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fcen bedachtsamen S)eiligen des Paduaner Altars. Ein« besondere Inten- erlangt feine Darstellung prophetischer Charaktere jenseits der g-benshöhe aber voll brennenden Geistes. Sie treten schon früher in i-inem Werk auf, das allerdings in seiner Gesamtheit ein Werk der Life ist; denn erst als 26jähriger tritt Donatello mit Bedeutung heroor. Inter den Propheten, die in hoher Ausstellung am Glockenturm des Domes dem Blick schlecht zugänglich sind, befinden sich Derschiedene, die LÄ die porträtmähige Unmittelbarkeit der Erscheinung das besonders Vermögen des Meisters zur Bildnisplastik verraten, wie fein ganzes Men überhaupt, etwa im Gegensatz zu M a s a c c i o, mehr zum Individuellen als zum Typischen hinneigte. Ein überragendes Tonportrat seiner Hand, der Niceolo da Uzzano des Bargello, trägt seinen Ruhm
Charakterbildner allein in alle Zukunft.
Wir sprachen schon davon, daß der Frau im Werke Donatellos eine einfeitige Bedeutung zufällt. Sie taucht als blühende Jungfrau, die um Ues Streiters Leben zittert, in dem frühen Relief mit Georgs Drachen- foinpf auf, verwandelt sich für kurze Zeit in die Maria der Verkiindi- ,nng von S. Croce zum erwartungsvollen jungen Weibe, um mft der «eiligen des Londoner Museums in dunkles Sinnen zu geraten, um Mehlich als Judith zu furchtbarer heldischer Tat heranzuwachsen und Jls Maria Magdalena bei lebendigem Leibe zu vertrocknen und zu er- (tarren. Der erbarmungslose Ernst, den Donatello diesen Gestalten zu- inutete, hastet auch seinen zahlreichen Madonnenreliefs an, in denen das Verhältnis zwischen Mutter und Kind schlicht und erdnahe, doch ohne Zugeständnis an die Lieblichkeit der Szene gestaltet ist.
Außer als Deuter der menschlichen Gestalt war Donatello groß als Schöpfer ornamentaler Architekturformen wie als Bildner symbolischer liere im Wappenlöwen von Florenz und den Evangelistensymbolen der Antoniuskirche. Eine Betrachtung für sich erforderte seine schier unübertreffliche Begabung als dramatischer Regisseur. In dieser Eigenschaft mie auch in feiner Einzelsorm unterscheidet er sich weltenfern von den «{fälligen Arrangements feines Konkurrenten Ghiberti. Seine un- bebingte Wahrheitstreue im Verein mit einem sicher beherrschten Schön- beitsbrang und fundamentalen plastischen Empfinden ließ ihn zu einem Sünftter werden, der allen Zeiten, auch der unseren, gehört.
Oie Geburt des Gases.
200 Mann auf 200 Morgen.
Von Heinz Medefind.
Man sollte glauben, es sei Sonntag. Der Portier hat zwar Dienst. Er öffnet das Tor für den Wagen. Aber der nächste Mensch, den man aus der langen Hosstraße trifft, ist der Portier am anderen Ausgang. Und drüben am Tegeler See, nach einer Fahrt von anderthalb Kilometern öffnet der dritte Pförtner den Eingang zum Kohlenschuppen Von Arbeitern hat man nichts gesehen. Siegt das Werk still?
Es ist neblig. Oben bei den Kränen erblickt man nicht viel vom See. Das Gaswerk Tegel hat sich von ihm seinen eigenen Hasen abgetrennt. Ls liegt kein Kahn darin. Irgendwo in Spandau soll eine Schleuse nicht passierbar sein. Die Kohlenzufuhr stockt. Was macht es? Der Speicher ist 600 Meter lang und 50 Meter breit. Er ist so groß, daß man ihn nicht absehen kann; er ist mit Nebel angefüllt. Sein Inhalt reicht für Monate.
An ihm entlang ziehen sich zwei Seile. Hoch in der Lust. Karren hängen daran. Sie laufen plötzlich langsam aneinander vorbei. Das Maschinenhaus tausend Meter weiter braucht Kohlen. Also doch kein ifciertag.
Das Werk hat fast 600 Arbeiter. Sie sind auf drei Schichten verteilt. 200 sind immer da. Aber sie sind über eine Fläche von 200 Morgen Troße verstreut. Auf jeden Morgen ein einziger Mann — kein Wunder, daß man niemanden sieht.
Die ersten begegneten uns im Kreuzgang unter dem Speicher. Wie ein riesenhafter Klösterkeller mit Rundgewölben. Das schwäche Licht fallt an der einen Seite herein und wirft die Schatten der Pfeiler auf die Erbe, auf die Geleise der Lorenbahn. Hier unten zapft man dem Speicher ab, was man gebraucht; — die Kohle.
