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WeihnachtsUsd.
Bon Theodor Storm.
Dom Himmel in die tiefsten Klüfte Ein milder Stern herniederlacht: Dom Tannenwalde steigen Düfte And hauchen durch die Winterlüfte, Und kerze,rhrlle wird die Dacht.
Mir ist das Herz so froh erschrocken, Das ist die liebe Weihnach'szeit!
Ich höre fernher Kirchenglocken Mich lieblich heimarlich verlocken Lkn märchenstille Herrlichkeit.
Gin frommer Zauber hält mich wieder, Anbetend, staunend mutz ich- stehn: Es sinkt auf meine Augenlider Grn gvldner Kindertraum hernieder, Ich fühl's, em Wunder ist gefchehn.
Oie WeihnachtspredigL des Hrmgerpaftors von WNUnzenow.
Bon Wilhelm Raabe.
.... Zum zweitenmal läutete die Glocke, als Hans au der Seite deS greisen Pfarrherrn die Stufen empvrstieg, die hinter dem Bastvrenhause aus den Kirchhof des Dorfes führten. Quer über den Kirchhof ging der Weg zur Kirche, und zwischen den weihen Gräbern un£> den schwarzen Kreuzen, welche auch alle Schnee- Hauben trugen, blieben die beiden geistlichen Herren stehen, uni auf das Dorf zurückzusch-auen. Das Meer rauschte in der Finsternis, aber im Dorf war fast jedes Fenster erleuchtet, und reges Leben herrschte auf dem Kirchwege. Aus seinen Hütten stieg das Volk der Fischerleute zu seiner Kirche empor, — Greise, Männer, Weiber. Kinder! Sir kamen mit Laternen und Lichtern, und wenn die Erwachsenen, die Aelteren im Bvrüberschreiten mit vertraulicher Ehrerbietung ihren Pfarrherrn grützten, so kam fast jedes Mud zu ihm heran, um ihm die Hand zu geben: er aber kannte sie falle bei ihrem Namen, kannte ihre kleine, kurze Lebens» aefchichte und hatte fast für jedes ein anderes Liebkosungswvrt. Don Zeit zu Zeit zögerte einer der Erwachsenen auf dem Wege: «^ wandte sich seitwärts, um seine Laterne niedrrzusetzen und stch über eins der verschneiten Gräber zu beugen: dann war der Psarrherr von Grunzenvw an der Seite der Trauernden und sprach ihnen leise zu, und die Sterne lächelten im schwarzen Winterhimmel, und es war, als ob das Meer sanfter rausche.
Wohl hundert Lichter erhellten die kleine Kirche: niemand hatte fein Lämpchen beim Eintritt ausgehlasen. und wunderbar feierlich erschien die Versammlung dieser Gemeinde am Ufer der See.
Auf einer der vordersten Bänke, dicht vor dem Altar und der Kanzel, sah der Kandidat Unwirrsch neben seiner Braut und dem Obersten von Bullau nieder und säug im rauhen Chor der Fischer «id alte Weihnachtslied mit bis zu Ende: bis unter den letzten Klängen der Orgel und des Gesanges Ehrn Josias Tillenius auf 'n Kanzel trat, um seine Weihnachtspredigt zu halten: bis alle, die von der Sonne gebräunten, vom Sturme und Wetter zerbissenen Gesichter der Männer, bis alle die ernsten Gesichter der <5rauen, bis alle Kinderaugen sich zu dem alten, treuen Berater und Tröster emporhvben
24. Dezsmder 1923
Weihnachts-Sondernummer
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Mit jenem Gruh der Engel, über welchen kein anderer in der Well geht, grüßte er seine Gemeinde: „Ehre sei Gott in der Höh«, und Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen!^ '2-LNn wünschte er allen Glück zu dem hohen Feste, den JungWi wie den Alten, den Greisen wie den Kindern: und er hatte recht, als er einst zu Hans Unwirrsch sagte, dah es ein seltsam Ding fei, wenn einem Pastor das Meer in seine Worte klinge. Er sprach von dem Guten und Bösen, was geschehen sei, seit man vor einem Jahre diesen Tag feierte: er sprach von dem, was werden könne bis zu dem nächsten Weihrrachtsglockenklang. Er hatte ein Wort für die Trauernden, und für die, welchen Freude gegeben worden ivar. Seine Vergleiche konnte er nicht, wie seine Amtsbrüder weiter int Lande, die jetzt auch auf ihren Kanzeln standen, der Arbeit des Ackermanns entnehmen: er konnte nicht sprechen vom Säen, Blühen, Fruchtbringen und Verwelken: — das Meer rauschte in seine Worte.
