k>rer Fah7t schreit sie auf, wie ein Mensch lacht, als sie tief unter sich einen Eisbären erspäht, der auf einer spiegelblanken Scholle dahintreibt. Er trottet auf seinem Eisfloß von einer Seite zur andern @nnVhm*fi ble selbschmutzigen Pranken und nickt mit dem massigen &S" W »"W- ->« »-» Äi

quittt und in der schneidenden Kälte erstarrt wie alles Lebendige hier oben, wenn die endlose Nacht beginnt. ^.eoenolge hier

Es ist noch Herbst.

Morgen vielleicht schon, ohne neue Sturmwarnung und ohne Heber- Einfmnkeck 65 ®'nter fem- 11 das große Dunkel stürzt sich über die

.'luch das Eisland hat seine Jahreszeiten. Ja. Einen kurzen Frühlina und einen kargen Sommer, unterdes die Sonne nicht untergeht Das ist sn ®ef^ent. an.1ble Landschaft und wie ein schmales Entgelt. Jetzt sink, die kleinen demütigen Blumen, die violetten Kelche des Steinbrechs die silberweißen Glöckchen des Rosmarin, die gelben Hungerblumen un& fetten Eisranunkeln langst verblüht. Feuchtes Moos und braune Flechten am Boden wieder unter Neuschnee vergraben. Alle Tiere haben Flug und Wanderung nach dem Süden angetreten. Möven, Cisenten Schnee- ammern, Srfmeeeufen und Raubzeug. In Herden trotten die Mchchus- ochsen nach besieren Futterplatzen. Weiß- und Blaufuchs schnüren in ihren Spuren. Der Polarwolf, der gestern mit langen Sätzen den Schneehasen sagte hat Hung^augen bekommen und wittert vergeblich nach frilchen Fahrten. Jedes Wild wäre ihm heute recht. Seehunde und Walrosse die

Bon Hellmuch Unger.

Copyright by Earl Schünemann, Bremen.

Herbst über Eisland, Herbst ohne das Kupferflammen gilbender fil °^ne Un$ of)ne das große Sftahlen der Landschaft die ich restlos verschenkte und müde die Stille des Winters erwartet Herbst r b^msero"9ern ?"Hsel der Jahreszeiten. Wenn ihr es auf der nnprinrtAt ba,ra [eU(^t,etr.C5 euch makellos und unberührt entgegen K brtL®»e'Äen^9^eit feiner weihen Schneewüsten. Es ist Memandsland Ewigkecksland. Doch gleich der blauen Spitze der Kom- S^aeri^ri °n^erliche Sehnsucht der Menschen polwärt» nach wst Erde^heißen bem Sref,punft unseres winzigen Gestirns, das Manchmal und immer wieder im Ablam der Jahrzehnte kommen Men chen von Süden, durchstoßen auf kleinen Schiffen den nÄchtiaen

"^. Treibeis ziehen mit niederen Hundeschlitten über nerharichte vchnes norhmartc; immer ---. ; f

aue 'Menschensehnsucht wendet sich vom Pol wieder nach Süden KWWWUZ undundzwanzig Männer, Amerikaner und zwei E-ftmos au" Etab d-»n Marsch nach Luden hier unterbrochen wurde. Abenteurer ober |e&

Tage und drei Rächte brandet schon der Sturm über Eis- fe!n, Schrei ist metallen wie der Ton von Trompeten Seine fiif. überrinl^^^' .^berge brechen auseinander und Blocke quadern ich uveremander. Staubschnee rreselt vor ihm her wie Scharen flückten. der Hermeline, die furchtbang in klaffende Eisspalten jagm um llck eruecken Fernhin wandelt sich das große Brausen zum "Orgelton $ Cm halbverhungerter Polarfuchs duckt sich mit erKifbenhen Airhtw» Fährte Tm .fei"eF ®o(oppnöe und erstickt schneeuberwehk Seine ftühn, ve^vifcht.^^' 3l,^en ber Bluttropfen wie scheue rote9 Blumen Ohne Widerstand zu finden, rast der Sturm weiter. Ein taumrinh,r ünkt"?m° Mris 'a(VH+ feruner raä-te getroffen, fällt wie ein Stein und w samm'm Sft b?5 @nbe. ,rtn b beT Or?a" ^emkurz zu-

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