n Mann ich schon ... aber bst nicht.
ugen, in t gewußt
an mich, den von gelassen,
hens gern, große e krachte n runde» ter dem -Zeit die rne hatte i Viertel cer Deut
er reden, it mir in
-rschlagen artete ich
es ohne
von Un
heil; wie- ieMoiung, ihn nach
Vorschein i mit der
nicht be- z sie quitt
auch die viel 51»< - In der habe die en Reden ; an sie cht gar so > in seiner m verstand
:ilen. Daß b hätte er och etwa» nmer? — gesperrt?'
Verrat — t hatte im auch sein ihm nicht a rüber ge- ahren ließ e dränate, das Geld siegt hatte r. Es gab tigen, uns n der man erschaffen nglück auf- m Hinter- ücksstunde, >r — nicht Und wäre
n.
en Bäume i gläsernes veilen fern die beiden, ich ja nicht den WaÄ ie still. Es dazu nach m uni die he Schnee- man näher y zwische" n, um den -n gehalten wenn man
, Gießen.
Kummer 87
Dienstag, den Kooember
)ahrgangM7
mein Leben,
wenn es
tragisches, wie denn bereits die biblischen Propheten, Sprecher nur ihres Volkes, ihrer Nation, im
und voller Aufgaben. —
An die Freundschaft
Von Friedrich Nietzsche.
Wohin am, übervoll vom Glücke der
Nimmer zag' ich, siegreich bleibt mein Leben, glüht fein Abend einst unendlich in deiner Sonne.
r i f t e n" nun ging bei Paul de ,rten — (seine wissenschaftliche
«paul de Lagarde» ein Prophet des Deutschtums Zu feinem 100. Geburtslage.
Von Dr. Karl Nerthus.
hilfreich nahst du uns, Morgenrot im Blick, und ewiger Jugend treues Pfand in der heil'gen Rechten.
Heil dir, Freundschaft, meines Schicksals Bürgin, fernen Siegs Gewähr und Vorspiel! Mag die Zukunft Schlimmstes bergen, Schmerz und Qual und bittre Feindschaft
Es läßt sich kaum abjehen, was aus Deutschland hatte werden können, den Sinn seiner Siege, der von 1866 und 1870 zum Beispiel, gleich erfaßt hätte. Indessen scheint hier doch ein Naturgesetz gradlinig den einzig steilen Aufstieg zur und Erhebungen immer "i denen das Ganze
Neben diesen „Deutschen Schriften" nun ging bei Paul de Lagarde ständig die Reihe seiner Gelehrten — (feine wissenschaftliche Fruchtbarkeit nannte ein Engländer „phenomenal even in Germany , phänomenal selbst für Deutschland!,) - bis ihn.?«? 22. Dezember 1891, mitten in seiner Göttinger Tätigkeit, eine heimtückische Krankheit dahm- raffte. In der Gedächtnisrede auf ihn sagte W 11 a m o w i tz, „daß er m mehr Sprachen Texte drucken ließ, als alle seine Amtsgenossen m Göttingen auch nur buchstabieren konnten". Dennoch lag ihm eigentlich immer nur fein aktiv-moralisches Einwirken auf die Zeit und Zeitgenosien am Herzen, indessen konnte er sich erst bei höheren Jahren eines lebhafteren
zu bannen vermochten.
So haben auch wir Deutschen — mag es denn erst heute mit voller Klarheit, aber zu desto größerem Segen für die Zukunft erkannt werden! — in der freilich leicht verhängnisvollen Luft des Siegertums, des tatsächlichen Nachlasses ethischer Energien im Taumel der „Grunderjahre , und dennoch niemals ganz verloren; hätten wir nur auch damals schon ; die Ohren gehabt wie heute, wir Hütten sie sämtlich in den siebziger und achtziger Jahren bereits hären und beherzigen können, diese Vorkämpfer wahren innerlichen Deutschtums — keine geringeren als Jacob Burck- hardt, Friedrich Nietzsche, Karl Hillebrandt, Paul de Lago r b e. In gewissem Sinne gehören auch Gustav r e n t a g und Heinrich v. Treistschke noch hierher, aber an persönlich-tiefer Leidensfahig- teit und tragisch fast gewollter Vereinsamung rücken doch nun hauptsächlich diese beiden, Nietzsche und Lagarde (obwohl äußerlich ohne Berührung geblieben) dem heutigen Blick immer enger zusammen.
