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Angriffen der Presse, die weit über das Maß der Kritik hinaus- ainq besaß das Kabinett keine Waffe. Gerichte, Gelehrte und Schrift- »elle'r standen durchaus auf Seiten der Opposition, und die Beleidigungslagen, die die Minister gegen die Zeitungen anstrengten, endeten stets mit einem Freispruch. „Nie ist eine so frech angegriffen« Regierung Wertster verteidigt worden", erklärte Villele. Der Zustand war unhaltbar von allen Seiten sehnte man ein'Ende herbei. Karl X. wählte den radikalsten, aber gefährlichsten Weg: er löste die Kammer auf. Die Neu- Mhlen aber brachten den vollen Sieg der Opposition. Auf den Straßen herrschten die Geheimbünde, deren Mitglieder sich ohne Scheu zeigten, rebellische Rufe ausstießen, das Kaisertum oder die Republik leben liehen. Barrikaden und kleine Zusammenstöße waren die Vorzeichen des kommenden Sturms.
Der König versuchte vorzubeugen und berief die gemäßigte Regierung Martignac, die oppositionellen Professoren wie Guizot wieder die Auf- mhme der Vorlesungen in der Sorbonne erlaubte, gegen die Jesuiten einschritt und die Gesetze in liberalem Sinne reformierte. Diese Regierung wollte das Beste, wollte die Idee der Restauration für alle Zukunst fettigen, wollte ein wirklich freiheitliches und konstitutionelles Königtum der Bourbonen. Aber diese Regierung verfügte über keine Macht, da an der Spitze ihrer Gegner — der König selbst stand, der gegen seine Minister wühlte und intriguierte und den Augenblick ihres Sturzes herbei- sthnte. Das Parlament aber übersah nicht den Ernst der Situation und wußte nicht, daß nach dieser Regierung eine Auseinandersetzung mit dem König beginnen mußte, die die Revolution bedeuten würde. Als die Kammer leichtsinnig und unüberlegt die Regierung Martignac zum Rücktritt zwang, war die Restaurationsepoche praktisch vorbei. Am Hofe jubelte man, in den revolutionären Lagern jubelte man auch, aber in den Reihen der liberalen Partei begann langsam Entsetzen und Furcht vor dem, was lammen mußte.
Als der König die Regierung des Fürsten Polignac ernannte, schrieb der „Globe" über dies Ministerium: „Die Jntrigue hat es vorbereitet, die Willkür hat es gebildet; sein Amtsantritt schneidet Frankreich entzwei: drüben der Hof, hüben die Nation." Und das Journal des Debats", das sich niemals den scharfen Ton der oppositionellen Presse angeeignet hatte, rief jetzt aus: „Unglückliches Frankreich, unglücklicher König!". So dachte man in ganz Frankreich, so dachte Europa. Die verschiedensten Mächte warnten KarlX. vor dem Wege, den er jetzt einschlug und an dessen Ende nur der Staatsstreich stehen konnte. Selbst Metternich, der leidenschaftliche Gegner des Liberalismus, meinte: Ein Staatsstreich würde die Dynastie zugrunde richten."
Aber die Dinge gingen ihren harten Gang. Von beiden Seiten her war kein Aufenthalt mehr möglich. Die Katastrophe mußte beginnen, an deren Ende zumindest der Untergang der Dynastie, wenn nicht gar die Republik stand. Als das verkörperte Gewissen der revolutionären Vergangenheit stand in der Mitte aller Unruhen und Leidenschaften die greise Gestalt Lasayettes, des letzten Helden der großen Revolution. Ihm huldigte das Volk, wo er sich zeigte. Die republikanischen Studenten grüßten ihn als ihren Führer, ohne daß Lafayette selbst bestimmte politische Ziele verfolgte. Aber es war ein seltsames Gesetz der Geschichte, daß sie sich ihre wirkungsvollen Symbole schafft, wenn sie sie braucht, und Lasayette war das wirkungsvollste Symbol der kommenden Revolution.
Im Hintergrund hielt sich die Partei des Herzogs von Orleans, deren Ziel «s war, den Herzog Louis Philippe, diesen zugleich „liberalen und nationalen" Prinzen an die Spitze des Staates zu bringen. Der Herzog selbst fühlte sich zu sehr durch verwandtschaftlich« Beziehungen an Karl X. gebunden, um irgend etwas für seinen Sturz zu unternehmen. Aber der ttuge Diplomat Talleyrand, 1>ie jugendlichen Journalisten Thiers und Armand Carrel, die gemeinsam mit Mignet bi« Zeitung „National" Herausgaben, kämpften für den Wechsel der Dynastie.
