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Draußen saust mit schneidend kalten Nockenwirbeln
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°m Und^Mutter guckt mit großen Augen Vater an und
6altTT 3n aher CESelt ja eben? Wer das bloß sein mag?"
Und die Kinder hören aus zu spielen und gucken Vater und Mutter an und machen was für Augen! ,
Aber da brummt draußen vor der Tür schon eine mächtige Baßstimme, und jetzt kracht es, ungeduldig, nochmal dagcge .
„Das wird doch nicht gar der Knecht Rupprecht sein?
Irgendwo hockt immer die Rot und dudelt wie d« Rattenfänger von Hameln. Wirf ihr Ricke! in den Hut.
Weit draußen.
Gerade als alle Glocken, das Fest einläuteud, über die vom roten Lichtdunst der Laternen und erhellten Laden überwölbten Dächer ihren metallenen Subelsturm hinbraust^, traq sich's. daß ich doch fern draußen auch meinen Blick ins^ einsame Gefild hineintat, da draußen hörst du nichts davon; es ist hier eine gar schwache Stimme, höchstens ab und zu mal ein verlorener, kaum verständlicher Tonsetzen, da der Wind den Schall gerade nach der entgegengesetzten
Schwarz^ der Himmel über'm weiten, weihglimmenden: Schneegelände, das mit ihm zusammengeht in der undurchdringlichen Rächt des nahen Horizontes. .Richt etn lebendes Wesen, nicht mal eine Krähe. Rur so em Baum am dickverschneiten Wegrand. Der schwarze Stamm aus dem trüb glimmenden Weiß hervor, oben die einsam sausende, pfeifens, zischende, winselnde Krone Mit ihrem matten, schwarzen
Das ist nicht gerade besonders anheimelnd, ist wie jene Grenze, wo die Welt mit Brettern vernagelt ist.aberwenns Glück gut geht, siehst du hier, tote nirgends, das Licht, welches hinter und über allem, was Licht und Dunkel.
Die alten Götter.
Eh' du zur Bescherung hineingehst, sitzt du noch so n bißchen für dich allein am Fenster und halst DunkelMnde.
Die alte, angerostete Wetterfahne auf dem .Nachbar
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-Innern eine Regenbogenpracht bunter, schön flammig gewundener Fäden haben; diese aber ist M .wasserhell. durch-
Somttag vor Weihnachten eine Tut« märchenhafter Silber , wden Mit diesen seinen Fäden wurde der Baum umsponnen, daß es aussah, tote fliegender Sommer." . ,
9 Aeber das letzte Weihnachtssest des Dichters (1887) berichtet seine Tochter u. a. folgendes: „Zum erstenmal fehlt eines seiner Kinder ganz, auch seine liebevollsten.Gedanken vermögen es nicht mehr zu erreichen. Anser ältester Bruder Haits ist von uns gegangen. Der Baum steht noch emmal tin vollen Lichterglanz, die Flügeltüren offnen f«H wett. - Vater legt den Arm um Mama, wir, die totr keme Kinder mehr sind, umstehen das Klavier und Karl stimmt.leise: an.
Stille Rächt heilige Nacht!". Wie toir an öie S.rll^ kvm^ EN Schlaf in himmlischer Ruh", da breitet Vater wert di« Arme aus, Tränen stürzen aus seinen lieben Augen, und leise hören totr ihn die Worte sprechen: „Anten, m Bayern, da ist ein einsames Grab, darüber weht der Wind und der Schnee fällt in dichten Flocken darauf." — Wir stngen nicht weiter wir gehen zu ihm hin und nehmen sanft seine lieben Hände und eine schmerzliche Ahnung, daß totr woh. so zum letztenmal mit unserem lieben kleinen Vater unter dem brennenden Lichterbaum stehen, durchzittert unsere Herzen.
Das E das letzte Weihnachtsfest Theodor Storms.
Weihnachten.
Skizzen von Johannes Schlaf.
