x- son —
es nicht,
10.
mrr, um ihn
zu ihm, aber
Sch habe
ein Wunder begreife ich.
Sch
Vor
11. '
gesehen, und Punktum I toogu der Merffch seine Augen hat.
Schönheit!
Da sehe ich an der Ecke der Wterz-
Setzt erst .
Corpo di Baccho! Welche
Sch gehe mit Ostrzinski. — ~ , »
bowastraße eine Dam« an uns vorubergehen. Sch b^to rote «mgewurzelt stehen, ich werde zu Holz, zu Stein, ich reitze^dte Augen auf. ich verliere die Dssinrcung, ich greife unbewußt nach Ostrzynskis Krawatte, ich binde dieselbe auf — und — Rettung, denn ich vergehe! n , .
Daß sie vollkommene Gesichtszüge hat, was roell das sag^I Die Gesichtszüge sind noch gar nichts! Es ist einfach »W lerische Schöpfung! ein Kunstwerk im der Zeichnung, ein Kunst- werk im Kolorit, ein Kunstwerk in der GmpfiiÄwn-g. Grenze würde bei diesem Anblick wieder auferstehen, und fich^ nachher aufhängen, im Bewußtsein, daß er eigentlich Vogelscheuchen gemalt hatte... . „ t
Ich schaute und schaue und form mem Auge nicht Weg- Wenden ... Sie geht allein... doch nein! mit ihr gehen die Poesie, die Musik, es geht der Frühling, die Wonne, die Lr^e. Sch Weitz nicht, ob ich sie gleich malen möchte denn-ich würde
lieber vor ihr hinknien und ihr die Fuße rusi«t^ wrntKou dafür, daß sie so herrlich ist. Was ich möchte, Weitz ach übrigens selber nicht! ... '
Sie geht an uns vorbei, leuchtend, tote eut Sommertag. Ostrzhnski grützt sie, sie aber sieht ihn nicht !... Sch wache auf, wie aus einem Zauberschlaf, und rufe:
„Wir wollen ihr folgen!"
"Bist du von Sinnen?" fragt Ostrzhnski. .Sch nach meine Krawatte binden. Latz mich irr Ruhe, es ist merne Bekannte.
.Deine Dckkannte? Stelle mich ihr vor!
.Füllt mir auch gar nicht ein! Bekümmere du dich um deine Braut!" , . „ , , ,,
Ich verfluchte Ostrzhnski und seine AachkommEaft bis taS neunte Geschlecht und will nun allein der »n&etannteM nacheilen.
Zum Unglück ist sie in eine Droschke gestiegen
Ich sÄhe in der Ferne ihren sloventiner Hut und ihren roten Sonnenschirm.
.Kennst du ste wirklich?" frage ich Ostrzhnski.
»Sch kenne all« Welt!"
»Wer ist ste?" , „
Es ist Frcm Helena Kolczanowska, geborene Turnv, alias Fräulein Witwe."
»Wieso Fraulein Witwe?" „ ,
.Weil ihr Mann beim Hochzeitsschmcast« Stocken Wemr du wieder zu dir gekommen bist, erzähle ich dirihre Geschichte. Also, da lebte ein sehr reicher kinderlos« Herr «olczanowski de Kolczanowo, ein Schlachziz aus der älkraina. Er hatte «ne furchtbar vornehme Verwandtschaft, welche ihn $u to^ben hoffte, und einen furchtbar kurzen Hals, welch« diese ®r&ert zu den Men Aussichten berechtigte. Diese Srben mm habe ich gekannt.
bringen, daß «S
fertig« Bezeichnung bereit hat, wurde darüber to seine« -W" ästerbcacbcn" schreiben: »Spiritus flat ubi vult ^AachSima^^ Ansicht ist Hist^emnalerÄ .«tn-ob^we Varbarei". Sch male nichts Historisches «nd hab« mit dieser Frage persönlich nichts zu tun; aber wenn ich diese sogsr^l^s ssrffchtittlichs Theorie ton allen Seiten hören mutz, so ist es Erklärlich daß ich ihrer gründllch übeichrüffig werd«!
Unsere liebe» polnischen Maler haben einen vermählen sich mit irgendeiner Kunstdoktrin und leben «Eer unter ihrem Pantoffel, betrachten alles mit deren Aug«^ die Kunst nach ihr und sind demnach bessere ApoM dS’Tufltec. An^rseits habe ich wieder Maler gekannt, welche sich kram redeten über das, was die Kunst ist und was sie fern sollte und welche, als es dazu kam, den Pinsel zu ergreifen, nichts
war mit Kazia und Suslowski in der Ausstellung, meinem Bilde ist immer ein Gedränge.
wir hereintraten, begann man zu flüstern, und diesmal wendete sich die allgemeine Aufmerksamkeit weder auf.mein Bild, noch auf mich, sondern auf Kazia. Namentlich we Dam«r wendeten keinen Blick von ihr. Sch merkte, daß sie^ sich darüber außerordentlich freute, und nahm es ihr nicht übel...
Schlimmer war es, daß sie über Swiateckis Leichname äußerte, das Bild wäre unfein. Suslowski erklärte, sie spräche ihm ganz aus der Seele, ich aber war wütend. Daß 'aber auch Kazia solche Ansichten von der Kunst hat!
Bor Aerger verabschiedete ich mich gleich ton ihnen uni« dem Vorwande, ich müsse zu Ostrzinski; ich ging auch wirklich " zum Frühstück mitzuschteppen.
ausführen konnten... ,
Ost dachte ich, daß es eigenllich den Philosophen , oblieg, eine Theorie der Kunst zu schaffen, und falls st« dieselbe nutzt gut machten, so hätten sie es zu verantworten Die Water aber sollten malen, wie es ihnen ihr Herz eingibt, aber auch malen Dirnen; beim dies ist die Hauptsache... ..
