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beiden Begleitern bei diesem Unternehmen leider zugrunde gegangen und blieb 33 Jahre lang verschollen, bis in allerjüngster Zeit die traurigen Reste der Expedition im Eise der Weißen Insel zwischen Spitzbergen und Franz-Josephsland gesunden wurden. Wie erinnerlich, kamen in neuerer Zeit besonders Amundsen, Byrd, Wilkins und Eyelson mit Luftfahrzeugen zum Pol, wobei Amundsen zuletzt den Opfertod fand.
Auf alle Fälle sollten die neuesten traurigen Ereignisse dazu führen, daß Polfahrten mit Luftfahrzeugen, wenn überhaupt, so doch nur mit peinlichster Vorbereitung ausgeführt werden. Dies trifft auch auf den kühnen Plan zu, die Luftverbindung zwischen Europa und Ostasien über den Nordpol herzustellen, zu dem nicht einmal Eskimos kommen. Allerdings würde dadurch der Weg erheblich abgekürzt, aber die Gefahren, besonders durch Vereisung des Luftfahrzeugs, dürften sich gewaltig steigern.
Hier tritt die Frage in voller Aktualität auf, ob Flugzeug oder Luftschiff für polare Erkundungsflüge am geeignetsten sei. Die Nachteile des Luftschiffs für diese Zwecke beruhen auf seiner Größe, seiner geringen Geschwindigkeit und seiner verhältnismäßig großen Unbeholfenheit. Durch die großen Dimensionen des Luftschiffs werden die Gefahren der Vereisung in der Nähe der Pole und der dadurch bedingten Herabdrückung auf die polare Eisfläche erheblich vergrößert. Durch die noch immer vorhandene Unbeholfenheit beim Aufsteigen und beim Landen des Luftschiffs ist in sehr entlegenen Gegenden, wie es die Polargebiete nun einmal sind, die Verwendung von Luftschiffen äußerst erschwert. Durch die verhältnismäßig geringe Geschwindigkeit des Luftschiffes endlich, die als Eigengeschwindigkeit im Maximum bisher auf 135 Stundenkilometer geschätzt werden kann, während das Flugzeug bereits eine viermal so große Geschwindigkeit erreichte, steht das Luftschiff auch erheblich dem Flugzeug nach, da die Gefahren der Polflüge mit ihrer Zeitdauer wachsen. Möge die aeronautische Erforschung der Pole diejenige Sicherheit erlangen, die der Sache nützt und keine unnützen Opfer fordert.
Oer auf den Kopf gestellte Darwin.
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Von Erich Gutkind.
Unsere Vorstellungen von der Abstammung des Menschen befinden sich heute in einer bis an die Wurzeln reichenden Umwälzung. Wenn diese neuen Verstellungen schon mehr Allgemeingut geworden wären, so wäre ein Vorgang unmöglich gewesen wie jener berühmte „Affenprozeß" in Amerika, der noch in aller Erinnerung ist. Dort war ja bekanntlich die freidenkerische und monistisch-darwinistische Richtung mit den an der Bibel orientierten und religiösen Parteien auf das heftigste aneinander geraten, und es war erstaunlich, mit wie unzulänglichen Mitteln diese beiden Lager sich bekämpften. Die freidenkerischen Kreise hatten vollkommen übersehen, daß die Bibel schließlich kein naturwissenschaftliches Lehrbuch ist. Und die religiösen Menschen übersahen, daß die Lehren der Bibel mit der modernen Wissenschaft keineswegs so unvereinbar sind, wie es für eine oberflächliche Betrachtung aus sehen mochte. Würde ein ebeffere Kenntnis der neueren Auffassungen in der Biologie vorhanden gewesen sein, so würden beide Parteien bald gespürt haben, wie gegenstandslos im Grunde dieser Kampf ist. Die tiefe Weisheit der Bibel deckt sich nämlich in überraschender Weise mit gewissen Borstellungen, die gerade durch die aller- inodernste Biologie und Paläontologie vertreten ist. Die alte darwinistische Auffassung, daß der Mensch ein allerletztes, spätestes Endprodukt in der Entwicklung der Lebewesen sei, ist gänzlich erschüttert. Vor allem ist eine Bresche hineingelegt in die Grundthese des Darwinismus, daß der Mensch von niederen Wesen, besonders von den Affenarten ab stamme. Der Ton liegt dabei auf dem Wort abstammen. Auch die Bibel lehrt ja schließlich, daß