Ausgabe 
4.4.1930
 
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die Portionen

nur einen ein-

Recht war. Er

er

verteilte. ,

Das war nun wieder ein Unglück, wenn es auch

Koch ihn nicht niederschlägt.

Greely springt auf und trennt die Gegner.

Schämt ihr euch denn nicht. Daß ihr euch nicht schämt."

Frederick ist noch beim Essen und beruhigt sich wieder. Mit Gar­diner wird er ein anderes Mal abrechnen. Das nimmt er sich vor.

Alles wäre gut gegangen, wenn Henry Ruhe gehalten hätte, aber ist futterneidisch, obwohl er doch nicht zu kurz gekommen ist.

Dann will ich auch noch eine Portion."

bis zum Hütteneingang Er glaubte es wohl nicht, daß die Jäger das Walroß nicht mitgebracht hatten. Vielleicht wollten sie das fette Fleisch Sergeant"Gardiner war so erregt, daß ihm die gefüllte Suppenschale aus den zitternden Händen siel. Die Flüssigkeit zischte und verdampfte in den Flammen.

leinen betraf.

Roderik stieß ihn beiseite.

Gierschlung! Es reicht so schon nicht aus.

Der arme Gardiner! Er wußte, daß Schneider im Recht war. Er hatte keinen Anspruch auf eine zweite Portion. Er kauerte sich wieder hin und blickte reihum. , .

Alle Gesichter starrten ihm feindselig entgegen. Jeder kannte des Sergeanten Gedanken. Es war eine stumme Bitte: gebt mir doch von eurer Mahlzeit ab! Charles Henry, der Gardiner nie hatte leiden mögen, fletschte die Zähne und soff mit wenigen Zugen die heiße Suppe aus, daß er sich den Gaumen verbrühte. . ,

Trotzdem gut o! Jetzt brauchte er dem andern nichts abzugeben. .

Brainard und Lynn aßen stumm und sahen an Gardiner vorbei.

Nein, sie verstanden ihn nicht. Greely schüttete von seiner Portion die Hälfte in Gardiners Schale und Israel teilte auch.

Da waren die andern froh, daß sie nichts abgeben mußten, von diesem Spülwasser, das Schneider für ein sättigendes Mittagsmahl erklärt hatte.

Henry sah zu, wie Gardiner gierig in der Schale löffelte. Lockwood hatte von ihm einmal behauptet, daß er schmutzige Augen hatte. Man verstand nicht recht, was er damit meinte. Schmutzige Augen! Jedenfalls hatte Henry wenig Freunde, denn er war mißgünstig und hinterhältig. Er spottete gern über andere und tat es ohne Gefahr, denn ferne be- : drohliche Kraft fürchteten alle.

Es war unnötig, daß ihr ihm etwas abgabt", sagte Henry.Er hat mehr als ihr alle! Meinst du, ich weiß nicht, wo du deine Vorräte V versteckt hältst, Gardiner?"

Henry triumphierte.

Was sollte der Streit! Selbstverständlich hatte sich Gardiner ge- - legentlich ein paar Bissen vom Munde abgespart, Brocken alten Zwie­backs und Brot. Das taten alle. Und bei keinem geschah es aus Gier, i Jeder sammelte ein wenig für den Geburtstag, um die Kameraden ein­zuladen. Und diese Brocken über die täglich geringer werdende Ration bedeuteten dann ein Festmahl, weil der Magen stundenlang weniger

Warte bis zum Abend", sagt Schneider.

Ihr habt alle gesehn, daß Gardiner zwei Mahlzeiten bekam."

Es war der Komandeur, Henry ..."

Der Kommandeurl Der Kommandeur!" höhnte Henry.Wenn Greely satt ist, kann er leicht abgeben."

Schweig, Henry!"

Greely steht mit geballten Fäusten vor Henry und seine Schläfen sind slammendrot.

Scher' dich hinaus! Hörst du!"

Henry wartet lauernd. Keiner der Gefährten steht ihm bei. Da duckt er sich und geht. Langsam. Und lacht.

Du brauchst dich nicht zu wundern, Greely, wenn die Leute auf­sässig werden", sagt der Arzt.Es ist ein Unsinn, uns alle langsam ver­hungern zu lassen. Gib das Depot frei und teile jedem seinen Anteil zu. Lieber noch vierzehn Tage mit vollem Magen leben und bann ver­recken, als dies langsame Verhungern."

Einige knurren zu Dr. Pavys Worten Beifall.

Gib wenigstens jedem einen Becher Rum, daß sie diesen elenden Tag verschlafen können."

Wir werden den Rum noch nötig brauchen."

Wer etwas will, soll sich melden", sagt Greely und steht da mit entsichertem Revolver.

Da schweigen sie alle.

Selbstverständlich war auch Gardiner ein Hamster und sein Versteck - war leicht zu erraten. Kisten und Kasten gab es ja nicht.

Gardiner lachte verächtlich.

Hast du etwa nichts beiseite gebracht, Henry? Wie?"

Henry hatte erwartet, daß die anderen ihm beistimmten. Ihr stumpfes Schweigen beleidigte ihn. Oh, so leicht wollte er sich nicht zufrieden geben. Er wurde aufsässig.

Weshalb gießt du denn deine Suppe ins Feuer?"

Ich weiß nicht, wie es geschah."

Hast vielleicht Rum gesoffen."

Du!"

Rum hast du auch. Du mußt besoffen sein, wenn du den Eßnaps nicht halten kannst."

Laßt doch das Streiten!"

Frederick hat mich angestoßen. Da geschah es."

Der Koch Frederick fauchte empor.

Weshalb lügst du?"

