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röckchen des französischen Balletts, — kein Mensch fragt nach Verona. Und man spürt: jeder dieser Tanzschritte hat seine Geschichte. Hier wäre dämm, billige Ironie loszulassen, — es beutet nur eben alles auf ein nnberes Kunstempfinden als das unsere. Was hier volkstümlich ist und nttaemein verstanden und geliebt wird, erscheint uns als Mißbrauch. Aber damit ist nichts Wesentliches über Recht und Unrecht gesagt. Mitten jn dramatischen Vorgängen, in der Höchstspannung des Konflikts ergötzt man lick an der hochgehobenen Primadonna, an einem Ensemble mit zierlichem leberreichen von Blumensträußchen, an den Männern, die wie Nijinski m die Höhe springen und dabei mit den Füßen umeinanderwirbeln (sonst kann man nur an Fliegen, die sich die Beinchen putzen, eine ähnliche Bewegung sehen). Das Schönste aber ist folgendes: endlich treten die Personen des Dramas wieder auf, Capulet, Julia, Graf Paris, der Mönch goren3o — und ehe die Haupttänzerin am Arme des Hauptspringers die Bühne räumt (scheinbar widerwillig), macht sie vor seiner Hochwürden, dem Mönch, ein tiefes, ebenso kokettes wie respektvolles Kompliment. Ich hotte gedacht, die Tänzer würden unbemerkt und ein wenig schamhaft verschwinden. Aber nein, noch im Abgehen riskieren sie einen kühnen Ver- uch, sich mit der Haupthandlung in Verbindung zu setzen. Mit all ihrer dekolletierten Balletthaftigkeit komponieren sie sich ins tödlich ernste Stück ün. Die Verbeugung heißt gleichsam: Seht ihr, ich bin völlig legitim hier mit dabeigewesen, ich verstecke mich nicht... Die Stilmischung von hosmannsthals „Ariadne auf Naxos", hier aber nicht als A'.isnahmesall, sondern zum Tagesgebrauch.
Rhodos, die Ritterburg
Von Dr. Leonore Kühn.
Sti, durch das griechische Inselmeer immer weiter nach Süden und Osien sährt, roo die klassische südliche Vegetation und der Typus von Bewohnern und Bauten sich immer mehr mit den Elementen des auf« lösenden, formloseren Ostens zu mischen beginnen, der erlebt bei der Landung in Rhodos aus der gleichnamigen Insel eine große lieber« raschung. Angesichts der kleinasiattschen Küste mit ihren unendlich ein« amen, wild und großartig aussteigenden Randgebirgen ragt dort, an der Rordostspitze der Insel plötzlich eine gotische Stadt mit ihren Zinnenmauern md klobigen Türmen gegen den klarblauen, sonnendurchblitzten Himmel -riesige Wälle, zum Teil in zwei- und dreifachem Ring, dunkle Torwege, tief6 Gräben, über den mächtigen Toren reich verzierte Wappen und gotische langgestreckte Gestalten unter kunstvollen Baldachinen, wie wir sie von unseren Kirchenportalen kennen. Und wenn nicht einige nadelspitze Minaretts mit umlaufender Galerie sich in das Bild mischten und in den freier gelegenen Vorstädten schneeweiße Häuser und Kuppeln zwischen Palmen und dunklen, blankblättrigen tropischen Gewächsen aller Art das typische Bild einer südlichen Landschaft gäben, so würde man sich im äußersten Westen oder Norden Europas glauben, etwa in einem englischen Castle oder einer der klassischen gotischen Städte Frankreichs oder einem deutschen, mittelalterlich romantischen Städtchen.
Das ist Rhodos, die Stadt der Iohanniterritter und zugleich eine durch eine glückliche Abgeschiedenheit in ihrer Bauweise noch erhaltene, so Seroaltige und umfängliche gotische Festung, mit allem, was dazu gehört, wie sie tatsächlich in Europa an keiner Stelle mehr erhalten ist. Und daß in dieser Stadt sich ein buntes orientalisches Treiben entfaltet, wenn auch gedämpft und gemäßigt von westlicher neuer Zivilisation und alter Kultur, daß pechschwarz verschleierte Türkinnen und Mohammedanerinnen aller Völkerschaften, daß Männer mit Turban und Kaftan oder Griechen mit jaläger Hose, blauer Tuchweste und Schärpe hier einherwandeln, Bäuerinnen mit weißem Schleierkopftuch und schöngestickten Üeinenkleidern, Neger und nußbraune Kreter neben städtischen, italienischen und griechischen Samilien, — das macht dieses Bild noch seltsamer und farbiger. An dem gotischen Marktplatz, überragt von der Castellcmia, dem Rathaus vom palastartigem Gepräge, herrscht das Treiben eines Bazars; in den anstoßenden Straßen werden Stoffe aus Persien, Parfüme des Orients, kunstvolle Metallarbeiten und Lederarbeiten feilgehalten. Die Straßen der Sattler, wo die mächtigen hölzernen Maultiersättel mit buntem Leder und Metallbeschlag zierlich geschmückt werden, die Werkstätten der Tischer, der Kupferschmiede und anderer, in geordneter Reihe, erinnern uns allerdings daran, daß auch in Deutschland einst jedes Gewebes seinen bestimmten Sitz hatte und die jetzt sinnlos gewordenen Straßenbezeich- Mngen einst einen praktischen Hintergrund hatten. Aber ein Blick auf me verfallene, dämmerige Moschee, wo sich jetzt Händler mit köstlichen Eppichen in echt orientalischer Gelassenheit ausbreiten, erinnert wiederum wtan, daß wir hier vor der Pforte des Orients stehen und die blendende vonnenfülle und liebliche idyllische Heiterkeit dieses glücklichen Himmels- jtriches ist sehr fern von jedem nordischen oder auch nur europäischen Lebensgefühl.