Paul de Lagarde — übrigens nicht französischer Abstammung, nur den Namen der Adoptiveltern führend, sein Vater hieß Bötticher und war Lehrer am Friebrich-Wilhelm-Gymnasium zu Berlin war freilich der um volle siebzehn Jahre Aeltere; um so eher werden wir einen Em- ; fluß des schon vor seiner Göttinger Professur (seit 1869) als politisch- ; kultureller Schriftsteller hervorgetretenen Mannes auf, den , jüngeren Nietzsche annehmen können, als gerade hier das von diesem ja immer gesuchte Vorbild von „gaya scienza", von fröhlicher, d. t. kämpfender, streitbarer Wissenschaft lebenslang verkörpert schien.
Lagarde nämlich war zwar von Haus aus Theologe gewesen, wollte aber aus innerer Religiosität eben die an Universitäten zu lehrende „Gottesgelahrtheit" allein auf Geschichte und sprachlich-ethnographische Untersuchung der heiligen Urkunden beschränkt sehen, echtem Glauben fein eigenes Feld reservierend. So wurde er, Schüler noch des übersetzungs-
immer sogleich erfaßt hätte. .
vorzuliegen, daß keine Station gradlinig den - Höhe nimmt, daß nach großen Anspannungen wieder auch flache Senkungen und Täler kommen, in denen das Ganze nur schwer aus Erschlaffung und materieller Genußsucht aufzurütteln ist. Um so betrübender und herztrauriger ist dieser Anblick nur, wenn man erst später aus viel weiterer Perspektive wahrnimmt, wie solch zeitweiser Niedergang dann keineswegs alle Teile des Volkes gleichmäßig erfaßt hat, daß im Gegenteil gerade diesen Epochen wiederum größte Geister und Erkenner, auch unzweifelhaft geborene Führernaturen angehdrten, die bloß die allzutiese Kluft zwischen sich und den anderen nicht unmittelbar zu nehmen wußten. Sie bekommen hierdurch unwillkürlich, wie sehr sie auch als Mahner gerade ihrer Zeit austreten, etwas Prophetisches, — ihr Los ist meist ein tragisches, wie denn bereits die biblischen Propheten, obwohl vollendete Sprecher nur ihres Volkes, ihrer Nation, tm Grunde Einsame und Unverstandene blieben. Aber auch an Thukydides, an Demosthenes oder Philopömen, zweifellos-noch immer edelste Exponenten des Griechentums, kann erinnert werden, die dennoch mit keiner „Philippika" die drohende Gefahr von Norden, von Mazedonien her,
' gewaltigen Friedrich Rückert, einerseits bahnbrechendster Forscher auf dem | Gebiete der Orientalistik, Bibelexegese und Textkritik — wieder werden wir hier an die philosophischen Ursprünge und Tendenzen auch des jungen Nietzsche erinnert! —, andererseits verlor er dabei nie die allgemeinmenschlichen Gesichtspunkte, Anknüpfung an die Zeit sowie das Bedürfen des einfachen Mannes aus den Augen. Es konnte gar nicht anders jein: Lagardes „Deutsche Schriften" — Schriften zu aktuellen deutschen Problemen, die der Autor, sechzehn an der Zahl, 1886 zu einer Gesamtausgabe zusammenfahte — hatten, oppositionell gegen den herrschenden Zeitgeist, wie sie waren, vermutlich schon von der frühesten an einen verständnisinnigen Leser in Deutschland: Friedrich Nietzsche! Tatsächlich besitzen wir lediglich eine einzige, aber bezeichnende Aeuherung von ihm Erwin Rohde gegenüber, die seine Bewunderung gerade über das schon Januar 1873 gedruckte Schristchen „Ueber das Verhältnis des deutschen Staates zur Theologie, Kirche und Religion" ausfpricht (Lagarde seinerseits scheint seinen fast einzigen Waffengefährten noch kaum bemerkt zu haben ...) Höchstbezeichnend, meinen wir: denn schon dort kritisiert gerade auch Lagarde bas Christentum seiner Zeitgenossen, das des Protestantismus wie das des internationalen Jesuitismus, um nur auf das Evangelium als wahre Quelle der Religion hinzuweisen.
