Ausgabe 
7.3.1925
 
Einzelbild herunterladen

74

vnd tiefer

wurden Wiele Führer der europäischen Geisteswelt bestätigen dankbar daß ihnen Paris erst die Voraussetzungen zu einer innerweltlichen Haltung gegeben hat. Uns Deutschen ab«, die wir Stimme und Recht zur europäischen Fuhrerschafthaben, stebt es vor allen Dingen zu, vom Montmartre aus Die Welt zu überblicken. Wir haben einen sechsten Sinn seit dem grohen Krieg bekommen, der sich aus allen Gebieten immer mehr ubt und kräftigt und der aus alle künftigen SchickfaleunseresS>.t)teils heilsam wirken kann: den Sinn für das Wesentliche. Wir haben in unserem geistigen Wirken eine schöpferische Kritik herange- züchtet die in ihrer Strenge alle Akte der Intuition von vom- he^in erschweren und vielleicht zersplittern könnte, wemi wir nicht immer diese Potenzen nach allen HEelsrichtungen ver n-vnTnfpn lind Dafür Anregungen aus allen Uandern oezvgen. Denn nicht die Phantasie ist im deutschen Werk das Ausschlag­gebende sondern die ethische Gewalt aus der es üxichst D es war zu jeder Zeit die Kraft des deutschen Geistes, daß ein

einen Frühling ohnegleichen. *

Sa8 ,«,«11« MW *ÄS w

krästigen Äonluren Ser Seru-Ssr eil . twängtligent* und ängst'

«lmi U"*»lito9

halb Asse. Wenn ich^iscke Zurückweisung meines schreiben mochte, so hat doch muriler Wehörden von man- Aufenthaltsgesuches von letten der P ^ls Fremden

chen Dingen den Schleier gehobe , . <^nörden schoben

lieber peinlich hätte

85*1» -

® Ä °L-»- L i&esrfäESteaS-s B-«i»S=äfÄS sie sieht, datz ihre Kälte schmerzt. -Mode an sie

' Die'Pariserin ift ofiire Die 5°^ * <

| stellt, einfach undenkbar. Parftim, ^u^r5VLifgln;tte( ilnt> sie

I sind ihre allerprimitivsten Reiz- Maße besitzt wie

hat das Geschick, das keine F-au inso großem^Matze oei t sie, die geringsten Begünstigungeni d« Rat«b«ouM^ fann

L?ag"

Koketterie,

Die Pariserin, die Behörden und mein passiver Widerstand.

Ich will kurz erzählen.warum ich Paris nach funstagigem Aufenthalt schnellstens wieder verlassen muhte.

Vom französischen Generalkonsulat in Dresd^hatte Aussorderung erhartm getrost mU ein^n «nft reisevisum nach Paris zu fahren. l , |n Frankreich ZZWLMN £ M-WZWZWZ jede einzelne Zeitung und »opf Y prozentuale otärte

ihrer politischen Gesinnung ab um -S auf dw p z ^cutI(e= feiner Franzofenseindlichkert S b bescheidenes Ornament bin, tonist im Ausbau emer Zeitung ein Me mich hier

trotzdem ich mich bis in vte kielnnen Attischen Vorurteilen i»-*-

ESSSää* -

-S

. mirnt?n oft betont datz er das Ausbleiben der deutschen » s sms & s. grwhaa

fchütlerung? Änd fragt nicht aus dem beschatteten Antlitz Lo- 1 Los ein Jahrhundert nach seiner Erlösung d^ reden hörte und ihn trotzdem verbrannte? So hat H. St^v a m berlain sehr recht, wenn er sagt, datz Angelos Kunst^mcyr i ein rinascimento, ein- Renaissance war, sondern nascimento, |

ficifit- Genötigt ist das Sichtbare, dem Unsichtbaren Gestalt zu verleihen, das Rotweiidige, der Freiheit zu dienen; lebendige Offenbarung des Unerforschlichen bietet der Stein.

'Menn wir das Selbstbildnis Michelangelos be­trachten, wie es in Florenz in den Uffizien hängt, dabei von dem Erschütternd-menschlichen einmal absehen und nur diee

Änne uns vvrleaen, woher stammen, rassisch beurteilt, 8° S.t«WSSiu «U «am Merkmale fehlen. Die Augen sind wohl blaugrau, das Haar nicht schwarz, sondern zur blonden Gruppe gehörend, aber em tcto nordisches Gesicht ist es auch Wied« wie es die romanische Volksmemung mo«hte, alle^ings ers. recht nicht Am meisten «innert er an gewis e fpamsche Kopse, Por- S von Greco, Ribera Valesquez Und das verrat unS kst- Linie es ist, möchte ich sagen, altgotischer Einfluß, wie in Spa ni-n das Westaotenreich bis ins 8. Jahrhundert bestand, so hat S ÄtaSSam Vesuv und d« langen Longobarden- berrschaft in Rord- und Mittelitalien das Ostgotentum, d edelste Germanenblut, fortgewirkt und taucht wmm auch d-^ rn?ifAiinn o-dämpft in solchen ganz unwestischen, mn«tuyen MAenchNrdiguL schöpferisch Wied« auf. «

weichere, leuchtend«« Longobardenart in ihrem ^emaligen po^ Een Mitteh>unkt in der Poebene lebEg ist in MaEd rmd wobl auch in Venedig und venetianifch« Kunst, so weist me florentin« Kultur bedeutsam auf das ältere und wohl edlere vnd tiefer geartete Ostgotenblut hin.

Pariser Tagebuchblätter.

Paris und die Deutsche«.

Von unserem in Paris weilenden Reiseberichterstatt«.

cn ,in in in oiiipTi fltQiicn 6fld Don QlcBcl CTTtgCTluyt. 1 «ebe^vor d« berühmten Kirche Sacrecoeur auf kxnn MoMmartre. I slw-rmir^et sich d« Verkehr, eine ungeheure.Schlange ebenso kühn wie sicher, (llnglüde kommen hi« viel selten« vor | al- GlockeiMichen.

ist eine fabelhaft« Organisation spürbar, die Men Sprung in jedem Passanten, in jedem Ehauffeur, in.jedem Dienstmann, in jedem Zeitungslungen hat. jedenfalls Hai <® I NLLLGMZA« «c w gut sie konnten, Monteurdienste l-istetenä |

BBö sss?ä

Ä»t ÄÄ »«

Paris! Ich stehe mit beiden Füßen auf dem Boden v«

kamt ib!em Ve8r leiwt sie mit ihren Wahrheitenund Irr-

Prachtbauten des Sonnenkönigs nehmen heute wie ehedem st L'LLX»

Ich will mir für diese Stadt einen Wahs^absMffen,d«m S Z

I«Ä«S & »L« Eg unteKhen und will's« deshalb nicht durch irgendwelche Vorurteile wie ein Fremdkörper zerreißen.