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Ms es dunkel geworden war, trat Michel Klee vor den Hofbesitzer, der im Wohnzimmer auf der Lehnenbank faß und vor sich hinstierte. ... - -
„Christoph," sagte er, „das Leben aus deinem Hose gefällt mir nicht. Ich gehe gern zur Jagd, das ist wahr, aber von heute schiebe ich nicht mehr, wo ich kein Recht dazu habe. Ms ich bei der Fahne stand, habe ich nie eine Strafe bekommet. Soll ich jetzt ins Zuchthaus wandern? Ich danke dir, daß du mich ausgenommen hast, als ich nicht wußte, wohin. Jetzt gehe ich aber fort. Bin ich auch ein armer Mensch, so will ich doch meinen ehrlichen Namen behalten."
„Daß mir die Gendarmen heute in das Haus gekommen find, daran ist» niemand schuld, als der Stoppelbein," sagte Christoph, „der mutz etwas gemerkt haben. Der Kerl soll mir nur nachts einmal vor die Flinte kommen, dem schietz ich eine Ladung Schrot in den Bauch, daß er die Beine zum Himmel streckt." ...
„Bersündige dich nicht!" sagte Michel. „Willst du dir einen Mord auf das Gewissen laden? Latz es sein, daß du nachts mit dem Gewehr auf dem Lemberg herumstreifst. Du hast ja die Hallgarter Jagd gepachtet. Gibt es dort kein Wild, so kannst du im Winter auf die Treibjagden gehen Ich ober bleibe nicht in der
Weinend stand der Jüngling in dem halbdunklen Raume. Schon wollte er die Haustüre aufklinken, da sagte Nikolas Sachs: „Aber wie einen Handwerksburschen lasse ich dich nicht fortgehen. Hier, das nimm mit!“
Er schob ihm einen Laib Brot und eine geräucherte Wurst in das Bündel und drückte ihm etwas Geld in die Hand.
Michel Klee gab dem Fährmann die Hand und war rasch im Dunkel verschwunden.
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hiesigen Gegend, ich gehe hinaus im die Welt, vom Krieg her bin ich ja gewöhnt, von Ort zu Ort zu wandern."
„Wenn es dir bei mir nicht gefallt." erwiderte Christoph, „so gehe ein Haus weiter, es wird ja überall in der Welt Brot gebacken."
Gleich daraus verlieh der junge Mann mit seinem Bündel den Montforter Hof. Geraden Weges stieg er — es war mittler» welle dunkel geworden —, das Tal herab nach Oberhausen und ging von hier nach Niederhausen. Am Fährmannshause klopfte er dreimal gegen den Laden. Das Fenster öffnete sich, und Nikolaus Sachs erkannte verwundert die Stimme feines jungen Freundes. „ ,, . . . _ , .
Das Herdfeuer war noch nicht erloschen, in feinem Scheine faßen die beiden beieinander. Erregt berichtete Michel, was er erlebt hatte. ... 2 .
„An allem ist nur der Hinkelskramer schuld, sagte der Fährmann. „Wäre der vorsichtig gefahren, fo hätte kein Mensch entdeckt, daß er den Rehbock im Kasten hatte. So treibt der Narr feinen alten Gaul an der Felsenecke so an, daß der Günther in das Fuhrwerk rennt. Der Friedensrichter hat ihn schon vorgehabt. Dem hat er zuerst gesagt, der Hannes Wild habe ihm den Rehbock verkauft, aber der Stoppelbein war fcfcm vorher in Obermoschel gewesen, und der Hannes hatte ihm gesagt, daß er noch nie in seinem Leben einen Rehbock geschossen habe. Nun wollte der Kropp sich helfen, indem er sagte, ein Scherenschleifer, der über den Hunsrück nach Trier gereift feu habe ihm den Bock verkauft. Das glaubt man ihm natürlich auch nicht, und so wird er ein paar Monate zu fitzen kriegen. Das macht dem Kerl nichts aus, er hat schon mehr als einmal gesessen. Wer verraten tut er nichts, eher läßt er fub .einen Finger abhacken. Dem Stoppelbein muß einer aus ‘Bingert gesagt haben, daß der Kropp oft nach dem Montforter Hof gegangen ist."
