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GiehenerZamilieichlätter
Unterhaltungsbeilage zum Gießener Anzeiger
Jahrgang 1921 Dienstag, den 1. Februar Nummer 9
Mozartmelodie.
Von Rudolf Paulsen.
Meine Geige singt, Wie mein Herz erklingt, Meine Lieder sind So liebleidvoll und leise. Summend wie der Wind Und ein Frühlingskind, Das sich zierlich schwingt So großen Augs im Kreise. Immer abendlang Geig' ich sanften Sang, Bis ich Frieden sand. So müd' im süßen Traum. Fährt ein Boot zu Land' An den Heimatstrand, Und nun ruht der Klang So selig unterm Baum.
Mozart.
Nach seinen Briefen von Romain Rolland.
Der folgende Effay über Mozart (von dem wir einen Teil bringen) ist eine Jugendarbeit Romain Rollands. Der kaum Fünfundzwanzigjährige hat ihn geschrieben. Und als er ihn 1891 veröffentlichen wollte, wurde er von keiner französifchen Zeitschrift angenommen.
Ich habe soeben Mozarts Briefe gelesen, die in jeder Bibliothek vorhanden sein sollten, denn sie sind nicht nur für den .Künstler interessant, sondern wirken wohltuend auf alle Menschen. Wenn ihr biefe Briefe gelesen habt, bleibt Mozart während eures ganzen Lebens euer Freund, und feine liebe Gestalt ersteht vor euch in allen Stunden der Not. Ihr vernehmt sein gutes, kindliches, heroisches Lachen, und ihr mögt noch so traurig fein, ihr errötet, wenn ihr an dieses so heiter getragene Elend denkt. Wir wollen diese schöne, erloschene Erscheinung wieder beleben.
Am meisten verblüsft bei ihm seine wunderbare moralische Gesundheit. Und sie ist um so erstaunlicher, wenn man an seinen von Krankheit untergrabenen Körper denkt. In ihm ist ein fast einzigartiges Gleichgewicht aller Fähigkeiten: eine Seele, die alles zu fühlen und alles zu beherrschen vermag; eine ruhige Vernunft, deren Kälte inmitten der tiefsten Gefühle (beim Tode seiner Mutter, in seiner Liebe zu Constanze Weber) erstaunt; ein den allgemeinen Geschmack und die Erfolgsmittel klar beurteilender Verstand, der sein stolzes Genie dem Sieg über die Welt anzupasfen weiß, ohne sich ihr zu beugen.
Diese moralische Gesundheit ist bei sehr leidenschaftlichen Naturen höchst selten, da alle Leidenschaft die Uebertreibung eines Gefühls ist. In Mozart sind alle Empfindungen vereinigt; aber er ist ohne Leidenschaft, bis auf eine, und die ist furchtbar: der Stolz, das machtvolle Gefühl seines Genies. •
„Der Erzbischof von Salzburg hält euch für einen aus Hochmut geformten Menschen", sagte ihm ein Freund.
Er sucht aber keineswegs diesen Hochmut zu verbergen. Wer es wagt, diesen Hochmut zu erwähnen, dem erwidert er mit dem Stolz des Zeitgenossen Rousseaus: „Das Herz adelt den Menschen; und wenn ich schon kein graf bin, so habe ich vielleicht mehr Ehre im leib als mancher gras, und Hausknecht oder graf, sobald er mich beschimpft, so ist er ein hundsfut."
„Das ist doch curios," fing ich an (als wenn ich nicht gehört hätte, was er gesagt hat) — er sagte cs zwei Witzbolden in Augsburg — „ich kann noch eher alle orden (die sie bekommen können) bekommen, als sie dos werden, was ich bin; und wenn sie zwei mahl sterben und wieder gebohren werden."
Er sammelt und berichtet mit einer gewissen Sorgfalt alle schmelchel- haften Worte, die über ihn geäußert werden.
. Er schreibt dem Vater, der Fürst Kaunitz habe zum Erzherzog Maximilian von ihm gesagt, „daß solche leute wie Mozart nur alle "hundert 8ahre auf die Welt kämen, und solche leute muffe man nicht aus teutsch- lanb treiben — besonders wenn man so glücklich ist, sie wirklich in der Residenz Stadt zu besitzen."
Auch haßt er voller Wut, wenn sein Stolz verletzt wird. Nach den Beleidigungen durch den Erzbischof von Salzburg „zitterte er am ganzen Selbe, und taumelte wie ein Besoffener auf der Gaffe, er blieb auch den folgenben Tag als gestern zu Haufe, den ganzen Vormittag aber im BE." — „Ich hasse den Erzbischof bis zur raserey." — „Wenn einer mtd) beleidigt, fo muß ich mich rächen; und tue ich nicht mehr, als er mir ttn8mian' f°. es nur Wiedervergeltung und keine Strafe nicht."
Wenn sein Stolz auf dem Spiele steht, ober wenn auch nur sein Eilte gesprochen hat, kennt dieser ehrfurchtsvolle und unterwürfige Sohn
keine andere Autorität an als feinen eigenen Willen. „Ich muß ihnen gestehen, daß ich aus keinem einzigen zuge ihres Briefes, meinen Datier erkenne! — wohl einen Datier, aber nicht den Besten, liebvollsten, den für feine eigene und für die Ehre seiner kinder besorgten oatter, — mit einem Wort, nicht — meinen Datier."
Er verheiratet sich, bevor er die Einwilligung seines Vaters er« halten hat.
