Ausgabe 
12.11.1927
 
Einzelbild herunterladen

ganz grün uer« örnte Alte liefen le.

: um« i sich, ichen, r ein h ihr mden i ®e« lieber Stopf choln, crfch, -8 sie, nd)en in be« denn schnell

t

x

ht mit :<h die

S)o(t)= Rauf« autem ht bas Elek- | diesen * ürmen wahre haben, kurzen, \ Giebel < ) jener

Gesetz Fein- runnen filb er­

gangen r Seite dieses fer der stnübsr sich der en, um Fluten in" auf en leise in Dach [fe vom wohner n Zah- : bietet, gerissen her an­blieben, ich alle a nu m m Efeu norschen siK die Winkel

chwert", kunst in , kurzen reiz, die # . f e a u i hlt, daß ich aus« n einen ir nicht«

Schäfer schassen, ilten sich e r und lern, di« entrüstet i Wert« | UNd ßt' Treib« )au0, in znomiker

k

Spiel stören möge ..." , ,, . . ,

In der Epoche der großen Katharina beanspruchte kein germgererate der Fürst Potjemkin den Rus, der größte Schachspieler feiner Zelt zu sein Der Favorit der Zarin, der oft durch allerhand witzig« Einfälle seine Umgebung in Staunen zu versetzen verstand, bereicherte auch die russische Geschichte des Schachs durch zahlreiche belustigende Anekdoten. So erzählt man z. B., daß der Fürst, als er einst hort«. In Tula lebe ein Kaufmann, der ausgezeichnet Schach spiele, sofort befohlen hätten diesen zu sich zu rufen; von diesem Kaufmann aus Tula trennte er sich mm Überhaupt nicht mehr, auf den Pferdestationen überall SAuh fielet», reiste der Fürst mit seinem Partner, wenn ihn wichtige Staatsgeschafte riefen, durch das ganze unermeßliche Rußland. Da Potiemkin cm Schlas- losiokeit litt, soll es auch oft vorgekommsn sein, daß er mitten in der Nacht seine Bediensteten durch Petersburg schickte um i^ geeigndte Partner zum Schachspiel zu suchen Das Schachspiel gmg PotiemM über alles und wenn es nicht wahr ist, ist es mindestens nicht ,chlecht erfunden einst soll es sogar so weit gekommen sein, daß er, im Spiel versunken, nicht einmal die Abgesandten Katharinas empstng und sts im» verrichteter Dings wieder heimfandte ...

Im Jahre 1821 erschien in Petersburg das erste gedruckte Werk über das Schachspiel im Handel. Der Autor dieser Broschüre, U. Butrin^«, sagt u.a. folgendes:Es siegt mir durchaus fern, dieses Spiel zu ver« herrlichen und es in Porste ober Prosa zu besingen. Ich will muy lebig, sich dafür ein setzen, daß das Schachspiel eines von lenen wenigen Spielen ist in denen das Glück und der Zufall eine minimale Rolle spielen. Des­halb ist das Schachspiel auch ohne Geldeinsatz sehr mieressant zu sp-el-n Es ist in jeder Beziehung belehrend und fördernd. Seit urdenMchen Zeiten ist das Schachspiel in Rußland und außerhalb eine Lieblings­beschäftigung großer Männer gewesen. Die Militärs vor allem sehen in diesem Spiel eine Kunst, welche sie an die Kriegssuhrung gemahnt. Die Gelehrten halten es als Hebung ihres Griftes wert Diesem Urteil schloß sich auch der Dichter Puschkin an, der m den dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts ht einem, an feine Frau gerichteten Briefe f^eibt. Ich danke dir, meine Seele, daß du Schach spielen lernst; denn dieses Spiel ist sehr geistvoll und für den harnonischen Verlauf jeher Ehe un­schätzbar". Ueberhaupt war Puschkin ein leidenschaftlicher Schachipieler. der sich beim Spiel sehr ereiferte und beim Verlieren oft in unglaubliche Wutausbrüche verfallen konnte.

Schack-Spisl im allen RiLtzlanL.

