Ausgabe 
14.7.1928
 
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SietzenerKmiilienbliitter

Nummer 56

Unterhaltungsbeilage zum Siebener Anzeiger

?litt Grabe Theodor Storms.

Von Hans Bethge.

-Ä Zusum lagen Nebel, dicht und schwer, Am Hafen sah man kaum die Halligsegel.

»or poH oon Rufen grauer Bügel, Und hinterm Deiche regte sich das Meer. U 3(f) trat an eine steinern kahle Gruft

der Straße, wo die Kinder spielen. D-e linden, deren Blüten schon entfielen, Verstreuten ihren letzten Duft.

Kein Kreuz. Kein Wort. Der Platz ist schwer tu finhon Ke.'» Efeu, der sich um den Marmor flick? 3 ' So katt°dee durch die Zweige bricht.

«o kalt. So ode. Grausam, märe nicht Da^ «piel der Kinder und der Duft der Linden.

Gin Fest auf Haderslevhuus.

Novelle von Theodor Storm

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tm'rbcn, die Flüchten wachsen ihm zu geile" J m6 e,gefangen ESsSMffWss

Ä Ä s SS 8?*3 teSfe.« WztzMM-MS-W N-S MS-MW ^g^««rÄHtas?e bie h ÄeBetlem®OrlCr^tte J? jetzt mituntef noch Gewalt,- auch s e h^s'ie jlk, sollten bald verstuinmen. Harrend fall sie in de», dumpfen Krankenzimmer und hörte gleichgültig auf die Ratten die i Scharen über ihnen auf dem Boden rannten. Aber der Sterbende

e Ri,he haben: er griff jäh nach seines Weibes Hand und wies mit »w,? I'Nger nach der Zimmerdecke; das Wort vermochte er

nicht zu finden. Sie sah ihn ruhig an:Soll ich sie töten»" frua ft»- 11 nb nach einer Weile brachte er es zusammen; sein Kopf versuchte ein stummes Ricken:Die Ratten!" stammelte er P' ')te

Und sie ließ Rattenkraut vom Schäfer holen, nahm ein Teil davon urid legte das ubnge in ihre Truhe. Darauf wurde es still über dem wchkelm"'"^' b*e 1tn en Iagen ini Todeskampfe zuckend in den Boden-

Aber der wunde Mann begann an einem Morgen schier verstäub- $u r,e?eJJ, und seine Flüche wurden kräftiger; da erschrack sein We.b und fürchtete, das böse Leben mit dem Gesunden könne wohl aufs neue beginnen. Danin, ließ st« von dem Scharfrichter, dessen geheimes

*« Burg bauen, M Ln'ZL'

* tfÄrts. ri'Ll'ssLL »» Itt jrixj«,, feiner flr«Senr«ub!ri,dien' Burgleute »en V g sÄS,: »-<->»» Ä iilÄ

(Rin»?/Öe m r-uenr|d)?IIen Weint: der älteste Sohn des vielberuieuen

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n nL11 obschon sein Leben ein Vierteljahrhundert kaum erreicbte aa von ^"?r, blauäugig und mit blondem Haupi-

vuar von froher, leichter Jugend und von heißer Lebenslust es l>°n ihm:nb KaS id! weiß- das drängt mich heut,

,^iaus Lembeck wollte keinen Gelehrten aus seinen, ältesten Sabn- brauchen können^'unb^"' bcI^r sollte er Kopf und Faust ge- er ihm . nnen, und dazu mußte beides gleich geübt werden So hielt chasie MV C'sericus' der den leichtlebigen Gesellen in den Wissen.

'""herführte; so sandte er ihn danach - es SimfJr kqann ! 7, Vst d'e Universität Paris, und der

lernte ta. e V d3V t. T 7M ^ub,unL: Iernte höfisch fechten, er flechte,, und m "b hbtr^e spielen, auch klingende Schanzunen dazu lieh er s der schonen Künste onsl noch waren; die schwereren Her neuen ,m;bern-# 3annarb ih-" "vch ein fröhlich Jugenchchr auf seinen Ho hu tVerfiS,taSr 3* Prag, wo derzeit der deutsche König Carl Stoein und Än nrm Eroie er die großen deutschen Dichter kennen, den 2esteneicher? Mm ^"".ch Hartmanns von Aue, die Lieder des val hatte er aeto»» Dogelweide, sogar ein Stück von Wolframs Parzi- des StrahbumJr em) »l5 a(terf. 8apü sein Herz gefangen hatte, das war

Dor dem L mejtcr= Liebeslied von Tristan und Isolde.

sogar ba° ehemeltfirf,ld,Cllbe« 9imnen feines Vaters tat manch edles Tor, auch des Könins mufl einn großen Tanzfest im Hradschin, das «vandtesten»». -g "wart verherrlichte, war Rolf Lembeck der ge- einer Schönbei?-,. l*nerw?b r(o£ in Len hohen kerzenhellen Sälen von jungen Gräfin^ ,m» König stand an einem Fenster mit

A" folfltei eine n V '$uttd) ""MWach; die braunen Auen der Dame fünfer/ Hef «"emh Tanzpaar.Ei, Ma,e,tat, so sehet doch den feinen

l I>e,der tanzet ja wie ein Franzos!"

u vs Statt sgsrÄ-Ä «Vös schüttelte er den Kopf, und sich der^türzk'»" wohlgefällig; dann aber irrt schöne Frau! Von ferne möckt mV'", sprach er:Ihr "fe » kl» mir nimmer !,"*gr",y"b,n; M> "»

f-ck! ..Ich »In'em SVKlgllS^eeVS! -»'1119'6'1' WI Bem.

Prag?"9 ""i"n'e1, 6,r K-chg.die bona, arte legt in unferm

-...»durfte er er.

ÄumÄ. »» ÄV&Ä'ÄSJ gemäe,?*d,!'*'jf* ei.mm

iXÄXXe^Xr"1 <Eu Ä Ws Ä »b.-»« durch ihre Wangen. b ra ' Woß ein Helles Freudenrot

hatte, hörte" m, späteren" Flesten 'bann h»gb^nia^re T Poris verbracht und als dieser dasprächtig! Pragv-rl .k^n»b" Geschichten,

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darum angegangen, warum er den, iunVn tiVs? Lberhvfmeisterin ihn lÄSi&to"-..........