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Dienstag, den 16. August
Nummer 65
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SiehenerZamilienbMer
Unterhaltungsbeilage zum Siebener Anzeiger
Zwischenfälle ereigneten. Und öfters war am spuren, welche Starte es für einen Mann bedeutet wenn er ohne Seckn und die Nachte tmrchsitzen tonn; es soll Journalisten der geAm Sorte geben, bie dem Kumpan solcher Nachte nicht leicht einen (Sei versetze?^" urob 4m »u-Hebe dem Rivalen gern einmal giftige €
Lust und gepflegt, Ruhm ernten gel
t.r sprach von nichts anderem. Er ,luu. ul Klrl
waren mit Bildern ehedem hochberühmter Bühnen- und Konzertkunstler, er schlug die Alben vor mir auf mit ihren Photographien Daguerreotypen waren die frühesten noch -, ordenbedeckte Fräcke fototon verschollen gebauschte Ballroben, ganz feere triviale ®®^er zumeist die in verwahrlosten Gräbern nun lanqe ' zerfallen roaren, und von deren Namen fein Nachhall mehr lebte Ich blätterte oft
„Das, lieber Freund, das war der Beste van allen."
Erzählung van Bruno Frank.
Geheime Kommissionsrat Heuduck, einst ein bewährter 0nnil„* SbS’&Ä mnr achtuMjebM, als ich1hn°tonn " Lute See nM*™r em munberbar frischer, gepflegter Greis, und er wirkte ftatmch, obschon er klein war: er war sogar so außerordentlick klein hnfc Lins 'ch.nur mittelgroß bin, seines SpLzierstock Mt aLgLe'ckL
^Heudiicks Bekanntschäst hatte ich in der akademischen Lesehalle ae- -81k9r(.1<^ £€t,ne 3U ihm. Er wohnte komfortobel, mit schönem Ausb ick, aus halber höhe des Burgbergs, auch gab es Weine HZ ib^ für die mir der Sinn nicht fehlte; vom Haut-Brion eines aewifken ^nhr' ^ng- spüre ich noch eben jetzt den sanftenBrand auf der Ea Sann war er der erste Mensch, den ich erzählen hörte Er erzähl iwi Ücker NFb vermutlich war ich nichts anderes für ihn als tin entbu-- „ -r wenigstens hat er für meine Lebensumstände niemals
snf>H8ertn8^fte 3ntere^ffe gezeigt. Aber nicht daß er erzählte wovon er er- Äm: oom Ruhrn^ ^Upfcfarf’e- Seine ®«frf?trf?ten handelten ja alle von , .,^uh m ist für den jungen Menschen ein großes Wort, mir jedenfalls '.dM es 'damals durch Mark und Bein. Später gibt sich das Man er- daß er Zufall, Mißverständnis, öffentliche Duinrnheit ist, man siebt bes Ruhmes heil ge Kranze auf der gemeinen Stirn entweiht" und denkt Lfe >Eeptdsches Teil. Für den Achtzehnjährigen aber war der ?pSwu>!che Greis, der fein Leben lang mit Ruhm gehandelt, Ruhm er- eholfen hatte, ein halbmagisches Wesen, r führte mich in ein Zimmer, dessen r ZI A S AVI-» tv -t« tv —’1 L I _ <YX •• < 11 .
3tuf"beimti@n'ntX’ "damals zwei Baritonsänger bei uns deren ® <Cr™. »echd«
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ndn. »er Ausdruck ist UjSr 3,äufs äußerste etitbron»! — oder auch ihn, das Derftanb fi*' beinnhp3 J.amP^c ™tr ättormger. Ich vertrat noch eng bei uns geradem r ihr^,\b^L93er^r tn^fc waren ja dazumal gegen Karra keinen s™ f«- Run, an mir hatte er
Freund. Er war für midf ein SfeAsP^5 f?nnen denken, lieber
Linste, und damit genug ^echskerl mit einer Riesenstimme, die mir alleck^Es wm ^ein^Efall^E^^ÄE neidische Arbeit schon
Jubeh Sturm, aufschlageude Brandung. Karra trat' zu mir in das “'Ä15*'1 «*' * u»d« w» 60 e*" ***’'
"Der sich nicht regt. Der so glotzt."
