1923
Mi
:v-<
iäW , |r
M«
fei
anberte sichln S« Sende technrk nichts, Die Aufnahme der so- genannten Knarrfunken war höchst unbequem, da. sich im Gnipfangs- teleph-on nur <,isch- oder Rausch-- oder Knackgeräusche bemerkbar machten, Die eine Unterscheidung der Signale verschiedener Sender atmosphärischer Störungen unmöglich machten.
^^^tchr Versuchs diese Nachteile zu beseitigen, führten zu keinem brs es endlich dem Professor Wien aelang, durch Verwendung der svgenmrnten Steherregung, bei welcher statt einer langsam abbrennenden Funtei'.strecke eine rasch zur Löschung ae- Entladung angewendet wurde, die TelegraPhierzsiH«r «&, M hörbar zu machen. Auf diese verschiedenen VinzeMAsn wird weiter unten naher erngegangen ftxtr&ert.
„ Besondere Schwierigkeiten war«, ferner beim Empfang äu rrberwinderr. Da LaS Telephon auf Grund feiner Trägheit und mehr noch das menschliche Ohr vollkommen :rnempstndstch gegen ole hochsrequencen Schwingungen ist, die bet einer Funkenentladang auftcetat, f» must man, um elektrische Schwmqrmgeu wahrnehmbar zu machen, ein Hilfsmittel emschaltLn, welches in einem langsameren Seny?o registriert. Me erste Vorrichtung für diese Ztvecke ivar der fogenamtteKohärer, welcher im Prinzip auS einem Metaw- tzul^f UM welches zwischen zwei Elektroden eingebracht ist, An die Elektroden tft ein Stromkreis mit besonderer Batterie an- geschlossen, welcher ein Telephon öderem anh>res elektromagnetisch wirkendes ReM» enthält. 3m Avrmalzustanö ist der Widerstand des MetallpulverS so grvtz, hast kein wirksamer Strom durch da« Telephon oder das Relais verläuft. Sobald jedoch elektrische Wei» len von hoher Frequenz auf das Metallpulver zur Sinwtrkrmg ormnen, schweißen oder „feiltet” sich die Pulverkörner zusammen und vliöen eine leitende Verbindung, welche eine Anzeige anrTele- Phon oder Relais gibt. Gin Vellopfen des Kohärers löst dann die metallische Dekwngsbrücke im Metallpulver und der Kohärer ist zum neuen Empfang elektrischer SHwmgimgen bereit, Ein solcher Kohärer wirkt also in der Weise, dah er bei jeder Funkenentladun<k anb auf Grund jedes hierbei entstehenden Vellenzuge- nur einen Signalstrvmschlutz gibt. Dieser Kohärer hat trotz feiner Änvolb- kvmmenhett lange vielt öle Empfangstechnik beherrscht, '-venu auch tm Laufe der Zeit ständige Verbesserungen daran gemacht wurden.
Fast gleichlaufend mit der Entdeckung von Empfangsindika- toten, die auf elektromagnetischem oder elektrokhiisch'M Wege arbeiten (Marronis Magnetdetektor, Schwebmilchzelle, Fefsenöen- Daretter u. dgl.), entstand der sv§en»rnn!e Stc ntaftbeteftsr, dessen WirkungsNreise eine Verbindung zwischen Ventil nnd Thermvelem«it darstellt. Dieser Detektor wird noch deute burdfe gehend verwendet. Der Detektor besteht aus einer MetaKspitze die gegen ein Mineral (Bleiglanz, Tellur oder dgl.) anliegt. Bstm Antreffen elektrischer Schwingungen erwärmt sich die Berührungs-- fpihe und es entsteht in dem an dem Detektor angeMvss-mem Stromkreis ein Thermvstrvm, welcher nur in einer Richtung den Stromkreis durchfliehen kann. Trifft auf den Detektor ein Reihe elektrischer Schwingungen, so addieren sich, die einzelnen Schtvin- gnngSamplituden im gleichen Sinne und man erhält tvahrend der. Dauer des elektrischen Wellenzuges einen gleichmähiq Mehenben Su:vm rm Detektorkreis. Da eS durch, die Wienschr Erfindung rnvq» ltch war, den Wellenzug jeher Entladung kurz zu halten und in eurer Zeiteinheit eine große Reihe von Entladungen vorzunehmen, so muhten rm Detektorkreis sntsprechmd der Entladungszabl ein-
^tomstohe entstehen, die unter sich in ihrer Frequenz durch Ginstellung der Senderfunkenfolge so gewählt werden konnten, bah sie akustische Frequenz annahmen, wodurch dann wiederum im Tels--
