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e, Siehen-
Zahrgang 1928
Samstag, -en 2\. April
Kummer 32
SiehenerZamilienblätter
Unterhaltungsbeilage ;um Gießener Anzeiger
Die Windmühle.
Erzählung von Manfred Hausmann.
Wie hieß das Dors doch bloß? Wenn ich es noch wüßte, würde ich es sagen. Irgend etwas mit Dörde oder Derde. Dassenvörl e ... nein Sassenvörde, nein auch nicht ... Dassenverde ...? Laß sein, ich komme nicht daraus! Unten an der Elbe. Vorher hatte ich mich in Stade Herumgetrieben. Ist dir bekannt, wo Stade liegt? Siehst du, in dieser Gegend passierte es eben. Kehdinger Land sagen sie dazu, die Leute, die da wohnen.
Kein Mensch hatte damals gedacht, daß es noch soviel Schnee geben würde. Wir schrieben schon Ende März. Dun waren die Straßen und Wälder wieder vereist, die Erde war weit und breit wieder in Schnee und Schweigen versunken. Dor dem Dors ... ich glaube, es hieß doch Sassenvörde ... einerlei .,. vor dem Dors stand also aus einem kleinen Hügel eine Windmühle, auch verschneit, aber ihre schwarzen Flügel drehten sich langsam herum. Gestern nachmittag hatte sich nämlich ein bißchen Wind erhoben, und der Himmel sah wahrhaftig so aus. als sollten wir noch mehr Schnee kriegen. Es dämmerte schon.
Seitwärts von der Mühle lag nahebei in einem Grunde ein Gehöft, da wohnte der Müller drin, wie ich nachher erfuhr. Er hieß übrigens Müller Böttcher, verstehst du. An der anderen Seite zog sich eine Art von Sandkuhle mit einem Tannenwäldchen entlang. Mittendrin hatte sich der Turnverein einen Spielplatz angelegt. Auch entdeckte ich, wie ich mich durch das Wäldchen drückte, einen hübschen Schuppen, der mir gerade recht kam als Dachtguartier. liebet der Tüt hing ein weißes Schild mit einem roten D und T vorauf. Eben fing ich an, der vernagelten Tür etwas zu Leibe zu gehen, da hörte ich plötzlich Stimmen durch das Wäldchen wandern. Hast du das auch schon gemerkt: wenn Schnee gefallen ist. sind alle berausche auf der Welt viel klarer als sonst. Ich duckte mich gleich hinter eine Tanne, und obwohl die Leute am Dande des Wäldchens hlngingen, verstand ich doch fast jedes Wort durch die kalte Luft hindurch.
Zuerst redete eine heisere Männerstimme laut auf jemanden ein: »ach weih nicht, Lübben ... hör mal zu, Lübben, ich weih nicht, ob es nicht doch lieber aufgibst, Lübben, rock höchehöche höche ..." und die Stimme ging in ein rasselndes Husten aber, spuckte aus und «Hz« weiter: „Gleich fängt es auch noch an zu schneien, Lübben."
Der Mann war sicher betrunken, und der andere, der jetzt ant- ^ortete, war es auch. Aber seine Stimme klang nicht so heiser, es 1X11 otne junge Stimme, nur zuweilen hohl von Detrunkenheit.
»Gewettet ist gewettet", lallte er. „Meint ihr, ich wöwöwö ..." »Seid nun still!"
die heisere Stimme war nicht still: „Ich will dir was sagen, du bist mein Freund, Lübben, aber wie ich hier die all» Mtige Mühle so vor mir sehe ... Wit sind alle miteinander von unk i^e^?Pen gewesen, ich will dir was sagen, Lübben, gib's aus.
ich soll trotzdem verloren haben. Was, Lübben?
®eile herrschte Schweigen. Der junge Kerl schien stehen Wick Ni öu fein und sich zu besinnen. Der Wind fauste leise über debi die Tannen hingen voll Schnee, im Dorf schlug eS ver» t Mr. Dies alles geschah an einem Samstag. Aus dem i BlüneT t f'ch schweigend die Mühle und drehte ihre großen
86 herum. Da hörte ich, daß auch etn Mädchen dabei war.
Der verwundete Baum.
Von Conrad Ferdinand Meyer.
Sie Haden mit dem Beile dich zerschnttten, Die Frevler — hast du viel dabei gelitten? Ich selber habe sorglich dich verbunden Und traue: Junger Baum, du wirst gesunden! Auch ich erlitt zu schier derselben Stunde Mit scharferm Messer eine tiefste Wunde. Zu untersuchen komm' ich deine täglich Und meine fühl' ich brennen unerträglich. Du saugest gierig ein die Kraft der Erde, Mir ist, als ob auch ich durchrieselt werde! Der frische Saft quillt aus zerschnitt'ner Rinde Heilsam. Mir ist, als ob auch ich's empfindet Indem ich d e i n e sich erfrischen fühle, Ist mir, als ob sich m e i n e Wunde kühle! Natur beginnt zu wirken und zu weben. Ich traue: Beiden geht es nicht ans Leben! Wie viele, so verwundet, welkten, starben! Wir beide prahlen noch mit unfern Narben!
I „Olein, du kannst es wohl nicht, und keiner kann es," sagte sie mit em« lauernden Sanftheit. „Menschenskind, ist wußte es ja gleich, daß es über deine Kräfte ging!“
Die junge Stimme schwieg noch immer. Aber das Wädche» ' lachte so merkwürdig, so schrill: „And gewöhn dir doch endlich das • Prahlen ab. du .... du ... Menschenskind!"
