feer Regel hm — mit einem langen und trübseligen Bericht, tote das Ganze sich zugetragen habe, sondern nur mit den Worten:
Die Bterhältnisfe.
Wieso? fragte ich.
Die Verhältnisse, wiederholte er. Lind mehr wollte er mcht heraus rücken.
Ich sah ihn später am Abend in einem Nebenzimmer der Kneipe, wo man mit Würfeln spielte. Evans hatte verloren. Er war ziemlich betrunken und machte sich nichts aus Geld. Als ich hereinkam, zeigte er mir noch einige Scheine und sagte:
Ich habe noch Geld! Sieh nur!
Einige rieten ihm, das Spiel zu beenden; einer seiner Landsleute, ein Irländer namens O'Drien, meinte, er müsse seine Scheine für Die Eisenbahnkarte brauchen. Das beleidigte Evans.
Nein, Reisegeld mußt du mir leihen, sagte er.
O'Drien schlug es ihm kurz ab und verlieh das Zimmer.
Das reizte Evans. Er setzte all sein Geld auf einmal ein und verlor. Er nahm es ruhig hin. Er zündete eine Zigarre an und sagte lächelnd zu mir:
Willst du mir das Reisegeld leihen? _
Ich war ein wenig benebelt von dem letzten Gesöff, ich knöpfte meine Jacke auf und reichte Evans meine Geldtasche mit allem, was Darin war. Ich tat es, um ihm zu zeigen, wie bereitwillig ich ihm das Reisegeld leihen wollte, und überließ es ihm, zu nehmen, was er gebrauche. Er sah mich an und die Tasche. Eine sonderbare Bewegung zuckte über sein Gesicht, er öffnete die Tasche und sah, daß sie all mein Geld enthielt. Als er mir wieder den Kops zuwandte, nickte ich nur.
Dies Nicken mißverstand er. Er glaubte, daß ich ijjan das Ganze Überließe.
Ich danke dir! sagte er.
Lind zu meinem großen Schrecken setzte er von meinem Geld ein und begann das Spiel von neuem.
Zuerst wollte ich ihn zurückhalten, besann mich aber. Laß ihn erst sein Reisegeld verbrauchen wie er will, dachte ich bei mir. Wenn er aber eine anständige Summe verspielt hat, nehme ich den Rest zurück.
Evans aber verlor nicht mehr. Er war mit einem Schlage wieder nüchtern geworden und spielte bestimmt und schnell. Das Vertrauen, das ihm in Gegenwart so vieler Kameraden erzeigt worden war, hatte ihn umgewandelt. Groh und schweigend sah er auf dem Whiskyanker, der ihm als Stuhl diente, und setzte ein und nahm feine Gewinne an sich. Verlor er einmal, so verdoppelte er das nächstem al Len Einsatz; er verlor dreimal hintereinander und verdoppelte jedesmal, schließlich gewann er das Ganze wieder. Da setzte er einen ganzen Fünfdollarschein auf und sagte, wenn er jetzt gewinne, wolle er aufhalten.
Er verlor.
And er fuhr fort zu spielen.
Nach Verlauf einer Stunde gab er mir meine Brieftasche mit Dem Geld darin zurück; er hatte im Lauf des Spiels genau Rechnung geführt. Er selber hatte jetzt wieder einen Haufen Scheine. Er spielte weiter. Da setzte er plötzlich alles ein, was er besah. Gin Murmeln Der Zuschauer ging durchs Zimmer.
Evans sagte:
Mag ich nun verlieren oder gewinnen, auf halten werde ich jetzt! Er gewann.
/ Evans erhob sich.
Habt die Gute, mich zu bezahlen! sagte er.
Morgen, antwortete der Bankier, heute habe ich nicht so viel, Ich werde morgen schon einen Ausweg finden!
Evans sagte: Gut, also morgen!
