Ausgabe 
4.11.1929
 
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Unterhaltungsbeilage zum Gießener Anzeiger

Jahrgang 1(929

Montag, den 4. November

Nummer 86

Oie Schale des Brunnens.

Von Edmund Finke.

Zögernd sinken die Zeiger hinab in die Nacht zum Grunde der Zeit und furchtsam beuge ich mich zur Tiefe und lausche dem Schlag der Stunde und sehe den steigenden Tag im Grunde der Schale, schweigender Zeuge, wie er zur schillernden Form der Dinge verflacht.

Siehe, ich warte auf dich, du gestaltende Not, du Grenze und Armut aus traurigen Träumen um Frauen, geduldiges Ahnen der Weisheit hinter beschlossenem Wort und keine Erfüllung. So rauschen die Brunnen fort durch Nächte, daß wir ihr silbernes Bild nicht schauen, verborgener Fülle Reichtum, Abglanz und Tod.

Das ist geheimeres Leben. Kannst du verstehn und sagen den Fall der sinkenden Tropfen und alle die Sterne, die tief im dunkelgewölbten Raum des Wassers Du sind: Bildnis, Trauer und Traum und wie du vergehst in des Brunnens sanfterem Falle ..; ohne die steinerne Form der Schale zu sehn?

Oie Hexe und die sieben Kindlein.

Märchen von Hans Friedrich Blunck.

Es war einmal ein armer Bauer, der hatte nur einen dürftigen Acker mitten im großen Moor und verlor zu allem andern auch noch sein Weib, so daß er mit seinen sieben Kindern allein die Wirtschaft führen mußte. Die Ander waren aber noch klein, viel Hilfe konnten sie ihm nicht bringen.

Der Bauer ließ indes den Mut nicht sinken, er war ja auch jemand, der mit allerhand holden und unholden Leuten umzugehen wußte, und als der Winter überhart wurde und das Heu im Stall und das Brot im Schrank ausging, schnitt er sich eine Haselgabel und klopfte damit den Boden ab, bis er eine Höhle der Unterirdischen fand.

Da rief er die und klagte ihnen sein Leid. Und die Unterirdischen hatten Erbarmen und sagten ihm, er möge getrost sein Vieh auf ihre Weide schicken, sie würden es bis zum Frühling durchhalten.

Aber seine Kinder weinten, sie hatten ja nichts zu beißen noch zu brechen. Der Mann ging deshalb wieder mit der Wünschelrute aus, klopfte Brunnen und Bäche ab und fand schließlich eine alte Frau im Busch, der erzählte er, iöie es mit seinen hungernden Kindlein stand.

Ach, meinte sie, für die wolle sie schon sorgen, er möchte ihr die Kleinen nur anvertrauen, im Frühling könnten sie wieder heimkehren. Das tat der Mann denn auch in seiner Not.

Nun geht ja auch der ärgste Winter einmal vorbei, die Sonne stieg hoher und höher. Das Vieh kam feist und prall von den Unterirdischen zurück, aber die Kindlein waren noch nicht wieder da. Da machte der Mann sich Sorgen. Er bat einen aus dem kleinen Volk, bei feinem Vieh zu bleiben, tat einen Zehrpfennig in seinen Beutel und ging aus, um seine Kinder wiederzuholen.

Aber so sehr er suchte, er konnte den Weg nicht so leicht wiedersinden. Drei Tage lies er hin und her, fragte hier und fragte da und fand niemand, der ihm einen Rat hätte geben können. Endlich kam er zu einem kleinen Haus, in dem wohnte eine Zauberin, die ihm zu essen und zu trinken vorsetzte. Und weil es fast dunkel war, lud sie ihn ein, bei ihr zu übernachten. Aber er müsse vorher mit ihr Karten spielen, sagte sie, das hätte sie so lange nicht mehr getan.

Es kam jedoch so, daß der Mann in einem fort verlor. Die Zauberin besaß nämlich einen Spiegel, der konnte selbst Karten spielen, alle Reisenden, die bei ihr entlang kamen, plünderte sie solcherart aus. Der Bauer merkt schließlich auch, daß nicht alles mit rechten Dingen zuging, er griff einmal wie versehentlich über den Tisch und fühlte die Karten nicht, die er doch sah und fühlte die Frau nicht, die mit ihm spielte, nichts als ein Glas war da. Da sprang er auf, packte den Spiegel, trieb das böse Weib unter den Herd und machte sich mit seiner Beute auf und davon.

Drei Tage war et nun wieder unterwegs und fand niemand mehr, der ihm Rat zu geben wußte. Endlich, als er kaum ein noch aus wußte, geriet er in das Haus eines Riesen, der hatte sieben Köpfe und war so groß, daß, wenn er nur auf dem Herd saß, sein höchster Kopf durch den Rauchfang bis in den Schornstein reichte.

Der Unhold hatte sich gerade zum Schlafen gesetzt, als der Bauer an­klopfte, und schnarchte mächtig, aber weil er sich vor Dieben fürchtete, hatte er einem seiner Köpfe aufgegeben, wach zu bleiben. Der rief denn auch, kaum daß der Mann die Tür öffnete:Dieb, Dieb I und rollte auf ihn los. Da lief der Bauer von bannen, er wollte ja nicht für einen Dieb gelten. Aber der Kopf blieb ihm auf den Fersen und schrie in einem fort:Hierher, hierher, Dieb, Dieb!"

Endlich packte der Mann im Laufen zu und stopfte den Kopf in feinen Rucksack, da konnte er nicht mehr schreien, und der böse Verfolger verlor seine Spur.

