icl&en wie XometbcIuKit usw.), bie eine gebundene Jungfrau, die ffhriftrnbpit in ihrer Mitte schleppen, um sie zu verbrennen. Das ffft aber E, die Jungfrau

ouf den Stapel niedergeworfen, erhebe sich plötzlich ohne Sesseln und wie seht unter den Heiden, die das Opfer umtanzen, cm (Streiten ausbricht beginne die Jungfrau mit heller Stimme em Gebet das immer lauter, immer klarer den Lärm übertönt, und die greulichen Widersacher in Schwachheit und Starre wirft Die Manner so die Puppen tragen, beginnen sie nunmehr abzustre,fen und alle auf den Holzstoß zu häufen, der auch gleich zu brennen beginnt. Die Jungfrau aber, gehoben und umhergetragen, zerstreue auf ihrem Weg ihr zugereichte Zweige und die ganze , Gemeinde, die sich er­hoben hat, umgeht singend und an den Händen sich haltend das lodernde Feuer. Den Beschluß des Festes macye ein 2.ka.)I J M) geschlachteten Lämmchen und Tanzen, an dem auch die Aeltesten ^^Dm-'Chronist führt an, wie in diesen Ritus die Christeiwerfolgung und das Märtyrerwesen hineinspiele, der ganze ungebrochene Opti­mismus der Gläubigen sich spiegle, die auf das Wort der Berheihung und des geglaubten Wunders stehend auf sehr sinnfällige Art ben Sieg des Göttlichen über alle rohen Fesselungen feiere 2m Der- lauf des Festes, fügt er hinzu, seien unter ben Teilnehmern öfter welche gewesen, die Gesichte ausriefen und neue Weissagungen ver­kündeten, ob echt, ober gespielt, oder vom Wein und der Erhöhung des festlichen Tages eingegeben, sei nicht mit Sicherheit zu sagen.

Dis Enttäuschung.

Von Ina Seidel.

Es war Pfingsten, und Lusche ärgerte sich. Zwei -e-age Sonntag, I und Lusche sah nicht ein warum! Wahrscheinlich Ware es leichter gewesen, wenn nicht jedermann getan hätte, als sei dies etwas I Aehnliches, Gleichberechtigtes wie das eben verflossene Osterfest ober gar wie Weihnachten! Ostern natürlich war reizend, und es hatte Sinn und Verstand, sich anläßlich all der feinsinnigen Erfin­dungen des Osterhasen ungeheuer 8U freuen so »»freuen, daß ausreichte, zwei Tage lang dem Müßiggang der großen Leute i mit Ruhe zusehen zu können. Man tat ihnen ben Gefallen an den Osterhasen zu glauben, denn es glaubte sich gut anihn., Erne m sich | abgerundete, sympathische, ernst-freundliche Persönlichkeit, bewohnte . er ^behagliche Höhlen und lebte ganz seiner Aufgabe. Dachte man über ihn nach, so stieß man wohl auf Probleme doch glitt man leicht darüber hinweg. Die runden bunten Eier, daß er sie legte, ce war begreiflich warum sollte ein Hase nicht können, was ledes Huhn spielend fertig brachte? Die Eier aus Marzipan, Schokolade und Zucker nun 'ja dafür war es ein einmaliger, war es cm

s Nebenfrage: versorgte wirklich ein einziger Hase ganz Deutschland, I von den übrigen Ländern zu schweigen? Oder gab es emen Over- I Osterhasen der die Fäden in der Hand hielt und einer Reihe exakt arbeitender Unter Hasen Vorstand? Es war anzunehmen, bet der Einheitlichkeit der Produktion, ja diese Theorie hatte den Vorzug i vor jener, die viele selbständige Osterhasen annahm, einen für jede Stadt. Die schokoladenen und marzipanenen Gegenstände nämlich, die Großmama aus Danzig zu schicken pflegte, vorgebend der Hase habe sie ihr für Lusche aufs Fenster gelegt (wunderbar! Oben im dritten Stock!), glichen aufs Haar denen, die es hier m Berlin gab, hatten durchaus keine persönliche Rote und ,hielten sich streng an eine entschieden allgültige Formtradition. Em Oberhase also, wahrscheinlich der Patriarch eines über ganz Deutschland verzweigten Künstlergeschlechts: vermutlich sah er in ober auf dem Kyffhauser, welchem Berg Lusche viel zutraute. r re- I