Rhodos hat schon im Altertum durch seinen herrlich gelegenen Athena- Miel in Lindos, durch blühende Kunstfertigkeit und Handel und durch ws .eine der „sieben Weltwunder" der Alten, den Koloß von Rhodos, «mhmheit erlangt — eine 34 Meter hohe Statue des Sonnengottes am Wn, nach deren Trümmern man neuerdings wieder forscht. Es wurde oor einiger Zeit von dem Plan eines deutschen Tiefseeforschers berichtet, k!!>, ™l}nite Kolosfalstatue, über deren Lage man bestimmte Vermutungen durch Photographie unter Wasser feststellen zu lassen und alsdann > heben. In den an solchem Plan doch jedenfalls interessierten Museums- »Jen ln Rhodos selbst war aber bis vor kurzem noch nichts außer den w.„,"Tbnotizen darüber bekannt, und wie von zuverlässiger Seite aus 6rma?et autet'. W die italienische Regierung auch über das Stadium von ffabc*ner solchen Aktion noch nicht herausgekommen. Die antike Itanh'f. Koloß breitbeinig über dem Hafeneingang von Rhodos bafc k,. Uv ohnehin nicht aufrechterhalten lassen. Aber auch die Version, IfäWins Meer gestürzt sei, ist zweifelhaft, da vielmehr eine 7. djridjt besagt, die auf Land gefallenen Erztrümmer seien im t 71rt ""ch Christus auf 900 Kamellasten von einem arabischen 6ler forttransportiert worden.
Rhodos hat feine Blütezeit aber von Anfang des 14. bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts erlebt, unter den Johanniterrittern, den Rhobifer- rittern, welche durch zwei Jahrhunderte hindurch dort ein Bollwerk des Christentums gegen den Islam bildeten. 1310 waren sie von Cypern vertrieben worden, nachdem die Zeit der Kreuzzüge diesen geistlichen Orden, auch mit praktischen Zielen — Krankenpflegeorganisationen und andere Vereinigungen tragen noch heute ihren Namen — in Palästina hatte entstehen lassen. 1522 mußten sie die Stadt der Türkenherrschaft — auf lange Jahre hindurch bis in die Neuzeit — übergeben, und wichen selbst 1527 nach Malta, wo eine zweite glänzende Periode ihrer Herrschaft sich entfaltete.
Die Stadt Rhodos erhielt ihr heutiges Gepräge von diesen geistlichen, ritterlichen Herrschern; überall sieht man das zackige Johanniterkreuz, überall sind die Namen der Großmeister — aus allen Nationen — verewigt. Denn in einer übernationalen Idee hatten sich hier die Engländer, die Franzosen, die Spanier, die Italiener, die Niederländer zusammengefunden; jede hatte ihre „Herberge", jede hatte ein Stück der Mauern zu verteidigen und zu betreuen — so etwa die klobige, gedrungene „Porta d’Emery d’Amboise", von zwei riesigen Rundtürmen flankiert, die „italienische Bastion", die „spanische Bastion" usw. Ganz besonders schön ist die ebenfalls von zwei mächtigen, mit gewaltiger Zinnenkrone geschmückte Porta Marina, die von einem der Haupthäfen in das Gewimmel der inneren Stadt führt, oder die schön geschwungene Porta St. Katarina, die durch weiträumige Plätze, von schönstem Zinnenkranz noch umgeben, in die neuere, von den Italienern seit ihrer offiziellen Besitzergreifung (1924) erbaute Vorstadt führt. Bereits 1912 war Rhodos durch sie besetzt worden — für die wesentlich griechische Bevölkerung der Insel, die unter der Türkenherrschaft eine Art kulturelle Autonomie besaß, eine große Schicksalswende. Doch ist die Insel aus echt orientalischer Verwahrlosung ohne Zweifel jetzt durch italienischen Unternehmungsgeist zu neuem Aufschwung gebracht.
