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Konstantinopel.
Von Theodor Dciubler.
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»u fassen, sich des leitenden Fadens im Labyrinth der Ereignisse zu ^Wenn wir uns bange machen lassen wollten, könnten wir ja wirklich an jenen „Untergang des Abendlandes" glauben, der neuer- dings so vie^Duchauflagen erlebt hat. Aber trotz alten, und alten wollen und brauchen wir das nicht. Vielmehr toirö uns em einfach« geschichtlicher Ueberblick gute Zuversicht geben.
Will man die großen Perioden einseitig überwiegender Zivilisation bloß so als Aiederungs- und Verfallszeiten ansehen so waren die Aspekten heutzutage freilich schier noch bedenklicher, als fies zur Zeit des Zusammenbruches des altrömischen Weltreiches waren, denn diesmal geht's ins Allgemeinste, handelt sich's um die ganze
vernichten könnte. Wir haben wohl auch zu berücksichtigen, daß die asiatischen und afrikanischen (das Beispiel Chinas lehrt es) ihrem Wesen nach viel zu statisch bestimmte Rassen sind, als daß sie in dem Sinne wie die weihen es sind, dynamisch expansive werden konnten. Es muh ausgeschlossen erscheinen, dah Europa noch einmal eine Mongoleninvasion zu bestehen hätte.
Es ist also (aller Verlauf der Weltgeschichte vom Römischen Reich bis zu unseren Tagen her beweist es) zu äußerlich geurteilt, wenn die Theorie aufgestellt wird, es sei eine Periode vorwiegender Zivilisation immer eine solche des Verfalls und Riederganges. Vielmehr muh sich jedem Aufmerksameren gerade die ungeheuere Weit- und Menschheitsmission der Zivilisation aufdrängen.
Wir Europäer haben seit der Renaissance mit immer rapiderem und erstaunlicherem Aufstieg den Fremdvölkern unsere Zivilisation und Technik übermittelt: doch tritt, trotz aller äußeren, eigensuchttg- materiellen Zwecke, die dabei verfolgt wurden, die höhere, vorve- stimmte Weltmission, die wir damit vollzogen, immer unverkennbarer zutage: tritt zutage, daß der Geist, der die Menschheitsgefchicke lenkt, mit dem Mittel der Zivilisation den organischen Gleichgewichtszustand einer sich vollendenden Menschheit zum Ziel hat. tenen „Untergang des Abendlandes" aber in dem Sinne zu befurchten, daß die asiatischen Fremdvölker die weihen Rassen mit dem.Mittel, das sie erst von ihnen empfingen, ablösen könnten, muh unzulässig erscheinen. Vielmehr hätten die Fremdvölker von Europa noch em Wichtigeres zu erwarten, als die Vorteile eines äuheven weltzivüßatorischen Komforts. . , ,, .
Sind wir nämlich berechtigt, das Gesetz aufzustellen, daß un Verlaufe der Entwicklung sich immer große Kultur- und Zivilisativns- perioden ablösen, so kann sich die Entwicklung einzig dahrn vollenden, daß nach erreichter allgemeiner Weltzivilisation auch die geistige Kulturentwicklung sich erfüllt. Es kann nicht in Zweifel stehen, dah auch das große Friedenswerk von Europa, den weißen Rassen, ausgehen wird. Wer aufmerksam in die äußere Änruhe des heutigen großen Werdevorganges hineinblickt, wird, und gerade bet uns tn Deutschland, die Ansätze dazu gewahrem
Damit setzt ein Ereignis von ungeheuerster Bedeutung etu. Denn wenn wir es als eine einbeschlossene Tendenz des Weltreick)bildu.iigs- prvzesses anzufehen haben, dah eine allgemein meiischheitliche, ztvilt- fatorisch-oraanisatorisch zusammengesahte Gemeinschaft erreicht wurde, und wenn zunächst eine solche der Miitelmeervölker. unter schließlich htltutelkv und zivilisatorischer obmacht der Germanen Mltanderam. so sehen wir wie sich nunmehr diese europäische GemeinühxiN nach end>,ä'.-:rger .'lusg'.eichung der uechwirkeudeu Gollerwanderungsuurrche. mit getva'.tigiier H»paniion über allen Erdkreis hin erstreckt. Go wird dlmeriie. enideckt. zum erstenmal der Grdball umiegell, cer Seeweg nach Indien gesunden, ftnd von da an der iineruort rapu e Ausstieg der europäischen Zivilisation der Technik. In umner mächtigerem Ausmaß erhebt sich die Kolonisation. Die Spanier Portugiesen, die dann von 6en Holländern und Franzosen abgelost werden, bis sich endlich, sie alle überflügelnd, der gewaltige, umfassendste englische Weltimperialismus erhebt, und drüben, jenseits des großen Wassers, die, jedoch im wesentlichen germanisch bestimmte, „Kolonie der Menschheit", die nvrdamerikanische Union.