Von s'iarrg v. Hafferber g.

Ueberall und immer, wo und wann heute in der Welt Schachwstt- kämpfe stattfinden stehen die Russen in der ersten Reihe; Al jechin, Bogoljubow, Niemzowitsch und eine ganze Reihe ihrer Lands­leute haben den Russen den bereits fest begründeten Ruf geschaffen, nut die besten Schachspieler der Welt zu sein. Welche Eigenschaften, des Jn- tellesi- und Charakters es find, die die Russen zum Schachspiel besonders befähigen soll nicht hier untersucht werden Aber breite Kreise der Lestrsckast wird es interessieren zu erfahren, daß das Schachspiel m Ruß­land bereits seit Jahrhunderten populär ist, und aus einer kurzen Geschichte der Schachspiels im alten Rußland ist zu ersehen, welche historischen Per­sönlichkeiten ihm besonders abgelegen haben und wie die Entwicklung war, welche da- Jnie^ekle für das Schachspiel in «MtV-v* allmählich durcy- gemacht hat .

Erstmalig bekannt wurde das Schachspiel in Rußland etwa im 13. Jahr­hundert. Genauer gesagt, waren es die Tataren, welche, als sie das Land unterjocht hatten, die Russen das Schachspiel lehrten. Die Tataren waren, wie alle Asiaten, schon dazumal sehr befähigte Schachspieler. Es ist be­kannt daß Timur, der tatarische Chan und grausame Wekteroberer, ein großer Liebhaber des Schachspiels war. Sein Partner war der bekannteste Schachspieler feiner Zeit, der persische Dichter und Rätfelrater Alr- Schantrandschi. Während der Rastperioden zwischen einem blutig verwegenen Feldzug und dem anderen, saß der große Eroberer in fernem reich geschmückten Zelte und spielte friedlich mit dem persischen Weisen Schach ... _ .

Das Schachspiel galt im alten Moskowien lange Zeit da von den unreinen Tataren" eingeführt, alsSünde" undnicht Gott gefällig . Es war aus diesem Grunde streng verboten. Aber dessen ungeachtet, trotz aller Verbote und hohen Strafen, verbreitete sich dasketzerische Spiel m Rußland außerordentlich schnell. Die kulturellen und handelspolitischen Beziehungen des alten Moskswiterreiches mit dem Auslande die be­sonders im 15. Jahrhundert sich rege zu entwickeln begannen, verhalfen dem russischen Volke u. a. auch zu einer immer intimer werdenden Kennt­nis des Schachspiels, das jetzt auch von Westen in Rußland emdrang. Nach Berichten zahlreicher Ausländer, die damals Moskau besuchten, verstanden sich di« Russen ausgezeichnet in der schweren Kunst des Schachspiels". In einem deutschen Bericht vom Jahre 1616 hieß es bet«

hegte, als Gast wohnte. Köstlich war der Blick, den bet Junge Dichter f von seinen Fenstern aus genoß. Das Auge schweift weit über die JBaUe und Festungswerke der mittelalterlichen Stadt und ruht auf den frucht­baren Sihlseldern und stillen Ufern der Limmat. Der Zurichsee mit {einer bewegten Fläche und unendlichen Manmgsaltigleit schimmert blau zwischen Bergen und Tätern. In der Ferne locken die Alpen und wecken Träume und Sehnsucht. Ost und heiß hat das Dichterherz, das noch mu jeder Faser an der geliebten Lili hing, beim Betrachten dieser Wunder­welt in Heimweh und Verlangen gepocht.

