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Unterhaltungsbeilage zum Gießener Anzeiger
Jahrgang MV Hreitag, den 10. Oktober Nummer 78
Oktoberlied.
Von Theodor Storm.
Der Nebel steigt, es fällt das Laub; Schenk ein den Wein, den holden! Wir wollen uns den grauen Tag Vergolden, ja vergolden!
Und geht es draußen noch (o toll, Unchristlich oder christlich, Ist doch die Welt, die schöne Welt, So gänzlich unverwüstlich!
Und wimmert auch einmal das Herz, — Stoß an unb laß es klingen!
Wir wiffen's doch, ein rechtes Herz Ist gar nicht umzubringen.
Der Nebel steigt, es fällt das Laub;
Schenk ein den Wein, den holden!
Wir wollen uns den grauen Tag Vergolden, ja vergolden!
Wohl ist es Herbst; doch warte nur, Doch warte nur ein Weilchen!
Der Frühling kommt, der Himmel lacht, Es steht die Welt in Veilchen.
Die blauen Tage brechen an. Und ehe sie verfließen, Wir wollen sie, mein wackrer Freund, Genießen, ja genießen!
Oie Sache mit dem Propeller.
Don Per Schwenzen.
Immer trage ich mich mit dem Gedanken, es bis zum Pilotenzeugnis zu bringen. Man ist eigentlich kein Kerl, wenn man seine Zeit nicht in ihren typischen Errungenschaften beherrscht. Aber, da fällt mir die Geschichte vom alten Dotzauer ein. Privatgelehrter, Kassel, Wilhelmshöher Allee 6a. Ihm war es vorbehalten, mich auf das Abitur vorzubereiten. Gleichzeitig war er der erste, der mir das Flugproblem aus den olympischen Höhen in den Radius ernster Erwägung riß. Denn was der alte Dotzauer konnte, das mußte man doch schließlich — ja, natürlich nicht die Wurzel aus X —- £ Unendlich oder das türkische Einmaleins, das bekanntlich von rückwärts geht, und xvas er in seiner Junggesellenbude noch alles verzapfte. Da war er einem über. Aber sportlich konnte er doch keine sonderliche Kanone sein, sollt« man denken, wenn man ihn da so sitzen sah auf feinem wurmstichigen Sitzkissen, sechzigjährig, qultten- gelb und leberleidend, mit dem pagodenhast über der Logarithmentafel wackelnden Brillengesicht, mit der welken Stoppelhaut über kraftlosen Kiefern, die in Abständen von je 7t Minuten die Ausbuchtung der ewigen Schmalzstulle vertieften. , „ , ...
Unsere durch wissenschastliche Anstrengungen nur Jetten getrübten Plauderstunden wußte er mit loyalem Charme zu gestalten. Der Tabak- vauch schwamm um Tafel, Krokodil und Globus, die Reguisiben der Weisheit, gleichsam der ornamentale Hintergrund für zahlende Vater, und durch den alles Unwesentliche ausradierenden Hecht schimmerte der hohe, polierte Propeller, der in der Zimmerecke aufmontiert war. Nach diesem Propeller des öfteren zu fragen, geboten Takt und Klugheit, denn die bereitwillige Erzählung schloß in ihrer Ausdehrmng jede Gefahr aus, heute noch an den Busen der Wissenschaft zurückzufinden.
Die Sache mit dem Propeller aber war folgende:
Schon im Jahre 1912 hatten die Flieger Abelmann und Schmigulski sich in Kassel niedergelassen. Sie veranstalteten auf der Leisterschen Wiese ein Schaufliegen, bei dem Schmigulski den Hals brach. Daraufhin war das Vertrauen der Kaffelaner zu der Fliegerschule erschüttert und Abel- Manns Fliegerschule erfreute sich keines großen Zulaufs. Die Kaffelaner fahen zwar mit Genugtuung, wenn sie auf der „Neuen Muhle oder im „Aue-Cafe" ihren Kaffee „schlabberten", was ihr Pilot da „vor Dinger in der Lust machte", aber Abelmanns finanzielle Position war so ungewiß wie seine physische in der Schaukelmatte des fliegenden Rohrgestells, und mehr als einmal klebte der Kuckuck auf feinem „Habicht. Da aber kam der Krieg, und der feldgraue Pinsel des Ausgleichs ging über Abelmann, über die „Badewanne" und einige Akzepte und Rechnungen hinweg. Abelmann flog in flandrischer Luft und ertrubelte und erschoß sich höchste Auszeichnungen. 1917 kehrte er mit längerem Urlaub tn feinen Schuppen in Waldau zurück. Er hatte ich acht Wochen nach Gallipoli als Führer einer türkischen Kampsstaffel zu starten und hatte jetzt Zeit, sich
innerlich und äußerlich vorzubereiten. Fliegerleutnant Abelmann war aber ein luftiger und ein gründlicher Bursche zugleich, und ohne sich darüber im Unklaren zu sein, daß es in Gallipoli hernach keine Kasseler „Mäderchen" und keinen Rheinwein mehr gäbe, nahm er einen täglichen Unterricht beim alten Dotzauer in Türkisch denn nur mit flandrischem Kasernenjargon durfte er nicht hoffen, feine Muselmanen über die Wolken zu locken.