Meiner Ansicht nach ist das winzigste Talent mehr wert als die großartigste Theorie, und die grotzartigste Theorre verdient 'der künstlerischen Freiheit das Wasser zu reichen.
« waren in der Tat höchst achtbare Leute, aber, wie es m der WM schon mal ist — auch die achtbarsten und uneigennützigsten unter ihnen konnten nicht umhin, immerzu auf KolczanowskiS HalS zu blicken. Endlich bekam «S der Alte satt, er bewarb sich seiner Familie zum Trotz, um die Hand der Tochter feines Aachbars, machte einen notariellen Ehekontrakt und ver- sckuieb ihr sein ganzes Vermögen. Dann erfolgte di« Trauung, sodann das Hochzeitssest und als der Hochzeitsschmaus gerade zu Ende ging, tötet« ihn ein Schlaganfall auf der Stelle... Auf diese Wesse wurde Frau Helena Frautem Witwe — verstehst du mm?“
„Sst das lang« her?" . '
Drei Sahre. Sie war damals zweiundzwanzig Sahre alt... Seitdem konnte sie sich zwanzigmal verheirate, aber sie wM es nicht... Man dachte, st« warte auf erneu Fürsten. Es stellte stch aber heraus, "daß auch dies nicht der Fall fei; denn neulich erst hat ste einen Fürsten abgewiesen. Äebrigens wmtz ich ganz genau, daß di« Dame gar nicht prätensiös ist was schon daraus zu ersehen ist daß Frau Kolczanowska bis auf den heutigen Tag in intimster Freundschaft lebt nnt unserer rühmlichst bekannten, syrnpathischsn, talentvollen ufw. Eva Adami, mit der sie ^^^^Schute^MchtL^ jch beinahe vor Freuds
ist dann habe ich Ostrzhnski nicht m^r notig Mein stebes, gutes Svchen wird mir schon dazu verhelfen, Frau Helena Kolczanowska kennen zu lernen.,
»Höre, du willst mich also wirklich nicht bei chr einführend ^^^Schlieh^^^nn man jemand keimen lernen roäö, so brin^ man es schon zu Wege," antwortet Osti^hnski. »Da du mich aber bei Kazia ausgestochen hast so mdtzte ich nicht, daß «s in -diesem Falle heiße, ich hätte dazu beigetragen, datz... ÄebrigenS, weih ich denn, ob... Adieu
12. 1
Am selben Tage sollte ich bei Suslowfkis zu Mittag sein, ^^Sch^haüe^war nie Zahnweh gehabt, hätte es aber be- ^^Moebte mir den ganzM Dag vor den Augen; was wäre das denn auch für ein Maler, .der nM vmr einem solchen Gesichtchen fortwährend träumen wurde? Sn der Seete kr^ich sie get^h schon zKnm.al Portoätiert. ^am nur «nch 8« Sde« zu einem Gemälde, in welchem ein Gesicht von Helena einen ganz besonderen E^kwuck machen wurde. Sch mühte ste nur dazu noch einig« Male wied^schen.
Sch rannte zu Svchen Adami, fand sie aber nicht SstH^ Am Abend erhielt ich eine Karte von Kazzia mit einer Erw ladung für morgen zur Trinkhalle im Sächsischm.Ehrten und X zum^Z«. Sine wahre Plage diese Trinkhalle und ^^ch^si^ nicht hingehen, denn, w«vi ich am Morgen Eto nicht M Hause antreffe, so kann ich sie den galten Tag nicht
Eto Ädami^Eist ihr Theatername in Wirllichkeit hecht tie Anna Sedsinska) ist ein Ausnahmegeschopf. .
Ich bin mit ihr schon lange befreundet, und tote sagen zu- ^E^t n^n' Sichren bereits gehört F“
ist rein geblleben tot strengsten Sinne toeses W<^- Wcht chbt «s beim Theater viele weibliche TM«t, die Physisch un vdxldia sind' wenn aber chr« gehetmen Gedanken an den -^ag
tm& dergleichen spielt, nicht schlteßlich «tue tnstinktivo^^-Sor^ «k>rt«nn -»«bildet, wonach alle diese Tugenden nur den äußeren KS irnb schauspielerischen Kunst bilden
L Leben gar Es zu tunhabem
Der gewaltig« Unterschied zwischen der Kunst und oac,
die Scbaustneler, erweckt die Sinnlichkeit. Auch die weißest» Angorakatze würde unter solchen älmstänton ihre jgfe VÄ AäL
du^und durch ästhetische Natur, dimh ^«das Döse^ercko toenta dringt wie das Wasser durch die Federn des Schwans.
Zu diesen »Smpermeable"°Naturen gehört ^Zva Adwnu
Gan»e Abende hindurch beim Tee und bet bet Sabare» pfeif?^rde unter uns Kollegen ^rtgst diskutiert u^c allest was mit Kunstwelt gehört, von der höchsten Klasse derselben, den Poeten, biS zu deren niedersten, den Schauspielern.
DerKünstler - das ist ein Wesen, bet dem die (StnM- dungskraft writaus mchr mtwickekt ist als bm widerm Ste^ llchen, ein Wesen, das empfänglicher ande« für Erndni^. sinnlicher, leidenschaftlicher ist ein Wesen, das int Blitze des GMckes und der Lebensfreude alles kennt und nach allem mit der grötzten Kraft strebt. Er mutz einen dreifach festen