Michel griff nach seinem Bündel und sagte, daß er in die Fremde gehen wolle.
„Ich halte dich nicht zurück," sagte der Fährmann, „nach dem, was dir alles passiert ist, ist es gut, daß du dich aus demStaube I machst. Wenn der Christoph gefaßt wird, so könntest du auch an die Latte kommen, weil du bei ihm auf dem Hofe warst. Ader höre, Michel, wenn du je einmal nicht weißt, wohin, so benfe, daß im Fährmannshause zu Niederhausen immer Platz für
gegangen war. „ _ ,
Die Frau sah den Mann mit großen Augen an und gab feine Antwort. „ . „
„Ist die Frau kindisch?" fragte der Gendarm den Förster. .Nein, die hat ihren guten Verstand, aber sie hört schwer. „Wo ist Euer Christoph?", schrie ihr der Förster in das Ohr. „3a, heute haben wir gedroschen," gab sie zur Antwort.
„Wo Euer Christoph ist, will ich wissen," rief der Mann ttuf das neue.
„Ich kann Euch nicht verstehen, ich höre nichts."
So ging es eine Welle hin und her, aber immer stand die Frau in der Türöffnung, als ob sie niemand hereinlassen wolle. Endlich schoben sie die Gendarmen weg, und die drei Beamten betraten das Gehöste. Sie durchsuchten zuerst das Haus. Mit dieser Arbeit waren sie bald zu Ende, denn viel Hausrat war nicht zu finden. Auch die dunkle Küche betraten sie und sahen hinaus in den Rauchfang. Dann ging es an eine Besichtigung des oberen Stockes. Als sie den Schweinestall öffneten, sagte die Alle, die ihnen nachgegangen war: „Gelt, Ihr seid Metzger, und wollt etwas kaufen. Da müßt ihr warten, bis der Christoph heimkommt, er ist nach Oberhausen und will den Müller fragen, wann wir mahlen können." .
Die Männer lachten, als sie diese Rede vernahmen, und einer der Gendarmen sagte: „Die alte Hexe scheint doch nicht
recht im Kopfe zu fein!" _
Stoppelbein erwiderte: „Laßt euch von ihr nicht dumm machen, die ist übergescheit."
Endlich wurde die Scheuer einer Besichtigung unterworfen.
das war eine undankbare Arbeit, denn man hätte alle Korn» I 1.
garben und alle Strohbündel durcheinander werfen müssen, wenn I Oreißia Jahre waren seit den Ereignissen, von denen im man nach Jagdgerätschaften und verstecktem Wild hätte suchen I vorstehenden berichtet worden ist, dahingegangen, und die Welt wollen. So war es auch mit dem Keller, den die drei betraten. I toQr an„ a)^erg geworden. Die Natur allerdings hatte sich im Sie setzten, nachdem sie Licht gemacht hatten, einige Reisigbündel Aahetag nicht verändert, noch grünten die Weinberge, noch zur Seite, da wurden sie so mit. Staub bedeckt, daß die Arvett i flrfinte Wald, der den Lemberg bedeckt, noch spendeten die sie verdrießlich stimmte und sie den dunllen Ort wieder verließen. 1 Luc&tbarcn Uecker den Menschen Nahrung, noch floß die Nahe, Sie verließen auch bald darauf das Gehöfte und gingen den i -m 0ommcr grünlich schimmernd, nach Regengüssen eine gelbliche Feldweg, den sie gekommen waren, hinunter. Die alte Frau gätbung annehmend, zwischen den Bergen dahin. Der Ackerbau schob wieder den Riegel vor, dann kicherte sie schadenfroh und I tourbc no(b nach der Weise der Väter betrieben, noch hallte im machte eine Gebärde, als wolle sie die Beamten verwunschen. c£Binter Schlag des Dreschflegels von der Tenne, noch bargen Sie ries den Hunden und ging auf den Speicher. Durch «ne Luke I &.g S^cksässer |n ben Kellern den trefflichen Wein. Aber die konnte fie dort bis nach der Straße sehen. Als sie wahrge- I Verhältnisse im Lande waren anders geworden. Der harte Druck, nommen hatte, daß die Männer den Weg nach Hallgarten ein- I im Jahre 1814 auf den Menschen gelegen hatte, das Gesuhl schlugen, ging sie herunter in den Hof und ließ nach einer Weile I . Unsicherheit, die ewige Angst vor neuen Kriegen, war von einen gellenden Ruf ertönen. Aus dieses Zeichen begaben sich I ben Maschen genommen, sie lebten freier und froher. Jetzt ge» die beiden, die sich in der Burgruine versteckt hatten, wieder Uiederhaufen zum preußischen Kreise Kreuznach, und der
Lemberg mit den Dörfern auf dem benachbarten rechten Äser, mit Bingert, Feil, Hallgarten, Duchroth, Oberhausen und dem Montforter Hofe bildeten einen Teil der Rheinpfalz Dayerw Die Landleute rechts und links des Flusses waren mit dem Regiment, das über ihnen waltete, zufrieden, es gewährte ihnen Sicherheit und Ruhe und ermöglichte ihnen, Felder und Weinberge in Frieden zu bebauen.
Am größten war naturgemäß die Veränderung, die unter den Menschen Platz gegriffen hatte. Die Alten waren in daS Grab gesunken. Peter Wenzel und seine Ehefrau ruhten auf dem Kirchhof, zu dem man auf Treppenstufen emporsteigt, aus von der Arbeit ihres Lebens. Säulen und Sandstein standen auf ihren Gräbern, diese selbst waren wohlgepflegt. Christme Wenzel hatte noch im Spätherbst 1814 den Hannes Wild aus Obermoschel geheiratet, und die beiden Eheleute lebten miteinander in Zufriedenheit, obwohl sie nicht aus Steigung zueinander» gekommen waren. Hannes Wild war unselbständig , mid kein Mann von eigener Entschlußkraft, er ließ sich von feiner grau leiten, und sie leitete ihn in freundlicher Md verständiger Weise. Schon als junger Mann hatte er keine aufrechte Haltung gehabt, nun, da er alt geworden war, ging er ganz sebuckt^ruhig t« er feine Arbeit und tat keinem Menschen etwas zu Leide. Sei«
Unterbetten war der Trupp Menschen, den di« Alte von ihrem Fensterplatz aus gesehen hatte, an das Haus gelangt. Es waren zwei Gendarmen und der Förster Stoppelbein. Als die französische Armee abgezogen war, waren <mch die seitherigen französischen Gendarmen mitgezogen. Das Land am Lembe^ unterstand, bevor es von Preußen auf geteilt tourbe, bei K. Ä. österreichischen und K. bayerischen Landes-Administrations-Com» Mission, die ihren Sitz zu Kreuznach hatte. Diese hatte dasGendarmeriewesen neugeordnet und alte Soldaten, die aus der dortigen Gegend stammten, zu Gendarmen gemacht.
Stoppelbein drückte auf die Klinke der kleinen Pforte am Hostor. Die drei Hunde fließen ein wildes Geheul aus, nachdem der Jagdhund schon geknurrt hatte, ate er draußen Schritte vernommen hatte. Aber niemand öffnete, und niemand ließ sich hinter den Fenstern sehen. .
Die Beamten standen eine Welle und warteten. Als niemand erschien nahm einer der Gendarmen fein Gewehr, schlug mit dem Kolben gegen das Tor und sagte: „Aufgemacht im Namen des Gesetzes!" Wütender wurde das Geheul der Hunde. Endlich horten die Wartenden, wie eine krächzende Stimme sagte: „Karo, llisch dich!" Der Riegel wurde zurückgeschoben, und die alte Frau stand in der Türfüllung.
„Wo ist Euer Sohn?" fragte ber Gendarm,