der Mensch in der Reihe der Lebewesen erst zuletzt erschien. Pflanzen und Tiere gehen ihm voran. Aber sie lehrt nicht, daß der Mensch deshalb von diesen niederen Lebewesen erzeugt oder hervor- Utrieben sei, als ihr Produkt. Schon frühere Darwinisten bemerkten die Echwierigkeit, die darin liegt, wenn man den Affen als Ahnherrn des Menschen ansieht. Und man verfiel auf den Ausweg, für Affe uni) Mensch «inen gemeinsamen Ahnherrn anzunehmen, der dem Menschen ähnlicher ei. Es ist deutlich, daß damit die Grundtendenz des Darwinismus erschüttert war. Nämlich die Tendenz, das Höhere aus dem Niederen hervorgehen zu lassen. Erwähnt sei, daß ja auch schon Virchow auf das entschiedenste bestritt, die Affenarten könnten die Ahnherren des Menschen Mn. Nun haben aber diese antidarwinistischen Gesichtspunkte, welche darauf ausgehen, die Abstammungslehre zu überwinden, erst heute völlig zum Durchbruch kommen können.' Diese neue Deutung der Stellung des Menschen unter den übrigen Lebewesen wird vielleicht am großartigsten vertreten durch den bereits weltbekannt gewordenen Münchner Forscher Edgar Daequö. Aber auch der Anthropologe Max Westenhöfer vertritt einen Standpunkt, der ebenfalls auf eine Ueberwindung der alten Mundidee des Darwinismus hinauskäuft. Die vergleichend anatomischen Betrachtungen dieses Gelehrten, besonders über den Bau von Fuß, Kinn, gelenken, Milz und anderen Organen zeigen, daß der Mensch keineswegs (Lvner lenzen Person die gleiche Entwicklung durchgemacht hat, die fein Wrn aufweift. Vielmehr hat der Mensch eine große Reihe von uralten Mmitiven Eigenschaften bewahrt, die von anderen Saugetieren, beson- ihu rDOn längst überwunden sind. In einigen seiner neuesten Ä über den Bau des Beckens hat Westenhöfer gezeigt, daß
ENfch selbst heut noch in bestimmten Eigenschaften den Viersüßlern vom Ä/steht. Man kann daraus den Schluß ziehen, daß nicht der Mensch Bi» out 'en abstammt, sondern umgekehrt, eher der Affe vom Menschen. lelMt • “rten rvären also eine Art Seitenlinie des Menschen, der Mensch j J,''n älteres Wesen. Eine frühere Form. Die Linie, die zum heutigen als ™ n -.^rt, trennt sich also schon zu einer überaus viel früheren Zeit, ^nsühr? o'-hrr annahm, von der Linie, die zu dem heutigen Affen
Richtung laufen auch die neuen überaus umwälzenden i y n9en von Daequ 6. Auch er ist der Meinung, daß der Mensch 1
keineswegs eine nur neuzeitliche Form ist, im Sinne der Erdgeschichte geiprochen, sondern vielmehr eine ungemein alte archaische Form die bis in das Erdmittelalter und Altertum zurückweift. Daeque belegt es durch eine Fülle von Material, durch Hinweis auf Spuren des Stim- auges, durch Gebiß, Hand und anderes. Auch das Embryo des Menschen zeigt ehvas bisher wenig beachtetes, nämlich eine Fülle von Anlagen die spater nicht entwickelt werden, während die primitiveren, mehr tierischen Formen wieder Oberhand gewinnen. Der wirkliche ganze Mensch hat sich also bisher nock nicht richtig durchgesetzt. Der Mensch ist noch nicht recht erschienen. Es gibt in der Natur eine starke Tendenz, bestimmte Eigenschaften einseitig auszubilden, eine Neigung zur „Spezialisierung". Wenn diese Spezialisierung sich sehr stark vollendet, wie z. B. etwa bei den Riesen der Vorwelt, so sind diese Formen dann auch gewöhnlich schon zum Untergang verurteilt. Das eigentümliche des Menschen ist, daß er bisher in dieser Weise noch nicht spezialisiert ist, während die übrigen Tiere solche spezialisierten Seitenlinien des Menschen darstellen. Gleichsam Schlacken, die der Mensch auf dem Wege seiner Entwicklung abgestreift hat. Auch im heutigen Menschen ist die wirklich vollendete Urgestalt des Menschen erst wie veranlagt. Die Menschengestalt steckt also in der biologischen Entwicklung der Lebewesen als das geheime treibende Moment darin. Die Tierwelt haben mir also als unvollkommenen Ableger hinter uns zurückgelassen, wie abgestreift.