Um aber auf das Urproblem zuruckzukommen: Eier, ja die glaubte man ihnen gern aber nun die zackigen Gegenstände? Die ; Rester, auf denen Hennen brüteten, die Küken, die spitz aus Giern hervorschauten, die Hasen, die Schiebkarren schooen, und die, bte Kiepen trugen ? Endlich so etwas wie das Federballspiel, das Lusche das letzte Mal mit ihren Eiern gefunden hatte, und ähnliche Dinge, Bilderbücher zum Beispiel, und riesige aufklappbare Pappcler die Püppchen mit Ausstattung enthielten, wie machten die Hasen das k Mit den Pfoten, kein Zweifel, und darum eben Kunstlergefchlecht, märchenhaftes und hiermit war das Problem zur Seite gestellt, so weit es eins war, als ein höchst anregender Stoff zmn Denken vor dem Einschlafen. Was nun aber die großen Leute mit ihrer Auffassung der Sache betraf, so konnte man nichts anderes tun, als ihnen mit zuvorkommender Höflichkeit begegnen. Alles, was sie vom Osterhasen wußten, war ja so merkwürdig primitiv und es war ganz klar, daß sie eigentlich nicht an ihn glaubten, und daß sie einfach bei Hildebrandt und Eyliax eintauften, ohne sich werter Gedanken dar­über zu machen, woher benn nun eigentlich Eyliax und Hildebrandt... Aber natürlich, sie taten, als wüßte man seinerseits nichts von Eyliax und Hildebrandt, mirafetten vom Osterhasen und hatten ferne Ahnung, wie sehr man alles durchschaute. .

Ja, das war Ostern und es war doch wirklich reizend, die Span­nung vorher und jenes Gefühl kostbarster Ueberfättigung wahrend der festlichen Tage! Zwei Feiertage trug Ostern, diese eine himmlische Stunde des Suchens und Findens gut und gern, so lange hielten ja auch die neuen Schätze bestimmt vor. Mit Weihnachten freilich war es nicht zu vergleichen, Weihnachten war völlig Wirklichkeit ge­wordenes Märchen, und eine Woche reichte kaum hin, uni es voll und ganz zu erschöpfen. Ueber Weihnachten Betrachtungen anzu­stellen, erübrigte sich, denn was auch vom Weihnachtsmann und vom Ehristkinb erzählt werben mochte, biese beiden nicht nachprüfbaren Gestalten, auf deren Existenz aber die meisten großen Leute ja Stein und Bein zu schwören bereit waren, sie waren letzten Endes merk­würdig unintereffant. Sie hatten etwas Rüchtern-Moralisches, wie

sie da so gezogen kamen, jahraus, jahrein mit dein Sack voll Segen einerseits und der Rute andererseits, es fehlte ihnen so ganz bas Putzige, Geheimnisvolle und Abenteuerliche, was das Leben und S ^RÄn,^die °etgentnä) mystische Persönlichkeit des WeihnachtsfesteS war ungemein real, es war der Weihnachtsbaum selbst Wild und süß riechend, stand er mitten im Zimmer, herbeigestiegen aus Gott weiß welch entlegenen Gebirgen, und in einem unfaßbaren Opfer* tästmel schimmernd, schenkend und sterbend Das war Sanz gleich, i>b ihn wer geschmückt hatte und wer ihn geschmückt hatte, danach fragte Lusche so wenig wie der Gläubige danach fiagte, wer den Gott, wer die Göttin aus dem Marmor erstehen ließ. Er war da, er veNvandelw das ganze Haus durch seine Gegenwart, und wenn bte Geschenke auch burchaus nicht Rebensach-e waren, bte Weihe erhielten sie doch erst

Endlich war im Verlauf des Jahres da noch ber ®eburtätag ~- auch sehr schön! Man selbst hatte annäh ernb bie Rolle des Weih' nachtsbaumes, war Anlaß unb Mittelpunkt allen Feierns, unb zu­gleich ber genießende Teil. Wirklich sehr schön! Zumal da die großen Leute an diesem Tage doch zumeist nicht frei waren, sondern bei ihren Geschäften blieben und iiicht weiter störten.

Run aber Pfingsten!