Neben den ernsten gotischen Palästen und mächtigen mittelalterlichen Befestigungen, neben den zierlichen Moscheen und malerischen Friedhöfen der Türkenzeit steht nun am östlichen Hafen — Rhodos hat jetzt noch zwei Haupthäfen — ein schmuckes, schneeweißes neues Viertel von umgrünten Villen und recht schön auf den sonstigen orientalisch-gotischen Stil abgestimmten Regierungsbauten, Schmuck- und Nutzbauten. Ein südlicherer Bruder des venezianischen Dogenpalastes, mit Spitzbogen-Portikus auf untersetzten Pfeilern ist jetzt am lachend blauen Oft-Mittelmeer dort erstanden; eine zierliche Kirche für die Bedürfnisse der neu hinzu- gekommenen römisch-katholischen Bevölkerung, Klubhaus und Gartenanlagen, wo sich beim Korso mit Musik die ausfallend schönen Frauen von Rhodos auch blicken lassen, geben dem Stadtbild ein neues, heiteres Gepräge; an dem nahen Badestrand ist aber ein Riesenhotel entstanden, das schon von ferne dem Ankommenden entgegenleuchtet. So macht sich, auch durch die tadellosen Landstraßen der Insel, neue Regsamkeit überall geltend.
Das Museum, im einstigen großen Hospital der Rhodiserrttter eingerichtet, zeigt heute eine herrliche Sammlung der von aKerältefter bis zu neuester Zeit reichenden Kunstschätze, — die Majolikateller von Lindos, der älteren Schwesterstadt von Rhodos, wie auch die einheimischen Stickereien sind ja ein hochgeschätztes Objekt der Sammlungen aller Länder.
Aber hinter dem neuesten Rhodos Italiens, hinter dem türkischen Rhodos der Moscheen und Friedhöfe und bunten Brunnen und dem gotischen Rhodos der Ritterzeit, ja hinter dem klassischen Rhodos der Antike, das erst 408 v. Ehr. erstand und durch seine Bildhauerkünste (Laokoongruppe) wie seine Rednerschule berühmt war, liegt noch jene unermeßliche Strecke frühhistorischer und prähistorischer Kultur der Insel, bezeugt durch köstliche Gefäße und interessante Reste von Grab- und Kultstätten. Die Insel Rhodos, reich an landschaftlicher Schönheit, von nahen Nachbarreichen, wie Kreta, befruchtet in ihrer Kultur und an der Schwelle zum Orient gelegen, hat zu allen Zeiten die Völker angezogen und reiche Anregungen in eigenartiger Weise verarbeitet. Die Verbindung von West und Ost macht noch heute den hochromantischen Reiz des wunderschönen Stückchens Erde aus.
Oie schwarze Spinne.
Erzählung von Jeremias Gotthelf.
(Fortsetzung.)
Den Jammer jenes jungen Weibes, welches das Kind gebären sollte, wer will ihn ermessen? Im ganzen Hause tönte er wieder, ergriff nach und nach alle Glieder des Hauses, und Rat wußte niemand, wohl aber, daß dem, mit dem man sich eingelassen, nicht zu trauen sei. Je näher die verhängnisvolle Stunde kam, um so näher drängte das arme Weibchen sich zu Gott, umklammerte nicht mit den Armen allein, sondern mit dem Leibe und der Seele und aus ganzem Gemüte die heilige Mutter, bittend um Schutz um ihres gebenebeiten Sohnes willen. Und ihr ward immer klarer, daß im Leben und Sterben in jeder Not der größte Trost bei Gott sei, denn wo der fei, da dürfe der Böse nicht fein und hätte keine Macht.
Immer deutlicher trat der Glaube vor dessen Seele, daß, wenn ein Priester des Herrn mit dem Allerheiligsten, dem heiligen Leibe des Erlösers, bei der Geburt zugegen wäre, und bewaffnet mit kräftigen Bann- sprüchen, so dürfte kein böser Geist sich nahen, und alsobald könnte der Priester das neugeborene Kind mit dem Sakramente der Taufe versehen, was die damalige Sitte erlaubte; bann wäre bas arme Kinb der Gefahr für immer entrissen, welche bie Vermessenheit ber Väter über ihns gebracht. Dieser Glaube stieg auch bei den anberen auf, unb der Jammer des jungen Weibes ging ihnen zu Herzen, aber sie scheuten sich, dem Priester ihre Pacht mit bem Satan zu bekennen, unb niemanb war seither zur Beichte gegangen, und niemand hatte ihm Rede gestanden. Es war ein gar frommer Mann, selbst die Ritter des Schlosses trieben keinen Kurzweil mit ihm, er aber sagte ihnen bie Wahrheit. Wenn einmal bie Sach» getan fei, so könne er sie nicht mehr hinbern, hatten bie Bauern gedacht; aber jetzt war doch niemand gerne ber erste, ber es ihm sagte, bas Gewissen sagte ihnen wohl, warum.


