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llom Baikalsee läßt sich das Fortbestehen altertümlicher Tierwelten auf günstige geologische Bedingungen zurückzusühren.
” ngenöett wir uns von Asien Australien zu, dort lebt in zwei kleinen Nüssen der Lungenfisch C e r a t a d u s, ein äußerst träges Tier, das von ^ Ureinwohnern ohne Mühe mit der Hand gefangen wird. Ehemals batte er ein weites Derbreitungsgebtet, heute hat er sich nur noch unter dm ganz besmrderen Lebensbedingungen des alten australischen Festlandes ^Voii"der Eiszeit her haben sich in Mitteleuropa und in anderen Ländern Tiere erhalten, die man als Eiszeit-Relikte bezeichnet. Da in melen Füllen die Ansichten über diese Relikte noch auseinander gehen, seien nur einige Beispiele hervorgehoben, über deren Deutung man sich L f[arelt ist. So wurde der Strudelwurm (Planaria albina) in ter Mark Brandenburg nachgewiesen. Das Tier bewohnt heute die Berg- lünder der Hochalpen, ost bis zum Rand der Gletschertore und folgte dem Rand des abschmelzenden ordischen Gletscher-Schildes der letzten Eiszeit. — Bekannter ist das Vorkommen eines schr schinackhaften, ziemlich großen Fisches, der Maräne in dem tiefen Madüsee in Pommern. Das Tier kann nur in größerer Tiefe ablaichen und hat sich unter den günstigen LebensdMngungen des Madusees erhalten. Die Heimat des eiamartigen Fisches ist wahrscheinlich Schweden, doch wurde er auch im ßabwM= und Onegasee beobachtet. Neuerdings sind in Bulgarien und Mazedonien fünfzig Arten von Relikten-Tieren nachgewiesen.
Vielfach ist die Ansicht »erbreitet und z. T. auch in wissenschaftliche m übergegangen, die Tiefen der Weltmeere seien reich an aktertüm- tichm Tieren. In dieser Hinsicht hat aber die Tiefsee ungeheuer enttäuscht mid im ganzen nur ungefähr fünfzehn Arten von Tieren geliefert, die wir sonst nur versteinert kennen. Es ist dies also kn Verhältnis zu den ungeheuren Weiten der Weltmeere herzlich wenig. Es seien hier solche Arten hervorgehoben, die auch versteinert recht gut bekannt sind, z. B. der Krebs E r y o n, der sich in ausgezeichnetem Erhaltungszustand in den bekannten lithographischen Kalken von Solnhofen findet. Aus dem Reiche der Seelilien seien die P e n t a c r i n i t e n erwähnt, die bereits in den unteren Juraschichten Schwabens weite, fast undurchdringliche Wälder bildeten. An den Küsten Australiens leben heute noch schön verzierte Muscheln, irigonien, die sonst überall in der oberen Kreide aus- sterben. Ferner gewisse unregelmäßige Seeigel, einige K ö ch e r - chw8mme und Nautilus, der auf der ganzen Erde im Tertiär schon sehr selten ist in drei Arten. Auch der Haifisch C e st r a c t o n, der im mittleren Tertiär eine größere Verbreitung hatte, ist nur aus dem Stillen Ozean bekannt. Der Grund für das Ueberleben der geeigneten Sitten ist wohl, wie bei den oben erwähnten Beispielen, ein geologischer.
Die Zahl der Relikten-Tiere auf dem Festlande ist verhältnismäßig gering. Die berühmte Brücken-Echse (Hatteria) hatte im Altertum der Erde ein sehr weites Verbreitungsgebiet, sie fand sich z. B. zu Hunderten im Rotliegenden des Plauenschen Grundes bei Dresden. Heute findet man sie nur noch als Seltenheit auf einigen kleinen Inseln bei Neuseeland. Es liegt auf der Hand, daß nur dort die Lebensbedingungen für dieses äußerst empfindliche Tier günstig geblieben sind. Die Wildpferde waren früher in sehr verschiedenen Ländern der Erde zu Hause. Heute finden sie sich nur noch in der Dsungarei. Das Okapi ist mit dem fossilen Samoterium nahe verwandt, jetzt lebt es nur noch in einem winzigen Gebiet des Kongo-Urwaldes nordwestlich des Viktoriasees, wahrscheinlich ist es in feiner Ernährung an bestimmte seltene Urwaldpflanzen gebunden.
Eins der intereffanteften Tiere des Berliner Aquariums ist der berühmte Pfeiischwanz oder M o l n k k e n k r e b s (Limulus). Versteinert kennt man ihn bereits seit dem Buntfandstein an (also seit einem Zeitraum, der sich auf Grund neuer Methoden zur Berechnung der Umwandlungszeit radio-aktiver Substanzen auf einige hundert Millionen Jahre berechnen läßt). Eheinals war er in weiten Erdgebieten verbreitet, während sich das merkwürdige, höchst altertümliche Tier, das sich in dem erwähnten unerhörten Zeitraum nicht nennenswert verändert hat, heute nur noch bei den Molukken (Niederländisch Indien) und an schlammigen Küsten von Nordamerika findet. Gerade das Fortleben des Tieres in den genannten Gegenden zeigt, daß es in den dazwischen liegenden Gebieten nicht aus inneren Gründen, sondern infolge geologischer Veränderungen des Meeresbodens erloschen ist.