Das Endergebnis dieser europäischen Expansion ist die allgemeine Welt- und MenschheitszivAisation, die morgen eine vollendete Tat-
Schlle^das' wirklich zum „Untergang des Abendlandes" führen?
Es ist wahr: Japan har sich europanisiert, ist als gleichberechtigt tn den Kreis der Weltgrohmächte eingetreten, so auch europanisteren sich der Islam, China und Indien, auch die Schwarzen schicken sich an, sich selbständig zu machen. Und damit scheint sich Europa eine ungeheure Gefahr heraufbeschworen zu haben. Das Mittel, mit welchem es seit der Renaissance die Fremdvölker unterworfen und für seine materiellen Zwecke ausgenutzt hat, nahmen diese auf, lerntet es immer geschickter handhaben, und nun wenden sie es an, vielleicht nicht nur sich selbständig zu machen, sondern es gegen dte zu wenden, die es ihm brachten. Die Weltmission der halbaftatisch-russischen Sowjet-Union und ihr so tiefgreifender Einfluß in Asien scheint darin zu bestehen, dieser Gefahr des Selbständigwerdens der astatischen Völker nur um so mehr Vorschub zu leisten.
Also bas Gespenst der „gelben Gefahr", der spukende neue Weltkrieg, in welchem sich die gelben Völker gegen die weihen erheben (die Union auf der Wacht am Pazific), dieser gewaltige Austrag droht wohl wirklich. Zweifellos wird er der Weltherrschaft Englands über kurz oder lang das Ende bereiten, sie zerbröckeln machen. Um ihm zu begegnen, wird Europa sich zusammenschliehen müssen, dabei gut tun, mit dem, wie halb asiatischen so doch auch wieder europäischen Rußland einen dauernden Modus vivendi zu Md en, und hier könnte, muh eines Tages Deutschland seine besondere Rolle spielen, hierin seine Weltaufgabe erkennen.
Doch ob sich der Austrag wirklich durch die Gewalt der Waffen oder auf friedlichem Wege vollzieht: die Fremdvölker sind nicht mehr das, was sie waren, es kann nicht anders sein, als daß sie mit dem Mittel der allgemeinen Weltzivilisation sich selbständig machen und zu organischen Interessenkomplexen zusammenschlietzen. Andererseits aber werden sich die weißen, europäischen und amerikanischen, Dolle« behaupten. Denn es wäre eine Naturwidrigkeit, dah, wenn sie den Menschheitsvölkern ihre Zivilisation als allgemeine Weltzivilisation gegeben haben, der Aus ström, um es so auszudrücken, feinen Quell
Aber sehen wir uns das doch eiwas genauer an. Da ist im Altertum von Kleinasien her der immer weiter ausgreifende Wellenschlag der Weltreichbildungsabfolge, bis er sich über das griechisch-mazedonische Weltreich her mit dem römischen vollendet
Und was war das römische Weltreich? Die Zusammenfassung aller Mittelmeervölker, der kleinasiatischen, noridafrllamschen, derer des gesamten europäischen Mittelmeerrandes mit Gallien hinzu und tief in Germanien hinein zu dem Gefüge ein der gleichen staatlichen und zivilisatorischen Organisation. Zwar zerbrach dies Gefüge, doch Meb der Gesamtbestand als zivilisatorische und christianisierte Einheit.
Dann aber haben wir den tiefbedeutsamen Umstand, dah tn Der Völkerwanderung sich von Asien her die Mongolen, von Osten und Norden her die Germanen zu dieser Einheit in Fühlung brachten. Die Mongolen wurden schließlich zurückgeworfen, die Germanen aber hin- zugefügt. Die große welthistorische Bedeutung Der ®ermanen beäeid)‘< nend, erhob sich das „Heilige Römische Reich Deutscher Nation . Wenn wir nun die deutsche und sonstige europäische Geschichte, alles in allem genommen, als die vorfchreitende Ausgleichung der durch die Volkeir- wanderung hervorgerufene Unruhe anzusehen haben, so erreichte sie, wieder alles in allem genommen, ihren Abschluß nut der -Renaissance dahin, dah sich die Wissenschaften, die Erfindungen und Entdeckungen erhoben, also sich ein Fortgang, eine Steigerung der vom römischen Weltreich nachgebliebenen und ein für allemal weiterdauernden allgemeinen Zivilisation des christianisierten und tn diesem einheitlich zusammengefaßten Europa ereignete, bei von nun an -gender Bedeutung der Germanen.