Ich hatte den Vorzug, einer dieser Unterrichtsstunden beizuwohnen, die mit türkischem Mokka und türkischer Wasserpfeife sehr stilgerecht inszeniert war. Als sechs Wochen herum waren und der Fliegerleutnant Abelmann täglich beim Privatgelehrten Dr. Dotzauer gebüffelt hatte, leckt« der Mann der Weisheit am Zeigefinger, schlug das Kontobuch auf und summierte 30 türkische Stunden ä 3 Mark, gleich 90 „Eier", ein Betrag, vor dem normalerweise ein preußischer Leutnant nicht strammzustehen brauchte. Wie das aber so mit Abelmanns Vorliebe für Kasseler Mäderchen und Herrenheimer Riesling, beides in Extra-Auslese, beschaffen war — jedenfalls war wieder mal sämtlicher Mammon anderweitig ver- disponiert, und er schlug Herrn Dotzauer vor, ein durch 90 Mark Ehrenschulden festgewobenes Band der Freundschaft nach Gallipoli zu spinnen.
Da aber vergaß der gute Dotzauer sich selbst, seine durch alle Mathematiken und sprachen der Erde bestens fundierte Würde und fing an, mordsmäßig zu schimpfen, er verlangte 90 „Eier" oder grausige Genugtuung. Glatt schrieb er seinem Freunde, dem alten Mehmed Ali Beb Hassan, er wollte dafür sorgen, daß er, Abelmann, in der Türkei „lein Bein an die Erde kriege", was ja für einen Flieger auf die Dauer sehr anstrengend sein muh! Und jetzt muhte der erfolgreiche Kampfflieger, der sich mit den schneidigen Fliegern Frankreichs und Englands nie anders als mit knatternden Rohren unterhalten hatte, sich auf das ungewohnte Gebiet der Verhandlungen begeben. Er bot dem Dozenten eine Standuhr an, von der er sich erinnern konnte, sie auf dem Boden feines Vaters in Erfurt gesehen zu haben, er wollte ihm Briefmarken in der Türkei sammeln, und schließlich, in einem Anfall von Galgenhumor, schlug er vor, Lehrkraft gegen Lehrkraft zu tauschen und ihm für sein Türkisch das Fliegen beizubringen. Begeistert schlug Dotzauer ein. Die Angst, um sein Geld zu kommen, machte ihn zum Heros. Besitzwut peitscht aus 63 Schreibtischjahren den flammenden Jüngling hervor, und mit zitternder Hand unterschrieb der alte Privatgelehrte den sofort formulierten Vertrag.
Es ist nicht einmal zu mutmaßen, welche Fähigkeiten und Möglichkeiten in einem Menschen schlummern können — in tiefem Schlafe — nie erweckt durch das Tor des Todes getragen werden, ohne sich zuvor zur Blüte entfaltet zu haben. Ein Held muß kein Friseur, aber ein Friseur kann sehr wohl ein Held fein, nicht wahr? Wenn eine zittrige alte Gelehrtenhand die Steuerung einer Flugmaschine, Modell 1913, meistert, so kann man wohl sagen, daß die theoretische Mathematik hier eine späte Verklärung ins Reale erfuhr! Wenn nackter Ingrimm über neunzig nicht erhaltene Mark den alten leberleidenden Doktor wie einen zornigen gelben Drachen über die Kartoffeläcker flirren ließ, vielleicht hätten eine höhere Tugend und obwaltende Umstände aus dem Zwanzigjährigen einen Ozeanflieger gemacht ... Wer weih? Wir alle nicht.
Leutnant Abelmann versicherte mir, daß noch nie ein Schüler soviel theoretische Kenntnisse mit ins Geschäft gebracht, die Handgriff« so spielend erfaßt und so sicher und furchtlos ausgeführt habe wie der Privatgelehrte Dotzauer. Täglich fast klettert« das alte Lexikon in den Habicht und beschrieb — ein Protest gegen alles bisher in Kassel Dagewesene — über der staunenden Fulda seine Hyperbeln und Parabeln.
Leutnant Abelmann nahm zwei Stunden inklusive Mokka pro Tag, und der jüngere Bruder seiner Freundin Elli ■ paukte bei Dotzauer lateinische Nachhilfe auf Verrechnungskosten. Im Zusammenhang mit diesen Umständen allein erscheint es begreiflich, daß ein so intelligenter Mensch wie ich nicht die Matura erreichte und von einer akademischen Lausbahn Abstand nehmen mußte ...
Eines Tages aber setzte die Vorsehung hinter diese sensationelle Affäre einen deutlichen Schlußpunkt, mit der entschiedenen Bruchlandung des Wissenschaftlers. Heber ein Heufeld dem Landungsplatz zusteuernd, mürbe er durch eine Böe zu früh hinabgedrückt. Die Maschine stand Kopf. Der Schriftgelehrte flog aus Leinen und Gestänge wie ein Blitz aus der Wolke und schlug in einen bereitstehenden Heuhaufen ein, wobei er die Brille unb zwei Bleististe brach. Abelmann stürzte herbei. Als sich herausstellte, daß Dotzauer unverletzt mar, vollführte der toll« Leutnant einen Freudentanz um den ramponierten „Habicht" und erklärte, ein Guthaben von 800 Mark bei feinem Lehrer und Schüler zu haben und schwor hoch und heilig, mit seinem ganzen Anhang sämtliche Kurse auf Monat« hinaus zu belegen. Da aber die Türken in Gallipoli auf ihn warteten, gab er bem gelehrten Haus ohne Furcht unb Tadel ein Souper mit Herren- Heimer Riesling, ertra Auslese, unb verehrte ihm zum ewigen Andenken den zerbrochenen Propeller. Das ist jetzt über 11 Jahre her. Leutnant Abelmann starb über Gallipoli den Fliegertod.