Leute tobend'' "m°3 reben ®*<? Zeigen Sie sich 'doch! Die
Er trocknete seine Stirn, nahm Notenblätter zur Hand und aina hinaus. Nun fegte sich das Brausen mit beglückter Elle. Der Begleit« Carra 3u9<,be' 24 öffnete den Türspalt ein wenA
„Denn es gehet dem Menschen wie dem Meh, wie dies stirbt, so stkrbt er auch, und haben alle einerlei Odem, denn es ist alles eitel. Es fährt ejnen Ort. Es ist alles von Staub gemacht und wird wieder qU öl'uUD.
Es klang mir wie Brahms. Ein Lied der hohen, der männfirfom Resignation. Und Karra fang sie alle vier, die „Ernsten Gesänge" die damals neu waren, und er endete mit jenem Wunderlieb, das auf 6en Wösten des Paulus schreitet: „Aber die Liebe ist die größeste unter
gen,
-aus mir Mit ten» ich sie ich ?ber sein
wsffen Sie, mein Lieber, Sie müssen sich unter solcken Slnariffen nichts Heutiges vorstellen. Das war alles vergfeichsweife zahm da hoben wir heute ganz andere Khemikalien zu verspritzen Aber Karra' war empfindlich er war geradezu hautlos, fär ihn Sgten die Dosm Er f4abete ihm das alles gar nicht in der Meinung der Leute
?r das, was dem zechenden Stimmkotoß zu seiner Wut eben fehlte- UÄg 5*s Äöffi“ .
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Schädel, «»,. KiairU, ««.ÄitÄSSft*;” “ •*»
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veganm würdig genug, mit der berühmten Arie für Ball am« hom miA Hai D°n §wrdel, es folgte, italienisch gesungen. Glucks schönes O del o dolce ardor , und dann wieder etwas Geistliches die Kantate 56 von ®a4 1- unter den zweihundert Kantaten von Bach vielleickü dip Mfer ^wiengste Er ang sie mit Meisterschaft, mit einem so Stommenen 3ci, Daß Ilch seliges Entzücken im Ta-al'C ausbreibe^e ^rh
burch mein Fenster und konnte bei den Leuten dmtlich se^n w- ^ berninrUhenr9'^-HUbe' Rlihrung die Gesichter neränSm Äfc
^ra gelangte zu Beethoven. Ich bemerkte, wie er seitlick ein mmii su Ftugel wegtrat, so daß er dem Ungerührten genau gegenüberftanb und so sang er nun nacheinander „Ich liebe dich" An die Aaffnnnn" Äwte*"" •*** - - •*? «* - W iä“Ä"X
Mozart-QuarLelt.
Don Hugo Salus.
TemM der Kunst, wie bist du, Wort, heut wahr' Biel hundert Menschen füllen deine Halle Und ftomm begeistert sind ein Lauschen alle, Bier Priester halten Hochamt am Altar.
Rhythmisch bewegte Luft! Wie wunderbar:
Mit ganz verschied nen Wünschen kamt ihr alle, Mann, Weib Greis, Jugend; jetzt dem schönen Schalle Beut durstend ihr die gleiche Sehnsucht dar.
Ihr Wlt euch erbentrürft und atmet kaum. Gewahrt euch Seligkeit der Heilige Geist Daß euer Auge taubefeuchtet glänzt?
Kein Geist, doch reinste Schönheit füllt den Raum. Wohlklang, der eure Seelen aufwärts weist Daß eine Rosenkette euch umkränzt....
Ein Konzert.