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Einem Reisenden, der aus dem Schwarzen Meer in den Bosporus einfährt, enthüllt sich ein, durch überraschende Baume, marchen^ster Süden, eröffnet sich unsers Himmels allerolaueste Wunderwelt: gelangt er dann, an Marmorschlössern vorbei, zum Goldnen Horn, so umgaukell ihn das bunte Morgenland. Auf diesem Zauber bericht der Ruf von Kon- stanttnopels unvergleichlicher Schönheit. Wenn man über ©a omeiec un- sSnniae Industrieanlagen dinwegsehen tarnt, jo wird jun«. ber_ - 2-po.us t.nun entiäustden: was mich aber am meisten genort h«, 'md mr-ner \ nieder die protzigen Villen, nach europäischem Muster, cm besen.w» swden der berühmten Meerenge, gewesen. Der Retz der wundechuchmen Städte und Dörfer aus schwärzlichen Häusern ist nunmchr hinweg. Und Konstantinopel selbst, ist es noch Königin zweier Weltteils t
In Galata drängen sich die häßlichsten Gebäude ^s Örient5 -Mutest in einem ins Türkische verbogenen Jugendstil ans Ufer. Ganz Gaicua, darüber Pera, sehen miteinander wie eine nicht fertig genwdxne amert- kmiische Seestadt aus! Aber Stambul? wird man voll Erwartung fragen. Ich habe wegen Quarantäne zwei Tage lang vor Konstantinopel gelegen und somit alle Muße gehabt, um mir zu überlegen, warum mir auch Stambul, vom Meer aus gesehen, nicht den erwarteten Eindruck gemacht hat. Ich möchte nun die Grunde meiner Enttäuschung auseinandersetzen. Es'stein Vorzug der Konstantinopeler Landschaft, .dah die Maße des Gowenm Horns und Bosporus, den hügeligen Gelanden auf asiatischer, befoiwers aber den noch niedrigeren auf europäischer Sette entsprechend, nicht allzu großzügig sind. Nun aber liegen Riesendampfer tm gedrängten Haftn vor der Galata-Brücke, unterm Serail; dadurch werden die ursprünglich harmonischen Verhältnisse des Ausstieges von Stambul au-> dem: Meer gedrückt, verkleinert. In diesem Sinne gleicht auch der Bosporus emer halbumgebauten, dereinst ehrwürdigen, nicht allzu breiten St ratze, durch die moderne Fahrzeuge, wie Tramway und nefenyafte Lastautos, lagen. Ferner haben die heiter geschwungenen Umnßlimen StEbuls melfach Einbuße erlitten: man hat nämlich zu viele ungeheuerlich-plumpeNutz . bauten neben die stadtkrönenden Moscheen auf den sieben Hügeln des , zweiten Roms gesetzt. Nirgends kann mehr das Auge von hehrem zu hohem und weiter schon zu herrlichem Gotteshaus, ° ^Wohlgefallen, schweifen: die ehemals dem Boden hold entwachsnen Minaretts steyM jetzt wie Riesenkerzen unrhythmisch auf häßlichen Steinkasten. Born ~utm ,„A von Galata ist die berühmte Sicht auf Stambul auch heute noch grotz arttg: beinah aus der Vogelschau schwebt da der Blick zu den aj r ordentlichsten Moscheen, die, jo gesehen ihre Umgebung noch deutsch überragen. Bloß der für solche Nachbarschaft unzähliger und MaukM Minarette zu plumpe Feuerturm Stambuls stört sofort den weithin gebreiteten Eindruck der dichtbebauten Halbinsel von ByzaM, fonnig das Marmara-Meer aufbfaut und das Auge über ferne freui Fernen bis zum bithnifchen Olymp hmausschwannen laß Scho sruy im Herbst silbern des ttarumriffenen Berges schneebedeckte Hohen au traumhafter Weite zu der weißen Riesenstadt mit den zierlichen Mino s retten, wie leicht dahinschwebend, herüber. Bald aber fallen einem, flera« vom Galatatürm, viele Brandstätten Stambuls auf; häufig bnchtda f Feuer aus; und die freundlichsten Holzhäuschen der Türken fallen iym zum Opfer. Was dann aufgebaut wird, ist durchaus ^fteteib.
fogenannt moderne, geschmacklose Europäerhäuser beeinträchtig . hier täglich ärger den großen Glanz der m°rgerllandifchen StM. Man^ Stadtteile, welche die Uarnmen weggerafft haben, fmd überhaupt - wieder aufgebaut worden. windel
Ein Bezirk Stambuls, wo etwa das uriprünalicbe Byzanz segrun