Die alte Lehre vom Stammbaum wird also von dieser neuen Biologie sucht aufrechterhalten. Daeque bestreitet, daß man überhaupt bisher jemals solche Stammbaumgabelungen gefunden habe. Das, was so aussteht, ist in Wirklichkeit etwas anderes. Die Natur verfährt nämlich viel sprunghafter, und zwar scheint sie zu allen Zeiten das zu haben, was Daeque die „Zeitfignoturen" nennt. Das sind Stile oder Moden der Natur. So gibt es eine Mode der Krallen, der Panzer, Schuppen, Flügel, Schnäbel und anderes mehr. Diese Stilformen wendet die Natur zu gleicher Zeit an auf Wesen, die in dem „Stammbaum" der Lebewesen Weit voneinander stehen können und nicht das mindeste miteinander zu tun haben. Sie sind gar nicht stammverwandt, sondern haben nur die gleichen „Zeitsignaturen". Es ist, als ob die Natur den Versuch macht, Uebergangsroefen und Zwischenstufen zu schaffen, die sie wieder fallen läßt, um sprunghaft, an anderer Stelle, die Entwicklung fortzufetzen. Die treibende Kraft dieser Entwicklung liegt also gar nicht zwischen den einzelnen Gliedern der Abstammungsreihen, sondern jenseits davon. Der Mensch wäre also mehr in dem biblischen Sinne das geheime, in der Entwicklung steckende und sie treibende Ziel des Aufstiegs der Lebewesen, aber nicht ein bloßes letztes Ergebnis, das man sich sogar vielleicht fortdenken könnte, ohne daß diese ganze Entwicklung davon berührt würde. Man sieht also, daß der Darwinismus hier geradezu auf den Kopf gestellt worden ist. Daeque sagt einmal, daß er im Skelett der Erde nach der Metaphysik des Menschen forschen wollte. Er glaubt zeigen 31t können, daß die alten Mythologien, z. B. etwa die Erzählungen von Drachenkämpfen, keineswegs abergläubische „Dichtungen" seien, die eine kindliche Menschheit aus Angstzuständen gegenüber den Schrecken der Natur geschaffen haben. Diese Mythen sind vielmehr treue Berichte von einem Geschehen, das sich tatsächlich zugetragen hat. Sie schildern uns jene latente geheime Entstehung des Menschenwesens, das sich aus der Naturüberwältigung hervorarbeitet. Die alten magischen Kulturen sind ein Ausdruck dieser Vorgänge. In dieser Umdrehung des Darwinismus reichen sich Mythos und Wissenschaft in sonderbarer und epochaler Weise die Hand.
Mathilde Möhnng.
Roman von Theodor Fontane.
(Fortsetzung.)
Hugo genas, und Ende Februar saß er im Garten in Front von einem Weinspalier, auf das eine warme Frühjahrssonne fiel. Thilde faß neben ihm und las ihm die Zeitung vor, denn es waren die Tage, wo Bismarck ins Schwanken kam. Hugo fing jedes Wort auf und zeigte großes Jnterefle, ergriff aber nicht Partei. „Sie werden wohl beide recht haben", meinte er.
Thilde lächelte. „Ja, Hugo, das bist ganz du. Beide recht. Ich bin für einen."
lieber den Zaun fort grüßten die Nachbarn, die sich schon in ihrem Garten zu schassen machten, und stellten auch Fragen nach seinem Befinden, denn so kurze Zeit er in der Stadt war, so war er doch sehr beliebt, und jeder freute sich feiner Wiedergenesung.
Die Landrätin kam persönlich und klagte sich an: eigentlich sei sie schuld, er habe sich's bei Ostwind auf dem Eis geholt. Und der alte Graf schickte eine große Melone aus feinen Treibhäusern mit einem Billett voll phantastischer Verbindlichkeiten und Ratschläge.
Nach Berlin hin war all die Wochen über kein Wort über die Krankheit vermeldet worden, weil Thisde dem Gejammer der Alten entgehen wollte, und auch jetzt, wo die Genesung im Gang war, schrieb sie nichts von der zurückliegenden schweren Sorge.
Vielleicht unterließ sie es auch, weil sie der Genesung mißtraute, wozu — wie sich bald zeigen sollte — nur zu viel Veranlassung vorhanden war.
Eines Tages, als Hugo wieder in der Sonne saß, schlug das Wetter plötzlich um, ein Schüttelfrost stellte sich ein, und ehe noch der Arzt es seststellen konnte, war es klar, daß ein Rückfall eingetreten war. Er nahm die Form einer rapide fortschreitenden Schwindsucht an, und am zweiten Dfterfeiertage abends trat der Tod ein, nachdem der Kranke Thilde nochmals ans Bett gerufen und ihr für ihre Tüchtigkeit, ihre Liebe und Pflege gedankt hatte. Diese Worte waren ehrlich gemeint, denn die Bedenken einer früheren Zeit waren ganz geschwunden, und er sah längst in Thilde nichts mehr als die rührige, kräftige Natur, die fein Leben bestimmt, und das bißchen, was er war, durch ihre Kraft und Umsicht aus ihm gemacht hatte.