Gardiner hat einen neuen Feind und muß sich wehren, daß der

Gardiner riß den Behälter aus der Glut und hielt ihn Roderik Schneider nochmals hin, der heute gekocht hatte und d'7 . ,nnn

Sie roiffen es ja, daß der Alte recht hat.

Und Dr. Pavy lächelt vor sich hin.

«

In der nächsten Nacht wurde im Provianthaus eingebrochen. Raub­tiere konnten es nicht gewesen fein, denn ein Faß mit Schiffszwieback war kunstgerecht geöffnet und nachlässig wieder geschlossen worden. Es ehlten auch einige Speckstreifen und Alkohol. Brainard entdeckte den Diebstahl und meldete es.

*

Das war etwas Neues, Unerhörtes. Ein Dieb befand sich unter ihnen. Ein Sieb! Sie Hütten ihn getötet, wenn sie gewußt hätten, wer es war.

Greely hatte zuerst Brainard in Verdacht, denn er war der em- zige, der zum Proviantlager Zugang hatte. Die Versuchung, sich heim­lich Lebensmittel anzueignen, war groß und eine strenge Kontrolle un­möglich. Es hätten Wochen vergehen können, ehe der Betrug entdeckt werden konnte. Nein. Brainard war bestimmt unschuldig.

Der Einbruch war während der letzten Nacht geschehen. Und Brainard brauchte sich nicht heimlich davonzuschleichen, während die an­deren schliefen. Er hatte die Möglichkeit zu jeder Stunde. Auch, daß er den Diebstahl sofort anzeigte, sprach für seine Unschuld.

Die Aussichten, den Täter zu entdecken, waren nur gering, trotzdem mußte Greely alles versuchen, ihn zu stellen, denn die ganze Mann­schaft befand sich in einem Zustand der Raserei.

Haltet ihr das für möglich, Kameraden? Ist wirklich solch ein Hundsfott unter uns, der sich den Bauch vollschlägi, während wir hungern?"

Wer hat denn Wache gehabt. He?"

Gardiner fragte und blickte Henry lauernd an.

Keiner hat Wache gehabt. Selbstverständlich. Das Soldatenspielen ist vorbei. Und uns wird hier keiner stehlen. Uns nicht."

Henry rauchte ruhig feine Pfeife und lächelte.

Meinst du mich etwa, wie?"

Dich? Hab' ich was gesagt?"

Möcht' ich dir auch nicht geraten haben, mein Junge."

Denkt euch das! Während wir uns hier in den Schlafsäcken ver­graben, schleicht sich solch ein Lump davon und plündert das Magazin. Sicher hat er noch viel mehr gestohlen, wie ich ihn kenne ..."

Wen kennst du denn?"

Man hat seine Gedanken."

Dann rede doch! Vielleicht weißt du genau, wer es war."

Gardiner ballte die Fäuste.

Frag doch Lockwood, ob ich mich auch nur geregt habe. Wir schlafen ja zusammen."

Lockwood. Vielleicht hast du ihm abgegeben. Da schweigt er auch."

Lockwood konnte sich im Augenblick nicht verteidigen. Er war mit dem Kommandeur, dem Arzte und Kislingbury draußen. Sie hielten Kriegsrat ab, was geschehen sollte.

Jens Edvard war mit Schneider und Lynn bei den Eislöchern, um Wasserflöhe zu fangen, d.ie man Krabben getauft hatte, nur um den Ekel beim Essen zu überwinden, sie mit der Suppe hinunterzuschlucken.

Wenn der Bursche hier unter uns fitzt," sagte Henry bösartig,und man könnte es erfahren, der kann die Hände nicht mehr zum Beten falten. Das sage ich euch, Leute."

Wen? Wen?"

Jeder kann es gewesen fein. Jeder."

Meinst du vielleicht auch der Alte?"

Ich habe nichts gesagt."

Der ober der Doktor. Hunger haben wir alle."

Habt ihr denn keinen in Verdacht?"

Was meinst du, Israel? Bist ja so schweigsam!"

Ich glaube es überhaupt nicht, daß etwas gestohlen worden ist." Hört euch den an. Traust es wohl niemand zu?"

Nein."

Oh, wie sie alle miteinander spielten und sich gegenseitig belauerten, ob sich denn niemand eine Blöße gab und sich durch Zufall verriet. Elison saß jetzt auch aufgerichtet, trotz seiner furchtbaren Schmerzen und hielt seine rechte Hand, die nur noch Stumpf war, empor. Dr. Pavy hatte sie amputieren müssen. So war er nur noch das armselige Wrack eines Menschen. Er starrte mit gläsernen Augen reihum.

Erschießen müßten wir ihn. Erschießen. Das sage ich."

Wenn ... wenn ..." . ,

Wenn ich's mir recht überlege, möchte ich jetzt sagen, daß ich heute nacht etwas gehört habe."

Was denn?"

Ich lag und konnte nicht schlafen. Wie immer. Ja, irgendwer hat sich heute hinausgeschlichen."

Hast du ihn nicht gesehn?"

Nein. Aber ich will es beschwören."

Auch nicht als er zurückkam?"

Zurückgekommen ist er nicht." .

Hört euch den Unsinn an!"

Es fehlt doch keiner von uns."

Sag's dem Alten!" .

Der Kommandeur sollte jeden einzeln fragen, und wer mcht an. warten kann, der ist's gewesen."

Oder wer heute mittag am wenigsten ißt."

Gelächter.

(Fortsetzung folgt.) ___

Drrantwortlich: Dr. Hans Thyrivt. Druck und Derlag: Brühl'fche UniverfitätS-Buch- und E«ei ndruckerei. R. Lange, ©tßcn*

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