Zugegeben, bah wie für alle Feste, auch für bieses eine Begrün, düng vorhanben war, die stillschweigend anzunehmen die Ueberlegen- beit der Erwachsenen einen nötigte. Aber, nicht wahr, wenn die Ge­schichte, bie sie Weihnachten erzählten, wunberschon war, von Marrn und Joses, von ben Hirten und Königen, vom Ochs und Eselein, vom Stall unb von dem Kindlein in ber Krippe, das so gar nichts nut dem offiziell Herumreisenden Christkind zu tun hatte, , toenn in der Ostergeschichte eine unfaßbare Traurigkeit unb em unfaßbarer Jubel geheimnisvoll lockten unb zogen, obgleich man lm Grunbe mit seinen sieben Jahren nicht bas Geringste von allem begriff, so war doch mit ber Erklärung für Pfingsten nichts anzwangen, aber auch gar nichts! Lusche freute sich kein bißchen über ben heiligen Geist, unb das mit ben feurigen Zungen war unheimlich. Unb nun diese Dirke, die am Sonnabend aus der Halle geholt und vor ber ®tagentut ange­bunden warb, wie ein Hund, ber nicht Weglaufen sock. Mit leder Stunde trauerte sie mehr, am Psingstmorgen bmgen ihre Zweige i schwer und erstorben herunter und sie roch nach Maikäfern, sand ! Lusche, ja, aber Maikäfer waren keine darauf. Wenn bas noch ! ^^!chesfin^hatte ber Papa schon feit Sonnabendnachmittag frei und war unruhig Er wollte wissen, was Lusche machte, unb mischte sich £ «in Ä bas nun eben gar nicht gespielt nur gedacht werden sollte. Es bestaub in stillem Sitzen unter bem Klavier und der Vor­stellung: ba hatte man nach ber mühseligen Flucht nun endlich em Dach über bem Kopse... Dieser Vorstellung srch hinzugeben und alle Abenteuer ber vorhergegangenen 'Flucht sich auszubÄiken^ das war das Spiel! Der Papa aber fragte, warum sie bann basaße, oo das I Klavier wohl ein Häuschen fei unb wo bie Puppen alle waren,

«aS j^ nur bie Puppe Johanna! (Was er nicht sah, war, daß I Johanna zu Tobe erschöpft von ben Strapazen der Flucht bringen!) ber Ruhe beburftel) Unb ob er die andern Kinder mal holen tollte. I Schon kam er mit dem Puppenwagen herbei und tat prustend und | pfeifend, als sei er selbst eine Lokomotive. Es blieb nichts ußng, als alle Pläne aufzugeben unb eben mit ihm zu spielen.

hiermit ist eigentlich schon alles über Pfingsten gesagt, AeueS kam^ nicht mehr ^dazu. Lusche hatte zunächst noch die unbestimmte Hoffnung gehegt, es möchte sich, ber Erfahrung früherer Gapre <m Len Etwas Herausstellen, was all bem Auswanb an W I (fothnntuna ben Sinn oüb. Oluf bem MvrgtrnnnAslng c

- auch fo eine? ungemütlichen Erfindung, die zu Ofernun Weihnachten einfach unmöglich gewesen Ware -, bemächtigte M i« plötzlich bie törichte Erwartung, der Kuckuck auf dessen Am großen Leute immer wieder so verzückt hinwiesen, konnte etwas mit Pfingsten zu tun haben. Denn ber Weihnachtsbaum, nicht wahr O terÄ,- warum nicht auch Pfingstkuckuck? In welcher A ck mochte bas liebenswürdige Tier funktionieren? Aber es war Gstg damit Hin schlich der Sag, wie em gewohnlicyer Sonntag mit vmm Essen, vielem Glockengeläut und voll ber entsetzlichen bie von der Beschäftigungslosigkeit der großen Leute ausging ww Lenn Es nun noch bie^ Bescheidenheit gehabt hätte: ww mni ggg lieber Sonntag aufzutreten, es Ware ja alles leichter, Ware verzeim-v gewesen! Aber, daß dies Pfingsten sem woll^, Pfingsten, f° M Ostern und Weihnachten und emen zwecken Feiertag bemrspruq

! sür nichts und wieder nichts nem, das ging zu weit! Das 8 I nun wirklich zu weit! _____________

Psingstmotme der bildenden Kunst.

I Von Dr. Ulrich Baltzer.

Schon sehr frühzeitig hat sich die christliche Religion in ihrer ti ftellung vom heiligen Geist an Uebertieferungc» und Formeln U schlossen, wie sie der israelitische Glaube und die Religiomnder Gr geschaffen hatten. Hatte schon das Alte Testament den Geis etwas Schöpferisches und nur ihm Eigenes fixiert, so mürbe m t N nehmenden Systematisierung der jüdischen Religion m dein 1 geradezu ein Offenbarungsprinzip gesehen, das sich durch o feiner Propheten und Jünger kundtat. An der großen Verbiß> 8

jüdischen und griechischen Geistes in Alexandrien traten dera ig ftetlungen und Glaubensansichten der Inden m Verblndilng . der Griechen. Auch diese hatten den göttlichen Geist als eine deude Kraft, als eine Quelle von Offenbarungen erkannt, «n . heilige Feuer (die feurigen Zungen des Reuen Testam n .^, »zurück) waren ihnen die Anzeichen solcher gottlmM J gtfi uf diese Quellen sind die christlichen Dogmen und Glauve

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