Der Zürichsee ilt wohl der liebreizendste unter den Schweizer Seen. Er hat nichts . sires und Pathetisches. Sanft steigen seine Ufer an mir grün prangenden Wiesen und gesegneten Rebhugem, zwilchen denen sich Flecken Dörfer, Villen eingenistet haben. Seit Jahrhunderten tragt bet See seine zärtlichen und stürmischen Weisen zu ben. grauen Mauern und uralten, herrlichen Bäumen, die gigantische, phantastistije ncystten m seine Tiefen werden. Diese Schlösser und Landhäusermit ihrer wirklich auf dem höchsten Punkt stehenden Kultur" bergen Schatze und Kostbarkeiten, vor denen der junge Goethe bewundernd und ftaunenb stand. UntDiber= stehlich zogen der See und seine ländlichen Ufer ihn an. ~ a-e > führten hat er mit den frohen, übermütigen Freunden unternommen, unb oft genug flana es auf den Wellen von überfchäumendem Lebensgluck. Da gmg es anders zu, als in Klopstocks Tagen, wo man Oven fang unb den Handschuh der geliebten Frau küßte. Hier waren Sturmer und Dränger jufanunenge.ommen, in denen Götz und Wsrlher spukten. In Versen unb Reimen, die zum Teil in Goethes Tagebuch verzeichnet sind, machte sich die ausgelassene Stimmung Lust:Ohne Wein und ohne Weiber, hol der Teufel unsere Leiber!" Oder die Verse, zu denen der zweite Schreiber die Reime finden mußte i Affen geschaffen: Laus Schmaus. Inmitten die er Scherze unb Lieder aber findet sich das wundersame Goethesche Eeoicht:

,U»d frifche Nahrung, neues Blut

Saug ich aus freier Welk."

Manche am See gelegene liebliche Orte, wie Richterswil und Stäfa, haben den jungen und später den gereiften, durch Italien geklärten Dichter gesehen. 21m HausZur Krone", auf der Landstraße nach Richterswil, wo er längere Zeit weilte, steht eine Gedenktafel zu Ehren des unsterblichen Mannes. An dieser Stätte hat er nie vergessene Tape voll Gluck und Fri-den aenosien.Ich wollte, du könntest nut dem Kleinen auch daran tei(nchnvn", schreibt er an Christiane. In feinerEinsamkeit hat Eoetbe die Tage am Zürichsee in zarten Pastellfarben gemalt Auch in Wilhelm Meisters Wanderjahren", in dm Schilderungen der Weber und Spinner finden sich lebendige Anklänge an diesen Aufenthalt. Der Dichter hat das emsioe Bott, das an den blühenden Ufern dem neu aufgekom­menen G'werbe oblag, oft besucht. Er ist in die Arbeitsstuben getreten, um atz,' Hantierungen und Kunstgriffe kennenzulernen. Einen besonderen Reiz bot hac Bild des Sees an Markttagen, wenn die ländlichen Bewohner nach erlcdiotem Geschäft aus Zürich in ihre Dörfer znrückkehrten. Die Fluten sind mit Schissen und Kähnen belebt, von denen jedes dem andern ziwormkommen suckt. Ties und tiefer färbt sich das Wasier von der Glut der untergehenden Sonne. Der Mond stecht auf mch wirkt Silbernetze auf die blanke Spiegelfläche. .

Heilte wohnen an den Hangen des Zurichfees rein« Weber mehr. Die 'Ne'^üt hat den Spinnstiihl zerschlagen. Aber Land und Leute haben sich nirbt c-'iinhert. Der See, der den Ruberschlag des jungen Goethe gefühlt hat, öffnet jedes Jahr feine Märchen und Geheimnisse allen, die in ihrer Seele 'bie Sehnsucht nach ben Bergen und die Liebe zu den Wellen tragen.

sonst bei der Aussührung all seiner Bestialitäten zur Hand gegangen m®. Um des Zaren Gunst zu erringen, waren überhaupt viele Bojaren stets bemüht, das Schachspiel zu betreiben und lernten es schließlich neben ... °

Allmählich, d. h. nach dem Tobe Iwans bes Grausamen, wurde- b® Schachspiel zu einer Lieblingsbeschäftigung berstillen unb fanften rusp- scheu Zaren. In ben alten Verzeichnissen bes zanschen Inventars fmbtt man beispielsweise folgenbe Objekte erwähnt:Schachfiguren aus Pvv- gelten",Schachfigurm aus bunten Edelsteinen",silberne und goldene Schachbretter" ufw. Im Bedientenheer des zarifchen Hofes waren eme ganze Anzahl vonSchachdienern" zu finden, bie lediglich für die Beauf­sichtigung, Reparatur und Neuanfertigung der Schachsiguren und Saftnh- breiter zu sorgen hotten. t .