Freilich schoß der Jüngere ja dann bald über alle positiven Grenzen hinaus, während sich Lagarde ein furchtbar-aktives Eingreifen in den eben entfesselten sog. „Kulturkampf" vorgesetzt hatte, und als wahres Ziel — leider genau so vergeblich — nur ein wirklich christliches Gemeinschaftsleben und eine „nationale Religion" jenseits aller Spaltungen und Parteien zeigen wollte. Aber obwohl Lagardes Namen in den unmittelbar das Jahr darauf folgenden (1874) „Unzeitgemäßen Betrachtungen" Nietzsches gar nicht fällt, muß es heute doch erstaunlich wirken, wie sein Geist, fein Pathos, ja manchmal selbst sein Stil und Tonfall hier überall hindurchzuklingen scheinen.
Dies kann Zufall fein, aber abhängig ober nicht: jedenfalls bietet sich hier wieder dem Betrachter und heutigen Historiographen, dem Enkel nach fünfzig Jahren, bas üderraschenbe Schauspiel, wie damals zwei große Deutsche, mitten in einer Zeit von Müdigkeit und allzu satter Selbstzufriedenheit, ihr Volk zum Höchsten und Reinsten nochmals emporreitzen wollten, ohne schon in der Gegenwart irgendein tieferes Echo zu finden. Zwei Männer, die, während sie ihren Volksgenossen mitleidloseste Wahr- heften sagten, Schäden und Gebrechen der Zeit unermüdlich bloßstellten, ihr Deutschland, während sie es geißeln, gerade so unsäglich liebten! Insbesondere ist die Uebereinftimmung von Ansichten, wie sie aus der berühmten zweiten „Unzeitgemäßen" Nietzsches: „Vom Nutzen und Nachteile der Historie" und solchen „Deutschen Schriften" Lagardes, wie „lieber die gegenwärtige Sage des Deutschen Reichs" (1875), über „Sie Religion der Zukunft" (1878) und „Ueber bie Klage, baß der deutschen Jugend der Idealismus f e hst e" (1885) hervorgeht, wohl auch deshalb so überwältigend, weil mir bei beiden das genaueste Gefühl haben, hier rede einfach nackteste unverhüllteste Wahrheitsliebe und fördere hauptsächlich darum beinahe Gleiches
Freundschaft, Göttin, höre gnädig das Lied, das wir jetzt fingen der Freundschaft! Wohin auch blickt das Auge der Freunde, ' ' Freundschaft,
zutage.
Und welches ist der Kern dieser Anschauungen? Nun, beide haben es insbesondere mit dem Begriff derBildung zu tun — Über die „Bil- bungsbarbarei" seiner Zeit klagt Lagarde, Nietzsche prägt den „Bildungs- Philister"' —, weil die echte gerade damals unter einem glänzenden Firnis von Kosmopolitismus und phrasenhafter Vielwisserei verloren zu gehen drohte. Beide legen den höchsten Wert auf Individualität und Persönlichkeit, beide kämpfen gegen die Ueberspitzung der ©taatsibee und wollen ihren knebelnden, allzu gleichmacherischen Einfluß zumal von den (mehr innerlichen) Gebieten der Religion, Kunst und Schule fernhalten. Dagegen sieht Lagarde weit schärfer als Nietzsche auch die positiven Lehrinhalte alles Geschichtlichen, des historisch Geworbenen, unb gibt infolgedessen den einzelnen Völkern Aufgaben, Ideen, Ideale, die sie zu erfüllen hätten. Den verschwommenen „Kultur"begrifs will er —und hier spricht wohl der Theologe aus ihm — durch ständige Annäherung an ein Göttliches, Ideales, ein „Reich Gottes", besonders für die geliebte germanische Rasse, ersetzt selien; denn lange vor Spengler unterscheidet auch Lagarde nach „jungen" unb „alten" Völkern, nach Geburt, Blüte und Verfall von Kulturen wie von Pflanzen, das deutsche Volk aber sieht er noch jung
Sieijeiicr^fliiitliciiblätter
Unterhaltungsbeilage zum Gießener Anzeiger


