Eichener ZaiMenblStter
Unterhaltungsbeilage zum Gießener Anzeiger
--SmMag^mr5.«°v-md« ~
I ,, 6tTLim nördlichen Holstein geboren, Eltern und 93 w» ?M1 Dvterseite und von Mutterseite sind aus dem selben &fr ftoet putschen Geviertmeilen reichlich bemessen ist
I gewesen, sämtlich sächsischen Stammes. Alle Vorfahren
s'ud Dauern gewesen und stammen ans freien, niemals böria S^sEn Mruerngeschlechtern. Ein wohl hier und da zu 2 gehender Hatz gegen äußeren Zwang war gemeinsame Familien» härähi^itss,,Tte■ nKübetriebene Freiheits- und Llnab- hangigkertssucht ist auch in meinem Leben einfluhreich geblieben be.tzt der Ort, in dem ich am 29. November 1844 a^ I’°!:eit.lr’c>^en. bin. Es ist ein aus weit verstreuten Gehöften bs-
! ?n •Skater Au, nicht weit von der Ausmündung
St-rm ton»’r M12 -^"ich von Hademarschen, wo Theodo« trXn XT- <5te1 7^^.usMhre zugebracht und seine besten No- vollen geschrieben hat.. Die Gegend ist einsam, die Eisenbahnstation ist noch letzt nahezu, eine Meile entfernt, die nächsten Dörfer nicht eine Stunde. Die Gemarkung ist von grotzen ",?en lm£ ^°?reri umgeben, halbinselartig ist nh,hT,lt barkenKiiicken und Verhauen gegen die große Wiesen- meBerang der Eider und ihrer Nebenflüsse vorgeschoben. Auf der SMK pÄ ä .fnXKISi
,v’!1 4>aale waren ansehnliche Bauernhöfe, meinem Vater oe» “J#™ H«us sahen wir weit über Wiesm imtor^- 9\^aum c beschatteten, behüteten und um- Neuen mir n!^, $Clm’ ^te ^u6sn Herbstschauer in den Wipfeln iiegen mir noch immer im Ohr.
')^Tiefe Einblicke in Leben und Schaffen des Dichters geben fi.lto™Ti*Sen5nrl!lnrr.un9en“ Krögers, die in der liebevoll ^breit ^rt t?tn.er Dnrstellungsweise uns das heimatllche ^^ton t>@ser?nrD^rtl3rt' 6er ber Dichter aufwuchs und sein« 6eU Entwicklungsjahre verbrachte. Eine
R Biographie des Dichters verdanken wir Jakob
®r°J*e Ufa d t, der mit liebevollem Sinfühlen in Krögers Art 2luffchlüfsen über fein Leben und Schassen die Werke des Dichte feinsinnig analysiert.
und -inschlug und IX' Lenken
unu guyren oes Landvolks, datz gerade m Kenners Stomnt
XnX" au8 elnlc Oberen Welt, sondern sog die Kraft zur uw- . tounbctboK übg^fcf)i dienen hi>Iff'pintfrfx> n ^->-»4
L&’S «Ä L SÄÄÄ 3fe£ SSlffÄ"’ to ~ h», Krögers Kunstform ist ausschließlich die Erzähluna von I errelche^en^No^erce ko Un^n9 cin’e« Romans I
SfZhlÄ Zuerst herrscht fast ausschließlich die Land- b^ Stimmung, das Schicksal der Figui-en bleibt UN- «ch und fragmentarisch. Bon den zarten Skizzen seines ersten Buches „Eine stille Welt», der Publikation eines Secksimdtt 15" zigiahrlgen, bis zu den „Leuten eigener Art" Ülm den Wmioll" DickttXto^'^ Nnd°t unuLerbrochener'A^fLg statt D r Dichter baut eine immer reichere Wett auf, eine Welt die allX^s'Ewi^?^chlvssMheit in holsteinischer Landschaft über- uw
SÄÄÄ fÄÄ L ober Gewaltsames bekommt,' aber dafür I Echttch i)ie_ Fülle tiefsinniger Einzelzüge, barocker I
Einfälle und phantastischer Naturbeseelung. Krögers Dauern I C B?m bald düster, bald humorvoll gefärbten I Schöpfertum, das sich in der mächtigen Bildkraft ihrer Ge- I tief symbolischen und mythischen Gehalt ihrer I Ä' Erzählungen ausdrückt. „Es gibt
nichts Totes und Nichts Lebendiges, kein Wachen und kein I Aranm«n, keine guten Menschen und keine bösen Menschen — I toXdlX?ttr X uls Figuren in dem Traum des Allein- I seienden, u nseres großen Herrgotts", — in dieser sonderbar I
Unterhaltung eines bäuerlichen Geschichtenerzählers I intt Mnem toten Freunde drückt sich die WettXchauuna dls würdig^ist^' dne dbilosophte, die wahrlich ein«s grotzen Epikers I
I „®^e vund fünfzig Novellen, die das Lebenswerk Timm 9s*. jftas-3 i»°Le »°LL w&ttg
Wie ich unter die Schriftsteller gekommen bin.
Von Timm Kröger.
meiner Schriften kommen zu dem Gr- "^pvunglich durch Eindrücke der mich^umgebenden Mi ur" - L SHaffen gekom.nen fei: „Im Anfang w^ U
! ^t richtig. In meinen ersten Schriften stehen
®lP^'u,n9 und Stimmungsmalerei im Vordergrund
9 Ä Menschendarstellung Hauptgegenstand
i ®to lenes ülrteils kann ich auch nach eigener Er»
nXf,?13 ^stellen Die Landschaft hat mir immer viel^zu sagen
ifl es die Landschaft
ff X' uuch K und je durch das Leben begleitet
0c6au^ihÖXr SSn Cn .Erzählungen ist mein Geburtsort der Qlutouh omt 61 rfc to,enrt auch hier und da in verändertem 7"/^- Mit anderen Worten: meine stärker als gemeinhin auf- Ä»en ßlf! rur Heimat läßt mir, wenn ich die M 5 ^um noch die Freiheit der Wahl. Fragt matt also nach den Gründen, die mich zum Schriftsteller gemacht & Bekstdng^ tor aIten ®in»en bfefe s^ohl äußere toU fcxM ich setze mich aber darüber Ünw^SL ^^lrchfenH in b-er IRsg-ef zu ü>cnia ©etnicßt r>iif h,rrs üXtwiröe^i 2Urwrdmm überkommen i>abea, und bet mtr, glaube A ,d^bie.Unterlassungssünde besonders schwer ins Gewicht
X 'boch, wie ich init jeder Faser ans Ererbte gebu^ SgängeH hT vorgezeichneter Marschlinie durchs Leben
Timm Kröger als Heimatdichter.
Zum 80. Geburtstage des Dichters.
* Von Dr. Martin Avehl.
(Nachdruck verboten.) WWSWK ZSWMMß unbedeutenden Talenten fo (»tont Ironmng kleinen,
ä? hsä ®8£unÄ ’£HF^lF KMWME WZWKSZ


