SietzenerKmiilienbliitter
Nummer 56
Unterhaltungsbeilage zum Siebener Anzeiger
?litt Grabe Theodor Storms.
Von Hans Bethge.
-Ä Zusum lagen Nebel, dicht und schwer, Am Hafen sah man kaum die Halligsegel.
’»or poH oon Rufen grauer Bügel, Und hinterm Deiche regte sich das Meer. U 3(f) trat an eine steinern kahle Gruft
der Straße, wo die Kinder spielen. D-e linden, deren Blüten schon entfielen, Verstreuten ihren letzten Duft.
Kein Kreuz. Kein Wort. Der Platz ist schwer tu finhon Ke.'» Efeu, der sich um den Marmor flick? 3 ' So katt°dee durch die Zweige bricht.
«o kalt. So ode. Grausam, — märe nicht Da^ «piel der Kinder und der Duft der Linden.
Gin Fest auf Haderslevhuus.
Novelle von Theodor Storm
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tm'rbcn, die Flüchten wachsen ihm zu geile" J m“6 e,„gefangen ESsSMffWss
Ä Ä s SS 8?*3 teSfe.« WztzMM-MS-W N-S MS-MW ^g^««rÄHtas?e bie h Äe‘Betlem®OrlCr^tte J? jetzt mituntef noch Gewalt,- auch s e h^s'ie jlk, sollten bald verstuinmen. Harrend fall sie in de», dumpfen Krankenzimmer und hörte gleichgültig auf die Ratten die i Scharen über ihnen auf dem Boden rannten. Aber der Sterbende
e Ri,he haben: er griff jäh nach seines Weibes Hand und wies mit »w,? I'Nger nach der Zimmerdecke; das Wort vermochte er
nicht zu finden. Sie sah ihn ruhig an: „Soll ich sie töten»" frua ft»- 11 nb nach einer Weile brachte er es zusammen; sein Kopf versuchte ein stummes Ricken: „Die Ratten!" stammelte er P' ' “)te
Und sie ließ Rattenkraut vom Schäfer holen, nahm ein Teil davon urid legte das ubnge in ihre Truhe. Darauf wurde es still über dem wchkelm"'"^' b*e 1tn en Iagen ini Todeskampfe zuckend in den Boden-
Aber der wunde Mann begann an einem Morgen schier verstäub- $u r,e?eJJ, und seine Flüche wurden kräftiger; da erschrack sein We.b und fürchtete, das böse Leben mit dem Gesunden könne wohl aufs neue beginnen. Danin, ließ st« von dem Scharfrichter, dessen geheimes •
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(Rin»?/ ’Öe m r-uenr|d)?IIen Weint: der älteste Sohn des vielberuieuen
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n nL11’ obschon sein Leben ein Vierteljahrhundert kaum erreicbte aa” von ^"?r, blauäugig und mit blondem Haupi-
vuar von froher, leichter Jugend und von heißer Lebenslust es l>°n ihm: “nb K’aS id! weiß- das drängt mich heut,
„,^iaus Lembeck wollte keinen Gelehrten aus seinen, ältesten Sabn- brauchen können^'unb^"' bcI^r sollte er Kopf und Faust ge- er ihm . nnen, und dazu mußte beides gleich geübt werden So hielt chasie MV C'sericus' der den leichtlebigen Gesellen in den Wissen.
'""herführte; so sandte er ihn danach - es SimfJr kqann ! 7, Vst d'e Universität Paris, und der
lernte ta„. e V d3V t. T 7M ^ub,unL: “ Iernte höfisch fechten, er flechte,, und m "b hbtr sÄ^e spielen, auch klingende Schanzunen dazu lieh er s der schonen Künste onsl noch waren; die schwereren Her neuen ,m;bern-# 3ann ™arb ih-" "vch ein fröhlich Jugenchchr auf seinen Ho hu tVerfiS,taSr 3‘* Prag, wo derzeit der deutsche König Carl Stoein und Än nrm Eroie er die großen deutschen Dichter kennen, den 2esteneicher?vö„ Mm ^"".ch Hartmanns von Aue, die Lieder des val hatte er aeto»» Dogelweide, sogar ein Stück von Wolframs Parzi- des StrahbumJr em) »l’5 a(terf. 8apü sein Herz gefangen hatte, das war
Dor dem L mejtcr= Liebeslied von Tristan und Isolde.
sogar ba° ehemeltfirf,ld,Cllbe« 9imnen feines Vaters tat manch edles Tor, auch des Könins m “ufl ein“n großen Tanzfest im Hradschin, das «vandtesten Tü»». -g "wart verherrlichte, war Rolf Lembeck der ge- einer Schönbei?-,. l*ner ■w?b r(o£ in Len hohen kerzenhellen Sälen von jungen Gräfin^ ,m» König stand an einem Fenster mit
A" folfltei eine n V '$uttd) ""MWach; die braunen Auen der Dame fünfer/’ Hef «"emh Tanzpaar. „Ei, Ma,e,tat, so sehet doch den feinen
l I>e, „der tanzet ja wie ein Franzos!"
u vs Statt sgsrÄ-Ä «Vös schüttelte er den Kopf, und sich der^türzk'»" wohlgefällig; dann aber irrt schöne Frau! Von ferne möckt mV'", sprach er: „Ihr •"fe » kl» mir nimmer !,"*gr“",y‘"b,n; M> "■ ’»■
f-ck! ..Ich »In'em SVKlgllS^eeVS!’ -»'1119'6”'1' WI Bem.
Prag?"9 ""i"n'e1, 6,r K-chg. „die bona, arte legt in unferm
-...»durfte er er.
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iXÄXXe^Xr"1 <Eu” Ä 4Ä SÄ Ws Ä »b.-»« durch ihre Wangen. b ra ' Woß ein Helles Freudenrot
hatte, hörte" m, späteren" Flesten 'bann h»gb^nia^re T Poris verbracht und als dieser dasprächtig! Pragv-rl .k^n»b" Geschichten,
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darum angegangen, warum er den, iunVn tiVs? Lberhvfmeisterin ihn lÄSi&to"-..........