Wie der Bauer nun wieder weiter wanderte und schon sehr traurig war, daß er den Weg zu seinen Kindern immer noch nicht gefunden hatte, da traf er auf einen Drullekerl, der schoß Pfeile über die Heide. Der Mann wurde neugierig und fragte ihn, auf wen er ziele, es schien eine gute Art, rasch weiter zu kommen. Der Dunkle war jedoch mürrisch und blieb die Antwort schuldig. Nun, wie du willst, dachte der Bauer. Und als der Unhold wieder einen Pfeil vom Bogen schnellte, schon hatte er sich blitzschnell daran gehängt, fuhr schier unter dem Himmel entlang und fiel endlich mitten auf der Insel Utwunder in einem herrlichen Garten nieder.

Solch Glück hatte der Mann kaum erwartet, gleich wanderte er die Wege auf und ab, bis er zu einem großen See gelangte. Ein hoher Baum stand an seinem Ufer, auf dem liefen sieben Eichhörnchen hurtig wie kleine Seelen auf und ab, ein schwarzer Kater bewachte sie. Die Eichhörnchen aber baten den Bauern gleich, ihnen doch die kleinen Fischlein zum Fressen zu bringen, die drüben im Wasser schwammen.

Das soll der Herr lieber nicht versuchen", rief der Kater und zeigte ihm die Zähne,er könnte es mit dem Tod büßen".

Da ging der Bauer, ärgerlich, daß er den Tieren den Gefallen nicht tu» durfte, bis an den Rand des Wassers. Just steckten dort sieben kleine Fischs die Köpfe herauf. Ach, flehten sie, ob er ihnen die Eichhörnchen nicht bringen könnte, die würden sie so gern fressen. Aber eine Nixe kam darüber, die hütete die Fischlein und gebot dem Bauern, niemals zu tun, was die verlangten, es könnte ihm das Leben kosten.

Das versteh' ich nicht", lachte der Bauer,warum soll es mich das Leben kosten, lvenn ich in diesem Garten den Tieren einen Wunsch erfülle? Er tat aber doch freundlich mit dem Mädchen aus dem Wasser, setzt sich zu ihr und brachte sie zum Erzählen.

Ja, sagte sie endlich, es sei nämlich ein Zauber dabei, die sieben Tierchen aus der Lust und die sieben Fischlein dürften nicht zusammen, es käme sonst so, daß sie wieder zu sieben Kindlein würden.

Da merkte der Mann ja, daß er an der rechten Stelle war. Wer das denn nicht dulden wolle und ob die Herrin nicht daheim sei, fragte er.

Nein, die sei ausgegangen, erzählte die schwatzhafte kleine Nixe, und immer, wenn sie ausginge, täte sie die Seelen der Kleinen auf den Baum und ihre Leiber gleich Fischen ins Wasser, damit niemand ihr die Kindchen

stehlen könnte.

Soso", sagte der Bauer und tat, als ginge ihn das alles wenig an. Er ließ sich nieder, trank ein wenig, pflückte von den Beeren und zog schließlich unter dem Baum, als täte ihm bas Warten leib, den Spiegel heraus, der von selbst Karten spielt. Der setzte sich ihm gegenüber und begann zu mischen.

Da wurde der Kater neugierig, so etwas hatte er ja noch nicht gesehen, kam näher und wollte mitspielen. Und weil er gewann, wurde er hitziger, so hitzig, daß der Mann sich davon schleichen und alle sieben kleinen Eich­hörnchen vom Baum herab locken konnte.

Als der Bauer nun feinen Rucksack auftun wollte, damit die ungesehen hineinschlüpften, regte sich der Riesenkopf darinnen, den hatte er ja immer noch bei sich. Und der Mann erschrak, ließ den Sack fallen, und der Kopf rollte gleich übers Gras und schrie wieder:Hierher, hierher!" wie er es vordem getan hatte. Da wurde auch die Nixe neugierig, sie lief eben einmal vom Teich fort, um zu schauen, was da für ein Fremder immerhierher" tiefe.

Kaum war sie fort, da lockte der Bauer augenblicklich auch die sieben im Wasser und fing sie rasch. Und einige Eichhörnchen fragen die Fische, das wurden die Knaben, und einige Fische fragen die Eichhörnchen, das wurden die Mädchen. Und auf einmal waren wieder alle Kindlein bei ihm.

Ehe er indes dazu kam, sich herzhaft zu freuen, plötzlich sah er in der Ferne eine Wolke, die höher und höher kam. Und der Kater und die Nixe bekamen eine fürchterliche Angst, als sie ihre Tiere nicht mehr fanden und den Mann mit den Kindern sahen. Der Kater floh gleich vor Ängst hoch auf den Baum und die Nixe tauchte bis zum Kopf ins Wasser.

Was hast du blog angefangen", rief der Kater aus dem höchsten Wipfel, sicher wird die böse Hexe uns alle töten! Sieh blog, wie die Wolke größer und größer wird."

Und der Mann wäre vielleicht auch in große Bedrängnis geraten, hätte er nicht gerade in dem Augenblick mit dem Fuß auf dem Pfeil gestanden, auf dem er nach der Insel Utwunder herüber geflogen war. Rasch machte er sich seinen Plan, schnitt einen Bogen aus Rosenholz und spannte baS Tau seines Rucksacks als Sehne barüber. Dann hieß er flink alle Kindlein einanber bei ben Händen fassen, als letzte durften noch der Kater und die