Ausgabe 
10.2.1925
 
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und beti Men- drshalb Kierke-

hat nach seiner damit auf ver-

mu fr*. «Mm. E S SLta.*ffi 1 ft St Ä ÄÄS^'Ä' ,K gedient hatten, überzog. Kräftige ^ann fseben- I herbei, er riet zum Schröpfen, aber die Kranken waren in eine» itcrnfcn (do (buten toutben bie Stiege ^Ihq jfgefcp- J, < | nvorfpffir»irt hab man biefe Kur an ibn en nicht bome^Tnen

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aufeinander, aber sie waren danwar für bw Wvyu , I» waren ganz eingefallen. Der Piemontese starb, kurz nach-

ihnen geschah. Der Franzose sagte Wwderhol« mei 3 I £ n8 8 Merabend eingeläutet hatte, auch der Lothringer

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mnohlnt und Michel Klee trug sie den Kameraden hinauf, die I zwischen Nahe und Saar und werter rn das Saargebiet fuhrt, imniMarn Schlaf fielen zhat bis in die neueste Zeit hinein unendlich viel Truppenzuge

"^^Unten im Hofe wurde der heimgekehrte Soldat von den Man-- gesehen. Bald zogen die Heere zum Rhem, bald zur Saar, und iun^n Durlck'-n des Dorfes umringt. Sie erfuhren I Das Tal ist dort eng, rechts rind links steigen die Tf.r^ auf. nun ihm baffer schon vor einem Jahre in Spanien Korporal | Wenn man vom Rhein her kommt, so j^ht man sw zunächst nut geworden war und hört« von der schrecklichen Schlacht bei Neben bepflanzt, dann sind sie mit Wald bekleidetz Die fach Äkt'on der dis dahin keine Kunde in das Dorf gedrungen hat man an den Hangen Steinbruche angele^, dre Rahe flieht Sie börwn auch von dem furchtbaren Rückzüge durch Thü- neben der Landstrahe einher Durch dieses Tal walzte s ch m J <terren te0 r0 viele krank am Straßenrande nieder-« I den nächsten Tagen em grober ^ed des von Mainz zurück-

nefunfpn waren und liehen sich von dem Elend berichten, das I flutenden Heeres. Es waren stolze Truppenteile darunter, Re- zu Mainz herrschte wo die Kranken nicht nur in den Spitälern, I gimenter, die zusammengeschlossen waren und Mit klmg«mdern miA mif don Straben lagen und wo die Toten über-- I Spiel daherkamen, aber auch viel Elend ging in diesem Zuge, einanderaeschichtet ach Leiterwagen nach dem Friedhof geschafft und die Einwohner von Niederhausen hatten noch oft Erlegen- wurden Alle wunderten sich, was aus dmn Michel für em heit, Barmherzigkeit zu üben.

Mann geworden war. Als ganz armer Bub war er seinerzeit I Michel Klee hatte in diesen Tagen vor der wichtigen Frage »u dem Friedrich Schneider gekommen. Er war der Sohn armer I gestanden, wohin er sich wenden solle. In Duchroth war für ihn Leute aus dem benachbarten Duchroth, der^ Bater war in I jc|n Unterkommen. Angehörige hatte er ja nicht. Schon auf dem iunaen Jahren in einem Steinbruch verunglückt, kurz darauf I Marsche durch Thüringen war er von feinem Regiments abgerom-- war auch die Mutter gestorben. Bon der Großmutter, der Witwe I men als er von seinem Kommandanten mit einer Meldung zu eines armen Taglöhners, war das Kind grohgezogen worden. I einer Proviantkolonne geschickt worden war, die seitwärts von Als Michel nach Niederhausen gekommen war, hatte er feine I grDßen Heerstraße sich mühsam durch das Gebirge wand und Habseligkeiten in ein rotes Sacktuch gebunden mitgebracht. ®er I ^ch dann sestgefahren hatte. Wo sich das Depot seines Reqimen- er toar anstellig und fleißig. Friedrich Schneider, der mittler- te8 befand, wußte er nicht. Er fragte bei vorubei^iehenden weile gestorben war, hatte große Stücke auf ihn ^halten und, I Truppenteilen nach, ohne Antwort zu bekommen. Dem Heere w^s ein Bauer nicht so leicht tut, ihm stets das Fuhrwerk an- konnte er nicht nachziehen, da er sich zu Kreuznach beim Herab­vertraut. So war es gegangen, bis Michel in sich den Drangs I springen vom Wagen den Fuß verstaucht hatte, daher iuhicke gespürt hatte die Welt zu sehen, und nach Mainz gegangen war. 1 fejn Hinken. Unter diesen Umständen war es für ihn wie ein Als die Kranken gebettet waren, ging Michel zunächst xn I Erwachen aus einem dumpfen, schweren Traume, als Peter den Pserdestall Einen großen Eimer warmen Wassers hatte I Wenzel am Tage nach der Bestattung der Kameraden den Bor­er sich in der Küche geholt, und nun ging es an die .Kalube- 1 schlag machte, als Knecht bei ihm zu bleiben.

nmg, die ihm so nötig war. Peter Wenzel gab ihm alteKleid« (Fortsetzung folgt.)

die in dem Seitenbau an einem Nagel gehangen hatten. Der I

Glöckner der Gemeinde, der im Herbste auch Wmgertschütz war I ---

SÄUÄ: ÄStm'MSÄ DI« v-rgl-ich«nd« L-b-nsphllosophl« Sören fiietftegaarbs.

