Ausgabe 
7.3.1925
 
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Mchener ZamilienbMer

Unterhaltungsbeilage zum Gietzener Anzeiger

Samstaa, OtB Z. Wär,

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Tebt ^n^m &*, Sixtimschen Kapelle, vollend 1?4?^ I mal ^rtl ar^Jei? Schmerzenskind, das Grab,

Würdet' naV^ Dichtungen hm vertiefte" da?n sL B" ri äXä'ä

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I wenig und nicht selten in den Kleidern lebw ohne Prunk 'W ^°ben Hai-shalt. ohne Sorge um^.^Tntte seine StL

I alten Freunden, zwanzigtausenb Franken sänem

SSK ^"/ummen seiE Familie, Mehr nocherl^btt

I von ÄmtMS runb °%K Stau, keusch an einem Hofe, «£?%

»ÄÄÄÄÄ Ä°L°L ta Shff fwn T siegreichen Schlacht bei Pavia empfing

> im Herbst 1525 gestorbenen Heerführers Pescara &i<> nx& S'Ä °-» ^n»Ä»

i rj^okierk Munitier t>on 1533 gB Bis ru tßr^m früfton

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I «E^rbebette der Geliebten wachend, nur gewagt Habe ihre I Himd zu küssen und nicht ihren Mund und ihre Augen. ' I aus iveicht der Empfindung

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I Hub fn fopnin XnHin._ v- .. r °all2'"gegeben | und so wenig dafür empfangen hatte. Er blieb einsam wäl er s°nb. Mer bis an sein Grab bewahrte n ein

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anlaae b^der Miss^i^k^ gebieterischer, forderte seine Aatur» ttinast^^0^7TÄ"9 ?cr Sixtinischen Kapelle und beim l lngsten Gericht ihr Recht, dieser Gottvater, ein Koloß der Bante ®ßtiffiiSiidSLfoi* $>1^3 ein breiter Turm aufge-

leibern ^unk wLnf* überirdische Gerüst von Menschs unserer ^uschenb^egunge«, sind sie nicht alle jenseits

Dorstellungen, Geburten eines unerbittlichen, strengen, st ß wr£e6erm^ntoentum8 ? 111,5 selbst in so scheinbar geruhig Steinbildern wie den Denkmälern des ßot^ unVffi f,n5blefe Gestalten der Nacht und des Hellen TaaeS die Morgenrote und der Abenddämmerung nicht Aufschreie' steingewordene Aufschreie des Zorns, d^ Not und L^- A

Sn der Siftina.

DonEonrad Ferdinand Mehre,

Z" Sisttne dämmerhohem Raum, ^ß?lbuch in seiner nerv'gen Hand, vitzt Michelangelo in wachem Traum, 'Umhellt von einer kleinen Ampel Brand, ^ut spricht hinein er in die Mitternacht, Als lauscht ein Gast ihm gegenüber hier, einer allgeioalt'gen Macht, Bald wieder wie mit seinesgleichen schier: ^Umfaßt, umgrenzt hab' ich dich, ewig Sein. Mit meinen großen Linien fünfmal dort, Sch hüllte dich in lichte Mäntel ein älnd gab dir Leib wie dieses Bibelwort.

Mit weh'nden Haaren stürrnst du feurig wild

«r?n Wonnen immer neuen Sonnen zu Für deinen Menschen bist in meinem Bild ^ntgegenschwebend und barmherzig du!

sHus ich dich mit meiner nicht'gen Kraft:

ich nicht der groß re Kiinstler sei/

i s. ^4 ~ bin ein Knecht der Leidenschaft Aach deinem Bilde schaff' mich rein und frei' q!" Menschen formtest du aus Ton, ^ch werde schon von härterm Stoffe sein

511 deinen Hammer schon, Bildhauer Gott, schlag zu! Sch bin der Stein."

Michelangelo.

Zu seinem 450. Geburtstag.

, M ichelangelo ist eine der Künstleraestalten di» ei« Gl. i'maß ruhigen Wirkens, sondern in steten Erregungen unb Eruptionen gewaltsam sich entfalten. Kein Künstler ift ibm tooM im pl»nCrtor-r? T Beethoven. Wie tief haL fi7 We l.m vcbcn gelitten, bet eine unter feiner s;A :tu» X

öon Wohllaut Erfüllten, die eigenen Werke nicht Höven ließ' der andere unter seiner Verunstaltung (sein Mitschüler Torri»

:6a8 Aasenbein), die den Anbeter der beständig an sein niedriges Erdenteil gemahnte! Beide baben sie in jener ttefen Einsamkeit, die Michelangelo in tigern free Gespräche des Gianottt preist, Rettung vor der Welt und chren Qua^n gesucht, haben doch zugleich auf tiefster Bri-kt T Knsucht nach Liebe, nach Glück, nach Menschm Wundem Sn Michelangelos Gedichten werden unzählige Male die gleichen ^"UFslssen Liebesqualen geschildert, die Beethoven betörten oie haoen beide ihre Leidenschaften zurückdrängen müssen und nur im Gestalten Erlösung finden können von dem Verlangen I nie Befriedigung fand. So ist denn ihr Schaffen ein elastisches, gewaltsam sich entladendes Bedürfnis Micbel- Än Ta rne? Bretten Fieber der Arbeitsbeg/r er- ihn tagelang nicht schlafen und nicht essen ließ I .andern zu rasender Tätigkeit hinriß: er schlug mit solchem Un- I <2But m?$ti9e Stücke von dem Marmorblock ab I

ÄX'Xh m^fer ga^ zerschmettern, und auch wim^rmü/ am Klavier aus wirrem Chaos I

Werke erstehen. Diese am Leben leidenden von der I ÄnTaT^/Ensttät ihrer Gefühle Fortgerissenen müßten mit I &en Mitmenschen im beständigen Konflikt stehen? so ® H in stetem Zank mit seinen Gehilfün sein^i MZ seTn Die^..^?L°''ist stritt sich mit seiner Wi^chaftLn iuch jetnen Dieneri,, älnd beide legten die Fülle ibrer Liebe selbst Ä,m S$ tHywws« M«>-n K ÄÄ öiefec Aufopferung viel Uupank"fShr^Fumifie"S^?unv I zuletzt doch aus diesem einzigen Bande das sie mit WntA«. I ,etw ®*ei,,e' '«»* «ä

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Ghirlandajo und Dartvldo. schuf er seiner I Balerstadt um ,500 den .Giganten": 1505 von Julius « nach |