Donatello.
Von Wilhelm B o e ck.
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®ie Musik bat aufgehört, die Kerzen im Nebenzimmer sind verlöscht. --Meine Frau kommt heraus, schaut in meinen Weinlrug und lacht, Du ^bleibst noch auf?
3a, ich will noch lesen: Ossian.
Sie geht, aber ich lese keinen Osstan. Ich sitze still und fühle dre Mi- Knuten entgleiten. Ich überschaue träumend d;e hundert Erinnerungen, dre in dieser Stunde mich besucht haben. So viele Tage, so viel Abende, so viel Stunden, so viel Aächie — und alles zusammen rstnoch lange kein Viertel meines Lebens. Wo sind die andern? Wo sind die tausend Tage, die tausend Abende, die Millionen Augenblicke, an die mto) nichts mehr mahnt, die nimmer aufwachen und mich ansehen können? Vorbei, dahin, ^And^dieser^Abend?^Wo wird er bleiben? Wird er irgend einmal wieder erwachen und mir gegenwärtig sein und mich laut und sehnlich an ein vergangenes Damals mahnen? Ich glaube nicht, ich glaube, er Lird morgen oder übermorgen vergangen und tot sein und n-ewieder- kommen. Lind wenn ich heute nicht gearbeitet und mich gemuht hatte und ein kleines, kleines Stück vorwärts gekommen Ware, so sänke morgen oder übermorgen dieser ganze Tag, dies gegenwärtige Heute, rmrettbar ins Bodenlose, zu den vielen begrabenen Tagemvon denen ich nichts mehr weih. Freilich wäre es ungerecht, in einem Menschenleben nur die unvergessenen Tage zu zählen. Das stille Wachsen, das unbewußte Reisen, ebenso wie die unansehnlichen Stunden bescheidener, langsam fortschreitender Arbeit sinken unvermerkt und unbeklagt hinunter, und wo spater unser Gedächtnis nur eine Reihe blasser, irgendwie vergangener, wert- los gewordener Wochen und Monate sieht, da war vielleicht die Zeit der Empfängnis und Vorbereitung für unverlierbare Lebensguter. Aber ohne Höhepunkt und ohne unauslöschlich sich eingrabende Momente wäre doch das Leben mir undenkbar. Schon jetzt weih ich für richige Feierabende nichts Edleres und Wohltuenderes, als ein stummes Gespräch mit den Schatten aller jener Augenblicke, die, in Wohlsein oder Schmerz das alltägliche Mah überschreitend, sich als reise Fruchte schien und nun zeitlos und immer gegenwärtig meine Schatze und meine Freunde sind. Wie erst wenn ich alt sein werde? Woher anders kann lenes milde leis wärmende Glück eines schönen Alters kommen, als von einem randvoll gefüllten Gedächtnis solcher Momente?
Wem es nicht gegeben ist, nut der groben einseitigen Leidenschaft eines vom Dämon berührten Schicksals blind und glühend durch ein nie rastendes Leben zu stürmen, der tut wohl daran, sich zeitig in der Kunst der Erinnerung, vielleicht der ersten aller Künste, zu üben. Die Kraft des Geniehens und die des Erinnerns sind eine von der andern abhängig. Geniehen heiht, einer Frucht ohne Rest eine Süßigkeit enipressen. Und Erinnerung heiht die Kunst, einmal Genossenes, nicht nur sesizuhalten, sondern es immer reiner auszusormen, es goldiger und tieftoniger zu machen. Jeder von uns tut das unbewußt. Er denkt an seine Kinderzeit und sieht dabei nicht mehr ein Wirrwarr von kleinen Geichehen, sondern die zur Phantasie gewordene Erinnerung spannt selig blaue Himmel über ihm aus und mischt das Andenken von tausend Schönheiten zu einem ungetrennten, mit Worten nicht zu erschöpfenden Lustgefühl.
Indem so bas Rückwärtsschanen die Genüsse entfernter Tage nicht nur wiedergenieht, sondern jeden zu einem Sinnbild des Glückes, zu einem Sehnsuchtsziel und Paradies erhöht, lehrt es immer wieder neu geniehen. Wer einmal weih, wie viel Lebensgesuhl, Warme und Glanz er in eine kurze Stunde pressen kann, der wird nun auch die Gaben ,edes neuen Tages möglichst rein und restlos und unverdorben ausnehmen wollen. Und er wird auch dem Leid gerechter werden: er wird einen groben Schmerz ebenso lauter und ernst zu kosten versuchen. Denn er weih, dah auch das Andenken dunkler Tage ein schönes und heiliges Besitz- tum ist.