Mittagessen in das Haus gerufen wurde. ., I Bon Dr. Anders Gemmei.

Es war ihm, als er in dem reichen Bauernhause am Tisch: I Äant nicht die MenschenPhilosophie", sondern

sah, zu Mut, als ob er in eine ganz andere Wett versetzt.sei. 1 «,bilofobhieren" lehren wollte, und darin eben seine Große Monatelang hatte er hungern müssen vor k^r Schlacht bei LeiM lttgtso wollte auch nicht der mit ihm in vielen Punkten Der-

hatte er tagelang nur Rüben zu essen bekommen, A wandte dänische Dichterphilvsoph Sören Kierkegaard

giment auf den Feldern fand, Währendd« Schlachttage ha I (18131855)- feinen Zeitgenossen eine neue Lehre, em neueS es nur verschimmeltes Brot gegeben, der Ruckzug war§ voll« sondern sie zum selbständigen Stellungnehmen

Mühsal und Elend. In Mainz hatten mitleidige Menschen dem tieffkn Lebensfragen erziehen. Ja er kämpfte

jungen Manne etwas Suppe gereicht, in Kreuznach war das »ege^ ^^cht gegen das (Hegelsche)System , das

Gewühl der durchmarschierenden und kranken Soldaten so stark, I Wesentliche im Leben zu verwischen schien, indem es,

daß kein Dissen Brot in den Bäckerläden auszutreiben war. I alle Gegensätze und allen Kampf durch Dermttt-

Eine Frau in der Mühlengasse hatte dem Michel einige Aepfel I Mediation") in eine höhere Einheit (Synthese ) auf-

geschenkt. Und immer war er auf der Landstraße gewesen, durch- | un6 fo &ie Widersprüche des Daseins aus der Welt

näht, durchfroren, vorn Winde aus allen Richtungen gepeitscht. I 8 s<hasfen suchte. Unermüdlich schärft er demgegenüber em, Bon seiner Kindheit her war Michel an nichts Dutes gewohnt I um Wesen des wirklichen Lebens gehört, sich in Gegen-

Die Großmutter war eine sehr arme Frau die nut Silbersand I bewegen, und daß wir alsExistierende (d. h. in

hausieren ging. Oft war der Knabe m der Winterkalte zur praktischen Berhalten) uns nicht damit begnügen ton«

Schule gegangen, ohne vorher etwas gegessen und getrunken z I ^ber dieselben nachzudenken, sondern daß wir vor allem haben, da die Großmutter ihrem Handel nachging und oft tage- .1, ^nen zu wählen haben. Dies Letztere lang nicht nach Hause kam. Wenn sie weggüng, legte,sw oem I ^^pAzeugung dieSpekulation" vergessen und ------

Kinde einen halben Laib Brot hin, manchmal muhte sich Michel I isvoll/ Weise Wissen und Mediation mit praktischem auch mit Gelberüben begnügen. Besser war es ihm erst gegangen L^8?kn'verwechselt.

als er in den Dienst zu Dauern kam. Nach den Strapazen und I r$ene Gegensätze des Daseins aufzuweisen Leiden des Feldzuges glaubte er, nun em König 3« fern, alä er recht deutlich vor Augen zu führen, sieht .

in einem wohlgeordneten Hauswesen gastlich aufgeiiommen woi I ycjnc eigentlichste Ausgabe an. Zu diesem Zwecke

den war. I scheidet er zwischen verschiedenenStadien" oder (wie er auch

Michael vergaß, während er am Tische saß, nicht seine beiden I treffender sagt)Sphären" des Lebens, und versucht,

Kameraden. Peter Wenzel hatte Wein vom berühmten Jahr- I {n dichterischer, bald in mehr philosophischer Form, zu gang 1811 aus dem Keller geholt. Der Soldat trarckdavon, aber baß dieselben einander gegenseitig ausschließen und in

er machte es nicht, wie so mancher fernes Standes, dei vom se g «$t&' Einstellungen zum Leben begründet sind. Schoppen nicht mehr wegzubringen ,st. Freundlich dankte er den Sanzver,a> wen ' Kierkegaard die ästhetische

gastlichen Menschen, dann ging er zu feinen Karneraden. :e I fhL ® t Deren charakteristifches Merkmal besteht

redeten im Fieber irre, sie glaubten, iin Gefechte 8" fern, stieße I Ex s Sfph Mensch wesentlich nach Lust strebt, fein Lebensi- KommanLoworte aus. Was der Piemontese fagte, ^verstan | , Erreichung des größtmöglichen.Genusses setzt, mag

Michel nicht, aber er war durch seenen vienayiigen Mckitaidie st I z mehr triebhaft (als reines Naturwasen) oder mehr

der französischen Sprache so wett mächtig, daß er verstand. ericä nun ^rwußtei ,,Ästhetiker") tun. Des-

was der Kamerad ans Dar-le-Due redete. Der sprach von überlegt u d tt ^.^^auch immer dafür Sorge, sich nicht seinem Bater und seiner Mutter und meinte, wenn seine Eltern I h fl »pen einzulassen daß er ganz darin aufgeht. wüßten, daß es ihm so schlecht gehe, wurden sie gewiß -.onrmen, I s f nämlick allzu leicht in die Region der Pflicht und

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