Noch vollzogen sich di« Kämpfe auf den alten Schauplätzen: im Parlament, in beji Zeitungen, in den rebellischen Straßen. Aber auch das Parlament nahm eine "Sprache gegenüber dem König an, wie sie wohl nod) nie in einer Monarchie gewagt worden war. Der König drohte den Abgeordneten: „Wenn verbrecherische Ränke meiner Regierung Hindernisse bereiten sollten, die ich nicht voraussehen will, so würde ich in meinen Entschlüssen, den öffentlichen Frieden zu erhalten, im gerechten Vertrauen der Franzosen und der Liebe, die sie ihren Königen immer bewiesen hoben, die Kraft schöpfen, sie zu beseitigen." Aber die Kammer nahm diese Herausforderung an und antwortete dem König in einer Adresse, die ihn zu der Ueberzeugung brachte: es gibt keine Ministerfrage mehr, sondern die Monarchie selbst steht in Frage.
Vergeblich war die Hoffnung des Hofes auf das erfolgreiche Algier- lluiernehmen, fein militärischer Sieg konnte die aufgeregte Nation noch interessieren. Der König versuchte noch einmal das alte, radikale, maßlos Sesührliche Mittel der "Auslösung der Kammer. Aber auch diesmal Der- jtartten die Neuwahlen nur die Opposition, die Situation wurde von •wg zu Tag unhaltbarer.
, Äm 26. Juli 1830 unternahm Karl X. den Schritt, der in der Form une königliche Verordnung war und praktisch den Staatsstreich bedeutete, r erließ „Die Ordonnanzen", durch die die Pressefreiheit aufgehoben, die MMmer aufgelöst, das Wahlgesetz geändert, und die früher wegen ihrer mischen Gesinnung entfernten Staatsräte wieder in ihre Aernter ein« Wtjt wurden. Diese Ordonnanzen bedeuteten die Aufrichtung des Absolu- isimis, und ihm gegenüber blieb nichts als Gewalt.
Von Schritt zu Schritt ging man den Weg der Gewalt. Zunächst protestierte Thiers im Namen der Pariser Presse gegen die Verhängung Cit Zensur. Noch waren die Straßen ruhig. Die heißen Julitage lockten ??5 V?.sk ins Freie, und nur vor dem Volk halten die Machthaber Angst, w s "onig selbst war in Sl. Cloud, verbrachte die Tage in lächelnder k-7’ ernannte aber doch vorsichtshalber den General Marmonl zum uperbefehlchaber der Pariser Truppen.
ln nächtlicher Stille bereitet Paris seinen Aufstand vor. Am o des 27. Juli war Lafayette in die Stadl zurückgekehrl und wurde
der heimliche Führer der revolutionären Bewegung. Am nächsten Mo« gen trat das Volk, gestern noch eine heilere, sorglose Masse, in Aktion, riß das Strahenpflaster auf, plünderte die Waffenläden, eroberte bas Stadthaus und hißte statt der weißen Bourbonenfahne die Trikolore. Als Marmonl den Belagerungszustand erklärte, ahnte er, daß alles zu spät sei. Dem König meldete er: Das ist kein Aufstand mehr, es ist Revolution!"
Unter den leuchtenden Farben der Trikolor« läuteten die Glocken von Notre Dame Sturm über die Stabt. Immer weiter ging der Ausstand, die Straßen tobten, kämpften und schrien die neue Parole: „Nieder mit den Bourbonen!"
Di« orleanische Partei hatte sich klug im Hintergrund gehalten und nutzte heimlich den Gang der Dinge. Noch immer glaubte Karl X. nicht an seine endgültige Niederlage, er spielte Whist in Saint Cloud und vertraute auf feine Regimenter, die Schritt für Schritt vor der Revolution zurückwichen, ja, zu ihr übergingen. Schon flatterte die Trikolore vom Dach der Tuilerien.
Noch kannte niemand das eigentliche Ziel der Revolution, als La- fitle, der Bankier und Führer der Liberalen, den Herzog Louis Philippe von Orleans als Kronprätendenten ernannte. Er würde vom Volke die Krone empfangen, als Bürgerkönig eine glückliche und freiheitliche Zukunft dem Lande verschaffen. Die Republikaner waren unzufrieden, sie wollten die Revolution zu einem radikalen Ende führen. Aber ihre Machte war zu gering, und als Lafayette selbst sich für den Herzog von Orleans einfetzte, war die Sache der Republik, deren Präsident der alte Revolutionär hätte fein müssen, verloren. Mil kluger Ueberlegung gewann der Herzog auch die siegreiche revolutionäre Masse, als er beim Besuch Lasayettes im Stadthaus ausrief: „Meine Herren, es ist nur ein alter Nationalgardist, der feinem alten General einen Besuch abftattet." Das war das Signal für die Menge und der Ruf „Es lebe der Herzog" bedeutet den Beginn der neuen Dynastie Orleans.