Höchst lehrreich in dieser Hinsicht ist auch die heutige Verbreitung des Tapirs. Allgemein bekannt ist fein Vorkommen in Mittel- und Südamerika. In einer sehr merkwürdigen Abart (Schabracken-Tapir) hat <r sich aber noch auf Sumatra, Malakka und in einigen Gegenden von Hinierindien erhalten. Die Trennung der beiden Arten ist schon tief im Tertiär erfolgt. Es ist nun leicht zu verstehen, daß dies harmlose und wehrlose Tier nur da fortlebt, wo es nicht durch den Wettbewerb anderer Tiere erdrückt wird. Der Steinbock, heute in Mitteleuropa nur noch in wenigen Stücken erhalten, war, wie vorgeschichtliche Zeichnungen, Schnitzereien und Skulpturen erweisen, ehemals viel weiter im Herzen Europas verbreitet. Wenn er bis zur Einführung der modernen Moro- waffen in den Hochgebirgen der Alpenwelt häufig war, so liegt das daran, daß er auf den Höhen der Alpen vor feinen Verfolgern sicher war. In diesem Zufammenhang fei auch das Mammut erwähnt. In weiten Gebieten von Nord- und Mitteleuropa war es häufig, ja am Ost- und Westhang der Pyrenäen drang es sogar in Nordspanien ein, ferner war 65 >n großen Teilen Asiens verbreitet. Nach Ansicht des Verfassers muß man die Ansicht vom Vorkommen zahlloser Mammutherden, in den Steppengebieten von Europa und Asien fallen lassen und annehmen, daß W sich um einzelne große Herden handelte, die ähnlich wie die heutigen Elefanten ihren ölten Wechseln treu blieben, auch dann als sich die ■v-ebensbebingungen verschlechterten.
3m Sibirischen Binneneis hat man im Lause der Jahre etwa zwanzig, zun, Teil ziemlich gut erhaltene Mammutleichen gefunden, ja es, war l°gar möglich, durch vergleichende Blutuntersuchungen die Verwandtschaft m>t dem indischen Elefanten nachzuweisen. Selbst die Nahrung dieser -i-'cre kennt man, da sie sich im Magen und auch zwischen den Zahnen gefunden hat. Cs ist nun im höchsten Maße wahrscheinlich, daß sich
diese Riefentiere in den weiten Gefilden Sibiriens wesentNch länger, wte in Europa gehalten haben. Das Aussterben des Mammuts In ©Wirten ist durch das Auskommen des Urwaldes bedingt worden.
Der Generalreeder.
Erzählung von John Brinckman.
(Fortsetzung.)
Nachher empfahlen wir uns und ließen uns ein wenig nach dem Tierpark fahren. Dia, da setzten wir uns in ein Zelt, und meine kleine Frau ließ sich ein Glas Eis geben, denn ihr brummte noch der Kopf von all den guten Ratschlägen der Frau Kommerzienrat. Und ich ließ mir ein Glas Zuckerwasser geben, denn mir brannte auch der Kopf ein wenig von der neuen Firma Maßfelt & Heuer und von des Herrn Kommerzienrats Madeira und Oporto-Portwein, und darauf langte ich mir eine von Maßselts Zigarren heraus, ließ mir vom Kellner einen Fidibus geben und dampfte so ehrenfest und vornehni vor mich hin, als wenn ich Aussicht auf die Gouverneurstelle in Gothenburg Hütte.