Wählen wir zu einem kurzen Ueberblick über das Werk des Meisters einmal den Weg, die Figuren nach ihrem Lebensalter zusammenzufassen. Do beginnt de/ Zug mit einer unbändigen vielköpfigen Herde teifoge aoffener teils ftulpierter Putten, angefangen mit den fnsch-frahucyen kleinen 'Musikern von der Bekrönung des Taufbrunnen- in Sieno un ihrem größeren Bruder, dem prallen, aufgeweckten Amor des -Barjeno mit den herabhängenden Beinkleidern zu dem bacchischen . auf den Wänden der Sängerkanzel im Dommufeum, wo die kmd ch Ekstase in ihrer ganzen Harmlosigkeit und Wildheit zugleich ersafo ÜO und den musizierenden Englern des Paduaner Hochaltars die Hingebung an ihr Geschäft zeigen und mit ihren Körpern Künder ,yr- Töne geworden sind. Das Knabenalter hat Donatello in emem J«» I des Täufers im Bargello interessiert, wo der nachdenkliche Kopf und Di unentwickelten Körperformen lebhaft mit der eleganten Lassigke nahen David kontrastieren. Knaben, sind auch die merkwürdigen M°P ten tatuetten am Domportal, die frühesten Arbeiten Donatellos, wahre die gleichfalls aus Stein gehauenen kühnen Jüngling-siguren des M mordovid und des stolzen St- G-org 'M Bargello Stufen sein r s u^ Entwicklung von gotischer Linienführung zum gegliedertenAufoau Renaissance vorführen. Wie andersartig nehmen sich neben dem i scheu jungen Krieger zwei Büsten ,ugenblicher Heftiger, des Lorenzo^, der Sakristei seiner Kirche und des Täufers in Berlin aus ruhig fcheidene oder fanatisch begeisterte, jedenfalls vorwiegend seelisch ange » Naturen. Findet der Georg seine männliche Reife in der mach « Ucberwindergestalt des ©attametata, so die jugendlichen Geistesmem
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Die Bildhauerei der italienischen Renaissance blickt auf drei große Toskaner als die weitaus überragendsten Schöpfer ihrer monumentalen Werke. Das find in drei verschiedenen Jahrhunderten drei Meister: der jugendfrische Giovanni Pisano, der kräftige Donatello und der altersweise und gewaltige Michelangelo. Ihre Kunst ist wie mit Felsblöcken aufeinandergeschichtet; jeder steht auf den starken Schultern des andern, ohne von ihm gekannt zu sein, ohne auch den Luck nach ihm zu senken, der geradeaus in eine bewegte Weite geht. Der große Meister von Pisa, dessen bedeutendste Schöpfung im Dome seiner Stadt steht hat zuerst die Freude am Material seines Marmors empfunden, rote seit der Antike kein anderer vor ihm. Ihm ist es gelungen, in den allegorischen Gestalten seiner großen Kanzel den kalten Stein zu schillernder Blute zu bringen und den keuschen Formen seines Meißels eine weltlich berückende Sinnlichkeit mitzugeben. Michelangelo jucht sich ihrer im Streben nach höchster sittlicher Vollkommenheit und in Verachtung aller materiellen Reize wieder zu entledigen. Er hört ein schweres Geläute aus der Tiefe, das ihn zum Grübeln zwingt und ihn an fein Grab denken laßt. Er will nicht mehr die Materie erglühen lassen und schmucken, er entreißt ihr zornig das Letzte, das sie nicht hergeben will.
Zwischen beiden steht D o n a t e l l o, der Mann und Kampfer; fruchtbar und vielseitig, ohne Nachgeben auf irgendeinem Felde seiner Tätigkeit, steht er als der größte Vertreter eines unendlich reichen Jahrhunderts, der sogenannten Frührenaissance, vor unfern Augen. Wie vielerlei hohe Begabungen auch diese Epoche hervorgebracht hat — nur denken nur an Mcftaccio Quercia, Botticelli —, die bahnbrechende Bedeutung Donatellos für die gesamte italienische Kunst ist von keinem dieser weniger all;eilig ausgeftatteten genialen Meister übertroffen worden .
