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ten die Steel
eingetrieben.
weih» Kazia
weiß»
chentuch! Wir wollen
S, Statt... ।
inti) fb verliebt. ।
Opfer einer Intrige usw." „
Merkwürdiger Einfall und noch merkwürdigeres Verlangsn, ich solle nicht nach meinem Herzen heiraten, sondern zum Gefallen der öffentlichen Meinung.
Hud die arme Kazia steht ihnen schon im Wege.
SS gibt sicherlich gröhere Verbrechen als anonyme Briefe, aber ganz gewiß keine größeren... wie soll ich mich nur gelinde ausdrücken?... doch lassen wir das!
Der Tag unserer Hochzeit ist noch mcht festgesetzt, aber es
I hie Lewe geben. Lind doch hatten die Sterte, bte einen -wiedie t andern, einen Enthusiasmus, ein Formgeftchh
I sinn und ein Vermögen, das Gedachte auf die Lernewand zu
Gr tarn ttttr froh sete, datz ich zuerst alles für Spaß nahm, sonst wäre « nicht mit dem Heben batxmgeSxnmetil Sieh mal.
Peter trabte am Wasser entlang. Es dunkelte stark. Als ihm eine schattenhafte Gestalt entgegenkam, schlüpfte er erschrocken tnS Gebüsch Da lag er nun an der nassen Erde, ein tramteS Tier. Sr blicke empor, feine Augen waren so krank und irr. Heber ihm schlossen sich die ßaubmaffen zu einem dichter, Gewölbe zusammen. Wie still es war! Dur der Tau rieselte zaghaft von Blatt zu Blatt. Gs roch nach Herbst, nach Falb» heft und morschen Zweigen.
Da stehen auch Schneebeeren, muhte Peter denken. Dann benagte er seine Unterlippe und starrte vor sich hin. Gr schüttelte den Kopf. Hnd allmählich brach etwas auf in ihm, allmählich löste sich der Krampf in seiner Brust in ein bitterliches Weimm. Er weinte über seine Einsamkeit, seine Schande, seine Siebe und über alles. Mochte es hören, wer wollte, seinethalben! Die Linden, die Schneebeeren, der Holunder, seinethalben!
Aber denen war es so gleichgültig, was, da unter ihnen
Die Dritte.
Eine heitere Erzählung aus dem Künstlerleben.
Von Heinrich Sienkiewicz.
(Fortsetzung.)
Auch habe ich einen anonymen Brief von irgendeiner haarigen Freundin erhalten, allwo ich „Meister" und .Gänschen" genannt werden
.Meister, ist das eine Frau für Sie? (so fragt meine haarige Freundin). Ist dies eine Wahl, würdig bessern auf den die Augen der ganzen Dation gerichtet sind? Sie sind das
kommt bald. . , ,,
Indessen bitte ich Kazia, sich recht schön anzuziehen, um mit mir in die Ausstellung zu gehen. Man soll uns zusammen sehen.
ES find auch Swiateckis Kadaver aus Paris angelangt.
Letzte Begegnung" heißt das Bild und stellt einen Jüngling Md'ein Mädchen dar, die auf dem Sezierttsche liegen. Der Grunkmedanke dieses Bildes wird einem auf den ersten Blick vollkommen klar. Man sicht, daß die beiden einander im Beben geliebt haben, daß das Elend fte getrennt und der Tod wieder
Die Studenten, die über die Leichname gebeugt sind, haben im Ausdruck etwas Trockenes: in der Perspektive des Sezier» scmles sind Fehl« zu bemerken, dagegen sind die „Grohkadav« ganz vorzüglich gemalt. Aus diesen Leichmamen wcht es einem riStalt entgegen. 3m .Salon" hat das Bild mcht einmal eine Anerkennung «langt, vielteicht well es einen so peinlichen Eindruck macht: ab« die Kritik hat es gelobt.