Als wir hinausgehen wollten, kamen einige Männer schwerfällig trampelnd in das Zimmer. Sie trugen eine verstümmelte Leiche. Es war O'Drien, der Irländer, derselbe, der sich geweigert hatte, Evans das Reisegeld zu leihen. Er war eben von einem Weizenzug Überfahren worden, beide Deine waren abgetrennt, das eine hoch oben an der Hüfte. Er war schon tot. Er war aus dem Zimmer hinausgegangen und in der Dunkelheit direkt unter die Eisenbahnräber getaumelt. Man legte die Leiche auf die Erde und deckte sie zu.
And dann suchten wir uns eine Liegestatt, wo wir sie finden konnten, einige legten sich in der Kneipe auf den Fußboden. Der Daldresmann und ich fanden ein Lager in der Scheune.
Am Morgen kam Evans in die Stadt hinab.
Hast du dein Geld von dem Bankier bekommen? fragte der Daldresmann.
Noch nicht! antwortete Evans. Ich bin draußen auf dem Felde gewesen und habe ein Loch für unseren Kameraden gegraben.
Wir bestatteten O'Drien ein wenig abseits von der Stadt in einer Kiste, die wir vor einem Hause Wegnahmen. Da die Leiche so kurz abgeschnitten war, reichte die Länge der Kiste Gottlob aus. Wir fangen nicht und sprachen auch kein Gebet, aber wir waren alle versammelt und standen einen Augenblick mit unteren Hüten in der Hand da.
And dann war die Zeremonie beendet...
Als aber Evans fein gewonnenes Geld haben sollte, zeigte es sich, dah der gerissene Bankier verschwunden war.
Auch dies nahm Evans mit derselben Gemütsruhe hin wie alles andere, es schien ihm ganz gleichgültig zu fein. Er hatte in» Dessen noch viel Geld, er konnte feine Fahrkarte lösen und seine Hemden, seine Hose und seine Romane laufen. And da war Evans für den Winter ausgerüstet.
Wir blieben noch bis zum Abend des nächsten Tages in der Stadt. Wir führten dasselbe Leben und tranken die Kneipe leer. Mehrere von den Arbeitern hatten keinen roten Heller mehr, als sie den Ort verließen, und da sie keine Fahrkarte lösen konnten, schmuggelten sie sich in Die Lastwagen ein, wo sie sich in den Weizen
Meine Gräber.
Von Theodor Fontane.
Kein Erbbegräbnis mich stolz erfreut, Meine Gräber liegen weit zerstreut. Weit zerstreut Über Stadt und Land, Aber all in märkischem Sand.
Verfallene Hügel, die Schwalben ziehn. Vorüber schlängelt sich der Rhin, Aber weiße Steine, zerbröckelt all. Blickt der alte Ruppiner Wall, Die Buchen stehn, die Eichen rauschen, Die Gräberbüsche Zwiesprach tauschen. And Haferfelder weit auf und ab — Da ist meiner Mutter Grab.
And ein andrer Platz, dem verbunden ich bin: Berglehnen, die Oder stießt dran hin, Zieht vorüber in trägem Lauf, Gelbe Mummeln schwimmen darauf;
Am Ufer Werft und Schilf und Rohr, And am Abhange schimmern Kreuze hervor, Auf eines fällt heller Sonnenschein — Da hat mein Vater seinen Stein.
Der Dritte, seines Todes froh, Liegt auf dem weiten Teltow-Plateau, Dächer von Ziegel, Dächer von Schiefer, Dann und wann ein Krüppelkiefer, Ein stiller Graben die Wasserscheide, Birken hier und da eine Weide, Zuletzt eine Pappel am Horizont, 3m Abendstrahle sie sich sonnt.
Auf den Gräbern Blumen und Aschenkrüge. Vorüber in Ferne raffeln die Züge, Still bleibt das Grab und der Schläfer drin — Der Wind, der Wind geht drüber hin.