Entsprechend seiner Stellung zwischen den Altern vermischt sich in Donatello verschiedenstes Empfinden, wie es teils (einen reifen Mannesjahres zukommt, wie es aber auch noch jugendreicheren Formen, tue in feine Tage hineinragen, entspricht oder wie es das ©retjenalter tief- dringend hervorholt. Jünglingsgestalten von einem so knospenhaften Reiz, daß ihn die zartesten Romantiker der Epoche nicht mit ihren Pmsel-
schöpsungen überstrahlen konnten, finden sich neben asketischen Gelehrten und wild entflammten Propheten, Krieger und Politiker neben empfindsamen Künstlergestalten, demütige und heroische Frauen neben ausge- zehrten Büßerinnen. Und um das ganze Lebensdrama ziehen urgesunde, im Tanz verschlungene Putten ihren dichten Kranz, während im Hintergründe wenige Lichter ein dunkelblaustrahlendes, schwermütiges Relief der Madonna erhellen. Ja, wollte man wirklich das ganze Figurenwerk Donatellos zu einem großartig aufregenden Lebenstheater vereinigen, es gäbe keine Figur der Lebensbühne, die sich nicht von einem feiner Helden darstellen ließe. Ausgenommen das junge Mädchen, die Gegenspielerin zu dem jungen David; doch vereinigt eigentlich der David ftlbst ihre Vorzüge und Schönheiten mit seinen männlichen Eigenschaften. Man könnte sehr wohl annehmen, daß er auch eine weibliche Rolle nut viel Grazie durchsührte. Ist auch bei weitem nicht die gesamte künstlerische Hinterlassenschaft Donatellos in feiner Vaterstadt Florenz vereinigt, so kann man doch nur dort ein Bild von seiner umfassenden Persönlichkeit in ihren tausend Verzweigungen erhalten. Im Bargello, dem heutigen Nationalmuseum, ist der große Saal seinem Werke gewidmet, in zahlreichen Kirchen und Sakristeien der Arnostadt sind Arbeiten seiner Hand, -teils in Marmor, teils in Bronze oder Ton zu finden. Sie sind alle mit kräftigen Wurzeln in der ernsten Eigenart ihrer Hüterin Florenz verankert und aus der Problematik ihres persönlichen Lebens zu verstehen. Donatellos Kunst ist in erster Linie der Heimat geweiht, auch er hat wie so viele Kinder des toskanischen Bodens keinen Versuch gemacht, sich dem Banne des tatfrohen heimischen Milieus zu entziehen. Aber er, der nicht nur dem harten Felsen des Marmors, sondern auch der zähen Sprödigkeit der Bronze und der weichen Terrakotta künstlerisch gerecht wurde, verschrieb sich, auch nicht einseitig den Bedingungen der Florentiner Art. Seine rauhe Brust liebte es auch, die dumpfere Luft Oberitaliens und ihre weicheren Düfte zu atmen, und nächst Florenz ist Padua die Erbin seines Schaffens geworden, der das mächtige Reiterbrld des Gattamelata und die Großbronzen vom Altar der Antoniuskirche verblieben. Doch hat er sich auch in der Fremde immer als Florentiner gefühlt, wie kein rechter Mann und Künstler je seine Abkunft gan$ verleugnen tann Unb am wenigsten einer, der wie Donatello, aus den tieferen Schichten des Volkes zum Bewußtsein emporgetaucht, an den Leiden und Freuden feiner Standesgenossen von einst auch noch als berühmter Künstler ehrlichen Anteil nahm, der die äußeren Interessen ferner Lebensführung vollkommen hinter die Sorge für seine Mutter, die ihm, schon 40 ahrig das Leben geschenkt hatte und als Achtzlg>ahnge bet ihm starb, zuruckstellfe. Erst nach ihrem Tode entfernte er sich 1432 auf längere Zeit von Hause ■nt einer Vtotnfahrt, auf der er mit dem grohen Architekten B r u ne l le schi zusammen die antiken Denkmäler der Papststadt studierte. Auch sein etwa zehnjähriger Aufenthalt in Padua und tue dortige Errichtung der Gießhütte fallen in die Spätzeit seines Wirkens.
Aus seiner Herkunft und ihren Forderungen an den strebsamen Geist, sich zur inneren Freiheit und zum Lichte zu entwickeln, über die starren Hindernisse des gesellschaftlichen Lebens durch das Gerne zu siegen laßt ich Donatellos Schaffen zum großen Teil erklären. Er hat nicht wie Mantegna feiner Persönlichkeit durch ein unerbittlich ehrgeiziges Streben Geltung verschafft, noch wie B o t t i c e l l i sich Zuneigung und Gunst der Welt durch ein versonnenes und einschmeichelndes Wesen erworben, bei ihm ist alles klar und ehrlich, ohne Zagen und Ungestüm, aber von einer Festigkeit, die allemal Erfolg verheißt. Ebenso starke Naturen sind auch die Menschen seiner Schöpfung, ihr Wachstum fest und stetig, sie sind alles eher als künstliche Gebilde, sondern in Empfindung und Stil durchaus naturverwandt. Ihre großartige Ursprünglichkeit und Reinheit hat nichts mit Höfischkeit und künstlerischem Raffinement zu tun rote! es balb in die italienische Renaissancewelt eindrang. Die formen- und sittenstrenge Generation der Bahnbrecher, zu der Donatello gehörte mußte noch u hart mit der Materie ringen, um in der künstlerischen Beschäftigung ein scbünes Spiel der Phantasie sehen zu können. Doch ging auch ihre Seh - sucht wie die alles Künstlertums vom grausamen Ringen zum wünsch? losen Besitz. Und auch der nur auf das Hohe und Ernste gerüstete Sinn Donatellos flog gar manchmal aus dem vom Arbeitsform erfüllten Atelier zu den ungetrübten Festen ewig heiterer Menschen. Dieser elemeu- fore Drang zu Schönheit und Lust spricht deutlich aus einem Te.l einer insbesondere jugendlichen, Figuren. Ja, der schon erwähnte David hat n diesem Sinn etwas geradezu Ergreifendes, wenn man mit ihm etwa d zumeist düsteren Apostelgestalten der Sakristeitur von S. Lorenzo ver


