Ausgabe 
1.12.1930
 
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Danziger Brief.

Oer Schlund.

Roman von Alfred Bock.

(Fortfetzung.)

Die Reumüllerin schob den Kopf vor. Ihre Blicke durchbohrten den Lehrer.

... »Ehnder man eins mit Haut und Haar verroppt, soll man's zweimal Horen. Haben Sie schon mit der Kampmann gesprochen?"

Noch nicht", antwortete der Lehrer.Es besteht aber kein Zweifel, daß sie allein die Schuldige ist!"

Die Neumüllerin schlug eine Lache auf.

Und der Bankert ist unschuldig wie ein neugeboren Kind. Gelle? Kommen Sie mir doch net mit den faulen Fisch!'Meine Sag ist: Der Apfel fällt net weit vom Stamm. Wann's gilt, ein Frauenzimmer zu bedrecken, da seid ihr Mannleut gleich bei der Hand. Sie haben's net für nötig gehalten, alleweil werd ich die Kampmann fragen."

Der Lehrer zuckte die Achseln.

Das bleibt Ihnen unbenommen, Frau Schüttler. Wie ich gesagt habe morgen am Tag hat sie das Dorf zu verlassen. Es ist eine barmherzige Schwester aus Bochum da. Die nimmt sie mit."

Bon Wilhelm B o e ck.

*.2>e«ei*t^lC, Jine5 künstlerisch geschlossenen Stadtbildes tritt uns bei

den ersten Schritten die vom Wall ins Innere von Danzig führen, i vas man im uvvaaemn überrnfrfwn'h^r 1 ^ur<$ ci» i.cheint sich das Schöne in I tung untersteht. Es will

überraschender Fülle erhalten zu haben. Wie in dem Hause der Urgroß- ' ...

eitern, die man nie gekannt hat, fühlt man sich in dieser Stadt auf­genommen. Eine familiäre Stadt! Wer noch gleich Chodowiecki an den Haufern der Heiliggeistgasse entlang suchen könnte nach dem Haus, das die Freuden der Kindheit umschließt! Doch genug der Beischlagromantik, » s I'ch hlnZugeben spater immer noch Zeit sein wird. Vorläufig will ich te^18$bobotlt?r<fis Wünsche teilen, den auch persönliche Angelegenheiten nach Danzig reisen ließen und der dann von Kunstgenuß zu Kunstgenuß getrieben wurde. ä D

. Zwar die privaten Sehenswürdigkeiten, denen er vor allem nachging, sind bis auf geringe Reste auseinandergelaufen, nur die Häuser selbst buten in stattlicher Anzahl nach wie vor ihre teils prächtigen teils ori­ginalen Fassaden und bereiten eine Zufriedenheit, wie sie sonst nur der Eigner gut rentierender Liegenschaften empfindet. Wer gestern von den Backsteinzmnen der Marienburg geschaut hat, dem kommt es heute vor als sei er von rauher Gebirgshöhe in ein Land friedlichen Gedeihens herabgestiegen. Man glaubt solch selbstbewußten Reichtum auf deutschem »öden sonst nur in Nürnberg oder Augsburg angetroffen zu haben: die sprichwörtliche Erinnerung an Venedig stellt sich ganz ungewollt ein. Doch sieht man durch die Fenster in die Häuser hinein, so gewahrt man owe lastende dunkle Geschichte, wie sie kaum eine der genannten Handels­städte bis auf den heutigen Tag so trübe erfahren hat. Nicht die Heiter­keit, die auf den venezianischen Gewässern schaukelt, weder Nürnbergs Witz noch Augsburgs Ueppigkeit sind in Danzig zuhause, ein liebens­würdig tatkräftiger, schweigsamer Ernst regiert an der Ostsee. Er versagt sich dem Suchenden nicht, aber er läßt feine Tore nicht offen stehen.

So geht es einem mit der Marienkirche: Man läuft lange darum herum auf der Suche nach einem offenen einladenden Platz, aber es gibt feinen, rings wird sie von Häusern dicht geschützt. In ihrem Innern dann welche Höhe, welche Weite, die der unternehmende hochfliegende Kauf­mannsgeist auch im Hause seines Gottes wollte. Die Vielheit der kost­baren Ausstattung bedrängt durch die handwerkliche Vollendung; ein Meisterwerk das große Taufbecken aus Mefsingguß und fein schweres I marmorgetragenes (Bitter, eine Offenbarung Meml i ng s Jüngstes I Erficht, im ehrlichen Seekrieg von den Florentinern erbeutet. Wie im I Märchen muß man da jedem, der hierher reift, noch nachrufen: Aber I vergiß das Beste nicht!