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Wenn wir diese große und einzige Leidenschaft — den Stolz — von ihm nehmen, so finden wir die liebenswürdigste und heiterste Seele. Eine lebhafte und beständige, ganz feminine — oder b^fer gesagt: kindliche — Zärtlichkeit, die sich in ein paar Tränen, in ein wenig Lachen, in Scherzen, in lausend kleinen Dummheiten eines zärtlichen Babys gefällt.
Mit ihr verbindet er gewöhnlich eine unerschöpfliche Fröhlichkeit, die sich über ein Nichts belustigt Er ist immer in Bewegung, singt, hüpft, lacht närrisch über komische Dinge, noch häufiger, wenn sie nicht komisch sind, über gute und schlechte Witze — noch mehr über schlecht —, manchmal grobe, aber ohne Bosheit und ohne Hintergedanken, und über Worte, die sinnlos sind: „Stru! ©tri! . . . paller . . , Schnip Schnap . . . Schnur . . . Schnepeperl! . . . Snai! . .
„Mein Herz ist völlig entzücket aus lauter Vergnügen, weil mir auf bteier reise so lustig ist, well es so warm ist in dem wagen und weil unser gutscher ein getonter tert ist, welcher, wen es der weg ein bischen zuläst so geschwind fahrt."
Tausend Beispiele gibt es bei ihm für diese Fröhlichkeit ohne Grund, für dieses gesunde Lachen. Es ist das Pulsieren eines überschwellenden, gesunden Blutes. Seine Sensibilität hat nichts Nervöses.
„Ich habe" — schreibt er am 30. November 1771 aus Mailand an Mutter und Schwester — „auf dem Domplatz hier vier kerl hencken sehen, sie hencken hier wie zu lion."
Er hatte keineswegs das allgemeine Mitleid, das „Humanitätsqefühl" unserer modernen Künstler. Er liebt nur die, die er wirklicht liebt, d. h. feinen Vater, feine Frau, feine Freunde. Aber die liebt er sehr zärtlich, er spricht von ihnen mit sanfter und lebhafter Erregung, die das Herz verliebt und weich macht, wie seine Musik es tut.
„Als wir zusammen verbunden wurden fieng sowohl meine frau als ich an zu meinen; — davon wurden alle, sogar der Priester gerührt — und alle meinten, da sie zeuge unserer gerührten Herzen waren."
Er war ein ausgezeichneter Freund, wie nur die Armen es fein können, so drückte er es selbst aus:
„Die besten und wahrsten freunde sind die arme. — Die reiche wissen nichts von sreundschast!"
„Ich nennen nur freund und freundin eine Person, die es in allen Situationen ist — die tag und nacht auf nichts sinnt, als das beste ihres freundes zu besorgen — alle vermögende freunde anfpannt, selbst arbeitet, ihn glücklich zu machen."
Seine Briese an seine Frau — besonders die aus den Jahren 1789 bis 1791 — sprudeln über von verliebter Zärtlichkeit und närrischen Frohsinn. Sie sind kaum in Einklang mit der Krankheit, dem schrecklichen Elend und allen Sorgen zu bringen, die gerade diese Epoche zur grausamsten seines Lebens machten: „Immer zwischen Angst und Hoffnung. Er nimmt nicht, wie man vermuten könnte, eine tapfere Haltung an, um feine Frau zu ermutigen und ihr über die gegenwärtige Lage Illusionen zu machen; es ist vielmehr Mozarts unwiderstehliches Bedürfnis nach Heiterkeit, beffen er nicht Herr ist und das er selbst inmitten ber herzergreifendsten Traurigkeiten befriedigen will. Jedoch auch Mozarts Lachen liegt nahe beim Weinen, bet beglückenden Tränen, von denen liebende Herzen voll sind.
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Er war glücklich, obwohl keine Existenz härter als die feine war. Sie mar ein unaufhörlicher Kampf gegen Elend und Krankheit. Nur der Tod setzte ihm ein Ziel, — als er fünfunddreißig Jahre alt mar. Woraus entspringt also fein Glück? Vor allem aus feinem Glauben, der klar und ganz ohne Aberglauben mar; ein starker, fester Glaube, der keinen Zweifel kannte, ja ihn nicht einmal streifte. Es mar ein ruhiger, friedvoller Glaube, ohne Leidenschaft, ohne Mystizismus: Credo quia verum. (Ich glaube, mell es wahr ist.) Seinem sterbenden Vater schrieb er: „Wie sehnlich ich einer tröstenden Nachricht von Ihnen selbst entgegen sehe, brauche ich Ihnen doch wohl nicht zu sagen, und ich hoffe es auch gemis — obwohl ich es mir zur Gewohnheit gemacht habe, mir immer in allen Dingen das schlimmste vorzustellen — da der Tod (genau zu nemmen) der wahre Endzweck unseres Lebens ist, so habe ich mich feit ein Paar Jahren mit diesem wahren, besten Freunde des Menschen so bekannt gemacht, daß sein Bild nicht allein nichts schreckendes mehr für mich hat, sondern recht viel beruhigendes und tröstendes, und ich danke meinem (Sott, daß er mir bas Glück gegönnt hat, mir bie Gelegenheit (Sie verstehen mich) zu verschaffen, ihn als den Schlüssel zu unserer wahren Glückseligkeit kennen zu lernen. Ich lege mich nie zu Bette, ohne zu bedenken, daß ich vielleicht (so jung als ich bin) den andern Tag nicht mehr fein werde —


