erst
Pom Dasein aus Liebe«
Von Reinhold Braun.
Das sah ich heut auf abendlichen Höh'n _ in meinem Herzen brannte alle Glut — es in doch alles nur aus Liebe schön;
es ist doch alles nur aus Liebe gut!
Will Vesper.
Siebener zanMeMSiier
»nterbattungrbeilage Zum Gießener Anzeiger
Die kluge Tochter.
Don Fritz Skowronnek.
„Olga." sprach die Mutter vorwurfsvoll, „du wirst dir BtSta meinst." erwiderte di- schlanke Blondine etw^'s schnippisch. .Ick soll den lahmen Schneid« nehmM.
\aa nieine ich. Der Janet ist ein ordentlicher, sleißigei Mensch hat sein eigenes Haus und Geld auf Ams, Daß er ew buchen lahmt, &üt kann er nicht. Er ist trotzdem em sehr stattlicher Mann." ~ «
OMi tD einen krieg ich noch alle Lage. ,
"Du bist ja ganz verdreht," erwiderte di- Mutter ärgerlich. Aber ich weist, w« dir im Kopf steckt. Der Manz, der Soyka. Putzt sich aus wie ein ^ager und gcht.wckdoieben. Der nimmt über kurz oder lang em schlechtes Ende.
Die Tochter lachte hell auf. „Mutier. Wie kommst ^raf den? Er krüngelt sich ja um mich rum. aber meinst du wirklich^ dast ich so dumm bin? Ich weiß doch, weshalb bu mir immer zu dem Janek zuredest. Damit du mir nicht das Haus zu ver schreiben brauchst. Du willst selbst noch mal heiraten, '^Zrau Kmnossa sah ihre Tochter ganz, verdutzt an „Das weißt du? Da ja . es ist Zelt, dast etn Mann ms Haus
Da/unbändige Lachen der Tochter verschlug ihr ^Sprach^ Sie stand auf und ging in die Küche. Es muhten sehr lustige Gedanken sein, die Olga beschäftigten, denn sie lachte noch mehr-
’^eUe1Ein junger Mann trat ein in schmucker Jagertracht, das Schnurrbärtchen zierlich auigewir» t‘elL Guten ^Tag^^lieäs Fräulein Komvssa. ich wvltte mir er» laub'-n. Ihre Mutter in der bewußten Angelegenheit 3» de- ?U^3n welcher Angelegenheit?" fragte Olga in gut gespielt«
^...»underung^ Fräulein," erwiderte er vorwurfsvoll, „Sie inübten Lch wMem ° Ich habe Ihnen doch schon davon gesprochen. Wenn Ihre Mutter Ihnen Haus und Land ver **äV5"S ta.
ben Arr Soyka. Die Mutter verschreibt mir nichts, fte will
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SV-X» «°ch mal "1 »»»M“ t”"'e
abend an Ihrem Kammerfenster Bescheid %oten?
Lachend schüttelte Olga den Kopf. „Das mochte ich Mir sehr verbeten haben. Sie sind auf falscher Fährte. Hem Soyka.
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ZÄ'"«L-i- «. s~«. KM* i$)r "Ja-ch am Wischkoll, schlackert ihn ab. wie
Hund und schmeißt ihn zur Tür raus. Der Janek ist wohl ’nlt Als ^Frau ^Komvssa9etwas verlegen die Achseln zuckle, f^r L^MemAr AneNt lahm unkde^L ekn hübscher. ^°"Mck chn-m 'Stachel im Herzen blieb Frau, Komoss- Konnte das Gespräch heute Vorrmtiag nicht ^lost .in
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Macht ihren gesunden Schlaf der Bodenkammer
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”ieI>rÄ' die königliche Gesinnung und Würde der ttebsnbe, Seele machen uns unantastbar und lassen uns schließlich üver Hemmnisse aller Act. die Menschen und Dinge uns bereiten,
Wir sprechen aus dem Reichtum dieses Daseins mit Laotse:
„Ich habe drei Schätze, die ich schätze und hüte: Der eine ist die Q'ebe.
der zweite ist die Genügsamkeit, der dritte ist die Demut. . .
Die Liebe macht, dast man mutig sein tarnt,
©ie Genügsamkeit macht, daß man weitherzig fern kann, Die Demut macht, daß man fähig wird zu herrschen, beimliche Krone strahlt über diesem Herrscher des Daseins aus Li-he ES ist kein Herrschen im land läufigen Sinne. SÄ iü die St-ablenmacht der BrrMrungskrast unserer innersten Wirklichkeit Dieses Herrschen ist jenes Schenken dadurch, daß mir s in d. Unsere Wirklichkeit ist ein heimlicher Magnet, der die ^Die^nschen dieses Daseins aus Liebe sind ^ne heimlich- Gemeinschack der „Reinhändigen und R-mh-rztger - D es- ®e- meinschalt ist im Grunde die wunderbar segnende LeoensmiUe eines Volkes. 3e größer und fester, je edler orrser Kern wird, desto größer steht das Volk im Ding- der Volker da.
Dur aus dem Sein kommt alles Große, niemals aus dem ^^Das^Größte aber kommt im Leben des Einzelnen und aller aus dem Dasein aus Liebe! . .
Lasset uns ehrlich kämpfen um dieses Dasein! , Es fuhrt ins Glück und die unerschöpfliche We-Hnachcklchkert -er Seele! Es strömt den. größten Segen für dich und alle, He dir begegnens
Mahnung.
Von Joseph Freiherr von Eichendorfs. Genug gemeistert nun die Weltgeschichte! Die Sterne, die durch alle Zeiten tagen Ihr wolltet sie mit frecher Hand zerschl^en cklnd jeder leuchten mit dem eignen Lichte. Doch unaufhaltsam rücken die Gewichte Bon selbst die Glocken von den Türmen schlagen. Der alte Zeiger, ohne euch zu fragen Weist flammend auf die Stunde der Gerichte. O stille Schauer, wunderbares Schweigen, Wenn heimlich flüsternd sich dre Walder nagen, Die Täler alle geisterbleich verfancen,
Lind in Gewittern von den Bergesspitzen _ Der Herr der Weltgeschichte schreibt mit Blitzen Denn seine sind nicht euere Gedanken.
Wer in das Dasein aus Liebe eingetreten ist, befitzt ^^Das Zie^afic? echten Weisheit, alles heißen JnneMrebE in h>efea Dasein Schon an den Grenzen di,e? Daieins fu-.Ü d>- ebrliche Seele ivelch7 Wunder und Köstlich eiten sie erwarten und daß jeder Schritt weiter hinein mit unendli^m Reichtame segnet und uns hi ,anführt zu den Gipfeln, da Schonheck trabet und Friede und Freude, da der Mensch in sein mneres tunt wie von g heimniSvollen Mächten g.-yooen w rd. Das Dasein aus Siebe9ift kein Zustand, sondern ein kundiger Ryhthmus cua Kräften, die von andersher in uns einihefjen, es i,t ein heiliges Werk. daS sich mefit aus Kleinem und Kleinstem auf - baut oft aus Taten, die unnütz erscheinen und uns 4-
her Ällzuviclen und Liebelosen lächerlich machen, ja sche.nbar er-