Sie rollt am Drahtseil über die Straße hinüber zum Ofenhaus. Niemand auf dem Hof. Und im Hause? — Niemand.
Alles ist still. Die eigenen Worte klingen überlaut in dem langen hohen Raum. An den Wänden: Rohre. Weite und enge. Und in der Mitte des Riesenbaues: die Oesen. Fast bis zum Dach ragen sie hinaus. Eine eiserne Tür liegt neben der anderen in Brusthöhe.
Es ist nicht heiß im Ofenhaus. Man spürt kaum einen Unterschied der Temperatur, wenn man von draußen hereinkommt. Oben ^allerdings, ms den Oefen, schlägt einem warme Luft entgegen. Es riecht ein wenig Mrs. Nach Teer. Es soll gesund fein für die Lungen.
lieber Eisentreppen stieg man heraus. Aus Eisenplatten steht man. Spürt man etwas von der Glut, die unter ihnen sein muß, durch die Schuhsohlen? — Nichts. Nur wenn man näher an die Reihe der Eisen- tkppen herantritt, die in Abständen von einigen Dezimetern die Oefen von oben verschließen, merkt man die Hiße. 1200 Grad sind drinnen, vier außen über ihnen vielleicht 30 bis 40. Wenn man ganz nahe kommt, M:rden es mehr sein. Man kann es nicht schätzen. .
Die Oefen innen sind in Glut. Es vollzieht sich ein Prozeß dann. We wird ausgeglüht. Nachher ist sie nur noch Koks. Sie hat ihren Mkelschwarzen Glanz verloren und mit ihm — das Gas. -
Bin chemischer Prozeß, der durch die Glut sich selbst erledigt. Nach °>»er Zahl von Stunden ist er vollzogen. Genau einen halben Tag bauert er hier. „ , „
Alls zwölf Stunden kommen die Arbeiter. Sie öffnen die Oefen. Sie Meeren sie. Sie beschicken sie. Das ist die Arbeit. Sie ist nicht leicht.
. Dbsn stehen zwei mit langen Stangen. Einer reiht den Verschluß Esnes Rohres auf, das zwei Meter von der Eisenklappe entfernt ift, die j । Kammer oben verschließt. Ausströmendes Gas entzündet sich mit I ?ulem Knall am Sauerstoff der Luft. Die Glut beleuchtet den Mann, Mnc Arbeit tut.
Der andere öffnet die Tür der Kammer. Hohe gelbrote Flammen, schlagen heraus, züngeln durch die Luft.
Unten im Hause hört man ein Poltern. Man hat die Rückseite des Ofens aufgerifien. Ein Kran hakte unter ein Gewicht, das diese hintere Tür verschließen half. Die glühende Masse drängt heraus, fällt mit Getöse in einen der Steinbunter. Ein hoher, breiter Wagen, auf dem der Kran steht, schiebt sich auf Längsschienen über die Glut, verdeckt sie. Im gleichen Augenblick zischt eine Brause unter dem Wagen. Dicker Dampf bringt von unten herauf und schwebt durch das Gestänge des offenen Daches in die Luft. — Unhaltbare Kalorien — verlorene Kraft.
Und gegenüber, vor den Oefen, stehen wieder zwei. Auch sie öffnen eine Tür. Auch sie sind von der Glut beleuchet. Auch sie bedienen einen Wagen, der auf Schienen von einer Kammer zur anderen fährt. Elektrische Kraft drückt einen Stempel in den Ofen hinein und schiebt den glühenden Koks vor sich her — nach hinten. So bleibt kein Rest. Die Kammer ist leer.
Oben wird sie neu gefüllt. Auch hier ein Wagen auf Laufschienen. Donnernd fallen die Kohlen durch die schmale Deffnung. 4, 3 Tonnen. Sie brennen, kaum daß sie die glühenden Schamottwände berührt haben. Dicker beißender Qualm bringt hoch, erfüllt bie Lust, berußt die Arbeiter.
So wird Rohr auf Rohr aufgerissen. So ertönt ein Knall nach dem anderen, dröhnt die glühende Masse in die Bunker, zischt der Dampf, rattert die Stoßmaschine, züngeln die Flammen durch die offenen Deckel. So leert und füllt man Kammer auf Kammer. — Eine schwere Arbeit. Sie dauert für eine Abteilung eine Stunde. Und eine Stunde später ist die nächste Osenreihe „reif". So geht es Tag für Tag, Nacht für Nacht. — Es ist kein Feiertag — es gibt keinen Feiertag.