Wahrend der Herrschaft des Zaren Alexey wurde da» Derbar des Schachspiels offiziell ausgehoben, die schweren Strafen für BeNtotze gegen das Schachverbot fielen fort unb gewißen privilegierten Kreisen des Adels ward formell gestattet, dem Schachspiel zufronen . .leyms sich aber die allmächtige Kirche gegen dis Ausbreitung diesesteuflischen Spiels auf, sie nannte esHexerei und Aberglauben und, verdammte es. Einer der größten Verfolger des Schachspiels war der Moskau« Metropolit Daniel, der in seinen Predigten zu beweisen versuch^ daß diesesWerkzeug ber Dämonien" bereitsvon den heiligen Aposteln be­kämpft worden wäre. Indessen hatte die Kirche mit diesem Agitanons» feldzug ausnahmsweise nur wenig Erfolg und mutzte iyn- halb emjtene». I In einem alten russischen Kirchenwörterbuch, vorn Jahre IE wurde das i Schachspiel schon alsSchlauheit ,Witz,VerschlasisnhÄt gedeutet, unter welchen Worten nicht etwa Betrug, sondern dieFähigkeit des ' geistigen Erfolges" verstanden werden sollte:

: Mit P e t e r d e rn G r o ß e n, der ein guter Schachspieler war wurde

l das Schachspiel auch in breiteren Kreisen populär. Stuf den prunktvollen * Assembleen", die er zu Ehren seiner Gattin Katharina gab: gehör« das Schauspiel zu einer der hauptsächlichsten B^ustigungen Der hal.

; steinische Edelmann von Bergholz, der diese Assembleen beschrieben hat, erzählt, daß in den Zimmern, wo nicht getanzt wurbe,^ folfletüe Gegenstände unbedingt vorhanden sein muhten:ein Tisch mit Tabaks-

, pfeifen, Tabak und Holzspäne, außerdem mehrere große Tische mit Schach- i und Damefiguren ..." Liefe Assembleen Peters des Großen waren eigent- i sich die ersten russischenKlubs", wo das Schachspiel emgefütjrt wurde.

Auch die Geistlichkeit, die einst das Schachspiel so heftig verdammt hatte, : besann sich nun eines Besseren und begann, dem Beispiel Peters fol­gend, dieses Spiel hoch zu schätzen: ein russischer Kirchenfurst der da. maligen Zeit frönte gar dermaßen leidenschaftlich diesemteufliMn Spiel", daß er in seinem Kloster, wie die Legende behauptet,die Kirchen« glocken abnehmen und verkaufen ließ, damit deren Klang ihn ntcht beim

' fofetsroeife, daßdie Russen das Schach sehr geistreich und ausdauernd üben; in diesem Spiel sind sie so kunstgerecht und seinsmmg, daß sich wohl nicht so leicht ein anderes Volk, außer dem deutschen, mit ihnen messen könnte". ..... ,. . ...

Der Engländer Jerome Hoarsey erzählt m feinen Memo,reu über bie Leidenschaft Iwans des Graufamen zum Schachspiel. Ja, der Zar starb beim Schachspiel: kurz vor seinem Tode befahl der Grausame einem seiner Favoriten, Rodion Birk in, Schachfiguren unb Brett zu holen unb versuchte selbst bie Figuren aufzustellen, was ihm auch gelang. I Dochnur ben König," erzählt ber abergläubische Hoarsey,vermochte - ber Zar nicht auf feinen Platz zu stellen; nachbem er alle anderen Figuren, : bis auf den König, richtig hingestellt hatte, versagten ihm plötzlich bte - Kräfte ..." Der Zar starb, ohne diese Partte beendigt, ja eigentlich I begonnen zu haben. Einer der beliebtesten Partner bes graujamen Zaren mar übrigens ber berühmte Henker Maljuta S t u r a t off, der ihm