Die Glaskugel.
°°- »*£ 5ÄaI“;o6e hatte, durchsichtig- GIa«rug°l, wie I Seine BMI* ia oben am AordM gen.
MWM-MWK WZiMkMZ'§sM talt was sich gleichfalls recht hübsch macht. I Das gute, alte, ofenwarme Wohnzimmer Mit der Petro-
Zch denke- Wenn das Geschöpfchen da drin lebendig j [eiim[ampG auf dem Tisch! Vater hegt mit seiner langen wäre mid der Ämfang dieser Glaskugel seine Welt, so würde 1 auf dem Sofa, Mutter sitzt beim Ofen und M<tt, sk ihm genügenVdenn wenn nicht, so würde es nicht setn. K ^nder spielen M vor sich bmunddenkenan^th- S^in Ausmaß und dessen Proportion zu dem Amsang dt ser 1Ktd)ten; der Baum steht schon m der Ecke, Egen wird er aeschlossenen Welt und dieser letzteren wurden zueinander ^geputzt. 3n der Ofenrohre zischen die BratapfA. es duster ?m vollkommensten Einklang stehen, und es würde em völlig nach ihnen und dem schonen, würzigen ^annengrun. Kein »EÄta« f«in. Würde der Su«er° ilmtt.ct« M?nlch «bnt «ton»; nein g-w» M«
-t-, S.,. nnd statt seiner ohne jede Grenze eine I Aber da mit einem Male geht s Krach! Mm!
unendlich Ausdehnung, so müßte dem Geschöpfchen wohl die Tür. Vater guckt, die M^ife vom^und weg-
davor so grauen, daß es sterben mußte und nicht, mehr haltend, mit großen Augen erst Mr ^ur. dann zu wäre Wäre aber der Amsang viel kleiner als so wie jetzt | Bindern und dann zu Mutter hm und sagt.
m?d das kleine Wesen dennoch so groß wie jetzt, so war« | „Nanu. Mutter? Wer kommt denn da noch, so spat keine richtige Proportton, und es würde diesen Amsang als Enge empfinden und würde wohl von ihr erdrückt werden "”B S“Ä ist W °°N nicht g* «B di-S Zimmer mit seinem Lichterbaum (Abbild k^r guten alten WAwsche Dggdrasill); doch wir leben, sind fröhlich miteinander und guter Dinge; also muß die Welt wohl gerade so groß sein, wie wir sie brauchen.
DerPfeifer.
Es ist heiliger Abend. 3n der Straße, an den stmhlend sagt Mutter^^ Henn nur herein!»
Hellen Verkaufsläden mit ihrer Welhnachtsprachthin, gehen Binder laufen eilig zu Mutter hin, Hänschen aber,
viele festliche Menschen, betrachten all die schonen Dinge, , E ‘ ° diesem hin, ist wie der Wind
gehen aus und ein, kaufen. Das ist ein schöner Heller Rau ch, der ) ^,-steckt sich hinter Vaters Rücken, nur sein unb all die Menschen, in Pelzen und warmen Winttrttmdern Augen darüber weg.
durchs feine, gegen Gaslaternen und all die Llchtpracht ^es-y g 6k Tür auf, und da ist er. Mit
silbern glitzernde Schneegestöber sind heiter und bei oester . 'en^mächttmen, schwarzen Schaftstiefeln, im Pelz, mächtige Sttmmung. Es ist so ein Gekribbel. | $ P® » n?^,iistbandschuhe an; mit seiner beschneiten Pelz-
Aber da ist mit einem Mal ein einsamer dunkler E- pelzbes dem langen, weißen Flachsbart
gang, auf den matt blonder tm Wind hin und her zuckende | kapp^^EM^r^. 'dw weiße Busche über die
Schein einer einsamen Gaslaterne fallt. T - V r- T c . .. E-f r— AtltO (
Birkenrute, in der anderen den Sack, in dem s klapper