I Gottsverdammt, ist das ein Aas. dacht« ich. Ihr scheint ja aller» i Hand daran gelegen zu sein, daß er es doch tut. Sie ist ja ordentlich i wütend vor Enttäuschung, weil es so aussieht, als ob er klein bei» ! geben wollte. Jetzt möchte ich nur wissen, worum eS sich eigentlich i handelt.
Inzwischen hatte der junge Kerl seine Gedanken ein bißchen geordnet. „Das Prahlen," fragte er. ..hö? Wer hat denn geprahlt, hö? Wer hat denn mit Prahlen angefangen? Wer hat denn atv gefangen: Lübben kann dies und Lübben kann das, Lübben kam« noch viel mehr! Lübben kann von unserer Scheune runterspringen, ohne sich was zu brechen, Lübben kann bei Äachi über di« Elb« schwimmen, Lübben kann sich an einem Windmühlenslügel hängen und durch die Luft fahren, hö? .Das frag« ich dich jetztl Antwort« mal, du da mit deinen Händen unter der Schürze!"
„Schon gut.“ sagte das Mädchen und lauerte wieder, „geh nach Hause und lege dich ins Bett. Wir wissen nun all« im Dors, was wir von dir zu halten haben.
„Einen Dreck wißt ihr!"
Der heiser« Mann hustete und legte sich wieder ins Mittel: „Du sollst trotzdem gewonnen haben, Lübben. Zehn Liter Schnap-, alles in allem, zehn Liter Klaren. Du bist trotzdem ein großartig« Kerl. Lübben, das wissen wir doch, du und ich! Röc8."
Und ich will dir sagen, was ihr wißt: einen Dreck wißt ihr!" Höhö, machte das Mädchen.
„Los," sagte der junge Kerl, „das wäre ja gelacht! Da gibt es nichts! Paßt auf. daß die anderen hier nicht so nahe herankommen, sonst merkt Böttcher was und stellt seine Mühle ab. Wo sind denn die Kerls?"
„Die stehen unten an der Landstraße, da unten bei Dodenburgs Teich."
„Das wäre ja gelacht, wäre das!"
Sie gingen weiter.
2ch fand, von dieser Angelegenheit mußte ich noch mehr erfahren. und schlich den Dreien nach. Eine Elster flog mit weiß auf» blinkendem Leibe über mich weg und zog schäckernd ihren lange» Schwanz hinter sich her. Aber ich interessierte mich jetzt nur für di« drei merkwürdigen Menschen. Als ich aus dem Wäldchen heraustrat, waren sie schon oben bei der Mühl« angefommen. Hinterhergehen konnte ich nicht gut. Da ich fie mir aber ganz gern einmal genauer angesehen hätte, blieb mir nichts anderes übrig, als am Hang der Sandkuhle, die sich links ziemlich nahe an die Mühle heraus chob, entlangzukrabbeln und mich dann in das niedrige Dirken- gestrüpp zu legen, das oben am Rande der Kuhle wuchs.
Ich steckte vorsichtig meinen Kopf heraus.
Das Mädchen hatte eine schwarze Strickjacke an. ein paar weißblonde Haarsträhnen wehten ihr ins Gesicht, ihre Hände hielt sie frierend unter der Schürze verborgen. Der junge Kerl war wirklich noch sehr jung, zwanzig Jahre vielleicht. In seiner Detrunkenheit war ihm die blaue Schirmmütze, ein Ding, tote es di« Schiffer hierzulande tragen, bis auf die Rase gerutscht. Wenn er etwas sehen wollte, mußte er den Kopf nach hinten legen und unter dem Schirm hindurchschiolen. Dabei verlor er dann immer das Gleichgewicht und fing an. albern zu lachen. Jetzt machte er sich an den heiseren Mann heran und fragte ihn etwas, ich konnte aber nichts verstehen.
Eine düstere Wolle trieb über die Wiesen und Hecken' her. bet Wind nahm zu, und in den Mühlenflügeln, die langsam und schw« herurnftihren. sauste und pfiff es. Der Heisere rückte seinen Hut i» den 2!allen, schüttelte an feinem einen Dein di« Manchesterhose zurecht unb zeigte gegen das Wäldchen hin. Es begann zu schneien. Ich sah, daß auf der Straße, die an dem Wäldchen vorbeiführt«, ein Trupp Menschen stand, die Gesichter hierher gekehrt. Da nahm der junge Kerl leine Mütze ab und winkte ihnen zu. Einig« warfen die Arme in die Höhe und schrien etwas herüber.
Und aus dem Dunst und grauen Schneegestöber, in dem sich die Landschaft jenseits der Straße verlor, kam von weither ei» tiefes Gedröhn. Das war ein Dampfer auf der Elbe.
Das ander« begab sich so eins zwei drei, daß es schon fast vorbei war, ehe ich «s richtig begriff. Der junge Kerl ging auf di« Mühl« loS, duckte sich vor dem ersten Flügel, der herunterkam. weg. packt«, als der zweit« sich brausend herabschwang. plötzlich zu und wurde augenbllds emporgetragen. Im nächsten Moment hing er bereits, mit den Deinen zappelnd, seitwärts in der Lust. Dann mußte et