Als wir da so gemütlich faßen und die vielen Menschen vor uns auf und ab Vorbeigehen sahen, fiel mir ein junger Mann auf, der an einem Baume stillstand und scharf nach uns hinblickte. Es dauerte auch nicht lange, da tarn er gerade auf mich zu, nahm sehr höflich seinen Hut ab und sagte: „Entschuldigen Sie, ich mühte mich sehr irren, wenn ich mcht das Bergniigen habe, Herrn Martin Heuer vor mir zu sehen. „Zu dienen, mein Herr," sagte ich ebenso artig, „aber •— Herrje, Junge, bist du das, Gustav? Ja, wahrhaftig, er ist es. Gustav Schwank, alter Junge, wo kommst du in aller Welt hierher?" „Hab' ich mich doch nicht geirrt, aber" — sagte er bann und blickte sehr artig nach meiner Frau hin. „Das ist meine Frau, Gustav, wir sind erst vierzehn Tage verheiratet. Lotting, das ist mein alter Freund, Gustav Schwank." Er machte bann wieder ein sehr artiges Kompliment. Na, jo etwas lebt nicht! und wir schüttelten uns die Hand, daß es fo rechte Art hatte. Ich erzählte ihm dann, was mich nach Kopenhagen geführt hatte, und darauf fragte ich ihn, wo er so lange abgeblieben fei, und wie es ihm ginge, denn wir waren uns [eit rund zehn Jahren aus der Kundschaft gekommen „3e, sagte er da, „Martin, das brauchst du eigentlich nicht zu fragen. Sieh meinen Rock an, sieh meine Stiefel und meinen Hut an, damit hast du meine Geschichte. Mir ist es recht schlecht gegangen, und mir geht es bis auf diesen Augenblick ganz schlecht. Ich habe einfach kein Gluck gehabte die Kriegszeiten find mir immer in die Quere gekommen. Du weiht, ich bin Kaufmann geworden. Ich hatte eine schöne Stellung in Hamburg, und ich mußte fort, als Davoust kam. Nachher ging ich nach London. Die Firma, bei der ich arbeitete, machte durch die Schuld eines französischen Kapers Bankrott. Darauf ging ich nach Amsterdam, nachher wie- oer nach London, und jetzt komme ich direkt von New Orleans und sollte hier einen Platz im Kontor finden, aber da hatte wieder eine Eule ge- feffen, der Prinzipal ist vor sechs Wochen gestorben, das Geschäft wird abqewickelt, und ich sitze seit einem Monat rein auf dem Trockenen, und dieser Speziestaler" — und damit warf er ihn auf den Tisch — „ist der letzte Notanker, vor dem ich nun treibe."
' Er erzählte das alles so offenherzig, so kurz von der Leder weg und dabei doch so beweglich, meine kleine Loiting bekam habet die Augen voller Tränen. „Weißt du nicht Rat, Martin? Weißt du nicht eine Stelle für mich?" sagte er zuletzt, und das sagte er so traurig, und ferne Lippen bebten dabei, als wenn ein Matrose, Der auf dem Mast eines Wrackes auf hoher See treibt, seinen Leidensgenossen, der sicher und fest in der Takelung sitzt, bittet: Du, kannst du mir nicht das Tauende, das gerade zur Hand treibt, unter die Arme und um den Leib herumziehen und fest anholen, ich kann mich nicht lange halten, sonst muß ich loslassen; tu es doch, Bruder, um Christi willen, und wenn du willst, tu es rasch, die nächste Welle spült mich sonst nieder.
Mir war die Zigarre ausgegangen; mir war es, als wenn mir ein Kloß im Halse stäke, fo daß ich nicht sprechen konnte. Ich sah chn an. Da saß er vor mir, fo ein schmucker Kerl, wie sie der liebe Herrgott oft vom Stapel laufen laßt, schlank und fein und doch kräftig und stramm, blauschwarzes, krauses Haar über einer schlohweißen Stirne, die Brauen schmal und über der Nase zusammengewachsen, die Haut so zart wie bei einer Frau, nur ein wenig zu weiß und nur nicht gebräunt genug für einen Mann. Wohl war sein Tuchrock schon stark abgetragen, die Nahte fadenscheinig und verfärbt und die Knopflöcher ausgefasert, aber er war doch rein und ohne Flecken und sauber abgebürftet, der Rand des Filzhutes war sehr abgegriffen, das Hemd war aber rein und sauber w,e mein eigenes, unb'id) bin immer sehr eigen mit meinen Hemden gewesen. Mir kam es so vor, als wenn das schöne Gesicht auch schon ein wenig abgetragen und fadenscheinig war, das konnte aber wohl auch gerne von den Sorgen herrühren. Er war noch ganz derselbe, wie ich ihn als Jungen gekannt hatte, dieselben regelmäßigen, iveißen Zahne, dieselbe schmale, weiße Hand, er trommelte damit gerade wie in Gedanken auf dem Tisch, und schade war es, daß am kleinen Finger das letzte Glied fehlte, das war ein Raturfehler. , . ...
Schwank stammte eigentlich von Lübecker Eltern, aber ba diese früh gestorben waren, war er bei einem Vetter in Rostock groß gemacht. Er wohnte uns schräg gegenüber. Wir waren von klein auf ständig zusammen gewesen, hatten zusaminen auf der Ballaststätte Lochball gespielt und im Rosengarten Drachen steigen lassen, hatten zusammen bei Rolle rechnen, bei Rokott schreiben und bei Lionne tanzen gelernt, wir hatten aus ein und derselben Pfeife geraucht und zusammen im Sommer in der Warnow und bei den Schleusen am Mühlentor gebadet, ich hatte ihm Weihnachten von meinen Pfeffernüssen und er mir Ostern von seinem Schwaanschen Kuchen abgegeben. Er war nun in Not. in bitterböser Not, das Feuer brannte ihm auf allen Nägeln zugleich. Mir war es, als wenn etwas in mir rief: Hilf ihm, du kannst es ja, ohne daß du dir gerade das Fell von den Rippen schneidest.
Kurz und gut, ich half ihm. Er hatte keine anständigen Keiber, ich rüstete ihn von Kopf bis zum Fuß aus, vorn Stiesel bis zum Hut. Er