Deutschlands Rückrständigkeit auf dsm Gebiete der drahtlosen Tekephonies
Die grundlegnrde Entdeckung über die Möglichkeit der ®nt- S"* Verwendung elektrischer Wellen für eine drahtlose Nachrichtenübermittlung verdanken wir dem deutschen Physiker §.<2,l'!3' Dieser lieferte durch seine Versuche den Beweis über die Richtigkeit der von dem Engländer Maxwell kurz vorher bekannt-- gegevenen theoretischen Ueberlegungen. Hertz selbst legte feiner Er- "ur g-rmge Vedentung bei, da er die Ansicht vertrat, dah die elektrischen Wellen praktisch wohl kaum eine Bedeutung erlangen wurden Diese Auffassung war der Grund dafür, daß lange ^ayre hindurch dre Industrie sich von der Ausnutzung der neuen Enideckrmg sernhteki. Rur in einzelnen wissenschaftlichen Lavoratorren wurde auf diesem Gebiet totitergearbeltet und schließ. M ©n&c der neunziger Jahre die Radiv-Tolegraphie soweit ge- soroert, daß Verständigungen über mehrere Kilometer durchg^füSrt werden konnten. Es ist das Verdienst des Italieners Marconi und einzelner weitsichtiger englischer Kaufleute, dah m diesem Augenblick dre drahtlose Telegraphie aus dem Laboratorium hinaus m die Oeffentlichkeit getragen wurde. Die in großem Stil durchgestihrten Versuche von Marconi ft6erbrü<fteix nach kurzer mehrere Hunderte von Kilometer, und bei einem dieser Versuche war auch die deutsche Industrie informatorisch vertreten In E,Folge entstand auch in Deutschland eine Radivindustrie. indem Mnachst die Firma Siemens & Halske, unter Heranziehung des «Mimten Prvseffvrs Braun von der Straßburger Universität und die 3 8. ®„ in UnterMtzimg von Professor Slabh und später auch des Grafen von Avco Versuche auf drahtlosem Weqe durch- führten. Beide GeseüschaftM vereinigten sich im Jahre 1903 zu qe« we(nfaTOer Arbeit, indem sie eine StudiengesEchaft gründeten. teelaYtpntet dem Ramen Telefunken weltbekannt geworden ist. t - E Kvnkiirrenz zwischen Marconi und Telesirnken wirkte be- teuchtend auf tue ganze Bewegung und es entstanden schon danwls GroWatronen, Lenen die Aufgabe zusiel, einen Verkehr zwischen den Kontwente» und zu Schissen durK-ufübren. .'tu diesen Groh- natwr.cn zahlt auch die deutsche Station Rauen, welche stündig verbessert wurde und heute als die größte Funkstation der Welt »en ganzen Erdkreis mit ihren Wellen umsvannt. Eine starke Für- öerang erhielt die drahtlose Telegraphie, als der dänische Fvr- Mer Poulsen die Entdeckrmg machte, dah ein Lichtbogen zur AI'Ugung elektrischer Wellen benutzt werd«, kann, rind dah auf Krt ^E ?tahtk»se Telephonie ve.rwirk!ichungsfäbig ist. Die Pouisensche Entdeckmg führte in Deutschland dazu, dah eine weitere putsche Gesellschaft, nämlich die E. L o re n z A. - G. die Rw m ihre Fabrikation mit aufnahm, htbem sie die technische DurchhGuiig des Poulsenschen Lichtbogens betrieb. Anher in Gng- land und Deutschland entstanden ferner in fast allen Kulturstaaten Unternehmungen für drahtlose Telegraphie. Die schrittweise Snt- wicllling der Technik in den Jahren bis zum Weltkrieg verlief nach mngwierigen Vorstufen in immer rascherem Tempo, dem einige kin mögen: Der ursprüngliche Aufbau der Seiide» uno Mnpfangsstation mutet uns heute außerordentlich primitiv an.
l3,eu?ulW elektrischen Schwingungen wurden sogenannte Funkenstrecken verwendet, die bei jedem Funkenüberqang in Eenne emen stark gedämpften Wellenzug, d. h. einen Wellen- ^L 5eU9tclt’ be? nach einigen in der Amplitiide rasch abfallenden Ende fand. Bis zur Poulsenschen Entdeckung ungedämpfte Schwingungen, d. h. Schwin- Kungen mit konstant bleibender Amplitude zu erzielen gestattete,