Zahllose Rohre sind mit heißem Gas gefüllt. Sie laufen zusammen In einen dicken Hauptkanal. Hunderte von Metern führt dieser bas Rohprodukt weiter. Es wird gesaugt und slieht durch Kübel und durch Kessel. Es wirb gekühlt und gewaschen. Teer und Ammoniakwasser losen sich, Naphthalin und Zyan fallen ab. Ein langer Weg, der den letzten Rest von überflüssigen Stoffen ausscheiden läßt. Zuletzt den Schwefel.
Diesen in trockenem Prozeß. Eine rote Erde (Fachausdruck: Raseneisenerz) in riesigen Kästen, die in der Erde liegen, in vier Etagen über« einandergeschichtet, entzieht den Schwefel. Bis sie grau und grün wirb. Bis sie reif wirb für bie Schwefelsäure-Fabrik.
Das Gas fließt in bie Gasometer. Von hier in die Stabt, durch bie Straßen, in die Häuser.
Die „Abfallprodukte" aber werden weiter verarbeitet. In Tegel, in einer Ecke der 200 Morgen, steht die Schwefelsäure-Fabrik. Ein Haus aus rotem Stein, mit roten Fenstern. Ein Haus, das auch innen in jedem Winkel rot verstaubt, ist: Raseneisenerz. Grau und grün kommt es hinein. Dunkelrot verläßt es den Ofen.
An einem runden hohen Zylinder ist eine Galerie. Daraus steht ein Mann. Alles an ihm ist rotverstaubt, die Kleider, bie Mütze, das Gesicht, die Hände. Ob seine Lungen ebenso aussehen? Er spürt nichts mehr von dem Hustenreiz, der uns befällt, als wir das Haus betreten. Eine schweflige, kratzende Luft.
Hinter den Oefen ein riesenhaftes Bassin aus Bleiplatten — von der Erde bis unters Dach. Kein Stück Eisen würde sich hier halten. Die Säure würde es zersressen.
Und weiter geht der Prozeß. Die rote Erde geht zurück, ins Gaswerk. Die Schwefelsäure fließt hinüber zur Ammoniak-Fabrik — fünfzig Meter entfernt. Ein neuer Vorgang. Ammoniakwasser und Schwefelsäure, auf chemischem Wege vereinigt, ergeben schwefelsaures Ammoniak, hochwertigen Stickstoffdünger. Zentrifugen rühren einen weißen Brei. Hohe Zylinder stehen da. Treppen, Geländer, Menschen — alles weiß verstaubt. Das Ofenhaus der Gasanstalt ist ein Salon gegen diese Fabrik. Ein neuer Geruch macht sich bemerkbar: Ammoniak. Auch er reizt die Atmungsorgane. Man spürt ihn noch Stunden später.
200'Mann auf 200 Morgen. Man sieht nur selten einen. Hier und da bei den Maschinen, bei den Oefen, im Kohlenspeicher, vor den Koksbergen. Drei Fabriken auf einem Riesengelände. Sie arbeiten mit einem Minimum von Personal. Ihre Arbeit ist ein chemischer Prozeß. Er erledigt sich von selbst. Man sollte glauben, es sei Sonntag.
Dunkle Blätter.
Aus dem Taschenbuch eines deutschen Ingenieurs.
Von Max E y t h.
(Fortsetzung.)
„Ist es nicht eine Nacht wie geschaffen für unsre Märchen?" sagte Halim endlich, bie heiße Kaffeetasse an ben Mund führend. „Aber Sie haben keine Schoara* und namentlich keine Scheherezade. Man muß bas von Kinicheit an kennen. Sie entbehren Diel, bie armen Leute Ihres Westens."
„Die ganze Welt scheint mir heute ein Märchen", sagte ich und überließ mich ungeniert der eigenen Träumerei. Ich wußte, daß Halim dies ganz in der Ordnung sand. , , . m _
.Märchen erzähle ich nicht", begann er wieder nach einer Pause. „Das ist Frauenweise. Aber was bas Schicksal um uns wirkt und webt, klingt oft ganz wie ein Märchen. Das können sich auch Männer erzählen; oollenbs in der Nacht des Verhängnisses. — Wie, Rames, wir sind boch nicht zu El Dogan gekommen!"
„Weiß ich, was ich erzählen barf?" murrte Raines.
„Er traut Ihnen nicht", lachte Halim. „Schabe, bah Sie ein Ungläubiger sinb, Herr Eyth", fuhr er halb im Scherz, halb im Ernste fort. Sie oerbienten, Allah, ben Einzigen, mit uns zu greifen. Manchmal, in Paris, in Wien, selbst in Kairo stecken Sie mich an mit Ihrem Räsonieren mit Ihrem sogenannten Denken. Hier, zwischen Wüste unb Meer wird es uns wieder klar: Es ist nur ein Gott, Herr Eyth!
* Die zünftigen Geschichten- unb Romanerzähler in Aegypten heihen i Schoara, Schoer im Singularis.