Er sprach von den Angehörigen feiner Gemeinde, die jetzt jin der Fremde schifften, von denen man nicht wusste, ob sie lebten pder ob sie tot feien: die Erde vom Rordpol bis zum Südpol mutzte Raum finden in feiner Predigt. Er sprach von den Ver- schollenen, deren Platz am Herde seit Jahren leer war, nannte zwei weinende Mütter bei ihren Aamen und tröstete sie mit der Verheitzung, Latz niemand, niemand verloren gehen könne, so weit die Welt auch sei, da geschrieben stehe, dab Gott die Meere in der hohlen Hand halte. Er sprach von dem grotzen Weihnachts- baum der Ewigkeit, unter welchem einst alle, alle versammelt sein würden.
Ehrn Zosias Tillenius war an den 'Weihnachtsbaum jeder Hütte seines Dorfes getreten; nun stand er plötzlich int Schatten des Barimes der Weltgeschichte, durch dessen Gezweig der Stern der Verkündigung auf die Krippe zu Bethlehem niederleuchtete. In einfach ergreifen--er Art erzählte er seiner Gemeinde, wie es aussah auf Erden, als die Engel ihren Grutz vom Himmel nieder» brachten. Von der Stadt Rom erzählte er und von dem römischen Kaiser Augustus, von den stolzen Tempeln, den stolzen Weisen, Kriegern und Poeten. Er sprach davon, wie die Sonne, der Mond und alle Gestirne damÄ» so segsnnsreich ihren stveg gingen, als wie heute, wie die Erde ihre Früchte trug, tote das Meer feine Schätze ebenso gutwillig hergab, als jetzt. Ec erzählte, Ivie die Menschen sich damals in ihrer Zeit eingerichtet hatten: wie Zoll gefordert Und gegeben wurde, wie die Seen rind'Flüsse und das Meer voll Schiffe, wie die Landstraben voll Wanderer' und die Märkte voll Kaufleute waren. Gr berichtete, wie die Schätze der Rationen wie heute hin und her getragen wurden, und Kann —- dann sprach er von dem großen Hunger der Welt.
Die schönsten Götterbilder in den herrlichen Tempeln untren Masken, die fein Leben Hatten. Die Priester, welche ihnen dienten, spotteten ihrer und des Volkes, das vor ihnen kniete; die Weisen -und Klugen aber schämten sich der Götter und der Priester. Die Welt war zu einem Durcheinander geworden. In dem es keinen Halt mehr gab. Frieden fand der Mensch weder in seinem Herzen, noch in seinem Hause, noch draußen auf dem Markier Ön dem römischen Kaiserreich hatte die Menschheit sich an sich selber verloren, sie lag in Ketten unter dem Purpurmantel, der ihre blutenden, zerschlagenen Glieder deckte; der Himmel war dunkel über ihr, und das Licht, das von ihrem goldenen Diadem ausging, war nur das fahle Leuchten in der Rächt des Todes, Trotz aller Pracht und Bewegung des Lebens war die Erde wüst mrd leer geworden, tote vor dem Erschaffungswort, Ehrn Josias, Tillenius sagte das in Worten, die feine Gemeinde verstand. Es