Wo findet man anderswo Kirchen, die zugleich dergestalt Museen I sisid, will man nicht an St. Lorenz ober St. Sebald in Nürnberg denken. I

Marien, Johannes- und Katharinenkirche, was für eine imponierende I Trinität! Und da ist der Übrigen noch nicht gedacht, an denen z. T. die I architektonische Erscheinung die inneren Schätze Überwiegt, so bei der I Trinitatiskirche mit ihren eleganten Giebeln. Sieht man schon überall I in den Kirchen Hauben und Perücken in ihren krausgeschnitzten reservier- I ten Sitzen geistern, so wird man die Lebenswecker aller Herrlichkeiten in I den Bauten ihrer täglichen Wirksamkeit überhaupt nicht mehr los. Scheu | umwandelt man erst dreimal den schwarzen Neptunbrunnen, ehe man I ben Artushof mit seiner nichtssagenden Außenseite betritt. Hätte ich nicht I genau gewußt, daß noch viel Besseres kam, ich hätte mich in der Ein- I gangsdiele des Nebengebäudes mit dem ersten Vorgeschmack Altdanziger I Kunstgewerbes weit länger verweilt, als mir gut war. Betritt man von I ??rt aus die große Halle, die sich wiederum frei und groß auf starken, I Ichmalen Granitsäulen wölbt, so gerät man im hellen Lichte des Raumes ! in tagfrohes Staunen über das energische Selbstbewußtsein derer, die I

Friedkn von R°eskilde'A>i!gen. «u bem ästigen . auch in nüchterner Gegenwart ihre Geschäfte im Hanse des Glanzes

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dem König 5riebri6 9BU9be m IV1 A 'hrem unberührten Erbe ein so reizendes Museum zu stiften! Wie felbfb

ber Sc nölte rung erworben ba te^ e fa aftrSarTn ^nra/n bTat3 unb h/ute wie erwählt, daß man die holländischen

ext, mnn »xrr rata^rophalen Folgen sind bekannt. I Kachelofen und venezianischen Kristalleuchter. die enalischen Berliner

persönlich glaube im Gegentesi ännbk°lßabOrheit3be3U$ibretmorf3e5rf?9fnpt Uffb ®-l$enef Porzellane, bie seidengestickten Porträts und Duellpistolen ist geordnet nach Maß 9Zabl und Grolls m P^elwortes Alles alle m ihrer kulturvoll abgestimmten Umgebung vom Ende des 18. Jahr- Wandel" Darum lebne Gesetze sind ohne I Hunderts mit Blumen, Schmetterlingstapeten und Stukkaturen, die selbst

Zufall ab Die ßufrfuX ?er°bc auf Grund historischer Studien den I im Backraum nicht fehlen, betrachten darf. Der Festspeisesaal' dehnt sich A ks gegeben' ih^l? erkennen ü6er Hermann wohlig durch die ganze Breite der drei Fensterachftn!

I In den oberen Schlafräumen kann man bann allerhand Praktisches I bemerken: einen durchaus neuzeitlichen Krankentisch, einen Toilettentisch, I der in ein Lesepult verwandelt werden kann und dergleichen. Schwer 1 sofvut man sich beim Herabsteigen auf steilen Treppen von dem in bie Diele uberhangenben Teestübchen, einem allerliebsten gläsernen Vogel- bauer. Man muß nun wohl daran denken, ins Museum zu gehen, an bas man im Uphagenhaus gemahnt wird, weil es der gleichen Verwal-

Einern nicht ganz gemütlich scheinen, nach alledem

ein JJtufeum aufzusuchen, das sich obendrein in einem alten Kloster angesiedelt hat. Die Beklemmung weicht auch noch nicht, solange man an den antiken Gipsen vorbeipassiert, die sich im Kreuzgang' seit am genug ausnehmen. Erst der Helle mittelalterliche Saal mit den' barlachi- fajen Holzfiguren eines Paul genannten Meisters nach 1500 löst die Befangenheit und fesselt jeden Sinn. Gepackt geht man im ersten Stock von einem kunstgewerblichen Raum zum andern, an Danziger und Elbmger Möbeln entlang, um Fayencen und Porzellane herum, bleibt vor dem Fensterschrank mit deutschen Gläsern und einer signierten Emailbose Chodowieckis unb schließlich bei ben warmleuchtenben Bernsteinarbeiten stehen. Sie finb zum Teil mit Elfenbeinschnitzereien belegt; bie Erzeug- ntffe bes Nordens und Südens haben sich harmonisch zusammengefunden. Doch ich vergesse der Silberschmiedearbeiten zu erwähnen, unter denen Zunftabzeichen der Kahnführer unb besonbers eine zauberhafte Signal­pfeife vom Anfang bes 16. Jahrhunberts hervorragen. Die feine Mu- feumstultur, bie hier geschickt Provinzielles zwischen den anerkannten Schätzen zu verbergen weiß, hat im Obergeschoß alte Gemälde (Pieter be Hooch, Gerhard Sou!) mit umsichtig ausgewählten modernen Bildern, Plastiken und Plaketten sowie beachtlicher Graphik in würdigen und anmutigen Sälen vereinigt.

Ich beginne zu fürchten, daß ich euch langweile, indem ich euch den Mund wässerig mache nach Dingen, die ihr doch nicht schmecken könnt. Darum will ich auch nicht mehr von bem Spaziergang an der Mottlau von den abwechslungsreichen Toren, deren jedes eine selige Ueberraschung ist- von dem Prachtbau des oielgiebeligen Zeughauses erzählen. Nur um eines muß ich euch noch bitten, den unbeschwerlichen Anstieg auf den Hagelsberg mit mir zu machen, wo man eine unvergleichliche Aussicht auf Stadt und Weichsel hat. Man fühlt sich zu stummer Dankbarkeit veranlaßt, wenn man die Abendsonne den kräftigen Kirchtürmen bren» nenbe Farbe entlocken sieht, ober bemerkt, wie ben grauschwarzen Wolken hier unb da ein Strählchen entfällt und sich in die ruhende Landschaft