Louis Philippe übernahm zunächst nur das Amt eines Reichsverwesers. Als dann die Abdankung Karls X. erfolgte, war der Weg zum Throne frei. Das Volk, die geistige Opposition, die Jugend grüßten den Bürgerkönig, der sich auf di« Verfassung und nicht auf sein Schwert stützen wollte. Man glaubte Lafayette, der den Massen entgegenrief: „Hier ist der Fürst, den wir brauchen. Wir konnten nichts schaffen, was der Republik näherkäme." ,
Langsam beruhigte sich die Stadt Paris, und Frankreich kehrte in ein stilleres Leden zurück. Auf den Boulevards sieht man glückliche Gesichter. Nur daß die schönsten Bäume abgeholzl wurden, um Barrikaden zu dienen, erinnert an die vergangenen Tage des Schreckens.
Lächelnd gehl der alte Bourbonenfeind Henry Beyle-Slendhal seine geliebten sommerlichen Wege. Seine liberalen Freunde sind glücklich über den Umschwung. Er selbst ist ein Skeptiker, um über den Sturz der Bourbonen jubeln zu können, aber im Augenblick ist ihm Louis Philippe ganz recht. Als die Stadl sich nach den Tagen des Umsturzes mit unzähligen Plakaten politischen Inhalts bedeckt, erscheint auch hier und da ein Zettel mit diesem Inhalt: „Man biete den Thron dem Herzog von Orleans an und die Nachfolge seinem ältesten Sohne, falls die Nation sie für würdig erachtet. Henry Beyle, ehern. Auditor im Staatsrat."
Wird Frankreich jetzt wirklich frei werden? Schon droht eine neue Tyrannei: die der guten Gesellschaft. Stendhal lächelt fein einsames Lächeln, gehl mit schweren Schritten über die Boulevards und denkt an fein Werk, das den wahren Seift des Zeitalters in die Farben Rot und Schwarz kleiden soll.
Mathilde Möhnng.
Roman von Theodor Fontane.
(Fortsetzung.)
„Sieh doch mal hier seine Karte: .Hugo Großmann', das versteh ich, aber nu kommt fein Titel, oder was er is, und da weiß ich nicht. Was
soll das heißen?"
„Cand. jur. — das heißt, daß er Kandidat is."
„Soso, na, das is gut, dann is es ein Prediger oder wird einer, feine Karte: ,Hugo Großmann', das versteh ich, aber nu kommt fein Titel, oder was er is, und da weiß ich nicht. Was soll das heißen?"
„Nein, Prediger nicht, dieser is bloß ein Rechtskandidat, das heißt so viel als wie, er hat ausftubiert und muß nu fein Examen machen, und wenn er das gemacht hat, dann is er ein Referendarius. Er licktakt jetzt so hin und her zwischen Student und Referendarius.
„Na, wenn er nur bleibt. Glaubst du, daß er bleibt?"
„Natürlich bleibt er."
„Ja, du bist immer so sicher, Thilde. Woher willst du wissen, daß er
„Ach, Mutter, ich sage dir ja, du siehst nichts. Wo der mal sitzt, da sitzt er, der is bequem, und eh der wieder ausziehl, da muß es schon schlimm kommen, und schlimm kommt es bei uns nicht. Wir sind artig und manierlich und immer gefällig und laufen alle Gänge und sehen bloß, was wir sehen wollen."
„Glaubst du denn, daß er...?"
„I Gott bewahre, der is wie Gold. Mil dem kann man drei Tage und "drei Nächte sahren, einen so Anständigen haben wir noch gar nicht gehabt, und dann mußt du bedenken, er is norm Examen, und wir Haden kein Klavierspiel. Auf dem Hof das bißchen Leierkasten, das hört er nicht, und ich will dir noch mehr sagen, Mutter: der bleibt nicht bloß, der bleibt auch lange, denn sehr anftrengen wird er sich nicht, er sieht so. recht aus: .Kommst du heute nicht, so kommst du morgen', und vielleicht morgen auch noch nicht."
Hugo Großmann, der noch keinen Schlüssel hatte, war drei Minuten vor zehn nach Hause gekommen und hatte für alles, was ihm angeboten wurde, gedankt. Er fei sehr müde und die ganze vorige Nacht unterwegs gewesen. Mutter Möhring, die sich noch einen Augenblick im Entree zu