3n unterer Malerzunft mbt es zweifellos Talerfte Da bat z. D neben Swiateckis Gratzkadav« Franek EepkowsR „Storecfte Tod" ausgestellt. Eine riesige Kraft und eine mächtige Individualisierung! .,
Swiatecki nennt den Franek einen 3btoten, zunächst weil er das Haar gescheitelt und einen Stutzbart tragt, sodann weil « sich nach bet allerletzten Mode Leidet, und endlich weil er fo furchtbar wohlerzogen und zeremomös ist und oft seinen hochgeborenen Verwandten Erwähnung tut.
Ab« Swiatecki irrt sich... .,
Talent — das ist ein Vogel, bet da nistet, wo es ihm t> in ein« wilden Haide, bald in einem wohlge»
d« höchsten Bäume, eben noch von d« stlbendsoirne gettwffen. ehten auf. Set Ahorn stieg aus bet trüben Tiefe h«v«, chtete plötzlich und stand so still und golden vor dem Herbste | tote meine Hand Himmel. Dahinten lag die Stadt. Ein paar Türme tasteten sich traumhaft in den Aeth« hinauf.
Eilten und 3nge schlenderten einen Weg entlang, bet am Wasser hinführte. Heb« ihnen wölbten sich Sindmzweige und gelber Holland«. Dann und wann fiel schweigend ein Blatt. Dcr Abend sickerte h«ab. Es taute stark. Drüben toaren die Dlutbuchen bis auf den Grabenspiegel gesunken. Langsam rud«teu die Schwäne unter dem finsteren Laube hin. Dim mtuhte eut leichter Debel aus der Kühle empor, hoch empor bis über die Baumwipfel, bis dorthin, wo ihn die Abendsonne orangefarben machte. Er webte hinauf und schimmerte herab, lautlos, wett» verloren, sachte «löschend
Sitten spazierte darunterhin, als wäre das abendliche üSmn» bet g«abe gut genug für ihn und seine Liebste. Sr schwang sein Stöckchen und bot 3nge den Arm. Alles arrangierte sich vor» trefflich. Das Leben war schön. Oho. aufgepatzh jetzt wollte « das Kind einfach küssen! Gr guckte sich um. Gs war ja so einsam hi«!
Aber dann hatte Tilten wotzllkeine b^onders guten Augew ^i war es w gieicygiung, was va u.u«
Denn zwanzig Schritte hinter den bechen, hart aMT^b^sch | 6ie blühten, schauderten und starben, jahraus, jahrein,
gedruckt, schob sich d« Lehrling Peter hin. Er spähte mu I Peter! Erst war es eine süße Angst, dann waren
offenem Munde, « schlich und knickte sich, er wnhter n^t’.I holde Schmerzen und nun ist es Weinen und 3ammer. Ein « hi« wollte ab« erkonnted^H nicht ank^, als.^ mÄ ßeb^^le to ereignet, ein bißchen Schicksal, nicht
Not Sinter dem Mädchen herschleichen. Hach tote «fte davor I Schweig!
sich sah, ihre Deine, ihren Rücken, d« sich ttnter ^n Mantel I ^ie @rE>e fraitiE den Sau und die Tränen, breit und schweb- abzeichnete, ihren Hals, ih« Schultern, km.^.g^oß«^ttim | . Wc Erde. Sie trug die Verwesung in sich und die Kraft,
Himmel, es tat alles so toe$! ©ie roiegte I bange, weihe Dlüten emporzutreiben, die ihre Verzuckungen
hin, herrlich gemacht aus N-i^ und Blutz fe^rtch, v«l^ ^erbft hinfankLi und sich verhauchten.