Oer Tod des Jeidhauptmanns Giovanni de Medici.
Don Pietro Aretino*).
3m Jahre 1526 befand sich der italienische Dichter Pietn Aretino in Der Begleitung des berühmten Condottiere Giovanni de Medici, der damals als Generalissimus des Papstes gegen die kaiserlichen Truppen in Ober-Italien kämpfte. Es heißt, dah Giovanni de Medici — als einer der ersten Männer seiner Zeit — die Idee eines geeinigten Italiens zu verwirklichen hoffte. Diese Schilderung M Aretino, verdeutscht von Hans I. R e h f i s H, verdient es, als ein Muster klassischer Reportage, auch heute w gelesen zu werden.
Als die Stunde heranrückte, die das Schicksal mit Gottes I stirnmung für das Ende Des Generals Giovanni de Medici bestimm hatte, befand er sich im Kampf um die Stadt Governolo, wo die kaiserlichen Truppen befestigt hatten. Wir waren gerade ■ der Aufstellung der Artillerie beschäftigt, als ihm eine WuskeM' kugel den Schenkel durchbohrte — dasselbe Dein, das schon durch einen Arkebusenschutz verwundet worden war. And kaum M er selbst seine Verwundung gefühlt, als sogleich Furcht und W®" mut das Heer Befielen und Feuer und Freude in allen ®ers erstarben. Jeder dachte nur noch an sich selbst. Als die Leute griffen hatten, was geschehen war, da wehklagten sie und W dem Geschick, das ohne ersichtlichen Vorsatz ihren edlen und vercileichlichen Feldherm im Beginn großartiger Taten und in größten Not Italiens sterben ließ. Die Hauptleute, die ihn < und verehrten, gedachten unter Tränen, wie er trotz fernes kaum zur Reife gelangten Alters bisher aus allen Anternehmung siegreich hervorgegangen war und sich jeder Schwierigkeit « wachsen gezeigt hatte. Sie trauerten um die Größe feiner iw verwirklichten Gedanken und um seine persönliche Tapferkeit, sie konnten ihre Stimme nicht mehr meistern, als sie davon spr l mit welcher anspruchslosen Herzlichkeit er in allen Dingen un , in Essen und Kleidung nichts als ihr Kamerad hatte sein ®
*) Aus einem Brief an Francesco del Albizi vom 10. Dezc>»^ I 1526 aus Mantua.
verkrochen. Aber Dem alten, bucklichen Koch, Dem Norweger aus Iowa, erging es schlecht dabei. Glücklich und ungesehen war er in den Weizen hineingekommen, da drinnen aber konnte er sich nM ruhig halten, in seiner Betrunkenheit fing er an, mit feiner Weiber- ftimme abscheuliche Lieder zu fingen. Da wurde er gefunden und hinausgeworfen. And als das Männlein durchsucht wurde, hatte er so viel Geld, daß er mit Leichtigkeit eine Karte für uns alle hätte lösen können, der Schurke!
Wir zerstreuten uns nach allen Himmelsrichtungen. Der eine Norweger kaufte sich eine kleine Schießbahn in einer Stadt in Minnesota und der Koch zog gegen Westen an die Küste des Stillen Ozeans. Evans aber geht sicher noch in seinen seidenen Hemden umher und streut Geld mit vollen Händen aus. Leden Sommer iß er in der Prärie und erntet Weizen, und jeden Winter liegt er in Den Wäldern von Wisconsin und schlägt Holz. Das ist nun einmal fein Leben.
Ein Leben, das vielleicht eben so gut ist tote jedes andere.
®egentoa begangen mich, schl Böhnchen ollen spü schäft stri bolle Zu Bett und geliebten jeder Zw vergleiche, von Arbi chu glaul 'M vom und tvürk bei Kräfte obends r tt mich, j mnzuschläf ms er eri Eer bin Me Des, aß lehre weiß!" Düsternis vsm Einpf J Men
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