voller Lust und Anschmiegung. Tiltenlegte ferne Hand wifihve 1 Mtflos ins Laub. Die Nässe krocht durch
Hüfte, fte streifte sie mcht ab, ^J*rangte A" I fein« Rock. Er weinte üb« das Leben und üb« den Herbst
bißchen eng« heran. Ach, sie war wohl so aMungsi«. wie i __
blieben stehen, Silken beugte sich vor und sc«te etwas. Aber « I geschah nichts. Die Bäume Netzen den Tau hewbtropfem Peter, I der imm« am Gebüsch hinkriechen mußte, schluderte vor Rässe. I Die beiden blieben schon Wied« stehen. Plötzlich^ sprang 3tige I zur Seite, erfaßte einen dünnen Daum und schüttelte eine uin» I menge Sau üb« Silkens steifen Hut. Hahaha! Sie witschte davon, । Silken mit feinen langen Deinen hinterer. Da hatte « fte schon gefangen. Sie keuchte und lachte, aber «druckte sie an sich, daß sie sich aufstöhnend zurückbog. Hnd dann küßte « fte.
Pet« fühlte richttg, wie seine Stute einknickten. Gr fiel auf die Erde und stand mühsam Wied« auf. Jetzt mluhte kwch dte Welt zusammenkrachen, « muhte doch sterb«, rrgendett^s Schreckliches muhte doch geschehen! Äb« alles bliebrichig.^^ Schwäne zogen blaß über daS Wass« hin, zwei, drei Blätter taumelten durch die Luft, die Nässe stck«te an den Stammen herunt«. Niemand kümmerte stch um die beiden.
Pet« kroch auf eine Dank und legte sich lmqzelcuW ^i. Was nun? Die Dank roch nach verfaultem Holz. ®r machte dte Augen zu und wollte schlafen. Nein, für ihn gab eS kerne Hüstln ehr auf dies« Welt, gar keine. O Herr 3esus...
Stimmen näherten sich... Schritte... Peters Herzschlag setzte aus, eine Blutwelle schoß in seinen Kops und machte ihr besinnungslos. Er lag steif tote ein Stock auf d« Dank, daS Gesicht in den linken Arm gepreßt.
' Du, Karl, ist da nicht schon toer?
Schmeißen wir runt«! .
Wenn Pet« nackend gewesen toäre, hatte er stch tocht w geschämt wie jetzt. Sie kamen kichernd herbei. Titten tippte auf feinen Rücken. ' ,
He, jung« Mann! _ _
Du, Karl, « schläft ja! Liebe Zeit, en «ein« Junges Warum Hegt « denn hi«, Karl? L,,
Sie setzte sich neben Peter auf dte Dank und strich über fein Haar. Pet« drückte die Augen noch fester zu. Hilfe! Wer konnte das aushalten! ... - ,
Mit einem Male trillerte Silken mit seinem Hut.
Haha! Das ist ja unser Peter, uns« Sttst! Dreh ihn mal
rum! Los, schmeiß ihn runter.
QIBet tDcrrn er nun... ttxsnn er nun kvcmk ist oo*et sv!
Sie wurde ganz aufg«egt . . ,
Peters Finfe Hand fiel herab und tastete sich verwirrt an Inges Dein empor. „ „ , , !
So, sagte Sitten, jetzt muh ich ihn vor die Pistole fordem.
Er hakte seinen Stock in Peters Hosen und wollte ihn wegziehen. Ab« d« Junge zuckte auf und Hämmerte sich an Inge fest Da riß Eilten die Geduld, « packte rücksichtslos zm
Also zum Domrerwett« noch einmal!
Ehe « stch's versah, hatte Peter sich redoch herumgeschnellt und ihn aus all« Kraft in die Hand gebissen, ähtbibarm und biß « blindlings um sich Tllten muhte Mruckweiche». Peter 1 gefällt- baldte -------------
ihm nach Silkens Hut koll«te auf die Erde, Peter trat I Megt« ®«ten. r
Ab« km stürzte Sitten auf ihn loS, Sage warf sich dazwischen, I 2ch
Pet« lief aufschluchzend davon. I Z«, die tBrauefln^te
Nun hört doch altes auf! fluchte Tllten. j A^Ee ^d Gi^rl,
Er hatte sich Wohl ein bißchen blamiert. Ein Heiner 3unge, I dte Leute geben^ Hnd doch hat!
ein Kontorsttft hatte ihn zum Weichen gebracht Md sein« Hill • -


